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Bildungssackgasse droht: BHS-Absolventen mit europakonformer tertiärer Betriebspraxis in Österreich

Title: Bildungssackgasse droht: BHS-Absolventen mit europakonformer tertiärer Betriebspraxis in Österreich

Research Paper (postgraduate) , 2014 , 245 Pages

Autor:in: Ing. Dipl.-Ing. MMag. Dr.phil. Karl Josef Westritschnig (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Die Allgemeinform der Berufsbildung, die Erstbildung, besteht in Österreich an der Sekundarstufe II aus zwei bewährten Säulen: Der vollschulischen, d.h. den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen, und dem dualen Bildungssystem, bestehend aus der Betriebslehre und der Teilzeit-Berufsschule.
Es werden durch neue Bildungs-Modelle Entwicklungsschritte gezeigt, die eine Durchlässigkeit und Internationalisierung der berufsbildenden höheren Schulen in Österreich zur Folge haben. Bei diesen zwei Grundmodellen wird die seit der Habsburgermonarchie wichtige formale Bildungsform Höhere technische Lehranstalt, HTL, jeweils als Beispiel vorangestellt. Der Bologna-Prozess findet durch die Folgekonferenzen bis in die Gegenwart statt. Im Zentrum der Bildungsüberlegungen steht die europäische Wettbewerbsfähigkeit und die Beschäftigungs- und Arbeitsmarktfähigkeit der einzelnen formalen Bildungszyklen. Diese beiden Hauptzyklen Bachelor und Master sollen für den europäischen Arbeitsmarkt zwei relevante Qualifikationsebenen ermöglichen. Die Studiendauer beträgt bei den grundlegenden Bachelor-Programmen meist 6 Semester und bei den vertiefenden Masterprogrammen im Allgemeinen 4 Semester. Das Bologna-Modell soll eine Vergleichbarkeit im europäischen Hochschulraum ermöglichen. Der akademische Bachelor-Grad gilt bereits als erster berufsqualifizierender Studienabschluss. Bei den berufsbildenden höheren Schulen mit ihren traditionellen Höheren technischen Lehranstalten und den Handelsakademien, deren Ursprung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts liegt, ist zweifellos eine berufsqualifizierte Arbeitsmarkt- und Beschäftigungsfähigkeit gegeben. Im Rahmen des europäischen Bologna-Prozesses wird bei der Folgekonferenz in Bergen im Jahre 2005 von den Anwesenden die Einführung eines nationalen Qualifikationsrahmens NQR beschlossen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 BERUFSBILDUNG und höhere Qualifikationen mit durchlässigen Bologna-Prozess

2.1 Berufsbildung mit höheren Qualifikationen und eine sozial durchlässige Herkunft

2.2 ISCED und eine internationale Bildungssystematik

2.2.1 Berufsbildende höhere Schulen und eine Internationalisierung der Qualifikationen

2.2.2 Berufsbildende höhere Schulen und eine Weiterbildung der Absolventen durch eine Betriebspraxis

2.2.3 Berufsbildende höher Schulen und gehobene postsekundäre Qualifikationen

2.3 Bologna-Prozess und Weiterentwicklung der Berufsbildenden höheren Schulen mit einer europäischen Durchlässigkeit

2.4 NQR und Vergleich europäischer Bildungsqualifikation

2.4.1 Schlüsselkonzepte

2.4.2 Lernergebnisorientierung

2.5 Berufsbildende Höhere Schulen und eine Doppelqualifikation

3 HTL-ABSOLVENTEN und eine Bologna-Rückbindung der Betriebspraxis an die bestehenden Bildungsstandorte

3.1 HTL-Ingenieurbildung Symbiose von Fachtheorie und Fachpraxis

3.2 HTL-Diplom und Betriebspraxis zur Weiterqualifizierung zum akademischen Bachelor

3.3 Bologna-Prozess und Bildungsstandard zum internationalen und europäischen Vergleich der Ingenieurbildung

3.4 HTL-Ingenieur und eine berufliche und gesellschaftliche Weiterentwicklung

3.5 Ingenieurpraxis mit Anbindung an das Bildungssystem zum akademischen Ingenieur

4 HTL-ABSOLVENTEN und sekundär-tertiär zum akademischen Ingenieur

4.1 Bologna-Prozess und Fachhochschulen erfordern sekundär-tertiäre Weiterentwicklung des HTL-Bildungssystems

4.2 HTL-Absolventen mit tertiär-formalisierter Betriebspraxis zum akademischen Ingenieur

4.3 Tertiär erweitertes berufsbildendes sekundäres HTL- und HLFL Bildungssystem

5 Höhere Technische Lehranstalten und eine sekundär-tertiäre Erweiterung

5.1 Industrialisierung durch eine gewerblichen Bildung pädagogisch-didaktisch gefördert

5.2 Realschulen als allgemeinbildende Mittelschulen und spezialisierte Gewerbeschulen entstehen

5.3 Staats-Gewerbeschulen mit unterschiedlichen Bildungsebenen

5.4 Systematisierung gewerblicher Lehranstalten

5.5 Staats-Gewerbeschulen der Habsburgermonarchie und Entwicklung der Höheren Technischen Lehranstalten

5.6 Standesbezeichnung Ingenieur der höheren Gewerbeschulen und der Technischen Hochschulen seit 1917 geschützt

6 MODELL I: HTL-Absolventen und sekundär-tertiär zum Betriebs und praxisorientierten akademischen Ingenieur

7 BHS-ABSOLVENTEN mit tertiär erweiterte Betriebspraxis zum akademischen Bachelor

7.1 BHS mit Ursprung in der liberal-fortschrittlichen Zeit der Habsburgermonarchie

7.2 Gewerbliches Unterrichtswesen entwickelt sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts

7.3 Gewerbe- und Handelsschulen Mittelschulen zur industriellen Bildung

7.4 BHS-Absolventen Praxisorientiert tertiär erweitert zum akademischen BACHELOR

8 MODELL II: BHS-Absolventen sekundär-tertiär zum Betriebsorientierten akademischen BACHELOR

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Forschungsarbeit untersucht die Herausforderungen und notwendigen Weiterentwicklungen des österreichischen berufsbildenden Schulwesens, insbesondere der höheren technischen Lehranstalten (HTL), im Kontext des europäischen Bologna-Prozesses. Ziel ist es, ein sekundär-tertiäres Bildungsmodell zu entwerfen, das durch die Rückbindung betrieblicher Praxis eine höhere Anschlussfähigkeit an akademische Bachelor- und Masterstudiengänge ermöglicht und so eine drohende "Bildungssackgasse" für Absolventen vermeidet.

  • Integration betrieblicher Praxis in das formale HTL-Bildungssystem
  • Aufwertung der HTL-Ingenieurbildung zum tertiär-akademischen Bachelor-Niveau
  • Anpassung an internationale Standards wie ISCED und den Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR)
  • Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsmarktfähigkeit von Absolventen
  • Historische Analyse der gewerblichen Ausbildung in Österreich

Auszug aus dem Buch

3.1 HTL-Ingenieurbildung Symbiose von Fachtheorie und Fachpraxis

In Österreich gibt es 76 Bildungsstandorte von Höheren technischen Lehranstalten, wobei 23 gewerblich-technische Bildungsstätten nicht dem Bund unterstellt sind. Es existieren 26 Werkmeisterschulen, die mit dem Schulorganisationsgesetz eine Sonderform der berufsbildenden mittleren Schulen werden. Diese gewerblich-technischen Schulen werden in der Habsburgermonarchie an der Staats-Gewerbeschule für „intelligente“ Facharbeiter als Tagesschule eingerichtet. Diese Bildungsidee stammt vor allem aus Sachsen, Württemberg und Preußen. Die Werkmeisterschulen werden vom Organisator des gewerblichen Unterrichts in der Habsburgermonarchie, Armand Freiherr von Dumreicher, eingeführt. Die spezialisierten Fachschulen der Werkmeisterschulen sind für die aufstrebenden Staats-Gewerbeschulen organisatorisch und inhaltlich wichtig. Die Werkmeisterschulen dienen als mittlere Gewerbeschulen der Förderung der Bedürfnisse von Industrie und Gewerbe.

Diese traditionellen und bewährten, viersemestrigen, schulisch-beruflichen Weiterbildungsorganisationen werden nach dem Zweiten Weltkrieg vorwiegend von den Sozialpartnern mit ihrem Wirtschafts- und Berufsförderungsinstitut geführt. Die Lehrpläne müssen vom Unterrichtsministerium genehmigt werden. Die Lehrpläne sind für die praxiserfahrenen Facharbeiter fachtheoretisch ausgelegt. Die gegenwärtigen, gewerblich-technischen Bildungsangebote an den Höheren technischen Lehranstalten bestehen vor allem aus den bewährten, fünfjährigen, höheren Lehranstalten, den vierjährigen Fachschulen und den Bauhandwerkerschulen. Die achtsemestrigen, Höheren technischen Lehranstalten für Berufstätige, die Vorbereitungslehrgänge, die Kollegs für Maturanten und die Aufbaulehrgänge vor allem für die HTL-Fachschüler werden in der Tages- und Abendform angeboten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt das duale System der österreichischen Berufsbildung und analysiert aktuelle statistische Daten zur Bildungsbeteiligung und zum Übergang von Absolventen in den tertiären Sektor.

2 BERUFSBILDUNG und höhere Qualifikationen mit durchlässigen Bologna-Prozess: Das Kapitel analysiert die vertikale Hierarchie des österreichischen Bildungssystems und die Notwendigkeit, berufsbildende Schulen im Rahmen des Bologna-Modells durchlässiger zu gestalten.

3 HTL-ABSOLVENTEN und eine Bologna-Rückbindung der Betriebspraxis an die bestehenden Bildungsstandorte: Hier wird die hohe Arbeitsmarktakzeptanz der HTL-Absolventen hervorgehoben und die Notwendigkeit einer formalen Anbindung der Betriebspraxis an das bestehende Schulsystem zur Erlangung eines Bachelor-Grades diskutiert.

4 HTL-ABSOLVENTEN und sekundär-tertiär zum akademischen Ingenieur: Der Fokus liegt auf der sekundär-tertiären Weiterentwicklung des HTL-Systems, um Absolventen den Weg zum akademischen Ingenieur zu ebnen und die Konkurrenzfähigkeit gegenüber Fachhochschulen zu sichern.

5 Höhere Technische Lehranstalten und eine sekundär-tertiäre Erweiterung: Dieses Kapitel liefert eine historische Analyse der Entwicklung von den Staats-Gewerbeschulen der Habsburgermonarchie bis zu den modernen Höheren Technischen Lehranstalten.

6 MODELL I: HTL-Absolventen und sekundär-tertiär zum Betriebs und praxisorientierten akademischen Ingenieur: Vorstellung eines konkreten Modells, das die 1. Bildungsebene (Sekundarstufe II) mit einem tertiär-akademischen Modell verbindet.

7 BHS-ABSOLVENTEN mit tertiär erweiterte Betriebspraxis zum akademischen Bachelor: Analyse der BHS-Allgemeinform und der Notwendigkeit einer tertiären Erweiterung, um die Quote der Akademiker zu erhöhen und Bildungsredundanzen abzubauen.

8 MODELL II: BHS-Absolventen sekundär-tertiär zum Betriebsorientierten akademischen BACHELOR: Detaillierte Darstellung eines zweiten Modells für BHS-Absolventen, das auf dem Betriebsorientierten Bachelor-Programm basiert.

Schlüsselwörter

Berufsbildung, Höhere Technische Lehranstalt, HTL, Bologna-Prozess, tertiäre Bildung, Betriebspraxis, Doppelqualifikation, Bachelor-Grad, Ingenieur, NQR, Bildungssackgasse, Arbeitsmarktfähigkeit, Fachhochschulen, Durchlässigkeit, Qualifikationsrahmen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Forschungsarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die aktuelle Situation des österreichischen berufsbildenden Schulwesens, insbesondere der HTL, und fordert eine formale tertiäre Aufwertung der traditionellen Ingenieurausbildung durch eine Anbindung an den Bologna-Prozess.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind die Integration von Betriebspraxis in formale Bildungswege, die historische Entwicklung der gewerblichen Ausbildung in Österreich und die Einstufung dieser Abschlüsse in internationale Qualifikationsrahmen wie den NQR.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist die Vermeidung einer "Bildungssackgasse" für HTL-Absolventen, indem durch eine formale Anbindung der Ingenieurpraxis ein akademischer Bachelor-Status ermöglicht wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Analyse bestehender Bildungsmodelle, historischer Entwicklungsdaten der Staats-Gewerbeschulen sowie aktueller bildungspolitischer Rahmenbedingungen und OECD-Statistiken.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Herleitung der HTL, die Herausforderungen durch den Technikbereich der Fachhochschulen und die konkrete Ausgestaltung von zwei Modellen zur tertiären Aufwertung von BHS-Abschlüssen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Berufsbildung, HTL, Bologna-Prozess, tertiäre Bildung, Betriebspraxis, Ingenieur, NQR und Bildungssackgasse sind die wesentlichen Begriffe.

Warum wird der "Ingenieurtitel" als Tabuthema bezeichnet?

Weil die derzeitige Praxis der Titelverleihung ohne akademischen Bachelor-Status den Absolventen im internationalen Vergleich und im Wettbewerb mit Fachhochschulen und Universitäten benachteiligt und eine formale bildungspolitische Lösung bisher ausbleibt.

Wie unterscheidet sich die HTL von Fachhochschulen laut dem Autor?

Die HTL zeichnet sich durch eine stärkere Praxisnähe und eine frühzeitige betriebliche Verknüpfung aus, während die Fachhochschulen in der Regel einen stärkeren theoretischen Fokus aufweisen.

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Details

Title
Bildungssackgasse droht: BHS-Absolventen mit europakonformer tertiärer Betriebspraxis in Österreich
Author
Ing. Dipl.-Ing. MMag. Dr.phil. Karl Josef Westritschnig (Author)
Publication Year
2014
Pages
245
Catalog Number
V279715
ISBN (eBook)
9783656734284
ISBN (Book)
9783656734406
Language
German
Tags
bildungssackgasse bhs-absolventen betriebspraxis österreich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ing. Dipl.-Ing. MMag. Dr.phil. Karl Josef Westritschnig (Author), 2014, Bildungssackgasse droht: BHS-Absolventen mit europakonformer tertiärer Betriebspraxis in Österreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279715
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