Unterrichtseinheit zur Kantischen Frage "Was kann ich wissen?"

Erkenntnistheorie


Unterrichtsentwurf, 2014
92 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhalt

I. Sachanalyse
I.1 Filmszene „Matrix“ (Hinführung/Problematisierung; Stunde 1)
I.2 Karl Jaspers: „Was ist Philosophie?“ (Textbeispiel; Stunde 3)
I.3 Immanuel Kant: Auszug aus „Kritik der reinen Vernunft (Station 1/Text 1; Stunde 4-9)
I.3a Sekundärtext I zu Kant – Friedrich Dessauer: „Was ist der Mensch? Die vier Fragen des Immanuel Kant“ (Station 1/Text 1; Stunde 4-9)
I.3b Sekundärtext II zu Kant – Herbert Schnädelbach: „Immanuel Kant –Kritik der reinen Vernunft“ (Station 1/Text 1; Stunde 4-9)
I.4 René Descartes: Erste Meditation (Station 2/Text 2; Stunde 4-9)
I.5 Platon: Höhlengleichnis (Station 3/Text 3; Stunde 4-9)
I.6 Hilary Putnam: Gehirne im Tank (Station 4/Text 4; Stunde 4-9)
I.7 Raymond Boudon: Rational-Choice-Theorie und allgemeine Theorie der Rationalität (Station 5/Text 5; Stunde 4-9)
I.8 Frank Jackson: Epiphänomenale Qualia (Station 6/Text 6; Stunde 4-9)
I.9 Thomas Nagel: Woher wissen wir etwas? (Leistungsnachweis; Stunde Nr. 16)

II. Überlegungen zur Didaktik

III. Methodik und Ablauf der Unterrichtseinheit

IV. Anhang

Anhang 1: Übersicht der UE (Bonbonmodell)

Anhang 2: Stunden der UE im Detail (Übersicht Tabelle)

Anhang 3: M1 – Dialog aus Matrix/Filmszene

Anhang 4: M2 – Essay-Aufgabe / M3 – Zeitkapseln 1.Kontrollpunkt

Anhang 5: M4 – Textbeispiel: Karl Jaspers „Was ist Philosophie?“ (Methode 1)

Anhang 6: Text: Karl Jaspers „Was ist Philosophie?“

Anhang 7: Folie 1 – Procedere Stationen- und Textarbeit

Anhang 8: Folie 2 – Bewertungsbogen für die Stationen- und Textarbeit

Anhang 9: M5 – Station 1 / Text 1 (Methode 2)

Anhang 10: Text 1 – Immanuel Kant Auszug aus KdrV

Anhang 11: Sekundärtext I zu Kant – Friedrich Dessauer

Anhang 12: Sekundärtext II zu Kant – Herbert Schnädelbach

Anhang 13: M6 – Station 2 / Text 2 (Methode 3)

Anhang 14: Text 2 – René Descartes „Erste Meditation“

Anhang 15: M7 – Station 3 / Text 3 (Methode 4)

Anhang 16: Text 3 – Platon Höhlengleichnis

Anhang 17: Comic „Höhlengleichnis“

Anhang 18: M8 – Station 4 / Text 4 (Methode 5)

Anhang 19: Text 4 – Hilary Putnam „Gehirne im Tank“

Anhang 20: M9 – Station 5 / Text 5 (Methode 6)

Anhang 21: Text 5 – Raymond Boudon „RCT u. ATR“

Anhang 22: M10 – Station 6 / Text 6 (Methode 7)

Anhang 23: Text 6 – Frank Jackson „Epiphänomenale Qualia“

Anhang 24: M11 – Zeitkapseln 2. Kontrollpunkt

Anhang 25: Leistungsnachweis I – Thomas Nagel „Woher wissen wir etwas?“

Anhang 26: M12 – Essay-Werkstatt

V. Literatur/ andere Quellen

I. Sachanalyse

I.1 Filmszene „Matrix“ (Hinführung/Problematisierung; Stunde 1)

In der Szene „Neo trifft Morpheus“ (0:25:14–0:28:38) aus dem Film Matrix wird der Hauptdarsteller Neo (Keanu Reeves) von Morpheus (Laurence Fishburne) mit der Tatsache konfrontiert, dass sein Leben und die Welt, in der er lebt und die er bisher für real gehalten hat, eine Lüge ist. Selbst wenn Neo wollte, könnte er nicht wissen, was Wahrheit ist, da er sich in einer Scheinwelt befindet und er ein Sklave in dieser Welt ist, ohne es zu wissen.

In dieser Welt bzw. der Realität gab es zu Beginn des 21. Jahrhunderts einen Krieg der Menschen gegen die vom Menschen geschaffenen Maschinen, in dem die Menschen den Himmel verdunkelten, um die Maschinen an der Sonnenenergiegewinnung zu hindern. Kurzerhand stiegen die Maschinen auf den Menschen als Energiequelle um und bauen Menschen auf riesigen Feldern an, um sie als Batterien und Energiequelle zu nutzen.

Morpheus fragt Neo in der Szene (Dialog siehe M1), ob er an das Schicksal glaubt, aber Neo gefällt der Gedanke nicht, sein Leben nicht unter Kontrolle zu haben und in die Hände des Schicksals zu legen. Paradoxerweise hat Neo keinerlei Kontrolle in seinem Leben, sein Bewusstsein lebt in einer von Maschinen geschaffenen Matrix, einem Computerprogramm, das den Menschen eine Scheinwelt vorgaukelt, die wie die Wirklichkeit und Realität wirkt, sein wahres Ich und sein Körper befinden sich in einem Tank auf den Anbaufeldern der Maschinen und die Maschinen haben die Matrix erschaffen, damit sie die Menschen kontrollieren bzw. ohne Komplikationen als Batterien nutzen und anbauen können, da nur lebende Menschen die benötigte Energie für die Maschinen liefern.

Morpheus klärt in der Szene Neo auf, was die Matrix ist und dass die Wahrheit, die Neo bisher für wahr gehalten hat, nichts mit der tatsächlichen Wahrheit zu tun hat. Neos Verstand ist gefangen in der Matrix. Morpheus stellt ihn in Form von zwei Kapseln (rot und blau) vor die Wahl, er bietet ihm „nicht mehr als die Wahrheit an“ und fragt ihn, ob er die Wahrheit über die Matrix und die Realität erfahren möchte (rote Kapsel) oder ob er weiterhin in der Lüge und Scheinwelt leben möchte (blaue Kapsel).

Neo entscheidet sich für die Wahrheit und schluckt die rote Kapsel.

Der Film Matrix und die gewählte Szene weisen direkte Verknüpfungspunkte zur Erkenntnistheorie in der Philosophie auf. Nicht nur Platons Höhlengleichnis, sondern auch Hilary Putnams Gedankenexperiment „Gehirne im Tank“ wurde von den Machern des Films aufgegriffen, daher eignet sich der Film idealerweise als schülernaher Einstieg in die Erkenntnistheorie. Die Texte von Platon („Höhlengleichnis“) und Putnam („Gehirne im Tank“) werden später in der Unterrichtseinheit behandelt.

I.2 Karl Jaspers: „Was ist Philosophie?“ (Textbeispiel; Stunde 3)

Jaspers Text „Was ist Philosophie?“ ist das erste Kapitel seines Werks „Einführung in die Philosophie“[1], das als die erfolgreichste Einführung in die Philosophie der Nachkriegszeit gilt.

Im Kapitel „Was ist Philosophie?“ widmet sich Jaspers dem Aspekt, dass Philosophie durchaus umstritten ist, denn auf der einen Seite erwartet man außerordentliche Aufschlüsse und Einsichten, aber auf der anderen Seite wird sie radikal angegriffen und als gegenstandsloses Denken ignoriert. Philosophie haftet der fade Beigeschmack „überflüssigen Grübelns von Träumern“ an, so ist es vor allem für wissenschaftsgläubige Menschen das Schlimmste, dass die Philosophie „gar keine allgemeingültigen Ergebnisse hat, etwas, das man wissen und damit besitzen kann“. Es gibt „in der Philosophie keine Einmütigkeit des endgültig Erkannten“, so spaltet sich die Philosophie von der Wissenschaft ab, die sich entgegengesetzt zur Philosophie „auf ein besonderes Gebiet des Erkennbaren“ bezieht (vgl. Textbeispiel, S. 1). Jaspers vergegenwärtigt die Philosophie ohne Wissenschaft an vier merkwürdigen Erscheinungen: 1. Hält sich in philosophischen Dingen jeder für urteilsfähig, die eigene Erfahrung und das eigene Schicksal gelten dem Menschen als ausreichende Voraussetzung, um zu philosophieren; 2. Philosophie ist immer ursprünglich, da jeder Mensch die Philosophie selbst vollziehen muss und kann, was sich vor allem in den Fragen von Kindern zeigt, die noch unbefangen sind und noch nicht in ein „Gefängnis von Konventionen und Meinungen“ geraten sind; 3. ebenso wie bei Kindern sind auch Geisteskranke zu ursprünglichem Philosophieren in der Lage, als ob sie sich von den „Fesseln der Verschleierungen“ gelöst haben und „ergreifende Wahrheit“ sprechen, was zu „metaphysischen Offenbarungen“ führen kann; 4. Philosophie ist allgegenwärtig, „in der Öffentlichkeit, in überlieferten Sprichwörtern, in geläufigen philosophischen Redewendungen, in herrschenden Überzeugungen, wie etwa in der Sprache der Aufgeklärtheit, der politischen Glaubensanschauungen, vor allem aber vom Beginn der Geschichte an in Mythen“, kurzum der Philosophie ist im (Alltag und) Leben nicht zu entrinnen. Menschen nehmen die Philosophie entweder bewusst oder unbewusst wahr, so Jaspers, und „wer die Philosophie ablehnt, vollzieht selber eine Philosophie, ohne sich dessen bewusst zu sein (vgl. ebd., S. 1ff.).

Jaspers definiert das „Wesen der Philosophie“ als ein Suchen nach der Wahrheit, nicht als ein Besitzen der Wahrheit, es ist ein ewiges „Auf-dem-Wege-Sein“ und Fragen sind wesentlicher als ihre Antworten, denn jede Antwort wird zur neuen Frage. „Philosophie definiert sich selbst durch ihre Verwirklichung“, sie hat nichts über, unter oder neben sich. Die moderne Philosophie soll, laut Jaspers, die Wirklichkeit in ihrem Ursprung erblicken, sie ergreifen, durch die Weise, wie Menschen denkend mit sich selbst umgehen und durch inneres Handeln die „Weite des Umgreifenden“ erschließen – was nur durch eine gegenseitige Kommunikation von Mensch zu Mensch möglich ist, die wagen sich der Wahrheit und der Vernunft zu verpflichten und beides „geduldig und unablässig wach erhalten“ (vgl. ebd., S. 3f.).

Abgelehnt wird diese Art von Philosophie vor allem von kirchlich-autoritären und politisch-totalitären Denkarten, sie greifen die Philosophie radikal an, denn Philosophie ist in deren Augen gefährlich, da sie die Ordnung zerstört und den Geist der Unabhängigkeit fördert. Ebenso versage die Philosophie am einfachen Maßstab der Nützlichkeit (im Alltag bzw. in der Lebenspraxis). „Die Philosophie soll sich rechtfertigen“, aber „das ist unmöglich“, „sie kann sich nicht rechtfertigen aus einem anderen, für das sie infolge ihrer Brauchbarkeit Berechtigung habe“, so Jaspers, Philosophie kann sich nur mitteilen, „sie leistet keinen Widerstand, wo sie verworfen wird, sie triumphiert nicht, wo sie gehört wird“ (vgl. ebd., S. 4). Jaspers Schlussfolgerung zur Ausgangsfrage „Was ist Philosophie?“ ist, dass nicht verhindert werden kann, dass niemand zu irgendeinem Zeitpunkt Wahrheit besitzt und sich alle ernsten Bemühungen im Kreis drehen, was zu einer ewigen Philosophie (philosophia perennis) führt und jeder muss sich deshalb dieser Tatsache des Denkens bewusst sein, wenn er „wirkliche“ Philosophie betreiben möchte. Jasper nennt diese menschliche Lage die „Unzuverlässigkeit allen Weltseins“, durch die der Mensch in der Welt niemals Gewissheit, sondern stets etwas findet, dass die zuvor geglaubte Gewissheit überholt und somit der Mensch immer auf ein anderes stößt, da Überlieferung zugleich Frage ist (vgl. ebd., S. 5f.).

I.3 Immanuel Kant: Auszug aus „Kritik der reinen Vernunft (Station 1/Text 1; Stunde 4-9)

Kants Werk „Kritik der reinen Vernunft“[2] gilt als sein Hauptwerk und zugleich als berühmtestes philosophisches Buch, das je in deutscher Sprache geschrieben wurde. Die Begriffe „Kritik“ und „Vernunft“ waren die Stichworte der aufklärerischen Epoche und unter „reiner Vernunft“ versteht Kant die Selbsterkenntnis der Vernunft ohne Zuhilfenahme der Erfahrung. Kant unterscheidet dabei in apriorisches Wissen, das unabhängig von der Erfahrung ist, nicht mit Sinneswahrnehmungen erklärt werden muss und allein aus der Vernunft gewonnen und durch Denken erschlossen wird, und in aposteriorisches Wissen, also Erfahrungswissen bzw. empirisches Wissen, das durch die sinnliche Erfahrung gewonnen wird. In dem Textauszug geht es um die drei (vier) kantischen Fragen: 1. Was kann wissen?; 2. Was soll ich tun?; 3. Was darf ich hoffen?, aus denen sich die vierte Frage ergibt „Was ist der Mensch?“. Die erste Frage ist, so Kant, spekulativ, es wurde bisher versucht, dieser Frage Herr zu werden und Antworten darauf zu finden, aber alle bisherigen Versuche und Bestrebungen sind unzureichend, so dass es so wirkt, als stünde man noch am Anfang bzw. als hätte man die Beantwortung dieser Frage von vornherein verweigert. Die Wissenschaft und die allgemeinen Überzeugungen müssen in Frage gestellt werden, denn die Frage nach der Erkenntnis mündet unweigerlich in der Frage nach der Möglichkeit von Wissen und der Frage, ob es überhaupt ein sicheres Wissen gibt.

Die zweite Frage ist bloß praktisch, sie kann zur reinen Vernunft gehören, ist aber nicht transzendental sondern moralisch und kann sich mithin an sich selbst nicht beschäftigen. Die Frage nach der Möglichkeit von Moral im Handeln des Menschen soll nicht nur den Zweck des Handeln an sich erfüllen, sondern in ihm soll die Vernunft praktisch werden, so ist nicht entscheidend was getan wird, sondern wie und warum gehandelt wird. Kant beschäftigt sich mit der Frage, was Glückseligkeit ist und wie diese erreicht werden kann sowie mit der grundsätzlichen Frage inwieweit der Mensch für sein Handeln verantwortlich ist oder alles vorbestimmt und determiniert ist und von „Gott“ oder der „Natur“ vorgegeben ist.

Die dritte Frage ist sowohl theoretisch wie praktisch, bei der das Praktische nur als Leitfaden zur Beantwortung der theoretischen, spekulativen Frage führt (vgl. Text 1, S. 1), „denn alles Hoffen geht auf Glückseligkeit, und ist in Absicht auf das Praktische und das Sittengesetz eben dasselbe, was das Wissen und das Naturgesetz in Ansehung der theoretischen Erkenntnis der Dinge ist“ (vgl. S. 2). Die Sinnfrage „Warum ich existiere?“ ist elementar für den Menschen und diese Frage wird zu einer religiösen Frage, sobald sie in Gott oder einer anderen übernatürlichen Autorität seine letzte Begründung findet bzw. Gott als letzte Begründung für Dinge herangezogen wird, die sich der Mensch nicht erklären kann.

Im Zentrum der UE steht jedoch die erste Frage „Was kann ich wissen?“.

I.3a Sekundärtext I zu Kant – Friedrich Dessauer: „Was ist der Mensch? Die vier Fragen des Immanuel Kant“ (Station 1/Text 1; Stunde 4-9)

Friedrich Dessauer formuliert Kants Frage „Was kann ich wissen?“ in die Frage „Was ist Wissen?“ um, er differenziert zwischen Wissen, das sich auf eine eigene, unausweichliche Einsicht gründet, und zwischen Glauben, dem „Für-wahr-Halten“ aufgrund der Mitteilung von einer Autorität, der der gläubige Mensch vertraut. Er definiert Wissen als „Erkennen eines tatsächlichen Sachverhaltes aus seinen Gründen“, ein solches Wissen impliziert, dass es auf etwas Erkennbares und Vorgegebenes in der Vergangenheit gerichtet ist, wohingegen der Glaube auf das Kommende schaut. Der Mensch bezieht sein Wissen aus der Vergangenheit und von der Zukunft kann er nichts wissen. Dessauer geht unmittelbar auf Kants apriorisches Wissen ein und die Tatsache, dass wissenschaftliches Wissen immer auf Erfahrung gründet und somit nicht apriorisch ist. Die Physik beinhaltet, laut Dessauer, „zwingendes, unbestrittenes Wissen“, aber die Wissensbildung und Wissen beinhaltet stets eine menschliche Komponente, die nicht tilgbar ist und somit besitzt auch die Wissenschaft diese menschliche Seite, die durchaus fehlbar ist und keine zuverlässige Quelle für Wissen ist.

Dessauer betont, dass der Mensch in seiner Erforschung der Natur nie zu einem Ende kommen könne, zwar ist Naturwissenschaft echtes Wissen über Naturdinge, aber es bleibt stets ein unvollständiges Wissen, da der Mensch die Fülle der Natur niemals ausschöpfen, geschweige denn im Ganzen verstehen kann. Die Natur ist eine reiche Quelle und der Forscher bemüht sich, die von ihm isoliert befragten Eigenschaften (naturge-)treu wiederzugeben, allerdings ist das erworbene Wissen, so Dessauer, gleichzeitig mit Macht und Gefahr verbunden und dem Forscher (Menschen) muss diese Verantwortung bewusst sein.

I.3b Sekundärtext II zu Kant – Herbert Schnädelbach: „Immanuel Kant – Kritik der reinen Vernunft“ (Station 1/Text 1; Stunde 4-9)

Herbert Schnädelbach befasst sich in einem 1984 erschienen Artikel in DIE ZEIT mit der Frage, wie Kant und vor allem sein Hauptwerk „Kritik der reinen Vernunft“ zum Klassiker der Philosophie schlechthin avancieren konnte. Der Artikel befasst sich mit den geschichtlichen und biographischen Hintergründen von Immanuel Kant und dessen philosophischen Sichtweisen. Kant teilte beispielsweise ebenso wie Platon die in der philosophischen Tradition vorherrschende Überzeugung, dass die Sinne trügen und man nur das wirklich wissen könne, was sich dem Denken verdankt. Im Gegensatz dazu, sei jedoch alles was sich nur dem Denken und keiner anderen Instanz verdankt, die Metaphysik, die Kant als „reine Vernunfterkenntnis aus bloßen Begriffen bestimmt“.

Die „Kritik der reinen Vernunft“ bezeichnet Schnädelbach als „Kritik an der Metaphysik“, die bis zu Kant als „Inbegriff des höchsten, wichtigsten und sichersten Wissen gegolten hatte“. In den „letzten Fragen“ hatten sich die Menschen allein auf ihr Denken verlassen, das Kant in der „Kritik der reinen Vernunft“ als „synthetische Urteile a priori“ bezeichnet. Der Skeptiker David Hume hatte Kant aus seinem „dogmatischen Schlummer“ erweckt, so bemüht sich Kant in seiner „Kritik“ aus der Zwickmühle „Dogmatismus – Skeptizismus“ herauszukommen und steckt die Grenzen ab, innerhalb denen gesicherte Erkenntnis überhaupt möglich ist. Kant gelangt auf diese Weise zu einem positiven Begriff von Metaphysik und betont, wie wichtig die sinnliche Erfahrung für die Erkenntnis der Welt sowie die Selbsterkenntnis des Menschen ist. Dennoch unterscheidet Kant zwischen „Ding an sich“ und „Erscheinung“, so sind Erscheinungen Gegenstände möglicher Erfahrung, wohingegen erfahrungsunabhängige „Dinge an sich“ dem Menschen unzugänglich bleiben.

Schnädelbach betont in seinem Artikel die Bedeutung Kants für die Philosophie und Kant sei noch lange nicht „veraltet“ und auch wenn es eines Tages jemand schafft, über Kant hinauszukommen, kommt man niemals an ihm vorbei.

I.4 René Descartes: Erste Meditation (Station 2/Text 2; Stunde 4-9)

Descartes „Erste Meditation“ beschäftigt sich mit den Zweifelsgründen bzw. Descartes wendet den methodischen Zweifel an und geht der Frage nach „Woran man zweifeln kann?“. So versucht Descartes in seiner ersten Untersuchung die Gründe darzulegen, weshalb man über alle Dinge zweifeln kann und er hebt hier vor allem die körperlichen Dinge hervor, sofern sich die Grundlage des Wissens nicht verändert hat und das Wissen in einem defizitären Zustand verbleibt, sich also im Vergleich zu früheren Zeiten nicht (weiter)entwickelt hat. Dazu klammert Descartes alle Erkenntnisse aus, die durch die Sinne vermittelt werden, er gesteht sich ein, dass er einerseits in der Jugend Dinge für wahr gehalten hat, die sich im Alter als falsch herausgestellt haben und er zum anderen alles, was er bisher in seinem Leben für wahr gehalten hat, über die Sinne empfangen hat. Zweifeln befreit seiner Meinung nach von Vorurteilen und es ist der leichteste Weg die Seele von den (fehlerhaften) Sinnen abzulenken und erst durch die Ausklammerung aller Zweifel könne man zu wahrer Erkenntnis gelangen. Er differenziert zwischen Physik, Astronomie, Medizin und allen anderen Wissenschaften, welche von der Beobachtung zusammengesetzter Körper abhängen und durchaus zweifelhaft sind, und zwischen Arithmetik, Geometrie und solcher, welche nur die einfachsten und allgemeinsten Gegenstände behandeln und sich nicht darum kümmern, ob diese wirklich sind oder nicht. Diese klammert er nach und nach aus, um u.a. zur (wahren) Erkenntnis zu gelangen, dass er (der Mensch) unvollkommen ist und getäuscht werde. Meinung, Glaube und Wille haben den Menschen in Beschlag und spielen ihn gegeneinander aus, so kommen die gewohnten Meinungen stets zurück und verhindern neue Erkenntnisse, die nur durch Zweifeln „geprüft“ werden können. Descartes nimmt daher an, dass nicht ein Gott die Quelle der Wahrheit ist, sondern ein boshafter Geist, der ihn zu täuschen versucht. Descartes fällt immer wieder in seine alten Meinungen zurück und scheut das Erwachen aus diesen Irrtümern, an denen es zu zweifeln gilt.

I.5 Platon: Höhlengleichnis (Station 3/Text 3; Stunde 4-9)

Platons Höhlengleichnis ist eines der bekanntesten Gleichnisse der antiken Philosophie. Er diskutiert im Rahmen seiner „Politeia“ die Möglichkeit einer idealen Staatsordnung und geht der Frage nach, ob und wie die Menschen gebildet werden müssten, so dass ein idealer Staat überhaupt möglich wäre. Platons Höhlengleichnis leitet das siebte Buch der Politeia ein, wo es in Form eines Dialogs zwischen Sokrates und Glaukon veranschaulicht wird. Im Gespräch versucht Sokrates, Glaukon den Unterschied zwischen Bildung und Unbildung aus philosophischer Sicht zu veranschaulichen und Glaukon stellt sich die Ausführungen Sokrates bildlich vor. Das Gleichnis beschäftigt sich mit der Frage, ob der Mensch die Wahrheit erkennen kann, und wenn ja, wie der Erkenntnisprozess auf dem Weg zur „Wahrheit“ aussieht. Das Höhlengleichnis geht der Frage nach der Möglichkeit und den Grenzen menschlicher Erkenntnis nach. Es skizziert den Weg des Menschen, der sich aus seiner Gefangenschaft des „Für-wahr-Gehaltenen“ selbst befreien muss. Die erste Ebene ist die Höhle, in der die Gefangenen seit ihrer Kindheit vor einer Mauer gefangen gehalten werden, sie sind an den Beinen und am Kopf gefesselt, so dass sie nur nach vorne an die Höhlenwand blicken können und das einzige, das sie sehen können, ist die Wand gegenüber, an der sie die Schatten von den Dingen sehen, die von Personen vor einem Feuer und vor der Mauer vorbeigetragen werden. Die Gefangenen können also weder ihre Mitgefangenen, noch die Quelle des Lichts, noch die Träger der Gegenstände und auch nicht die wahren Gegenstände sehen, d.h. sie halten diese Schatten für die wahren Dinge/Gegenstände und ihre Welt für die wirkliche Welt, da sie nichts anderes kennen. Wenn nun einer dieser Gefangenen befreit und dazu gezwungen werden würde, aufzustehen und sich umzudrehen, so würde er in das Licht und jene wahren Dinge sehen, deren Schatten er bisher nur gesehen hat. Dieses Licht würde ihn jedoch blenden und der Versuch ihm zu erklären, dass er zuvor nur „Nichtigkeiten“ gesehen hat und jetzt erst dem wahren Sein ein Stück näher ist, führt ihn höchstwahrscheinlich zu der Einsicht, dass er die Schatten der Dinge für wahrer hält als die Dinge selbst. Ähnlich verhält es sich, sobald ein Gefangener an die Oberfläche gezwungen wird, die Sonne würde ihn blenden und die Augen voller Blendung würde er nicht anerkennen, was ihm nun als wirklich angegeben wird (516a). Erst Gewöhnung könne ihm dabei helfen, von den Schatten über die Spiegelbilder der Menschen und der übrigen Wesen im Wasser zu ihnen selbst zu finden sowie die Nacht entdecken, den Wechsel der Tages- und Jahreszeiten und alle Dinge im sichtbaren Bereich erblicken, die die Ursache für die Dinge bzw. Schatten waren, die er in der Höhle gesehen hat. Der Gefangene, der die Oberfläche sieht, hat einen Erkenntniszuwachs, steigt in seiner Weisheit gegenüber seinen Mitgefangenen, die er nun angesichts ihres beschränkten Horizonts und Wissen bedauert. Käme dieser Gefangene nun in die Hölle zurück, um seine Mitgefangenen über ihre Unwissenheit aufzuklären, so hielten ihn seine Mitgefangenen für verrückt und würden ihn vermutlich ermorden.

Die Befreiung aus der Höhle und der Aufstieg ans Tageslicht steht für den Aufstieg der „Seele“ aus der Welt der vergänglichen Sinnesobjekte bis hin zur intelligiblen Welt und den Dingen, die mit Hilfe des Verstandes oder Intellekts erfasst werden können, wie es Platon in seiner Ideenlehre beschreibt. An der Oberfläche befinden sich die unwandelbaren Ideen, die Urbilder der wahren Dinge und die Sonne steht für die Idee des Guten, die den höchsten Rang in Platons Ideenlehre einnimmt. Bis zu dieser Idee des Guten muss der Mensch, laut Sokrates, gelangen, um im öffentlichen Leben bzw. im (idealen) Staat vernünftig handeln zu können.

Der Mensch ist nicht dazu gezwungen, in seiner „Gefangenschaft“ zu verbleiben, der beschwerliche Weg der Bildung kann ihm den Blick auf die wahren Dinge eröffnen und zu seiner Befreiung bzw. zu Erkenntnisgewinn führen. Die Aufgabe des Philosophen ist es dementsprechend nicht, nach der Erkenntnis der Idee des Guten an der Oberfläche zu verharren, sondern er ist verpflichtet seine in der Höhle zurückgebliebenen Mitbürger/Mitgefangenen aufzuklären und ihnen zu helfen, so wie es dem Gerechtigkeitsverständnis Platons und seiner Idee vom idealen Staat/Bürger entspricht.

I.6 Hilary Putnam: Gehirne im Tank (Station 4/Text 4; Stunde 4-9)

„Gehirne im Tank“ ist ein Gedankenexperiment des Philosophen Hilary Putnam, es diskutiert die Science-Fiction-Möglichkeit, dass man von einem bösen Wissenschaftler operiert wurde, der einem das Gehirn entfernt hat und man somit nur noch ein Gehirn im Tank ist, das durch eine Nährlösung am Leben gehalten wird. Die Nervenenden werden an einen superwissenschaftlichen Computer angeschlossen, so dass man glaubt, man fühle all die Dinge als seien sie real, obwohl man einer Täuschung unterliegt und die wahrgenommenen Gefühle, Dinge und das eigene Bewusstsein lediglich das Resultat elektronischer Impulse sind, die vom Computer auf unser Gehirn übertragen werden. Putnam verfolgt mit seinem Gedankenexperiment das Ziel, das klassische Problem des Skeptizismus bezüglich der Außenwelt auf moderne Weise aufzuwerten. Das Experiment hinterfragt unsere Vorstellungen von Wissen, Realität und Bedeutung, greift Argumente und Elemente der Erkenntnistheorie und des Skeptizismus auf, um sie kritisch zu hinterfragen. Putnam beschäftigt sich mit der Möglichkeit einer simulierten Realität (siehe Filmszene Matrix), die ohne unser Wissen existiert und das es sich bei dem, was wir für real halten, lediglich um eine Illusion bzw. eine vom Computer übermittelte und vorgegaukelte Realität handeln könnte.

Putnam versucht mit dem Experiment zu veranschaulichen, dass eine derartige skeptizistische Weltanschauung in sich widersprüchlich ist, da ein Gehirn im Tank weder darüber nachdenken könnte bzw. den Gedanken fassen könnte, dass es ein Gehirn im Tank ist, noch könne ein Gehirn im Tank wissen, wie Dinge beschaffen sind, wenn es doch nie die wahren Objekte und Dinge sowie die Realität gesehen hat. Putnams Erkenntnis ist, dass wir keine Gehirne im Tank sein können.

I.7 Raymond Boudon: Rational-Choice-Theorie und allgemeine Theorie der Rationalität (Station 5/Text 5; Stunde 4-9)

Boudon beschäftigt sich im Rahmen seines Aufsatzes „Rational-Choice-Theorie und allgemeine Theorie der Rationalität“ mit den Grenzen und mit Einwänden gegen die Rationalität bzw. die allgemeine Theorie der Rationalität, mit Hilfe derer versucht wird, menschliches Verhalten (rational) zu erklären. Rationalität ist ein intrasubjektiver Begriff, so dass Handeln, das auf falschen Vorstellungen beruht, vorschnell als irrational eingestuft wird, so Boudon, obwohl falsche Vorstellungen sehr wohl auf Gründen basieren können, die dem Einzelnen als valide und somit als rational erscheinen können. Boudon führt eine konzeptionelle Klarstellung wissenschaftlicher Überzeugungen an und referiert auf Vilfredo Pareto, der einst schrieb, dass die Wissenschaftsgeschichte ein Friedhof falscher Ideen sei, an die die Menschheit im Vertrauen an die Wissenschaft und den Wissenschaftler geglaubt habe – sich jedoch erst im Laufe der Zeit die Spreu vom Weizen trennt und sich zeige, ob Wissen als valide oder falsch angesehen werden muss. Falsche Ideen und irrationale Überzeugungen sind somit nicht etwa das Resultat von Irrationalität, einem fehlerhaften Gehirn oder bewusstem Irrglauben, sondern die Wissenschaftler hatten in der Vergangenheit jeweils gute Gründe an ihre Überzeugungen, Grundsätze und Erkenntnisse zu glauben, da sie diese in ihrem jeweiligen Kontext, in dem sie sich zu dem Zeitpunkt befanden, durchaus als valide wahrgenommen haben. Boudon zieht keine bewusste Grenze zwischen Rationalität und Irrationalität oder grenzt diese klar voneinander ab, sondern er zeigt, dass sich zwischen beiden eine Grauzone befindet, die jeweils vom kognitiven Kontext abhängt, in dem sich das jeweilige Handeln und Denken eines Individuums abspielt. In seinem Aufsatz unterscheidet Boudon zwischen kognitiver und axiologischer Rationalität, die mit berücksichtigt werden müssen, wenn man Aussagen darüber treffen möchte, inwieweit das Handeln von Menschen als rational oder irrational erklärt werden kann. Es geht nicht explizit um die Frage, ob ein Individuum rational oder irrational ist oder handelt, sondern um die Frage, warum ein Individuum ein Begründungssystem für valide hält. Er überträgt Paretos Theorie über falsche Vorstellungen in der Wissenschaft und Wissenschaftsgeschichte auf Alltagsüberzeugungen, da er der Ansicht ist, dass falsche Vorstellungen in der Wissenschaft ebenso leicht und auf die gleiche Weise produziert werden wie falsche Vorstellungen im Alltagsdenken. So vollzieht sich ein Wandel im Denken eines Individuums oder in der Wissenschaft erst, wenn neue Gründe oder Begründungssysteme auftauchen, die die alten Gründe und das alte Begründungssystem ablösen. Wissen, Gründe und Begründungssysteme sind also weder statisch, noch könne die Stichhaltigkeit eines Begründungssystem bewertet werden, da es keine allgemeinen Kriterien dafür gibt und dies sowohl für deskriptive als auch für präskriptive Begründungssysteme, Gründe und Wissen gilt.

I.8 Frank Jackson: Epiphänomenale Qualia (Station 6/Text 6; Stunde 4-9)

Frank Jackson befasst sich in seinem Aufsatz „Epiphänomenale Qualia“ mit Informationen über uns selbst (Menschheit) und über die Welt. Er bezeichnet diese Informationen, die uns die Physik, Chemie und Biologie liefern, als „physikalische Informationen“ und sich selbst als einen „Qualia-Freak“ und „Qualia-Freund“. Er vertritt, ähnlich wie Nagel in seinem Aufsatz „What Is it Like to Be a Bat?“, die Theorie, dass, egal wie viele Informationen ein Mensch zusammenträgt und -fügt, diese Informationen nichts über die Schmerzhaftigkeit eines Schmerzes, das Jucken eines Juckreizes oder den Geschmack einer Zitrone aussagen, geschweige denn wie eine Rose riecht oder wie es ist eine Fledermaus zu sein.

Informationen und Wissen beschreiben die Sinneswahrnehmungen und -erfahrungen unzureichend bzw. sind gar nicht in der Lage dazu, diese zu beschreiben, denn es gibt Dinge in der Welt und Zustände, deren Beschreibung durch Informationen niemals ausreicht, um die tatsächliche Erfahrung und die Qualia dieser Dinge zu erfassen: „Nichts aus physikalischer Sicht kann über Rosen gesagt werden, dass den (subjektiven) Geruch einer Rose beschreibt“ (vgl. Text 6, S. 84). Jackson geht auf das „Argument des unvollständigen Wissens“ ein, so bestehen hinsichtlich der Fähigkeit, Farben zu diskriminieren, erhebliche Unterschiede zwischen Menschen. Einige Menschen (Bsp. Fred siehe S. 85ff.) können unterschiedliche Schattierungen von beispielsweise der Farbe Rot (Rot1 und Rot2 etc.) unterscheiden, wohingegen andere Menschen diese Schattierungen lediglich unter dem allgemeinen Begriff „Rot“ zusammenfassen. Die Wahrnehmung unterscheidet sich von Mensch zu Mensch und Jackson führt hierzu das „Gedankenexperiment Mary“ (vgl. S. 87ff.) als weiteres Beispiel an. Mary ist eine brillante Neurowissenschaftlerin, die gezwungen ist, aus einem schwarzweißen Raum heraus mit Hilfe eines schwarzweißen Monitors die Welt zu erforschen und sie spezialisiert sich auf die Neurophysiologie der Farbwahrnehmung und trägt mit Hilfe ihres schwarzweißen Computers alle Informationen über Farbausdrücke wie „rot“ und „blau“ zusammen. Das Gedankenexperiment bestreitet nicht, dass es möglich ist alle physikalischen Informationen über die Farben rot und blau zu erwerben, die Frage des Gedankenexperimentes ist, ob Mary etwas dazulernt, wenn sie ihren schwarzweißen Raum verlässt. Das Gedankenexperiment soll zeigen, dass es egal ist, wie viele (physikalische) Informationen Mary über die Welt oder unser visuelles Erleben der Welt zusammengetragen hat, sie unweigerlich etwas dazulernt, wenn sie ihren schwarzweißen Raum verlässt, somit muss ihr voriges Wissen unvollständig gewesen sein und Jackson schlussfolgert daraus, dass es doch noch mehr geben muss als uns die physikalischen Informationen suggerieren und der Physikalismus falsch ist. Dieses Argument des unvollständigen Wissens kann, laut Jackson, ebenfalls auf den Geschmacks- und den Hörsinn sowie für alle Empfindungen und allgemein für alle mentalen Zustände formuliert werden, von denen man sagt, sie besäßen phänomenale Eigenschaften (vgl. S. 87f.). Jackson versucht damit zu beweisen, dass die Qualia von der physikalistischen Theorie nicht berücksichtigt wird und das von ihm angeführte „modale Argument“ untermauert diese These, indem es postuliert, dass keine noch so große Menge an physikalischer Information über eine andere Person beweisen kann, dass diese Person über ein Bewusstsein verfügt oder irgendetwas fühlt, „folglich muss es eine mögliche Welt geben, in der Organismen existieren, die in jedem physikalischen Detail mit uns übereinstimmen“ (vgl. S. 88).

Mit dem „what is it like to be“-Argument von Thomas Nagel untermauert Jackson seine Qualia-These, denn es ist uns Menschen in der Tat nicht möglich, uns vorzustellen, wie es ist eine Fledermaus (oder ein anderes Tier) zu sein, denn es ist mit keinem physikalischen Vokabular möglich auszudrücken, wie es aus der Perspektive der Fledermaus sich anfühlt, eine Fledermaus zu sein. Das Wissen, wie es ist eine Fledermaus zu sein, verbleibt jeweils in der Innenperspektive des zu beschreibenden Individuums, es handelt sich also um ein Wissen „aus der Innenperspektive“ zu der nur exklusiv das Individuum selbst Zugang hat und sich somit (für jemand anders) nicht in Erfahrung bringen lässt, wie sich diese „Innenperspektive“ anfühlt (vgl. S. 89ff.). Jackson zielt mit seinen Argumenten darauf ab, das Vorhandensein von nicht-physischen Fakten zu beweisen, die den Materialismus als falsch entlarven. In dieser Konsequenz muss eine Form des Dualismus wahr sein und er führt den Epiphänomenalismus an. Allerdings kann auch Jackson das Problem der Qualia nicht lösen. So sind Qualia Wirkungen von Vorgängen im Gehirn und die Qualia verursachen nichts Physikalisches, aber sie wird von etwas Physikalischem verursacht – dieses Verhältnis zwischen Qualia und dem Physikalischen konnte bisher jedoch nicht entschlüsselt werden, was wiederum ein Indiz dafür ist, dass der Mensch lediglich über ein unvollständiges Wissen verfügt.

I.9 Thomas Nagel: Woher wissen wir etwas? (Leistungsnachweis I; Stunde Nr. 16)

Thomas Nagel vertritt in „Woher wissen wir etwas?“ die These, dass der Mensch sich nur über das Innere seines Bewusstseins ganz sicher sein kann – alles gründet sich auf die eigenen Erlebnisse, Gedanken, Gefühle und Sinneseindrücke. Die Außenwelt, alles andere was weiter weg ist von uns, erreicht uns nur durch die inneren Erlebnisse und Gedanken. Wir zweifeln zwar nicht daran, dass außerhalb unseres Inneren in der Außenwelt Dinge existieren, wir bezweifeln nicht die Existenz des Bodens, auf dem wir stehen, oder eines Baumes vor dem Fenster, so Nagel, wir denken nicht an die physischen Zustände der Dinge außerhalb unseres Bewusstseins, wir nehmen die Welt direkt wahr, ohne die Existenz der Welt oder der Dinge in ihr anzuzweifeln. Nagel stellt jedoch die Frage, woher wir wissen können, ob es diese Dinge wirklich gibt oder alles nur eine große Halluzination sei und greift damit die Position des Skeptizismus auf, die die Existenz der Außenwelt anzweifelt, weil es keine Beweise dafür gibt, dass sie existiert und die Welt, wie wir sie kennen und wahrnehmen, auch nur ein Traum sein könnte, ohne dass wir es wissen. Verhielte es sich so, dass wir uns in einem gigantischen Traum befänden, gäbe es allerdings keine »wirkliche« Welt, in die wir aufwachen könnten und alle (Gegen-)Beweise, die man vorbringt, um diese Theorie zu verwerfen, wären ebenfalls Teil dieser Traumwelt und nicht real, so Nagel. Der Mensch kann nicht herausfinden, ob die Inhalte seines Bewusstseins ihn darüber unterrichten, was sich außerhalb seines Bewusstseins befindet, da er sich zur Beantwortung dieser Frage nicht auf innerliche Dinge und sein Denken verlassen kann. Dieses Dilemma, das Nagel schildert, verdeutlicht die Theorie des Skeptizismus, dass jegliches Beweismaterial durch innere Bewusstseinsinhalte korrumpiert wird und so „lässt sich mit allem, dessen wir uns bewusst werden, vereinbaren, dass außer unseren Bewusstseinsinhalten überhaupt nichts existiert“.

Nagel geht auf den Zweifel des Skeptizismus an der Existenz einer physikalischen Welt ein, alles könne auch das Produkt unseres einzelnen Bewusstseins sein und egal, wie sehr man versucht, „die Verlässlichkeit seiner Sinneseindrücke im Rückgang auf seine Eindrücke zu beweisen, man argumentiert im Kreis und gelangt nirgendwohin“.

II. Überlegungen zur Didaktik

In der gymnasialen Oberstufe sollen die Schülerinnen und Schüler (im Folgenden als SuS abgekürzt) auf ein selbstbestimmtes Leben vorbereitet werden, dies setzt eine „intellektuelle Eigenständigkeit“ und „persönliches Freiheitstreben“ voraus, wobei sich beides zwischen den Gewichtungen Individuum und Gesellschaft bzw. zwischen Ich und Wir bewegt (LP PH, S. 26). Die Philosophie erweist sich für diese didaktische Zielsetzung als geeigneter Partner, durch die Philosophie können die SuS zur „Nachdenklichkeit“ erzogen und gleichzeitig an das selbstständige Denken und Handeln herangeführt werden (vgl. LP PH, S. 30).

Der erkenntnistheoretische Reflexionsbereich bzw. das Thema Erkenntnistheorie im Kurshalbjahr 12.1 bietet sich für diese Zielsetzung an, da die Erkenntnistheorie gleichzeitig das Wesen der Philosophie ausmacht. „Wenn man mit der Philosophie an ein Ende kommt, ist sie am Ende“, gibt der deutsche Philosoph Wulff D. Rehfus zu bedenken und genau diese Maxime versucht der Unterricht bzw. die Unterrichtseinheit (UE) auf die SuS und ihren Alltag zu übertragen. Die SuS (sowie der Mensch an sich) sind stets auf der Suche nach Gewissheit, was Wissen und Wahrheit anbelangt, aber die UE zur Erkenntnistheorie und zur kantischen Frage „Was kann ich wissen?“ versucht den SuS zu vermitteln, dass eben die Möglichkeiten der Wirklichkeitsdeutung begrenzt sind und die Grenzen der Realität ebenso wenig festgesetzt sind, wie die der Wahrheit oder des (menschlichen) Wissens.

Der Umgang mit Wissen und Wahrheit ist ebenso evident für die SuS wie innerhalb der Philosophie – auf Wissen und Wahrheit gründet sich die Tradition, unsere Gesellschaft und die Welt, woraus sich letztendlich (unsere) Meinungen bilden (auch die der SuS).

Die SuS sollen in der UE daher lernen, dass ihre Meinung nichts Festes oder Statisches ist, sondern sich das eigene Wissen genauso in einem stetigen Wandel befindet, wie das Wissen über die Welt und das Wissen der Philosophie oder Wissenschaft. Das Wissen des Menschen unterliegt einem nie endenden Wandel und kennt kein Ziel, ebenso ergeht es der Philosophie, mit neuem Wissen entwickeln sich neue philosophische Positionen und Theorien, die alte Ansätze ablösen oder neue Ansätze schaffen. Selbstverständliches Wissen muss daher kontinuierlich in Frage gestellt und/oder revidiert werden, vorgegebene Meinungen und Wissen hinterfragt werden und die SuS müssen Probleme sehen und zu artikulieren lernen, was das eigene Wissen und auch das Wissen sowie Wahrheit generell anbelangt (vgl. LP PH, S. 30). Die Zielsetzung der UE ist es, den SuS zu verdeutlichen, dass extreme Positionen, wie z.B. die des „Skeptizismus“, alles Wissen als „Pseudowissen“ abzulehnen, oder die der Religion, alles zu glauben und sich auf dem eigenen, beschränkten Wissen auszuruhen und aufzuhören, Dinge zu hinterfragen, kein geeigneter Weg sind, sich mit dem eigenen Leben und der Welt auseinanderzusetzen – ihnen soll vielmehr ein Mittelweg aufgezeigt werden, der zum selbstständigem (kritischen) Denken und zur Nachdenklichkeit führt.

Eine solche Selbstständigkeit und selbstständiges Denken ist auf einen regen Meinungs- und Wissensaustausch angewiesen, der sich im Philosophieunterricht durch die Auseinandersetzung mit philosophischen Positionen bzw. Texten vollzieht. Texte dienen nicht nur im Philosophieunterricht dazu, den eigenen Horizont durch die Meinungen anderer zu erweitern. Im Zentrum der UE steht daher eine ausgiebige Stationen- und Textarbeitsphase, in der die SuS sich mit sieben philosophischen Positionen zur Erkenntnistheorie auf sieben unterschiedlichen Wegen (Methoden) nähern. Die ausgewählten Texte der UE befinden sich in einem ausgewogenen Verhältnis zwischen philosophischer Tradition (Platon, Descartes, Kant) und Gegenwartsphilosophie (Jaspers, Boudon, Putnam, Jackson).

III. Methodik und Ablauf der Unterrichtseinheit

Die UE ist so konzipiert, dass die SuS zu Beginn der Einheit die Möglichkeit erhalten, herauszufinden, wie sie mit Wissen und Wahrheit in ihrem Leben umgehen bzw. wie sie dazu stehen und was sie eigentlich für interne Prozesse bereits zur Verfügung stehen haben, um das eigene Wissen im Hinblick auf seinen Wahrheitsgehalt zu filtern und zu überprüfen.

Das Thema Erkenntnistheorie kann nicht ohne Erkenntnis(gewinn) seitens der SuS unterrichtet werden. Erkenntnisgewinn lässt sich jedoch schwer überprüfen und sichtbar machen, daher soll zu Beginn der UE (am Ende der intuitiven Problemlösungsphase) der Erkenntnisstand der SuS mit Hilfe einer Zeitkapsel konserviert werden, die mit dem Erkenntnisstand der SuS am Ende der Einheit und nach der Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen philosophischen Positionen zum Thema Erkenntnistheorie überprüft werden soll. Die SuS erhalten so die Möglichkeit, ihren Erkenntnisgewinn unmittelbar zu überprüfen, dadurch wird ihnen ggf. bewusst, dass sich ihr Wissen sogar innerhalb einer UE und generell im Laufe ihres Lebens verändert. „Wissen ist Arbeit“, diese Einsicht gilt es auf das Wissen und Wahrheit im Verlauf der UE zu übertragen. Die Methode der Zeitkapsel hat den Vorteil, dass sie dem Lehrenden gleichzeitig eine Rückmeldung über den Lernfortschritt der Schüler zwischen dem 1. Kontrollpunkt (Beginn UE) und dem 2. Kontrollpunkt (Ende UE) gibt. Ein Bewertungsbogen während der Stationen- und Textarbeitsphase, mit dem die SuS die jeweilige Methode zur Texterschließung beurteilen sollen, bietet dem Lehrende durch die Evaluation der Methoden, die Möglichkeit am Ende der UE, den eigenen Unterricht zu kritisch zu reflektieren (Erkenntnisgewinn Lehrer).

Die UE zielt darauf ab, sowohl die Sachkompetenz (philosophisches Denken/ Wirklichkeit reflektieren/ kritisches Bewusstsein), die Methodenkompetenz (richtiges Denken/Textarbeit/ Philosophische Positionen), die Selbstkompetenz (durch andere Denkweisen, eigenes Denken u. Handeln überdenken u. weiterentwickeln) und Sozialkompetenz (Empathie, Austausch und Konfrontation mit anderen Denkweisen) zu fördern.

Hinführung/Problematisierung (Stunde Nr. 1): Der Einstieg in die UE erfolgt über eine provokante These („Unsere Welt ist eine Lüge“; These 1) zu der die SuS Stellung beziehen sollen. Im Anschluss folgt ein Ausschnitt[3] (0:25:14–0:28:38) aus dem Film Matrix, der die These 1 untermauern soll. Die Problematisierung erfolgt über eine zweite These („Es gibt kein universales oder allgemeingültiges Wissen!“), die zusammen mit These 1 bereits auf das Problem hindeutet, dass es kein gesichertes Wissen gibt und wir uns nicht einmal sicher sein können, ob die Welt real ist oder wir in einer Scheinwelt leben, wie es später auch in den philosophischen Texte zur Erkenntnistheorie thematisiert wird.

Die Hinführung/Problematisierung ist als Einleitung für die intuitive Problemlösung gedacht, die mit dem Versiegeln der Zeitkapseln abschließt. Der Filmausschnitt und die dazugehörige Erarbeitungsphase (Dialog Matrix/ Argumente gegen Scheinwelt-Theorie von Morpheus = 1. Inhalt Zeitkapsel) sollen die Auseinandersetzung und Befragung in Bezug auf den Umgang mit dem eigenen Wissen der SuS fördern und initiieren. Der Transfer zur Phase der intuitiven Problemlösung erfolgt über die Hausaufgabe, bei der sich die SuS Gedanken darüber machen sollen, welche fünf Themen, Sachen, Fragen etc. sie schon immer einmal wissen oder beantwortet haben wollten (2. Inhalt Zeitkapsel).

Intuitive Problemlösung (Stunde Nr. 2-3): Der Einstieg in die Phase der intuitiven Problemlösung erfolgt über eine Ergänzung zur Hausaufgabe. Die SuS sollen eine Sache auf einen Zettel schreiben, der sie sich zu 100 Prozent in ihrem Leben sicher sind (3. Inhalt Zeitkapseln). Die drei bereits vorhandenen Inhalte der Zeitkapsel werden in einen Briefumschlag gepackt, der entweder in der Obhut des Lehrers oder der SuS verbleibt.

Eine intuitive Befragung des eigenen Umgangs der SuS mit Wissen und Wahrheit erfolgt über zwei Assoziationsspiralen, die direkt nacheinander zu den Oberbegriffen 1. Wissen (linke Tafel) und 2. Wahrheit (rechte Tafel) erfolgen. Im Anschluss an die Sammelphase erfolgt eine Selektions- und Kategorisierungsphase der Begriffe (gelb = Begriffe, die Wissen beschreiben; blau = Begriffe, die Wissen eher nicht beschreiben; grün = Begriff beschreibt etwas Wahres; rot = Begriff beschreibt etwas, das nicht wahr ist). Die Selektion und Sortierung der Begriffe erfolgt durch die SuS selbst, ohne dass der Lehrer aktiv eingreift oder in eine bestimmte Richtung lenkt. Im Anschluss an die Kategorisierungs-Phase erfolgt eine vom Lehrer initiierte Diskussionsphase, in der der Lehrer lediglich durch Fragen, aber durch keine Antworten die Diskussion ggf. am Laufen hält, sofern die Schüler nicht eigenständig diskutieren.

Aus den Schlussfolgerungen und Erkenntnissen der Diskussion werden ggf. Kategorien/Werkzeuge zur Einteilung und Überprüfung von Wissen in der Mitte der Tafel festgehalten. Eine Essay-Aufgabe (siehe M2) dient dazu, die gewonnenen Erkenntnisse über die zentralen Fragen „Was kann ich wissen?/Was weiß ich?“ und „Wie überprüfe ich mein Wissen?“ bei jedem einzelnen SuS zu festigen und zu sichern (4. Inhalt Zeitkapsel), so dass auch die SuS sich Gedanken zum Thema machen, die sich nicht an der Diskussion beteiligt haben. Mit dem Verpacken, Versiegeln und Einsammeln der Zeitkapseln (siehe M3) durch den Lehrer endet die Phase der intuitiven Problemlösung.

Kontrollierte Problemlösung (Stunde Nr. 3-9): Der Einstieg in die Phase der kontrollierten Problemlösung erfolgt über das Textbeispiel „Was ist Philosophie?“ von Karl Jaspers, das nach der Methode „Leitfragen“ (siehe M4) gemeinsam besprochen und erschlossen wird.

Der Text von Jaspers wurde bewusst als Textbeispiel gewählt, da der Text gleichzeitig die Fragen beantwortet, was Philosophie ist und wie die Philosophie bei der Suche nach „Erkenntnis“ helfen kann. Der Text übernimmt somit eine dreifache Funktion innerhalb der UE: 1. Einführung und Beispiel zur Texterschließung; 2. Beantwortung der Frage, was Philosophie für jeden Einzelnen leisten kann; 3. Einführung ins Thema Erkenntnistheorie und die Rolle der Philosophie im Hinblick auf Wissen und Wahrheit.

Die anschließende Stationen- und Textarbeit (siehe einzelne Stationen und Texte) soll die SuS fit für die Analyse und den Umgang mit philosophischen Texten machen, indem sie jeden einzelnen der sechs Texte sowohl selbstständig (1.Phase: eigene Texterschließung) als auch in Gruppenarbeit (2. Phase: gemeinsame Texterschließung/Diskussion) nach der vorgegebenen Methode erarbeiten und die jeweils angewendete Methode zur Texterschließung kurz im Anschluss evaluieren (3. Phase: Bewertung der Methode; siehe Folie 2). Die SuS verbleiben während der gesamten Stationen- und Textarbeit in den (vom Lehrer eingeteilten) Gruppen. Optional können die Gruppen auch während der Stationen- und Textarbeit variieren und wechseln, je nachdem welche Erfahrung der Lehrer in der Klasse bzw. im Kurs mit Gruppenarbeit gemacht hat. Die SuS haben pro Text und für die Bearbeitung innerhalb der Gruppen jeweils eine Schulstunde Zeit. Je nachdem, wie schnell sie arbeiten, können sie selbstständig zur nächsten Station übergehen, wenn sie mit einer Station schneller fertig sein sollten (siehe Folie 1).

[...]


[1] Online-Version: http://www.religiosophie.de/Jaspers_Einf%C3%BChrung.pdf (letzter Zugriff: 07.08.2014).

[2] Online-Version KdrV: http://www.sapientia.ch/E-Buecher/Philosophie/Kant%20-%20Kritik%20der%20reinen%20Vernunft.pdf (letzter Zugriff: 08.08.2014).

[3] Längere Filmszene in UE (hier: Rohmaterial; kürzer u. ungeschnitten): https://www.youtube.com/watch?v=OuJ87X9YX3c (letzter Zugriff: 08.08.2014).

Ende der Leseprobe aus 92 Seiten

Details

Titel
Unterrichtseinheit zur Kantischen Frage "Was kann ich wissen?"
Untertitel
Erkenntnistheorie
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Philosophisches Seminar)
Veranstaltung
Fachdidaktisches Urteilen und Forschen sowie Weiterentwicklung von Praxis: Vier Fragen – Vier Unterrichtssequenzen
Note
1,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
92
Katalognummer
V279484
ISBN (eBook)
9783656731795
ISBN (Buch)
9783656731788
Dateigröße
19828 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
entwurf, unterrichtseinheit, kantischen, frage, erkenntnistheorie
Arbeit zitieren
B.A. Jan-Christian Hansen (Autor), 2014, Unterrichtseinheit zur Kantischen Frage "Was kann ich wissen?", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279484

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