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Steuerliche Vorteilhaftigkeit der KGaA

Titel: Steuerliche Vorteilhaftigkeit der KGaA

Seminararbeit , 2011 , 44 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Master of Science Basem EL-Bouz (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Zu den ersten wichtigen strategischen Entscheidungen eines Unternehmens gehört die Rechtsformwahl. Bereits hier wird festgelegt, welche gesellschaftsrechtlichen Restriktionen und Potentiale sowie welche steuerlichen Konsequenzen für die Zukunft des Projektes ausschlaggebend sind. Sowohl die Rechtsformen der Personengesellschaften als auch die der Kapitalgesellschaften und die daraus resultierenden Mischformen stehen für eine profitorientierte Unternehmung zur Verfügung. Jedoch sticht die KGaA aufgrund der Verbindung von Merkmalen beider Gesellschaftstypen gegenüber anderen Unternehmensformen besonders hervor. Dieser hybride Charakter führt nicht nur zu einer besonderen Stellung im Steuerrecht, sondern auch zu einer steuerrechtlichen Komplexität und Verunsicherung. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass eine klare Trennung zwischen der betrieblichen Sphäre der KGaA und dem Mitunternehmerkonzept nicht abschließend definiert ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit

1.2 Aufbau und Vorgehensweise der Arbeit

2. Allgemeine steuerliche Betrachtung der KGaA

3. Ertragsteuerliche Betrachtung der KGaA im Vergleich zu einer AG

3.1 Vergleiche auf Gesellschaftsebene

3.1.1 Steuerliche Belastungsvergleiche auf Gesellschaftsebene

3.1.2 Zwischenergebnisse der Belastungsvergleiche

3.2 Vergleiche auf Gesellschafterebene

3.2.1 Problematik der vGA

3.2.2 Steuerliche Belastungsvergleiche auf Gesellschafterebene

3.2.3 Zwischenergebnisse der Belastungsvergleiche

4. Ertragsteuerliche Betrachtung der KGaA im Vergleich zu einem Einzelunternehmen

4.1 Verrechnung eines Gewerbeverlustes durch Einbringung eines Einzelunternehmens

4.2 Steuerliche Belastungsvergleiche der Gesellschaften und der Komplementäre

4.3 Zwischenergebnisse der Belastungsvergleiche

5. Betrachtung der KGaA unter erbschaftsteuerlichen Gesichtspunkten

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der Untersuchung der steuerlichen Vorteilhaftigkeit der Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) durch eine detaillierte Analyse ihrer hybriden Struktur. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage verfolgt, ob und unter welchen Bedingungen die KGaA im Vergleich zu einer Aktiengesellschaft (AG) oder einem Einzelunternehmen steuerliche Gestaltungsvorteile bietet.

  • Steuerlicher Vergleich der KGaA mit der AG auf Gesellschafts- und Gesellschafterebene.
  • Analyse der steuerlichen Auswirkungen der hybriden Struktur (Trennungs- vs. Transparenzprinzip) beim Komplementär.
  • Untersuchung der steuerlichen Behandlung von Gewinnanteilen, Geschäftsführervergütungen und Sonderbetriebsvermögen.
  • Beurteilung der KGaA im Vergleich zum Einzelunternehmen unter Berücksichtigung der Thesaurierungsoptionen.
  • Berücksichtigung erbschaftsteuerlicher Besonderheiten bei der KGaA.

Auszug aus dem Buch

3.2 Vergleiche auf Gesellschafterebene

Durch eine besondere steuerliche Qualifizierung des persönlich haftenden Gesellschafters einer KGaA ergeben sich gegenüber dem Gesellschafter einer AG steuerliche Bemessungs- bzw. Belastungspotentiale die es näher zu untersuchen gilt. Diese bereits zuvor erwähnte steuerliche Einordnung des Komplementärs einer KGaA wie einen Mitunternehmer ist aufgrund deren Bedeutsamkeit zunächst näher zu analysieren um anschließend einen kurzen Überblick über die Besteuerung der Kommanditaktionäre zu gewähren.

Die gesetzliche Fiktion der Mitunternehmerschaft wird zwar angesichts der relativ aktuellen Rechtssprechung des BFH im AdV-Verfahren bestätigt, findet jedoch z.B. bei der gewerbesteuerlichen Hinzurechnung der Gewinnanteile des persönlich haftenden Gesellschafters keine Anwendung. Eine Mitunternehmerschaft setzt zwar sowohl ein Mitunternehmerrisiko als auch eine Mitunternehmerinitiative des Gesellschafters voraus, da jedoch der Komplementär einer KGaA nur wie ein Mitunternehmer zu behandelt ist, spielen diese Kriterien für die Einordnung der Einkünfte nach § 15 (1) S.1 Nr.3 EStG keine Rolle. Es liegt sogar eine Mitunternehmerschaft vor wenn der persönlich haftende Gesellschafter keine Kapitaleinlagen erbracht hat und sowohl im Innenverhältnis wie ein Angestellter behandelt als auch von seiner Haftung freigestellt wird. Zur Feststellung seiner gewerblichen Einkünfte erfolgt auch hier die Anwendung der zweistufigen Gewinnermittlung. Hierfür werden auf der ersten Gewinnermittlungsstufe die steuerbaren Gewinne des Komplementärs wie z.B. Geschäftsführervergütungen sowie Gewinnanteile ermittelt. Anschließend sind alle Sondervergütungen in Form von Sonderbetriebsvermögen gemäß § 15 (1) Nr. 3 EStG in der zweiten Gewinnermittlungsstufe zu bestimmen. Sein Gewinnanteil muss mithilfe eines Betriebsvermögensvergleichs, welcher sowohl Sonderbetriebseinnahmen, -ausgaben sowie Sondervergütungen enthält, ermittelt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Darstellung der Problematik der Rechtsformwahl und Definition des Ziels, die steuerlichen Vor- und Nachteile der KGaA zu bewerten.

2. Allgemeine steuerliche Betrachtung der KGaA: Kurze steuerliche Charakterisierung der KGaA als juristische Person mit hybrider Struktur, die Elemente von Kapital- und Personengesellschaften vereint.

3. Ertragsteuerliche Betrachtung der KGaA im Vergleich zu einer AG: Detaillierte Analyse der steuerlichen Unterschiede zwischen KGaA und AG durch fiktive Beispielfälle auf Gesellschafts- und Gesellschafterebene sowie Auswertung der vGA-Problematik.

4. Ertragsteuerliche Betrachtung der KGaA im Vergleich zu einem Einzelunternehmen: Gegenüberstellung der KGaA mit einem Einzelunternehmen zur Identifizierung steuerlicher Belastungen und Vorteile, insbesondere unter Einbeziehung von Thesaurierungsmöglichkeiten.

5. Betrachtung der KGaA unter erbschaftsteuerlichen Gesichtspunkten: Untersuchung der erbschaftsteuerlichen Vorteile der KGaA, die sich aus der hybriden Struktur und der Sondereinlage des Komplementärs ergeben.

6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse zur steuerlichen Vorteilhaftigkeit und Ausblick auf verbleibende Rechtsunsicherheiten.

Schlüsselwörter

KGaA, Steuerliche Vorteilhaftigkeit, Rechtsformwahl, Komplementär, Mitunternehmerkonzept, Trennungsprinzip, Transparenzprinzip, Gewinnthesaurierung, Gewerbesteuer, Sonderbetriebsvermögen, Erbschaftsteuer, vGA, Gewinnbeteiligung, Verlustverrechnung, Unternehmensteuerreform.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die steuerliche Vorteilhaftigkeit der Rechtsform der Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) im Vergleich zu anderen Unternehmensformen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die ertragsteuerliche und erbschaftsteuerliche Belastung, die Unterscheidung zwischen Trennungs- und Transparenzprinzip sowie Möglichkeiten der steuerlichen Gestaltung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die steuerlichen Vor- und Nachteile der KGaA aufzuzeigen und zu untersuchen, inwieweit diese Rechtsform aufgrund ihrer hybriden Struktur steuerliche Vorteile bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden aktuelle Rechtsprechungen und Gesetze analysiert sowie konkrete Daten anhand von fiktiven Beispielfällen für verschiedene Szenarien (Gewinn/Verlust) simuliert und ausgewertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Vergleiche der KGaA mit der AG (Ertragsteuer) und dem Einzelunternehmen (Ertragsteuer inklusive Thesaurierung) sowie eine erbschaftsteuerliche Betrachtung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

KGaA, steuerliche Vorteilhaftigkeit, Mitunternehmerkonzept, Trennungsprinzip, Gewinnthesaurierung und Erbschaftsteuer.

Warum ist die steuerliche Behandlung des Komplementärs so komplex?

Weil der Komplementär einer KGaA laut Gesetz wie ein Mitunternehmer behandelt wird, obwohl die KGaA selbst eine Kapitalgesellschaft ist, was zu einer hybriden Besteuerung führt.

Welchen Einfluss hat der Gewerbesteuer-Hebesatz auf die Vorteilhaftigkeit der KGaA?

Der Gewerbesteuer-Hebesatz hat aufgrund der Anrechnungsrestriktionen des § 35 EStG einen wesentlichen Einfluss auf die Gesamtsteuerbelastung und kann die Vorteilhaftigkeit der KGaA signifikant beeinflussen.

Spielt die vGA-Problematik bei der KGaA eine Rolle?

Aufgrund der hybriden Struktur und der Einordnung des Komplementärs ist die vGA-Problematik bei der KGaA deutlich weniger ausgeprägt als bei einer AG, was einen steuerlichen Gestaltungsspielraum ermöglicht.

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Details

Titel
Steuerliche Vorteilhaftigkeit der KGaA
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg  (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Betriebswirtschaftliche Steuerlehre, Univ.-Prof. Dr. rer. pol. Bert Kaminski)
Veranstaltung
Seminar Accounting and Business Taxation: „Aktuelle Entwicklungen bei Bilanzierung und Rechtsformwahl“:
Note
1,7
Autor
Master of Science Basem EL-Bouz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
44
Katalognummer
V279614
ISBN (eBook)
9783656726326
ISBN (Buch)
9783656726289
Sprache
Deutsch
Schlagworte
KGaA steuerliche Vorteilhaftigkeit Kapitalgesellschaft betriebswirtschaftliche Steuerlehre Rechtsformwahl Rechtsformvergleich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Master of Science Basem EL-Bouz (Autor:in), 2011, Steuerliche Vorteilhaftigkeit der KGaA, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279614
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Leseprobe aus  44  Seiten
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