Disruptive Innovation

Investitionen in disruptive Innovationsprojekte


Wissenschaftlicher Aufsatz, 2014
10 Seiten

Leseprobe

1 Einleitung

Innovationsmanagement ist in Unternehmen ein wichtiger Aspekt, da Innovationen maßgeblich zu deren Wertsteigerung beitragen. Im Tagesgeschäft geht dieser jedoch oft verloren. Manager beschränken sich eher auf das Verwalten ihres bestehenden Portfolios als es zu erweitern. Oft wird dem allgemeinen Markttrend gefolgt um so Risiken zu vermeiden.[1] Diese Einstellung kann in einer Marksituation in der Konkurrenten mit disruptiven Produkten schnell Marktanteile erobern gefährlich sein. 1995 revolutionierte Amazon den Markt des Buchhandels mit ihrem Online Vertriebsweg. Im Jahr 1998 wiederholte Amazon seinen Erfolg mit dem Verkauf von Musik-CDs.[2] Amazon stand damals wie heute in direkter Konkurrenz zu Barnes&Nobles, einer amerikanischen Buchladenkette. Die Innovation richtete sich nicht auf das Produkt Buch als solches, sondern auf die damit zusammenhängende Service Leistung. Im physischen Buchladen Barnes&Nobles erwarteten den Kunden eine Beratung und die Möglichkeit das Produkt in der Hand zu halten. Bei Amazon hingegen zeichnete sich die Leistung durch den Lieferservice nach Hause und die niedrigeren Preise aus.[3] In Hinblick auf die Erfolge von disruptive Innovationen erscheint es sinnvoll nicht nur in das bestehende Portfolio zu investieren, sondern auch risikoreichere potentiell disruptiven Innovationen zu verfolgen.

Dieser Aufsatz befasst sich zuerst mit der Definition des Begriffes. Anschließend werden sowohl die Vor- sowie auch die Nachteile von Investitionen in disruptive Innovationen diskutiert und im Anschluss Vorgehensweisen zur Schadensbegrenzung bei gescheiterten Investitionsprojekten erläutert.

2 Definition und Abgrenzung des Begriffes der disruptiven Innovation

Der Begriff „disruptiven Innovation“ wurde 1997 von Clayton M. Christensen in seinem Buch „The Innovators Dilemma“ eingeführt und erklärt.[4] Das Konzept fasste schnell Fuß und wurde in der Wissenschaftswelt bereits ausführlich diskutiert.[5] Über die klare Definition dieses Begriffes gibt es noch keine Einigung, ein Umstand der für Kritik sorgt.[6] Um ein klares Verständnis über den Begriff disruptive Innovation zu bekommen wird vorerst Innovation als solches definiert. Gemäß dem Oslo Manual (3. Edition) stellt eine Innovation die Implementierung eines neuen oder deutlich verbesserten Produktes (Gut oder Dienstleistung), Prozesses oder Marketing Methode dar.[7]

Um den Zusatz „disruptiv“ verständlich zu machen muss er von dem Begriff der stetigen Innovation abgegrenzt werden. Beim stetigen Innovationsprozess verbessert ein Unternehmen sein Produkt[8] immer weiter, um den Wünschen der Kunden zu folgen. Der Fortschritt des Produktes liegt in seiner Qualität, aber es wird keine Veränderung an der Idee des Produktes an sich vorgenommen. Ein disruptives Produkt legt, im Vergleich zum bereits am Markt existierenden Produkt, seinen Fokus auf andere Funktionen oder Elemente des Produktes. Das disruptive Produkt kann den gleichen Zweck wie das Konkurrenzprodukt erfüllen, jedoch auf eine andere Art und Weise.[9] Das eingangs erwähnte Beispiel von Amazon macht dieses Konzept deutlich. Der Zweck des Produktes ist ein Buch zu erwerben. Die Art und Weise wie dies geschieht ist sehr unterschiedlich. Das disruptive Produkt ist oft zu Beginn seines Lebenszyklus in seinen Primärfunktionen dem etablierten Produkt unterlegen. Im Laufe der Zeit verbessert sich diese aber und erreicht ein für den Kunden akzeptables Maß an Qualität.[10] Im Fall von Amazon war es die mangelnde Auswahl an Büchern im Vergleich zu Barnes&Nobles.

[...]


[1] Vgl. Christensen, 2008, S. 14.

[2] Vgl. Charitou und Markides, 2003.

[3] Vgl. Ebenda.

[4] Vgl. Christensen, 2008, The innovator's dilemma. When new technologies cause great firms to fail.

[5] Vgl. unter anderem Christensen, 2008, Schmidt und Druehl, 2008, Adner, 2002, Christensen, Bower, 1996.

[6] Vgl. Schmidt und Druehl, 2008.

[7] Vgl. Organisation for economic Co-operation and development, 2005, S. 58.

[8] In dieser Arbeit wird der Begriff Produkt stellvertretend für Güter, Dienstleistung, Prozesse oder Marketing Methoden verwendet.

[9] Vgl. Charitou und Markides, 2003.

[10] Vgl. Schmidt und Druehl, 2008.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Disruptive Innovation
Untertitel
Investitionen in disruptive Innovationsprojekte
Hochschule
Technische Universität München
Autor
Jahr
2014
Seiten
10
Katalognummer
V279814
ISBN (eBook)
9783656736080
ISBN (Buch)
9783656736110
Dateigröße
542 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Es handelt sich hierbei um einen Bewerbungsaufsatz der zur Zulassung des Masterstudienganges TUM-WITEC benötigt wurde.
Schlagworte
disruptive, innovation, investitionen, innovationsprojekte
Arbeit zitieren
Johannes Walder (Autor), 2014, Disruptive Innovation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279814

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