Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, ob die heutige Elektromobilität nicht nur ökologisch sondern auch ökonomisch vorteilhaft sein kann.
Um diese Frage zu beantworten wurde ein aktuelles Elektroauto (Smart fortwo ED) einer strikten Kostenanalyse unterzogen. Dazu wurde zuerst ein universelles Kostenrechnungs-Modell entwickelt, das Förderungsmaßnahmen und sonstige Besonderheiten berücksichtigt. Einige Eingangsgrößen wurden einer Sensibilitätsanalyse unterzogen um deren Einfluss auf das Endergebnis zu bestimmen. Die Resultate wurden schließlich mit einem vergleichbaren, dieselbetriebenen Fahrzeuge (Smart fortwo cdi) verglichen.
Das Ergebnis zeigt, dass heutige Elektrofahrzeuge viel kosteneffizienter sind als Modelle der 90er Jahre. Bezogen auf den „Smart fortwo ED“ bedeutet dies, dass nur rund 3,7 Prozent an Mehrkosten pro Jahr gegenüber einem konventionellen Fahrzeug bei durchschnittlicher Nutzung entstehen. Vor 25 Jahren lag dieser Wert noch typischerweise um die 50 Prozent. Möglich wurde diese eindrucksvolle Verbesserung einerseits durch eine verbesserte Technologie und andererseits durch staatliche Förderungsmaßnahmen.
Ohne die Subventionierung des elektrischen Antriebs würden die Mehrkosten immer noch bei rund 30 Prozent liegen. Bei einem veränderten Nutzungsszenario (höhere Kilometerleistung, höhere Treibstoffpreise..) kommt das Elektroauto bereits günstiger als ein dieselbetriebenes Fahrzeug. Somit sollten die moderaten Mehrkosten von Elektroautos heutzutage kein Kaufhindernis mehr darstellen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Forschungsfrage und Methodik
- Elektromobilität
- Historische Betrachtung
- Definition der Elektromobilität
- Elektroauto Smart fortwo ED
- Kostenrechnung
- Die Kostenarten
- Kalkulatorische Abschreibung
- Kalkulatorische Zinsen
- Energiekosten
- Öl- und Schmierstoffkosten
- Wartungs- und Reparaturkosten
- Versicherungskosten
- Steuerkosten
- Beschäftigungsabhängigkeit der Kostenarten
- Unsicherheiten der Modellrechnung
- Die Kostenstruktur des Smart Fortwo
- Anschaffungskosten
- Benzin- und Dieselkosten
- Stromkosten
- Ölkosten
- Wartungs- und Reparaturkosten
- Versicherungskosten
- Steuerkosten
- Betrachtung der Kostenstruktur
- Zusatzinformationen
- Die Nutzungsdauer in Jahren
- Der Restwert des Fahrzeuges nach der Nutzungsdauer
- Die Jahresfahrleistung in Kilometer
- Der Preis der Bereifung / Reifenlebensdauer
- Der kalkulatorische Zinssatz in Prozent
- Die Eingangsgrößen der Berechnungsbasis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die ökonomische Machbarkeit der Elektromobilität am Beispiel des Smart fortwo ED. Dabei wird ein umfassendes Kostenmodell entwickelt, das verschiedene Faktoren berücksichtigt, wie beispielsweise staatliche Förderungen und unterschiedliche Nutzungsszenarien. Durch einen Vergleich mit einem konventionellen Dieselfahrzeug (Smart fortwo cdi) wird die Wirtschaftlichkeit der Elektromobilität analysiert.
- Kostenanalyse der Elektromobilität
- Entwicklung eines Kostenmodells für Elektrofahrzeuge
- Einfluss staatlicher Förderungen auf die Wirtschaftlichkeit
- Vergleich der Kosten von Elektro- und Dieselfahrzeugen
- Analyse der Wirtschaftlichkeit der Elektromobilität in verschiedenen Nutzungsszenarien
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Forschungsfrage und Methodik der Arbeit vor. Das Kapitel „Elektromobilität“ bietet einen historischen Überblick und definiert den Begriff der Elektromobilität. Anschließend wird das Elektroauto Smart fortwo ED vorgestellt. Das Kapitel „Kostenrechnung“ beschreibt die Kostenarten, die in die Analyse einbezogen werden, und analysiert die Unsicherheiten der Modellrechnung. Die Kostenstruktur des Smart Fortwo wird im Detail untersucht, wobei die einzelnen Kostenarten wie Anschaffungskosten, Stromkosten, Wartungskosten und Versicherungskosten betrachtet werden. Das Kapitel „Zusatzinformationen“ liefert weitere relevante Informationen, wie beispielsweise die Nutzungsdauer des Fahrzeugs, die Jahresfahrleistung und den kalkulatorischen Zinssatz.
Schlüsselwörter
Elektrofahrzeug, Kostenanalyse, Smart fortwo, Wirtschaftlichkeit, staatliche Förderung, Nutzungsszenarien, Kostenmodell, Dieselfahrzeug, Vergleich, Umweltfreundlichkeit.
Häufig gestellte Fragen
Ist Elektromobilität heutzutage ökonomisch vorteilhaft?
Ja, die Analyse zeigt, dass moderne Elektrofahrzeuge wie der Smart fortwo ED im Vergleich zu konventionellen Dieselfahrzeugen nur noch geringe Mehrkosten verursachen und bei hoher Laufleistung sogar günstiger sein können.
Wie hoch sind die Mehrkosten eines Smart fortwo ED gegenüber einem Diesel?
Bei durchschnittlicher Nutzung entstehen nur rund 3,7 Prozent an Mehrkosten pro Jahr. Vor 25 Jahren lag dieser Wert noch bei typischerweise 50 Prozent.
Welchen Einfluss haben staatliche Förderungen auf die Kosten?
Ohne Subventionen würden die Mehrkosten für den elektrischen Antrieb heute noch bei rund 30 Prozent liegen. Die Förderung ist somit ein entscheidender Faktor für die Wirtschaftlichkeit.
Welche Kostenarten wurden in die vergleichende Analyse einbezogen?
Berücksichtigt wurden kalkulatorische Abschreibung, Zinsen, Energiekosten (Strom vs. Diesel), Wartung, Reparaturen, Versicherung und Steuern.
Unter welchen Bedingungen ist ein Elektroauto günstiger als ein Verbrenner?
Ein Elektroauto rechnet sich besonders bei einer hohen jährlichen Kilometerleistung und bei steigenden Treibstoffpreisen für Benzin oder Diesel.
Warum ist die Technologie heute kosteneffizienter als in den 90er Jahren?
Dies liegt an massiven technologischen Fortschritten, insbesondere bei der Batterietechnik, sowie an Skaleneffekten in der Produktion und gezielten politischen Fördermaßnahmen.
- Quote paper
- Andreas Kern (Author), 2013, Ökonomische Aspekte der Elektromobilität. Vergleichende Kostenanalyse des "Smart fortwo", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279660