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Die Einkommensverteilung in den Wirtschaftswunderjahren

Das Stück vom Kuchen

Titel: Die Einkommensverteilung in den Wirtschaftswunderjahren

Seminararbeit , 2013 , 23 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Dr. Helmut Jeremias (Autor:in)

Geschichte - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

"Das Stück vom Kuchen" - so der Untertitel der Seminararbeit, die die Einkommensverteilung und -entwicklung in den sogenannten Wirtschaftswunderjahren in Österreich untersucht und auch versucht, ein paar konkrete Beispiele zu rekonstruieren.
Grundsätzlich wird man sich darüber im Klaren sein, dass man unter dem Begriff Einkommen das versteht, was jemand in der einen oder anderen Weise an Geldern verdient. Ob es sich dabei jetzt um einen Lohn, ein Gehalt, Zinsen aus Vermögen, Miet- oder Pachtzins handelt, spielt letztendlich nur im Detail eine Rolle. Wichtig für die jeweilige Person ist wohl, welche Geldsumme nach Abzug der üblichen Steuern, Abgaben und sonstigen Gebühren übrig bleibt.
Insofern lässt sich die Forschungsfrage dieser Arbeit auf eine einfache Formel bringen: Wirkte sich das Wirtschaftswunder positiv auf das Einkommen der Österreicher aus? Blieb ihnen am Ende dieses Aufschwungs mehr Geld als zuvor in der Geldbörse?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einkommen und Einkommensverteilung

2. Funktionelle Einkommensentwicklung

2.1. Verteilung des Volkseinkommens

2.2. Die Entwicklung des Gewinneinkommens

2.3. Vom Selbständigen zum Unselbständigen? – Veränderungen in der Struktur der Erwerbstätigen

2.4. Die Entwicklung der Lohnquote

2.5. „Der Lohn der Angst“ - Die Entwicklung der Löhne und Gehälter

2.6. „Was im Börsl blieb“: Die Entwicklung des Realeinkommens

3. Vom Allgemeinen zum Speziellen – oder: Einige Streiflichter auf konkrete Situationen

4. Schlussfolgerungen und These

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der Einkommensverteilung in Österreich während der Jahre des Wirtschaftswunders. Dabei wird analysiert, ob der wirtschaftliche Aufschwung tatsächlich zu einer positiven Veränderung des verfügbaren Einkommens in den Geldbörsen der Bevölkerung führte und wie sich die ökonomischen Strukturen in dieser Zeit verschoben haben.

  • Analyse der Einkommensarten (leistungsbezogen vs. Transfereinkommen)
  • Struktureller Wandel von der selbstständigen zur unselbstständigen Erwerbstätigkeit
  • Entwicklung von Löhnen, Gehältern und der Lohnquote
  • Vergleich von nominellen Einkommenssteigerungen und realer Kaufkraft
  • Fallbeispiele zur konkreten Lebenssituation anhand historischer Gehaltsdaten

Auszug aus dem Buch

2.6. „Was im Börsl blieb“: Die Entwicklung des Realeinkommens

Bisher wurde nur die Entwicklung des nominellen Einkommens betrachtet, das generell gestiegen ist. Wie sah es aber mit dem Realeinkommen aus? Darunter versteht man wie viel man sich mit seinem Geldeinkommen kaufen konnte, es wird an Hand von Gütern berechnet, die damals verfügbar waren. Tatsächlich ist dieses auch gestiegen. Allerdings ist hierbei ein Umstand zu berücksichtigen, nämlich, dass die Preise für Investitionsgüter von 1950 – 1960 stärker gestiegen sind als für Konsumgüter. Die Teuerung bei ersteren betrug +88%, während es bei letzteren nur + 57% waren. Dies ist insofern bedeutend, weil Selbständige mehr investieren, Unselbständige hingegen mehr Konsumgüter erwerben. Insofern dürfte der Unterschied im Anstieg der realen Einkommen wesentlich geringer ausgefallen sein als bei den Geldeinkommen.

Solche Überlegungen lassen leider keine Rückschlüsse auf das individuelle Einkommen von Unternehmern zu. Generell gesehen ist ein Anstieg der Preise für Konsumgüter schlecht, er kann sich im Einzelfall aber günstig auswirken, weil nämlich der Wert von Betrieben und Anlagen damit auch steigt. Verkauft ein Unternehmer, weil er z.B. in Pension geht, so erzielt er einen höheren Erlös. Angemerkt werden muss übrigens noch, dass eine geringere prozentuelle Steigerung in einer Sparte nicht notwendigerweise ein schlechteres Einkommen bedeuten muss. Dies kann auch bedeuten, dass die Ausgangswerte einfach höher waren, wie es für das Gewerbe der Fall war.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einkommen und Einkommensverteilung: Einführung in die Begrifflichkeiten der Einkommensarten und Darstellung der Forschungsfrage bezüglich der positiven Auswirkungen des Wirtschaftswunders auf das Einkommen.

2. Funktionelle Einkommensentwicklung: Detaillierte Analyse der Verteilung des Volkseinkommens, der Entwicklung von Gewinnen, der Verschiebung von selbstständiger zu unselbstständiger Arbeit, der Lohnquote, der Löhne und der Realeinkommensentwicklung.

3. Vom Allgemeinen zum Speziellen – oder: Einige Streiflichter auf konkrete Situationen: Veranschaulichung der theoretischen Statistiken durch konkrete Fallbeispiele, Zeitungsannoncen und Lohnbeispiele aus dem damaligen Alltag.

4. Schlussfolgerungen und These: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Formulierung der These, dass steigende Einkommen die Basis für die aufkommende Konsumgesellschaft bildeten, jedoch erst durch Massenproduktion leistbar wurden.

Schlüsselwörter

Wirtschaftswunder, Österreich, Einkommensverteilung, Lohnquote, Realeinkommen, Gewinneinkommen, Konsumgesellschaft, Kaufkraft, Erwerbstätigkeit, Volkseinkommen, Nominallohn, Lebenshaltungskosten, Strukturwandel, Nachkriegszeit, Arbeitsmarkt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der wirtschaftlichen Situation in Österreich während der Wirtschaftswunderjahre, insbesondere mit der Entwicklung und Verteilung der Einkommen der Bevölkerung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die funktionelle Einkommensentwicklung, die Veränderung der Erwerbsstruktur von Selbstständigen zu Unselbstständigen sowie der Zusammenhang zwischen Nominallohn, Preisen und tatsächlicher Kaufkraft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab zu klären, ob sich das Wirtschaftswunder für die Österreicher tatsächlich finanziell positiv ausgewirkt hat und ob am Ende des Aufschwungs mehr Geld in der Geldbörse blieb.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf der Analyse statistischer Daten aus volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen, ergänzt durch historische Quellen wie Zeitungsannoncen und Rechnungen zur Illustration der realen Lebensverhältnisse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Volkseinkommen, Gewinneinkommen, der Entwicklung von Löhnen und Gehältern sowie einer detaillierten Auseinandersetzung mit der Entwicklung des Realeinkommens und konkreten Preisbeispielen der Zeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Wirtschaftswunder, Einkommensverteilung, Lohnquote, Realeinkommen, Kaufkraft und Strukturwandel.

Wie hat sich der Anteil der Selbstständigen im Betrachtungszeitraum verändert?

Die Anzahl der Selbstständigen ging im Laufe der Wirtschaftswunderjahre kontinuierlich zurück, während die Zahl der unselbstständig Beschäftigten im Gegenzug stark angestiegen ist.

Warum war die Kaufkraft trotz steigender Löhne nicht so hoch wie vermutet?

Obwohl die Nominallöhne stark stiegen, verdeutlicht die Arbeit durch den Vergleich von Preisen für Güter wie Bohnenkaffee, dass Produkte, die heute alltäglich sind, damals einen Luxusstatus hatten.

Welche Rolle spielt die Landwirtschaft in dieser Untersuchung?

Die Landwirtschaft verzeichnete den stärksten Rückgang bei den Erwerbstätigen und hatte zudem die geringsten Einkommenssteigerungen zu verzeichnen, was den allgemeinen Trend der Landflucht widerspiegelt.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Einkommensverteilung in den Wirtschaftswunderjahren
Untertitel
Das Stück vom Kuchen
Hochschule
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt  (Geschichte)
Veranstaltung
Seminar
Note
1,0
Autor
Dr. Helmut Jeremias (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
23
Katalognummer
V279384
ISBN (eBook)
9783656733768
ISBN (Buch)
9783656733751
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einkommensverteilung wirtschaftswunderjahren
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. Helmut Jeremias (Autor:in), 2013, Die Einkommensverteilung in den Wirtschaftswunderjahren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279384
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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