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Prinzipien der Genuszuweisung im Deutschen

Eine empirische Untersuchung

Title: Prinzipien der Genuszuweisung im Deutschen

Bachelor Thesis , 2012 , 39 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Viktoria Popsuy-Johannsen (Author)

Didactics for the subject German - Grammar, Style, Working Technique
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Im ersten Teil der Arbeit werden die Prinzipien der Genuszuweisungen im Deutschen dargestellt. Danach wird mithilfe eines Fragebogens untersucht, ob die deutschen Muttersprachler die vorgestellten Prinzipien bewusst anwenden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Prinzipien der Genuszuweisung im Deutschen

2.1 Semantische Prinzipien

2.1.1 Personenbezeichnungen

2.1.2 Tierbezeichnungen

2.1.3 Sachbezeichnungen

2.2 Morphologische Prinzipien

2.2.1 Komposition

2.2.2 Derivation

2.2.3 Konversion

2.2.4 Kürzung

2.3 Phonologische Prinzipien

2.3.1 Phonologische Prinzipien bei mehrsilbigen Substantiven

2.3.2 Phonologische Prinzipien bei einsilbigen Substantiven (Simplizia)

2.4 Prinzipien der Genuszuweisung bei Lehnwörtern

3. Empirische Untersuchung der morphologischen und phonologischen Prinzipien

3.1 Methodik

3.2 Ergebnisse

3.2.1 Ergebnisse zu morphologischen Prinzipien

3.2.2 Ergebnisse zu phonologischen Prinzipien

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob die im theoretischen Teil beschriebenen semantischen, morphologischen und phonologischen Prinzipien der Genuszuweisung im Deutschen eine psychische Realität bei Muttersprachlern besitzen oder ob das Genus bei unbekannten Substantiven arbiträr vergeben wird. Hierzu wird in einer empirischen Untersuchung geprüft, ob Sprecher bei Kunstwörtern bewusst auf bekannte morphologische Suffixe und phonologische Wortausgänge zurückgreifen.

  • Analyse semantischer, morphologischer und phonologischer Genusprinzipien.
  • Untersuchung der Produktivität von Suffixen bei der Genuszuweisung.
  • Testung phonologischer Regeln bei mehrsilbigen Substantiven (Pseudosuffixe).
  • Überprüfung phonologischer Tendenzen bei einsilbigen Kunstwörtern.
  • Vergleich der Genuszuweisung zwischen nativen Regeln und Assoziationen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Semantische Prinzipien

Im heutigen Sprachgebrauch wird immer mehr akzentuiert, dass die Bezeichnungen für Menschen (im Singular sowie auch im Plural) sexusdifferenzierend sein sollen, z. B. Studenten/Studentinnen. Bei der Genuszuweisung spielen die semantischen Prinzipien bei Personen-, Tier- und Sachbezeichnungen eine Rolle.

Bei mehreren Substantiven, die männliche und weibliche Personen bezeichnen, wird das Sexus mit dem prototypischen Genus (Maskulinum für männlich, Femininum für weiblich) auf der lexikalischen Ebene ausgedrückt (Hoberg 2004:99f):

Verwandtschaftsbezeichnungen:

Mask.: Opa, Vater, Sohn usw.; Fem.: Oma, Mutter, Tochter usw.

Bezeichnungen, die ausdrücklich den Sexus der Personen markieren sollen:

Mask.: Mann, Bube, Herr, Bräutigam usw.; Fem.: Frau, Dame, Nonne, Braut usw.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definition des Begriffs Genus und Einführung in die Fragestellung, ob Genuszuweisung motiviert oder arbiträr erfolgt.

2. Prinzipien der Genuszuweisung im Deutschen: Detaillierte Darstellung der semantischen, morphologischen und phonologischen Regeln, die das deutsche Genussystem beeinflussen.

3. Empirische Untersuchung der morphologischen und phonologischen Prinzipien: Beschreibung der Methodik mittels Fragebogen sowie Präsentation und Diskussion der Ergebnisse bei Kunstwörtern.

4. Zusammenfassung: Synthese der theoretischen Erkenntnisse und der empirischen Resultate zur bewussten Anwendung von Genusregeln durch Sprecher.

Schlüsselwörter

Genuszuweisung, deutsches Genussystem, morphologische Prinzipien, phonologische Prinzipien, Pseudosuffixe, Derivation, Komposition, Konversion, Sprachwissenschaft, Empirische Untersuchung, Kunstwörter, Genusmarkierung, Sprachpraxis, Linguistik, Muttersprachler.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Prinzipien, nach denen Substantiven im Deutschen ihr grammatisches Geschlecht (Genus) zugewiesen wird, und hinterfragt, ob Sprecher diese Regeln bewusst anwenden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Untersuchung konzentriert sich auf das Zusammenspiel von semantischen, morphologischen und phonologischen Prinzipien bei der Genuszuweisung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es festzustellen, ob Genuszuweisungsregeln eine psychische Realität bei Muttersprachlern darstellen oder ob das Genus primär durch Reproduktion des Wortschatzes zugewiesen wird.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer empirischen Studie, in der 43 Probanden mittels eines Fragebogens künstliche Wörter (Kunstwörter) Genusklassen zuordnen mussten.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Genusprinzipien (Suffixe, Wortausgänge, Komposita) und den empirischen Teil, in dem die Anwendbarkeit dieser Regeln auf Kunstwörter geprüft wird.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Genuszuweisung, morphologische Suffixe, phonologische Pseudosuffixe und die psychische Realität grammatischer Regeln.

Was hat das Experiment zu morphologischen Suffixen ergeben?

Die Ergebnisse zeigen, dass produktive Suffixe wie -lein sicher erkannt werden, während unproduktive Suffixe oft mit Pseudosuffixen verwechselt werden, was zu einer unsicheren Genuszuweisung führt.

Welche Bedeutung haben phonologische Prinzipien bei der Untersuchung?

Phonologische Prinzipien, wie z.B. bei einsilbigen Wörtern oder bestimmten Wortausgängen, zeigen eine Tendenz zum prognostizierten Genus, jedoch spielen Assoziationen zu realen Wörtern oft eine stärkere Rolle als das reine Regelwissen.

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Details

Title
Prinzipien der Genuszuweisung im Deutschen
Subtitle
Eine empirische Untersuchung
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Germanistik)
Grade
2,3
Author
Viktoria Popsuy-Johannsen (Author)
Publication Year
2012
Pages
39
Catalog Number
V279833
ISBN (eBook)
9783656827900
ISBN (Book)
9783656828716
Language
German
Tags
Genus Prinzipien der Genuszuweisung Genuszuweisung im Deutsche
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Viktoria Popsuy-Johannsen (Author), 2012, Prinzipien der Genuszuweisung im Deutschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279833
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