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Kulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und China

Darstellung anhand des Kulturmodells von Geert Hofstede

Title: Kulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und China

Term Paper (Advanced seminar) , 2014 , 28 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: M. Sc. Lorraine Möller (Author)

Didactics for the subject German - German as a Foreign Language
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Im Zuge der voranschreitenden Globalisierung, in der Ländergrenzen zunehmend verschwimmen, wird der Kontakt mit Nichtdeutschen im Berufsleben zum alltäglichen Phänomen. Ein gewisses Maß an Wissen über andere Kulturen und interkulturelle Handlungskompetenz wird damit zur Notwendigkeit für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. International tätige Unternehmen, die ihre Produkte im Ausland absetzen wollen, müssen bereit sein, sich mit den kulturellen Besonderheiten ihrer Geschäftspartner und Kunden auseinanderzusetzen, denn allen Verwestlichungstendenzen zum Trotz unterscheiden sich die einzelnen Landeskulturen stark voneinander.
China, einer der größten Profiteure der Globalisierung und anhaltender Exportweltmeister seit 2009, spielt für wirtschaftliche Überlegungen deutscher Unternehmen eine große Rolle, denn die bilateralen Beziehungen haben sich in den vergangenen 40 Jahren zu beachtlicher Dichte entwickelt. So ist China Deutschlands wichtigster Wirtschaftspartner in Asien, während Deutschland Chinas wichtigster Handelspartner in Europa ist. Neben reinen Sprachbarrieren gibt es jedoch weitere Stolpersteine, die in der Zusammenarbeit zu Missverständnissen führen können, haben Chinesen und Deutsche für identische Probleme doch unterschiedliche Lösungsstrategien entwickelt, die in ihren spezifischen Kulturstandards bzw. ihrer jeweiligen „kulturellen Programmierung“ begründet sind. Diese Eigenarten sind häufig durch religiöse, philosophische und soziale Traditionen über lange Zeit – im Falle Chinas sogar über Jahrtausende hinweg – gewachsen. Sie sind hauptsächlich unsichtbar und treten nur im Kontakt mit einer anderen Kultur zu Tage. Solide Kenntnisse über die eigene bzw. die fremde Kultur sowie über die Frage, inwieweit sie sich voneinander unterscheiden, gewinnen damit zunehmend an Bedeutung, damit Empathie und Verständnis für einander wachsen können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffliche und theoretische Grundlagen

2.1 Kultur und Kulturstandards

2.2 Kulturdimensionen

3 Kulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und China: Das Kulturmodell nach Geert Hofstede

3.1 Vorgehensweise und Untersuchung

3.2 Deutschland und China im Kontext der fünf Kulturdimensionen

3.2.1 Machtdistanz

3.2.2 Unsicherheitsvermeidung

3.2.3 Maskulinität vs. Femininität

3.2.4 Individualismus vs. Kollektivismus

3.2.5 Langfristige vs. kurzfristige Orientierung

4 Eine kritische Würdigung: Relevanz, Lob und Kritik an der Arbeit Hofstedes

5 Fazit und Ausblick

6 Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die kulturellen Differenzen zwischen Deutschland und China unter Anwendung des etablierten Kulturmodells von Geert Hofstede. Ziel ist es, auf Basis der fünf Kulturdimensionen ein tieferes Verständnis für die divergenten Kommunikations- und Verhaltensmuster in beiden Ländern zu schaffen, um so die interkulturelle Kompetenz für die geschäftliche und zwischenmenschliche Zusammenarbeit zu fördern.

  • Grundlagen der interkulturellen Kommunikation und des Kulturbegriffs
  • Einführung in das wissenschaftliche Kulturmodell von Geert Hofstede
  • Vergleichende Analyse von Deutschland und China anhand der fünf Kulturdimensionen
  • Kritische Reflexion der Anwendbarkeit und Validität des Modells
  • Ableitung von Empfehlungen für die praktische interkulturelle Zusammenarbeit

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Machtdistanz

Die Dimension Machtdistanz definiert Hofstede als „das Ausmaß, bis zu welchem weniger mächtige Mitglieder in der Gesellschaft eines Landes erwarten und akzeptieren, dass Macht ungleich verteilt ist“ (Hofstede/Hofstede 2009: 59), was damit zusammenhängt, wie Kulturen mit dem Problem der Ungleichheit in der Gesellschaft umgehen (vgl. Hofstede 2001: 29). In Ländern mit hoher MD werden Kinder schon früh zu Gehorsam und Unterordnung erzogen. Dem Alter kommt eine besondere Bedeutung zu, die sich im Senioritätsprinzip niederschlägt. Dagegen werden Kinder in Kulturen mit niedriger MD eher gleichberechtigt behandelt. Sie dürfen ihren Eltern widersprechen und „nein“ sagen (vgl. Hofstede/Hofstede 2009: 73). Große Machtdistanzen gehen in der Arbeitswelt mit einer hohen Anzahl von Hierarchiestufen einher, die nicht in Frage gestellt werden. Die Macht konzentriert sich auf wenige Köpfe, die zentral alle relevanten Entscheidungen treffen. Statussymbole und besondere Privilegien machen die MD nach außen sichtbar. In Ländern mit geringer MD betrachten sich Mitarbeiter und Vorgesetzte von Natur aus als gleichberechtigt. Die vorhandene Hierarchie geht allein auf die praktische Verteilung von Rollen zurück, die jederzeit austauschbar ist. Unternehmen sind dezentral aufgestellt mit wenigen Hierarchiestufen. Statussymbole für Höhergestellte werden als weniger erwünscht angesehen. Für alle sollen der gleiche Parkplatz, die gleiche Toilette und die gleiche Kantine zur Verfügung stehen (vgl. Hofstede/Hofstede 2009: 74; Kutscher/Schmid 2011: 721f).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der interkulturellen Kompetenz im Zeitalter der Globalisierung ein und stellt das Kulturmodell von Geert Hofstede als zentralen Analyserahmen der Arbeit vor.

2 Begriffliche und theoretische Grundlagen: In diesem Kapitel werden grundlegende Definitionen zum Kulturbegriff und zu Kulturstandards erarbeitet, ergänzt um die theoretische Herleitung der Kulturdimensionen.

3 Kulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und China: Das Kulturmodell nach Geert Hofstede: Der Hauptteil der Arbeit analysiert und vergleicht Deutschland und China systematisch anhand der fünf kulturwissenschaftlichen Dimensionen von Geert Hofstede.

4 Eine kritische Würdigung: Relevanz, Lob und Kritik an der Arbeit Hofstedes: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit der methodischen Vorgehensweise Hofstedes auseinander, diskutiert Limitationen und würdigt die Bedeutung seines Modells für die Forschung.

5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse des deutsch-chinesischen Kulturvergleichs zusammen und betont die Notwendigkeit von interkultureller Sensibilität und Kompetenz für die zukünftige Zusammenarbeit.

6 Literaturverzeichnis: Auflistung der gesamten verwendeten Primär- und Sekundärliteratur, inklusive Internetquellen und Fachstudien.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kommunikation, Deutschland, China, Kulturmodell, Geert Hofstede, Kulturdimensionen, Machtdistanz, Unsicherheitsvermeidung, Individualismus, Kollektivismus, Maskulinität, Femininität, langfristige Orientierung, interkulturelle Kompetenz, Globalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Vergleich der kulturellen Prägungen von Deutschland und China und deren Auswirkungen auf das zwischenmenschliche und berufliche Verhalten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die kulturellen Wertesysteme, gesellschaftliche Strukturen, Kommunikationsstile sowie der Umgang mit Autorität und Unsicherheit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist die Anwendung des Kulturmodells von Geert Hofstede, um systematische Unterschiede zwischen der deutschen und chinesischen Kultur verständlich zu machen und Missverständnisse in der Zusammenarbeit zu reduzieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und vergleichende Literaturarbeit, die das Modell von Geert Hofstede nutzt, um empirische Daten und kulturtheoretische Konzepte einander gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine methodische Einführung und eine detaillierte Analyse von Deutschland und China anhand der fünf Kulturdimensionen: Machtdistanz, Unsicherheitsvermeidung, Maskulinität vs. Femininität, Individualismus vs. Kollektivismus sowie langfristige vs. kurzfristige Orientierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Interkulturelle Kompetenz, Hofstede-Modell, Kulturstandards und die spezifischen Dimensionen des interkulturellen Vergleichs.

Welche Rolle spielt Konfuzius für das Verständnis der chinesischen Kultur in dieser Arbeit?

Die Arbeit verdeutlicht, dass die konfuzianische Philosophie eine fundamentale Rolle für die chinesischen Werte, wie beispielsweise das Statusdenken und die langfristige Orientierung, spielt.

Wie gehen deutsche und chinesische Firmen laut der Arbeit mit Unsicherheit um?

Deutschland weist eine hohe Unsicherheitsvermeidung auf und setzt auf Regeln und schriftliche Verträge, während China eine geringere Unsicherheitsvermeidung zeigt und Flexibilität sowie informelle Beziehungen bevorzugt.

Warum wird das Modell von Hofstede kritisiert?

Kritikpunkte umfassen die ausschließliche Befragung von IBM-Mitarbeitern, die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Lebensbereiche sowie die potenzielle Gefahr der Stereotypisierung von Kulturen.

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Details

Title
Kulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und China
Subtitle
Darstellung anhand des Kulturmodells von Geert Hofstede
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Deutsches Institut)
Course
G.3 Einführung in die interkulturelle Kommunikation und den Kulturvergleich
Grade
1,3
Author
M. Sc. Lorraine Möller (Author)
Publication Year
2014
Pages
28
Catalog Number
V279619
ISBN (eBook)
9783656726586
ISBN (Book)
9783656726579
Language
German
Tags
kulturelle unterschiede deutschland china darstellung kulturmodells geert hofstede
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M. Sc. Lorraine Möller (Author), 2014, Kulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und China, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279619
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