Orientierungspraktikum am städtischen Gymnasium in Nordrhein-Westfalen


Praktikumsbericht (Schule), 2011

17 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das I.-Gymnasium

3. Hospitationen
Mein Stundenplan
Besonderheiten

4. Beobachtungsaufträge

5. Eigene Unterrichtsversuche/Stundenentwürfe
Sportunterricht allgemein
Schwimmen
Basketball

6. Erfahrungen, Fazit, Aussichten

7. Literatur

1. Einleitung

Ich habe mich für das I.-Gymnasium entschieden, weil ich von Freunden nur Gutes über die Schule gehört habe. Auch habe ich mich bewusst dagegen entschieden, das Praktikum an meiner alten Schule zu absolvieren.

Beworben habe ich mich per Email, woraufhin ich direkt eine Zusage bekommen habe und zu einem Vorgespräch eingeladen wurde. In diesem Gespräch wurde der Verlauf des Praktikums geklärt und die formellen Anforderungen der Universität. Mit mir haben fünf weitere Studenten ihre Praktika absolviert.

Meine Erwartungen für das Praktikum waren vor allen Dingen zu sehen, wie Lehrer den Alltag meistern, mit Schülern umgehen und schwierige Situationen bewältigen. Außerdem interessierte mich die unterschiedliche Unterrichtsgestaltung und Methodenauswahl. Meine Befürchtungen waren vor allem schwierige Klassen und Schüler, die die Lehrer allgemein und auch mich als Praktikanten nicht akzeptieren. Auch hatte ich die Befürchtung von dem Lehrerkollegium mehr als Last empfunden und schlecht betreut zu werden. Erhofft habe ich mir, zu lernen, mit dem Alltag und insbesondere mit schwierigen Situationen umzugehen und mir ein gewisses Durchsetzungsvermögen anzueignen. Weiterhin wollte ich etwas über den Umgang mit den SchülerInnen lernen und sehen, wie ich mit ihnen zurechtkomme und auch wie ich bei den SchülerInnen ankomme.

2. Das I.-Gymnasium

Das I.-Gymnasium ist ein städtisches Gymnasium für Jungen und Mädchen. Es liegt im Stadtteil Kornelimünster am Rande der Stadt Aachen in naturnaher, ländlicher Umgebung. 1968 wurde die Schule als Gymnasium des Kreises Aachen gegründet und nach der kommunalen Neugliederung 1972 als Städtisches Gymnasium der Stadt Aachen weitergeführt.

Zurzeit unterrichten 58 Lehrerinnen und 39 Lehrer unter der Leitung von Herrn Bierganz 1.217 Schülerinnen und Schüler in vier oder fünf Parallelklassen pro Jahrgangsstufe.
Die Schülerinnen und Schüler des I.-Gymnasiums lernen frei nach Pestalozzis Motto mit „Hand, Herz und Verstand“. Dabei kommt der individuellen Förderung eine entscheidende Bedeutung zu.

Seit 2000 zählt das I.-Gymnasium zu den Umweltschulen in Europa und 2008 wurde die Schule für ihr soziales und umweltpolitisches Engagement von der Schulministerin als „Schule der Zukunft“ und als „Agenda 21 – Schule“ ausgezeichnet.

Das I. bietet zusätzlich eine Reihe außerschulischer Aktivitäten an. Dazu zählen die individuelle Begabtenförderung sowie Förderunterricht für schwächere Schüler. Die „Junior Ingenieur Akademie“, die - einzigartig im Westen Deutschlands – führt die Jugendlichen schon früh an die Praxis der Ingenieurwissenschaften heran. Das Comenius-Programm ist ein Programm der EU mit dem Ziel, die Zusammenarbeit von Schulen zu fördern. Dabei werden Austausche mit Schulen in Frankreich, Spanien, Italien und der Türkei organisiert. Außerdem haben die SchülerInnen die Möglichkeit Sprachzertifikate zu erwerben. Aber auch die musische Begabung der SchülerInnen wird gefördert. Des Weiteren leiten Lehrer Fussball-AGs, bei denen sowohl Jungen als auch Mädchen an Schulmeisterschaften teilnehmen. Die mathematisch oder sprach-interessierten SchülerInnen können sich ebenfalls in „Meisterschaften“ mit anderen messen. Während meines Praktikums kam außerdem ein bekannter Musiker an die Schule, um füe seine Tour zu werben. Und in den Pausen verkaufen die SchülerInnen Fair-Trade-Produkte und selbstgebackenen Kuchen um das Geld für gemeinnützige Zwecke zu spenden. Und schließlich bietet die Polizei jeden ersten Mittwoch im Monat eine Sprechstunde im I.-Gymnasium an.

Es gibt einen aufwändig produzierten Imagefilm, um die Kommunikation zwischen Schule, Stadt, Eltern und Förderern auszubauen und das Gymnasium aus neuen und visuell aufregenden Blickwinkeln zu zeigen. Dieser wurde in Zusammenarbeit mit einem dreiköpfigen studentischen Filmteam der Fachhochschule Aachen erstellt.

Die Kollegen fühlen sich alle sehr wohl an der Schule und im Kollegium. Mehrere erwähnten die angenehme Schülerschaft, die zum Großteil aus Akademikerhaushalten stammt. „Das Beste am I. sind die Schüler“.

Ausstattung der Schule

Die Schule verfügt über eine Reihe eigener Sportstätten wie eine Dreifach-Turnhalle, einen Außen-Sportplatz mit Tartanbahn und Rasenteil und einen Spielplatz. Die Schwimmhalle im Stadtteil Brand kann in zehn Minuten mit dem Bus erreicht werden.

Die Klassenräume sind alle mit einem Computer mit Internetanschluss und Beamer ausgestattet. In vielen Räumen gibt es ein Whiteboard, allerdings gibt es Probleme bei der Nutzung, da die Stifte dazu nicht einwandfrei funktionieren.

Im Pausenzentrum (PZ) hängt ein großer Bildschirm, auf dem die SchülerInnen morgens den Vertretungsplan und andere Ankündigungen lesen können.

Zurzeit finden Umbauarbeiten an der Schule statt, da eine Mensa gebaut wird, da das I. demnächst eine Ganztags-Schule wird. So hat eine Reihe von Klassenräumen mit Baulärm während den Unterrichtsstunden zu kämpfen. Auch sind einige Klassen aufgrund der Umbausituation in viel zu kleinen Räumen untergebracht, was, vor allem bei den Fünfern, für zusätzliche Unruhe sorgt und nicht viel Freiraum für Tischordnungen oder Gruppenarbeit lässt.

3. Hospitationen

Mein Stundenplan

Die ersten zwei Tage hat die Praktikantenbetreuerin die jeweiligen Stundenpläne zusammengestellt. Am ersten Tag habe ich die Klasse 5e zu Mathe, Englisch und Deutsch begleitet. Am zweiten Tag habe ich eine Lehrerin zu Französisch und Erdkunde begleitet. Ab dem dritten Tag habe ich mir meinen Stundenplan selber zusammengestellt. Dabei habe ich vor allem meine eigenen Fächer Sport und Erdkunde berücksichtigt. Ein zweites Augenmerk habe ich darauf gelegt, dass ich auch Einzelstunden im Sport, als auch in anderen Fächern besuchen kann, da an der Schule hauptsächlich Doppelstunden unterrichtet werden. Besonders erfreut war ich, dass ich auch eine Schwimmstunde in der Woche begleiten konnte, da ich selber Schwimmtrainerin bei der DLRG bin und dort schon einige Erfahrungen in dem Bereich gesammelt habe.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Besonderheiten

Direkt am ersten Tag in den ersten beiden Stunden im Matheunterricht der 5e ist mir aufgefallen, wie viel Zeit für organisatorische Dinge verbraucht wird. Da der Lehrer Klassenlehrer dieser Klasse war wurden erst mal Dinge erörtert wie die Sitzordnung. Die Eltern hatten den Wunsch geäußert, die Kinder die drei Tage vor Karneval selbst ihre Plätze wählen zu lassen, da viele aufgrund der festgelegten Platzordnung keine Lust mehr auf die Schule hätten. Ein weiterer Punkt auf dem Elternabend war der Schwimmunterricht. Zum einen wurde den Eltern nahegelegt, auch außerhalb des Schwimmunterrichts mit den Kindern schwimmen zu gehen, da diese außerordentlich schlechte Leistungen in diesem Bereich gezeigt hatten. Außerdem wurde festgelegt, dass die Jungen kurze Schwimmhosen und die Mädchen Einteiler zum Schwimmunterricht tragen sollen. All dies wurde zu Beginn der Mathestunde an die Schüler weitergegeben. Eine Viertelstunde vor Schluss durften die Kinder sich dann umsetzen. Dies war mit viel Aufruhr und Unruhe verbunden und letztendlich gab es auch viele Schüler, die auch mit der selbstgewählten Platzordnung nicht zufrieden waren. Effektiv blieb dann nur eine Stunde der Doppelstunde für Unterricht übrig.

[...]

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Orientierungspraktikum am städtischen Gymnasium in Nordrhein-Westfalen
Hochschule
Deutsche Sporthochschule Köln
Autor
Jahr
2011
Seiten
17
Katalognummer
V279875
ISBN (eBook)
9783656734802
ISBN (Buch)
9783656734789
Dateigröße
535 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
praktikumsbericht, orientierungspraktikum
Arbeit zitieren
Anne Westphal (Autor), 2011, Orientierungspraktikum am städtischen Gymnasium in Nordrhein-Westfalen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279875

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