Shillers CAPE-Ratio


Studienarbeit, 2014
30 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Zusammenfassung

1 Einführung

2 Einordnung und Modellierung des CAPE-Ratios

3 Empirische Prüfung der Prognosefähigkeit
3.1 Prognosekraft unter Krisenerscheinungen
3.2 Prognosekraft unter marktüblichen Rahmenbedingungen

4 Nutzung empirischer Ergebnisse zur Zukunftsprognose

5 Kritik

6 Fazit

Anhang

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zusammenfassung

Vor dem Hintergrund der aktuellen Niedrigzinspolitik wagen viele Anleger den Schritt an die internationalen Aktienmärkte, um ihr Vermögen vor inflationären Einflüssen zu schützen. Aufgrund der überdurchschnittlich hohen Nachfrage könnte jedoch bereits eine Überbewertung in Frage kommen.

Im Rahmen der wissenschaftlichen Arbeit wird dem Leser das CAPE-Ratio von Robert Shiller nähergebracht, welches zur Registrierung von Spekulationsblasen und zur Renditeschätzung genutzt wird.

Der Autor gelangt durch eine Untersuchung der historischen Prognosekraft zu der Erkenntnis, dass die Kennzahl sich anbahnende Krisenerscheinungen zwar identifizieren, deren Beginn jedoch nur ungenau prognostizieren konnte. Es wurde eine negative Korrelation zwischen CAPE-Höhe und der zu erwartenden Rendite ermittelt.

Vor dem Hintergrund unberücksichtigter US-amerikanischer Bilanzierungsänderungen ist das CAPE-Ratio aktuell zwar zu pessimistisch bewertet. Dennoch empfiehlt der Autor ein vorsichtiges Agieren an den Aktienmärkten.

1 Einführung

Im Zeitalter der Globalisierung unterliegt die Welt einem außergewöhnlichen ökonomischen Wachstum.[1] Die daraus hervorgehenden internationalen Handelsverflechtungen bieten den Unternehmen zunehmend Chancen auf dem Weltmarkt, sodass letztlich die Profitabilität und das Betriebsergebnis gesteigert werden können.[2]

Zeitgleich wird seitens der EZB versucht, die durch die Finanzkrise verursachte und stets andauernde wirtschaftliche Schieflage im europäischen Raum zu stabilisieren.[3] Mit äquivalenten Problem sieht sich die US-Notenbank Federal Reserve Systems (FED) konfrontiert.[4] Die Zentralnotenbanken entschieden sich infolgedessen für eine Niedrigzinspolitik, die schrittweise etabliert wurde. Zuletzt fixierte die EZB den Hauptrefinanzierungssatz auf 0,15% - ein historisches Zinstief.[5]

Unter diesen fundamentalen Rahmenbedingungen erlebten die internationalen Aktienmärkte, insbesondere nach 2008, einen außergewöhnlichen Aufschwung. Investoren gingen höhere Risiken ein, um trotz des niedrigen Zinsniveaus reale Renditen zu erwirtschaften.[6]

So legte der Deutsche Aktienindex (DAX) von 3.668 Punkten im März 2009 auf zeitweise mehr als 10.000 Punkte im Juni 2014 zu. Der US-amerikanische Aktienindex S&P 500 konnte zeitgleich ein Wachstum von 692 Punkten auf 1.973 Punkte für sich verzeichnen.[7]

Anlegern stellt sich aus diesem Grunde die Frage, ob die Aktienmärkte nach den vergangenen Entwicklungen überbewertet sind oder noch immer eine attraktive Anlagemöglichkeit darstellen.

Robert Shiller entwarf zu diesem Zweck das sogenannte CAPE-Ratio, das eine Sonderform des Kurs-Gewinn-Verhältnisses darstellt und Überbewertungen identifizieren soll. Unter Experten wird das CAPE-Ratio einerseits als bedeutungsvoller, andererseits aber auch als umstrittener Schätzparameter für künftige Renditen angesehen.[8]

Darauf bezugnehmend wird im Rahmen dieser Studienarbeit der Frage nachgegangen, inwiefern das CAPE-Ratio von Shiller ein aussagekräftiges Instrument für die fundamentale Aktienanalyse darstellt. Ziel der Arbeit ist es, gemeinsam mit dem Leser den praktischen Nutzen des CAPE-Ratios zu erarbeiten.

Diesbezüglich wird zunächst unter dem Gliederungspunkt 2 eine fachliche Einordnung sowie ein Überblick über das Konzept der Kennzahl gewährt. Daraufhin werden unter den Gliederungspunkten 3 und 4 die historische Prognosefähigkeit sowie eine Einschätzung der künftigen Marktentwicklung erarbeitet. Anschließend wird das Konstrukt des CAPE-Ratios kritisch hinterfragt und durch Alternativansätze untermauert. Zuletzt schließt die Studienarbeit mit einem Fazit sowie der Beantwortung der zentralen Leitfrage ab.

2 Einordnung und Modellierung des CAPE-Ratios

Robert J. Shiller, US-Ökonom und Professor für Wirtschaftswissenschaften an der US-amerikanischen Eliteuniversität Yale, wurde für seine empirische Analyse von Kapitalmarktpreisen sowie der Vorhersage des Börsencrashs zur Jahrtausendwende mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet.[9]

Um zu einer solch wegweisenden Einschätzung zu gelangen, bedarf es einer sorgfältigen Marktanalyse. Wirtschaftsforscher und Analysten bedienen sich unter anderem einer geeigneten Kennzahl aus der fundamentalen Aktienanalyse, wie z.B. dem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV):[10]

Das KGV drückt aus, in wie vielen Jahren der Börsenkurs durch Unternehmensgewinne refinanziert wäre, wenn der gesamte Gewinn an den Anleger fließen würde.[11]

Der Anleger hat die Möglichkeit den Parameter mit der gleichwertigen Kenngröße eines spezifischen Mitbewerbers oder auch historischen Werten des Marktes zu vergleichen und so zu einem individuellen Bewertungsurteil zu gelangen.[12]

Als Entwickler des cyclically adjusted price-to-earnings ratios (CAPE-Ratios) knüpft Shiller an der grundlegenden Methodik des Kurs-Gewinn-Verhältnisses an. Das CAPE-Ratio lässt sich als eine modifizierte Form des KGVs verstehen:[13]

Der Kernunterschied befindet sich im Nenner des Bruches. Während sich das herkömmliche KGV lediglich auf den Gewinn pro Aktie eines einzigen Geschäftsjahres bezieht, wird beim Shiller-PE ein zehnjähriger Zeitraum herangezogen.

Der Grundgedanke Shillers ist dabei, dass der Unternehmensgewinn einen auffällig volatilen Posten einnehme. Der Profit in einjähriger Hinsicht würde stark von kurzfristigen Entscheidungen der Unternehmensführung sowie der aktuellen Konjunktursituation abhängen und daher langfristig kaum aussagekräftig sein.[14]

Hiermit baut er auf den fundamentalen Erkenntnissen der Wirtschaftsprofessoren Benjamin Graham und David Dodd auf, die bereits im Jahr 1934 in ihrem Standardwerk „Security Analysis“ die Relevanz einer mehrjährigen Gewinnbetrachtung hervorhoben.[15]

Der persönliche Beitrag Shillers besteht außerdem darin, dass sowohl der Aktienkurs, als auch der durchschnittliche Gewinn pro Aktie aus den letzten 10 Jahren als reale (inflationsbereinigte) Komponenten betrachtet werden, da die Berücksichtigung von Preissteigerungen zu Fehlinterpretationen führen würde.[16] Hierzu bedient sich der Nobelpreisträger den folgenden Ansätzen:

Das anzusetzende Preisniveau richtet Shiller bei seinen Berechnungen nach den monatlichen Veröffentlichungen des amerikanischen Statistikamtes.[17]

Um eine größere Aussagekraft über die Bewertung des Gesamtmarktes zu ermöglichen, kann bisweilen auch ein Index anstelle eines einzelnen Wertpapiers für die Berechnung des CAPE-Ratios herangezogen werden. Shiller entschied sich für die Nutzung des S&P 500 Composite Index (S&P 500), der wichtige Standardtitel des US-amerikanischen Aktienmarktes umfasst.[18]

Ermöglicht wird eine Markteinschätzung nun dadurch, dass das CAPE-Ratio eines Beobachtungsmonats mit dem durchschnittlichen CAPE-Ratio seit 1871 verglichen wird. Folgende Thesen zieht Shiller zur Interpretation heran:

Liegt das CAPE-Ratio der betrachteten Periode über dem langjährigen Schnitt, so wäre dies ein Indiz für eine Überbewertung und eine bevorstehende Marktpreiskorrektur. Dies würde an der Rendite des Anlegers zehren. Befinde sich das beobachtete CAPE-Ratio allerdings unterhalb des langjährigen Mittels, so werde eine Unterbewertung und die Erwartung zukünftig hoher Renditen signalisiert.[19]

Shiller nutzt infolgedessen die Annahme, dass sich Märkte durch den Mean-Reversion-Effekt (Mittelwertrückkehr-Effekt) charakterisieren lassen. Das bedeutet, dass Renditen zwar kurz- bis mittelfristig von ihrem langjährigem Mittel abweichen könnten, sich aber tendenziell in seine Richtung bewegen.[20]

Märkte und deren Anleger seien emotional geprägt und folglich zu Über- und Untertreibungen fähig. Als Kontrahent der strengen Effizienzmarkthypothese argumentiert Shiller damit, dass öffentliche Informationen nicht immer korrekt vom Markt aufgenommen werden. Dies spiegle sich in der alltäglichen Volatilität wieder, die in keinem Verhältnis zu Dividendenänderungen und korrigierten Gewinnerwartungen stehe.[21],[22]

3 Empirische Prüfung der Prognosefähigkeit

Robert Shiller polarisierte in der Vergangenheit wiederholt mit Warnungen vor Überbewertungen an den internationalen Aktienmärkten. Insbesondere mit seinem Werk „Irrationaler Überschwang“ kritisierte Shiller den grenzenlosen Optimismus der Anleger um das Jahr 2000.[23]

Vor diesem Hintergrund analysiert der Autor im weiteren Verlauf der wissenschaftlichen Arbeit exemplarisch gewählte Krisenentwicklungen und deren CAPE-Ratios. Daraufhin beschäftigt sich der Autor mit Zeiträumen, die von marktüblichen Wachstumsraten geprägt sind und keinen Krisenerscheinungen unterliegen.

3.1 Prognosekraft unter Krisenerscheinungen

Die Weltwirtschaftskrise, auch als „Great Depression“ bekannt, gilt als die schwerwiegendste ökonomische Krise des 20. Jahrhunderts.[24] Ihren Ursprung nahm die Krise in einer Ära, in der die Wirtschaft, der Konsum und das Kreditgeschäft florierten. Diese Entwicklung ließ den amerikanischen Aktienmarkt nicht unberührt.[25]

Ab dem Jahr 1925 nahm der S&P 500 Index ein außergewöhnliches Tempo auf. Während der nominale Kurs im Juni 1925 noch bei 10,80$ lag, betrug der nominale Indexpreis auf dem Bewertungshöhepunkt im September 1929 31,30$. Dies entspricht einem Kursanstieg von 190% innerhalb eines 4-jährigen Zeitraums.[26]

Dieses rasante Wachstum geht einher mit einem kontinuierlich steigenden CAPE-Ratio, da sich die Unternehmensgewinne nicht proportional zum Kurs entwickelt haben. Während das CAPE-Ratio im Juni 1925 auf einen Wert von 9,8 beziffert wurde, stieg dieser Wert auf 32,56 im September 1929 an. Vergleicht man letzteren Wert mit dem historischen Durchschnitt von 16,55, so ergibt sich nach Shillers Argumentation im September 1929 eine in etwa doppelt zu hohe Marktbewertung.[27]

Diese Entwicklung zeigt sich auch in statistischen Maßen wie der Varianz: Betrug die durchschnittliche quadratische Abweichung vom arithmetischen Mittel noch 22,81 im Juni 1925, entwickelte sich dieser Wert auf 128,22 im September 1929 - die bis dato höchste Varianz überhaupt. Vergleicht man letzteren Wert mit der mittleren Varianz seit 1871 in Höhe von 21,55, so lässt sich schlussfolgern, dass die durchschnittliche quadratische Abweichung im September 1929 etwa 6-mal so stark wie im historischen Durchschnitt war.[28]

Diese Erkenntnisse stellen vor dem Hintergrund des Mean-Reversion-Effektes das Signal dar, dass sich der Markt in kommenden Perioden unterdurchschnittlich oder gar negativ entwickeln würde.[29]

Tatsächlich hatte der S&P 500 Composite Index in folgenden Jahren mit schweren Kursverlusten zu kämpfen. Der Kurs des Index lag im Juni 1932 nur noch bei 4,77$ und das CAPE-Ratio notierte mit 5,77 weit unter dem historischen Durchschnitt.

Hieraus lässt sich wiederum ableiten, dass nach dem Ende der Weltwirtschaftskrise mit überdurchschnittlichen Renditen zu rechnen war. Der Autor stellt fest, dass sich auch diese Hypothese bestätigen lässt, da sich der Preis des S&P 500 bis zum Juli 1933 verdoppelt hat.[30]

Eine weitere krisenhafte Entwicklung stellt die Dotcom-Blase dar. Der Begriff zielt auf das Platzen einer Spekulationsblase an den internationalen Aktienmärkten um das Jahr 2000 ab. Dies betraf insbesondere Technologie- bzw. Internetunternehmen, die zuvor als hochprofitabel und zukunftsträchtig angesehen wurden.[31]

Im Januar 1991 notierte der nominale Kurs des S&P 500 bei 325,49$. Zeitgleich beliefen sich die nominalen Unternehmensgewinne pro Aktie auf 21,18$. Unter Berücksichtigung der inflationsbereinigten Berechnung symbolisiert der Januar 1991 die letzte Periode des gesamten Jahrzehnts, in der das CAPE-Ratio mit einem Wert von 15,61 unter seinem langjährigen Schnitt von 16,55 liegt.[32]

Der Autor gelangt zu der Erkenntnis, dass sich der S&P 500 innerhalb des Jahrzehnts überproportional zu dem Gewinnwachstum der im Index befindlichen Unternehmen entwickelt hat. Dies spiegelte sich im CAPE-Ratio wider, welches sich kontinuierlich vom historischen Durchschnitt distanzierte.[33]

Eine Besonderheit ist im Juli 1997 zu finden, denn hier wird das CAPE-Niveau der Weltwirtschaftskrise durchbrochen. Für die Befürworter der Kennzahl stellt dies einen alarmierenden Moment bzw. ein starkes Verkaufssignal dar, um sich vor kommenden Kursverlusten zu schützen.[34]

Tatsächlich entwickelte sich der S&P 500 jedoch von 925,29$ im Juli 1997 auf 1428,68$ im Dezember 1999. Dies entspricht einer überdurchschnittlichen Performance von 54,4%. Das CAPE-Ratio notierte im Dezember 1999 auf dem historischen Höchststand von 44,20 – eine riskante Dimension, die sich nach Shillers Argumentation langfristig nicht halten könnte.[35],[36] Die Varianz in Höhe von 382,24, nahezu dreimal so hoch wie die höchste mittlere quadratische Abweichung innerhalb der Weltwirtschaftskrise, untermauert Shillers Einschätzung.[37]

Hiermit behielt der Nobelpreisträger im Wesentlichen Recht: Der S&P 500 ist in kommenden Beobachtungsperioden stark unter Druck geraten, der Kurswert belief sich nur noch auf 854,63$ im Oktober 2002 und das CAPE-Ratio näherte sich seinem historischen Durchschnitt kräftig an.[38]

An dieser Stelle weist der Autor darauf hin, dass die Spekulationsblasen in den Jahren 1929 und 1999 durch CAPE-Anwendung zwar erkannt werden konnten. Ein überschaubarer, aussagekräftiger Zeitrahmen für die Entstehung der Baisse konnte allerdings nicht prognostiziert werden. Auch frühere Börsencrashs wären anhand der Berechnungen plausibel gewesen.[39] Stattdessen hätten Anleger die Partizipation an langandauernden Kurssteigerungen verpasst, sofern sie ihr Aktienportfolio bei Überschreiten des durchschnittlichen CAPE-Ratios verkauft hätten.[40]

Besonders kritisch zu betrachten ist außerdem eine Feststellung, die einer vorherigen Beobachtung im Rahmen der Dotcom-Blase ähnelt: Das CAPE-Ratio lag seit dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008/2009 nicht mehr unter dem langjährigen Mittel. Hieraus leitet sich die Erwartung künftig geringer Renditen ab. Tatsächlich stellt dies jedoch eine Fehlinterpretation dar, da die Jahre 2011-2013 besonders starke Börsenjahre repräsentieren. Es liegt somit eine Fehlprognose vor.[41]

3.2 Prognosekraft unter marktüblichen Rahmenbedingungen

Das CAPE-Ratio dient neben der Identifizierung von Spekulationsblasen auch zur Schätzung künftiger Renditen. Im Rahmen einer Studie vom Finanztheoretiker Clifford S. Asness wurde die Korrelation zwischen dem zum Investitionszeitpunkt vorliegenden CAPE-Ratio und der zu erwartenden Rendite untersucht. Hierzu reduzierte er die Datenreihe zur Übersichtlichkeit auf den Zeitraum 1926-2012. Ergebnisverzerrungen kämen dadurch nicht zustande.[42]

Asness ermittelte, dass wenn Anleger bei CAPE-Ratios zwischen 5,2 und 9,6 investierten, sie nach zehn Jahren eine durchschnittliche Rendite von 10,3% p.a. erwarten konnten. Innerhalb dieser zehn Jahre hätte die beste Rendite 17,5% p.a. und die schlechteste Rendite 4,8% p.a. betragen. Anleger hätten demnach in keinem Jahr einen Verlust eingefahren.[43]

Investierten Anleger hingegen bei einem CAPE-Ratio zwischen 15,7 und 17,3 und banden ihr Kapital zehn Jahre lang an ihr Investment, so hätte die mittlere jährliche Rendite nur noch bei 5,6% gelegen. Die beste Rendite wäre mit 15,1% p.a. noch immer ein attraktiver Posten gewesen, hingegen stellt die schlechteste Rendite mit -2,3% bereits einen deutlich schwächeren Wert dar, als es bei der vorherigen CAPE-Spanne der Fall war.[44]

Diese negative Wechselbeziehung zwischen CAPE-Ratio und der zu erwartenden Rendite lässt sich auch in der nächsten Beobachtung feststellen: Als Anleger in der Vergangenheit bei CAPE-Ratios zwischen 25,1 und 46,1 Aktien gekauft und sie zehn Jahre ruhen lassen haben, so lag die durchschnittliche Rendite bei lediglich 0,5% p.a. Sowohl die beste Rendite in Höhe von 6,3%, als auch die schlechteste Rendite in Höhe von -6,1% befinden sich weit unter den Ergebnissen der vorherigen Beobachtungsspannen.[45]

Asness kam außerdem zu dem Resultat, dass die Schwankungsbreite der einzelnen Renditen zu ihrer mittleren Rendite bei CAPE-Ratios zwischen 5,2 und 9,6 mit 2,5% am niedrigsten war. Gleich doppelt so hoch war die Standardabweichung bei der zweiten Beobachtung, in der eine Investition bei CAPE-Ratios zwischen 15,7 und 17,3 getätigt wurde.[46]

[...]


[1] Vgl. Osterhammel u. Petersson: Geschichte der Globalisierung: Dimensionen, Prozesse, Epochen (2007), S. 102

[2] Vgl. Lemke: Internationale Beziehungen: Grundkonzepte, Theorien und Problemfelder (2011), S. 25, 51

[3] Vgl. Pilkington: The Global Financial Crisis and the New Monetary Census (2013), S. 63 ff., 201

[4] Vgl. Pozen: Too Big to Save? How to Fix the U.S. Financial System (2009), S. 157

[5] Vgl. o.V.: Key ECB interest rates (2014), online im Internet: URL: http://sdw.ecb.europa.eu/reports.do?node=100000131 (Stand: 23.07.2014, 20:30 Uhr)

[6] Vgl. Nonnenmacher: New Normal: Was die Neuordnung der Weltwirtschaft bedeutet und wie Sie davon profitieren (2011), S. 132 ff.

[7] Siehe Anhang, Abb. 1, S. 15 und Anhang, Abb. 2, S. 16

[8] Vgl. Siegel: The Shiller CAPE-Ratio: A New Look (2013), S. 2, online im Internet: URL: http://mebfaber.com/wp-content/uploads/2014/01/2013fall_siegelpaper.pdf (Stand: 22.07.2014, 23:04 Uhr)

[9] Vgl. o.V.: The Price in Economic Sciences 2013 (2013), online im Internet: URL: http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/economic-sciences/laureates/2013/press.pdf (Stand: 24.07.2014, 13:21 Uhr)

[10] Vgl. Faerber: All About Value Investing (2013), S. 7

[11] Vgl. Busse: Grundlagen der betrieblichen Finanzwirtschaft (2003), S. 229

[12] Vgl. Priermeier: Fundamentale Analyse in der Praxis: Kennzahlen, Strategien, Praxisbeispiele (2006), S. 39

[13] Vgl. Lillicrap: Kitchen Table Economics and Investing (2013), S. 153 ff.

[14] Vgl. Winkler: Schnellkurs Aktien: Erfolgreich kaufen und verkaufen – Die Erfolgsgeheimnisse für Einsteiger (2013), S. 96

[15] Vgl. Graham u. Dodd: Security Analysis (1934), Seite 452

[16] Vgl. Lillicrap: Kitchen Table Economics and Investing (2013), S. 154

[17] Vgl. o.V.: Bureau of Labor Statistics: Consumer Price Index (2014), online im Internet: URL: http://www.bls.gov/cpi/ (Stand: 27.07.2014, 13:29 Uhr)

[18] Vgl. Shiller: U.S. Stock Markets 1871-Present and CAPE-Ratio (2014), online im Internet: URL: http://www.econ.yale.edu/~shiller/data/ie_data.xls (Stand: 28.07.2014, 11:43 Uhr)

[19] Vgl. Asness: An Old Friend: The Stock Market’s Shiller P/E (2012), S. 3, online im Internet: URL: https://www.aqr.com/Portals/1/ResearchPapers/ShillerPECommentary_AQRCliffAsness.pdf (Stand: 28.07.2014, 22:03 Uhr)

[20] Vgl. Paulsen: Hedgefonds und die Finanzkrise: Anatomie eines Hedgefonds-Zusammenbruchs (2012), S. 19

[21] Vgl. Shiller: Do Stock Prices Move Too Much to be Justified by Subsequent Changes in Dividends? (1981), S. 434, online im Internet: URL: http://ww.e-m-h.org/Shiller1981.pdf (Stand: 14.08.2014, 23:12 Uhr)

[22] Vgl. Kitzmann: Massenpsychologie und Börse: So bestimmen Erwartungen und Gefühle Kursverläufe (2009), S. 61

[23] Vgl. Shiller: Irrational Exuberance (2006), S. 203 ff.

[24] Vgl. Kindleberger: The World in Depression, 1929-1939 (20134), S. 1 ff.

[25] Vgl. Allen: Only Yesterday: An Informal History of the Nineteen Twenties (1931), S. 6 ff., online im Internet: URL: http://americainclass.org/sources/becomingmodern/theage/text2/allenonlyyesterday.pdf (Stand: 02.08.2014, 14:06 Uhr)

[26] Vgl. Shiller: U.S. Stock Markets 1871-Present and CAPE-Ratio (2014), online im Internet: URL: http://www.econ.yale.edu/~shiller/data/ie_data.xls (Stand: 02.08.2014, 14:43 Uhr)

[27] Vgl. ebd.

[28] Siehe Anhang, Abb. 3, S. 17

[29] Siehe Fußnote 20

[30] Siehe Fußnote 26

[31] Vgl. Sommerlatte: Strategie, Innovation, Kosteneffizienz: Die drei Managementherausforderungen (2012), S. 9

[32] Siehe Fußnote 26

[33] Vgl. ebd.

[34] Vgl. ebd.

[35] Vgl. ebd.

[36] Vgl. Shiller: Irrational Exuberance (2006), S. 207 ff.

[37] Siehe Anhang, Abb. 4, S. 18

[38] Siehe Anhang, Abb. 5, S. 19

[39] Siehe Fußnote 26

[40] Vgl. Ofek u. Richardson: DotCom Mania: A Survey of Market Efficiency in the Internet Sector (2001), S. 4 ff., online im Internet: URL: http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=268311 (Stand: 06.08.2014, 18:33 Uhr)

[41] Vgl. Siegel: CAPE Crusaders: The Shiller-Siegel Shootout at the Q Group Corral (2014), S. 3, online im Internet: URL: http://advisorperspectives.com/newsletters14/pdfs/CAPE_Crusaders.pdf (Stand: 12.08.2014, 21:02Uhr)

[42] Siehe Fußnote 19

[43] Siehe Anhang, Abb. 7, S. 21

[44] Vgl. ebd.

[45] Vgl. ebd.

[46] Vgl. ebd.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten

Details

Titel
Shillers CAPE-Ratio
Hochschule
Berufsakademie für Bankwirtschaft, Hannover
Note
1,3
Autor
Jahr
2014
Seiten
30
Katalognummer
V279398
ISBN (eBook)
9783656733263
ISBN (Buch)
9783656733218
Dateigröße
1087 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
shillers, cape-ratio
Arbeit zitieren
Lukas Lindemann (Autor), 2014, Shillers CAPE-Ratio, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279398

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