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Vorteile und Nachteile des Schiedsgerichtsverfahrens im Vergleich zum Verfahren an ordentlichen Gerichten

Title: Vorteile und Nachteile des Schiedsgerichtsverfahrens im Vergleich zum Verfahren an ordentlichen Gerichten

Project Report , 2014 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Michael Notter (Author)

Law - Civil Action / Lawsuit Law
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Diese Projektarbeit beschäftigt sich mit dem Thema Schiedsgerichtsbarkeit. Speziell geht es um den Vergleich welche Vorteile bzw. Nachteile die Verfahrensbeteiligten haben wenn das Verfahren anstelle vor den ordentlichen Gerichten vor einem Schiedsgericht verhandelt wird.

Ein solcher Vergleich erscheint sinnvoll, da aktuelle Zahlen aufzeigen, dass die Streitbeilegung über den Weg der Schiedsgerichtsbarkeit immer häufiger genutzt wird. Eine Studie der School of International Arbitration am Queen Mary College/University of London hat in Zusammenarbeit mit PwC (PricewaterhouseCoopers LLP) zum Thema Schiedsgerichtsbarkeit 100 Unternehmensjuristen befragt. „52% der Umfrageteilnehmer erklärten, dass die internationale Schiedsgerichtsbarkeit die bevorzugte Methode der Beilegung von grenzüberschreitenden Streitigkeiten in ihrer Branche ist.“

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Entwicklung der Schiedsgerichtsbarkeit

3 Grundlagen der Schiedsgerichtsbarkeit

3.1 Rechtsquellen der Schiedsgerichtsbarkeit

3.2 Formen der Schiedsgerichtsbarkeit

4. Grundlagen zum Schiedsverfahren

4.1 Rechtswahl

4.2 Schiedsvereinbarung

4.3 Schiedsort

4.4 Schiedsrichter

5. Ablauf des Schiedsverfahrens

5.1 Gang des Schiedsverfahrens

5.2 Der Schiedsspruch

5.3 Vollstreckbarkeit des Schiedsspruchs

6. Praxisfall

7. Vor- und Nachteile des Schiedsverfahrens ggü. Verfahren am ordentlichen Gericht im Bezug zum Praxisfall

7.1 Vorteile - darlegt am Praxisfall

7.1.1 Prozessdauer

7.1.2 Kosten

7.1.3 Verhandlungsort und Verhandlungssprache

7.1.4 Öffentlichkeit

7.1.5 Schiedsrichter

7.2 Nachteile - dargelegt am Praxisfall

7.2.1 Verzicht auf rechtliches Gehör vor staatlichen Gerichten

7.2.2 Kostenrisiko

7.2.3 Unabhängigkeit der Schiedsrichter

7.2.4 Fehlende Zwangsmittel

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Vor- und Nachteile der Schiedsgerichtsbarkeit im Vergleich zu Verfahren vor staatlichen ordentlichen Gerichten aufzuzeigen, um die Praxistauglichkeit dieser alternativen Streitbeilegungsmethode, insbesondere im internationalen Geschäftsverkehr, zu bewerten.

  • Rechtliche Grundlagen und Quellen der Schiedsgerichtsbarkeit
  • Struktur und Ablauf eines Schiedsverfahrens
  • Analyse der Vorteile (z. B. Prozessdauer, Vertraulichkeit)
  • Kritische Betrachtung der Nachteile (z. B. Kostenrisiko, fehlende staatliche Zwangsmittel)
  • Anwendung der Erkenntnisse auf einen konkreten internationalen Praxisfall

Auszug aus dem Buch

7.1.4 Öffentlichkeit

Schiedsverfahren können unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt werden. Ebenso kann die Vertraulichkeit des Verfahrens vereinbart werden. Bei einem Gerichtsverfahren vor einem deutschen Ordentlichen Gericht besteht der Grundsatz der Öffentlichkeit (§ 169 Satz 1 GVG). So wurde die Klage des Bundes gegen das Maut-Konsortium Toll Collect abseits von staatlichen Gerichten vor einem Schiedsgericht erhoben. Dies hatte zur Folge, dass ein zuvor in der deutschen Presselandschaft intensiv diskutierter Fall vollkommen aus der Öffentlichkeit verschwunden ist. Dies ist einer der grundlegendsten Vorteile der Schiedsgerichtsbarkeit, gerade Streitfälle, die von großem öffentlichen Interesse sind, können unter völligem Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einführung erläutert die Motivation für die Arbeit und belegt die zunehmende Bedeutung der Schiedsgerichtsbarkeit durch aktuelle Studien und Statistiken.

2 Entwicklung der Schiedsgerichtsbarkeit: Es wird der historische Ursprung der Schiedsgerichtsbarkeit skizziert und die gesetzliche Einbettung in Deutschland durch die ZPO dargestellt.

3 Grundlagen der Schiedsgerichtsbarkeit: Dieses Kapitel behandelt die zentralen Rechtsquellen und differenziert zwischen ad-hoc und institutioneller Schiedsgerichtsbarkeit.

4. Grundlagen zum Schiedsverfahren: Hier werden die wesentlichen Rahmenbedingungen wie Rechtswahl, Schiedsvereinbarung, Schiedsort und die Bestellung von Schiedsrichtern erläutert.

5. Ablauf des Schiedsverfahrens: Das Kapitel beschreibt den prozessualen Gang des Schiedsverfahrens sowie die Rechtswirkungen und Vollstreckbarkeit des abschließenden Schiedsspruchs.

6. Praxisfall: Es wird ein konkretes Szenario zwischen zwei Unternehmen aus verschiedenen Ländern definiert, das als Grundlage für die folgende Analyse dient.

7. Vor- und Nachteile des Schiedsverfahrens ggü. Verfahren am ordentlichen Gericht im Bezug zum Praxisfall: In diesem Hauptteil findet eine detaillierte Gegenüberstellung der prozessualen Vor- und Nachteile der Schiedsgerichtsbarkeit statt.

8. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die hohe Bedeutung und Praxistauglichkeit der Schiedsgerichtsbarkeit für den internationalen Rechtsverkehr.

Schlüsselwörter

Schiedsgerichtsbarkeit, Zivilprozessordnung, Schiedsspruch, Schiedsvereinbarung, Rechtswahl, Internationale Handelsstreitigkeiten, Streitbeilegung, Ordentliche Gerichtsbarkeit, Lex Mercatoria, Schiedsort, Institutionelle Schiedsgerichtsbarkeit, Ad-hoc-Verfahren, Prozessdauer, Vertraulichkeit, Vollstreckbarkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einem Vergleich zwischen Schiedsgerichtsverfahren und Verfahren vor ordentlichen staatlichen Gerichten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den rechtlichen Grundlagen, dem Verfahrensablauf, den praktischen Vor- und Nachteilen der Schiedsgerichtsbarkeit sowie deren Anwendung im internationalen Geschäftskontext.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu analysieren, ob und unter welchen Umständen sich das Schiedsverfahren als vorteilhaftere Alternative zur staatlichen Gerichtsbarkeit für die beteiligten Parteien erweist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus theoretischer Grundlagenanalyse, rechtlicher Einordnung (ZPO) und der Anwendung dieser Erkenntnisse auf ein praktisches Fallbeispiel.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Schiedsgerichtsbarkeit, den Ablauf des Schiedsverfahrens und eine detaillierte Gegenüberstellung von Pro und Contra, bezogen auf einen konkreten Praxisfall.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Schiedsgerichtsbarkeit, Schiedsvereinbarung, Schiedsspruch, Streitbeilegung, Kostenkalkulation und Vertraulichkeit.

Welche Bedeutung hat die "ordre public" in diesem Zusammenhang?

Die ordre public stellt die Grenze der Parteiautonomie dar; zwingendes nationales Recht muss auch in Schiedsverfahren gewahrt bleiben, da Verstöße zur Aufhebung des Schiedsspruches führen können.

Warum spielt die Vertraulichkeit eine so große Rolle für Unternehmen?

Anders als bei staatlichen Gerichten, wo das GVG grundsätzlich Öffentlichkeit vorschreibt, können Unternehmen bei Schiedsverfahren Diskretion vereinbaren, was bei sensiblen Streitfällen Rufschädigungen verhindert.

Welche Rolle spielen die "fehlenden Zwangsmittel" im Schiedsverfahren?

Da Schiedsgerichte keine staatlichen Organe sind, können sie keine unmittelbaren Sanktionen oder Zwangsmittel verhängen; für diese Maßnahmen sind die Parteien auf die Unterstützung staatlicher Gerichte angewiesen.

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Details

Title
Vorteile und Nachteile des Schiedsgerichtsverfahrens im Vergleich zum Verfahren an ordentlichen Gerichten
College
University of Applied Sciences Hamburg
Grade
1,0
Author
Michael Notter (Author)
Publication Year
2014
Pages
18
Catalog Number
V279497
ISBN (eBook)
9783656735298
ISBN (Book)
9783656735281
Language
German
Tags
Schiedsgerichtsbarkeit Schiedsverfahren RDZ VFR Verfahrensrecht Prozessrecht Streitbeilegung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Notter (Author), 2014, Vorteile und Nachteile des Schiedsgerichtsverfahrens im Vergleich zum Verfahren an ordentlichen Gerichten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279497
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