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Die Selbstrepräsentation bundesrepublikanischer Kanzler im Spiegel des Wahlplakats

Von Adenauer bis Merkel. Die Medialisierung der BRD

Título: Die Selbstrepräsentation bundesrepublikanischer Kanzler im Spiegel des Wahlplakats

Tesis (Bachelor) , 2011 , 53 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Malte Dassau (Autor)

Historia de Alemania - Historia contemporánea
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"Herr Fröbel, bitte machen Sie ein zielbewusstes Gesicht und denken Sie an Sicherheit für Deutschland.“

Mit diesem Satz fordert Evelyn Hamann einen Mann mit Doppelkinn und rundem Gesicht, eckiger brauner Hornbrille, glatt gekämmtem schwarzen Seitenscheitel und perfekt sitzendem Anzug auf, die korrekte Pose für ein Wahlwerbeshooting einzunehmen. Der Fotograf, gespielt von Vico von Bülow (Loriot), fügt genervt hinzu: „Nicht grinsen Herr Fröbel, lassen Sie doch die Mundwinkel fallen.“ Das Besondere an diesem Fotoshooting: Ein und derselbe Mann soll als Fotomodell für die CDU, die SPD und die FPD fotografiert werden. Dabei nimmt Herr Fröbel je nach Wahlmotto eine andere Haltung ein. Für die SPD und „Sicherheit“ posiert er mit hohem Kinn und fallengelassenen Mundwinkeln. Die CDU steht mit Goldrandbrille, glattem rechten Scheitel und lächelndem Gesicht für „Frieden und Freiheit“. „Wild“, mit zerzaustem Haar und geöffneter Krawatte posiert Herr Fröbel für „das Ganze“ und die FDP. Bezeichnend ist, dass Herr Fröbel auf allen drei Fotos möglichst an nichts denken und nicht intelligent gucken soll. Auf die verwunderte Frage Loriots, der Mann sei doch gar kein Politiker, antwortet Evelyn Hamann: „Auf einem Wahlplakat geht es um Krawatte, Brille, Frisur und Ausdruck – um nichts anderes.“ Dieser rund dreiminütige Sketch von Loriot aus dem Jahr 1980 spricht wesentliche Fragen der vorliegenden Arbeit an.Wenn ein Mann für alle (damaligen) großen Parteien posieren kann, sein Äußeres und seine Haltung den Mittelpunkt des Plakats ausmacht, welche Funktion hat dann der Politiker und insbesondere seine Selbstdarstellung auf einem Wahlplakat? Wenn Slogan und Selbstrepräsentation austauschbar sind , handelt es sich dann überhaupt noch um ein Plakat mit politischem Wert oder unterscheiden sich die Wahlplakate nicht mehr von Wer beplakaten für herkömmliche Markenartikel? Diese Fragen, die der oben beschriebene Sketch aufwirft sollen auch im Mittelpunkt dieser Arbeit stehen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Selbstdarstellung und Selbstrepräsentation

2.1 Definition

2.2 Bedeutung der Selbstrepräsentation

2.3 Funktionen und Ziele der Selbstrepräsentation

2.4 Formen der Selbstrepräsentation

3 Das Wahlplakat

3.1 Definition und Eingrenzung

3.2 Vorläufer des modernen Porträt- und Persönlichkeitsplakats - „Der Retter“ und „Der Führer“

3.3 Analysekriterien

4 Die Selbstrepräsentation von Konrad Adenauer, Willy Brandt, Helmut Kohl, Gerhard Schröder und Angela Merkel auf ausgewählten Wahlplakaten

4.1 Konrad Adenauer

4.1.1 „Mit Adenauer für den Frieden die Freiheit und die Einheit Deutschlands“ (1949)

4.1.2 „Deutschland wählt Adenauer“ (1953)

4.1.3 „Keine Experimente!“ (1957)

4.2 Willy Brandt

4.2.1 „Wohlstand ist für alle da!“ (1961)

4.2.2 „Deutsche. Wir können stolz sein auf unser Land.“ (1972)

4.3 Helmut Kohl

4.3.1 „Aufwärts mit Deutschland“ (1983)

4.3.2 „Das Bad in der Menge“ (1994)

4.4 Gerhard Schröder

4.4.1 „Ich bin bereit“ (1998)

4.4.2 „Der Kanzler der Mitte“ (2002)

4.5 Angela Merkel

4.5.1 „Deutschlands Chancen nutzen“ (2005)

4.5.2 „Wir wählen die Kanzlerin“ (2009)

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Funktion und Ausgestaltung der Selbstrepräsentation von fünf deutschen Bundeskanzlern im Medium des Wahlplakats, um den Einfluss der Werbeindustrie und die Entwicklung der Personalisierung in der politischen Kommunikation nachzuvollziehen.

  • Evolution des politischen Wahlplakats in der Bundesrepublik Deutschland
  • Methoden der Selbstrepräsentation und der politischen Markenbildung
  • Vergleichende Analyse ikonischer Wahlplakate von Konrad Adenauer bis Angela Merkel
  • Die Rolle der Personalisierung in der modernen Mediendemokratie
  • Wandel von inhaltlich-programmatischen Aussagen hin zum Image-Marketing

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

„Herr Fröbel, bitte machen Sie ein zielbewusstes Gesicht und denken Sie an Sicherheit für Deutschland.“

Mit diesem Satz fordert Evelyn Hamann einen Mann mit Doppelkinn und rundem Gesicht, eckiger brauner Hornbrille, glatt gekämmtem schwarzen Seitenscheitel und perfekt sitzendem Anzug auf, die korrekte Pose für ein Wahlbereshooting einzunehmen. Der Fotograf, gespielt von Vico von Bülow (Loriot), fügt genervt hinzu: „Nicht grinsen Herr Fröbel, lassen Sie doch die Mundwinkel fallen.“ Das Besondere an diesem Fotoshooting: Ein und derselbe Mann soll als Fotomodell für die CDU, die SPD und die FPD fotografiert werden. Dabei nimmt Herr Fröbel je nach Wahlmotto eine andere Haltung ein. Für die SPD und „Sicherheit“ posiert er mit hohem Kinn und fallengelassenen Mundwinkeln. Die CDU steht mit Goldrandbrille, glattem Scheitel und lächelndem Gesicht für „Frieden und Freiheit“. „Wild“, mit zerzaustem Haar und geöffneter Krawatte posiert Herr Fröbel für „das Ganze“ und die FDP. Bezeichnend ist, dass Herr Fröbel auf allen drei Fotos möglichst an nichts denken und nicht intelligent gucken soll. Auf die verwunderte Frage Loriots, der Mann sei doch gar kein Politiker, antwortet Evelyn Hamann: „Auf einem Wahlplakat geht es um Krawatte, Brille, Frisur und Ausdruck – um nichts anderes.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der politischen Selbstrepräsentation ein und formuliert die zentralen Fragestellungen zur Untersuchung der Rolle von Wahlplakaten.

2 Selbstdarstellung und Selbstrepräsentation: Dieses Kapitel differenziert die Begriffe Selbstdarstellung und Selbstrepräsentation und erläutert deren Bedeutung sowie Funktionen im politischen Kontext.

3 Das Wahlplakat: Es erfolgt eine Definition des Mediums Wahlplakat sowie eine historische Einordnung inklusive der Entwicklung von Analysekriterien für die Untersuchung.

4 Die Selbstrepräsentation von Konrad Adenauer, Willy Brandt, Helmut Kohl, Gerhard Schröder und Angela Merkel auf ausgewählten Wahlplakaten: Das Hauptkapitel analysiert exemplarische Wahlplakate der genannten Kanzler im Hinblick auf deren inszenierte Selbstrepräsentation.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und reflektiert über die Rolle des Wahlplakats als Instrument der politischen Markenführung im Wandel der Zeit.

Schlüsselwörter

Wahlplakat, Selbstrepräsentation, Personalisierung, Bundeskanzler, politische Kommunikation, Werbeindustrie, Imagebildung, Mediendemokratie, Markenbildung, visuelle Kommunikation, Porträtplakat, Visual History, politische PR, Wahlkampfstrategie, Wahlwerbung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die visuelle Selbstdarstellung deutscher Bundeskanzler auf Wahlplakaten und untersucht, wie sich die Inszenierung der politischen Führungspersonen im Laufe der Geschichte der Bundesrepublik verändert hat.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind die Entwicklung der politischen Werbung, die zunehmende Personalisierung von Wahlkämpfen und die methodische Analyse der visuellen Sprache von Wahlplakaten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, wie Werbestrategien das Erscheinungsbild der Kanzlerkandidaten beeinflussen und inwieweit das Wahlplakat als Instrument der politischen Markenbildung fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es werden methodische Kriterien der Bildanalyse und der Selbstrepräsentationslehre angewandt, um die verschiedenen Plakatmotive formal und inhaltlich zu deuten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung von jeweils zwei Wahlplakaten pro Kanzler (Adenauer, Brandt, Kohl, Schröder, Merkel), wobei spezifische Merkmale der Pose, Mimik und Gestaltung analysiert werden.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Personalisierung, politische Marke, Selbstrepräsentation, Wahlkampfstrategie und visuelle Rhetorik.

Wie unterscheidet sich die Inszenierung von Adenauer zu Schröder?

Während Adenauer noch als autoritäre „Vaterfigur“ und überparteiliche Führungsfigur inszeniert wurde, wandelte sich das Bild bei Schröder zum „Lifestyle-Kanzler“, der sich stärker an aktuellen Medientrends und dem Politainment orientierte.

Welchen Stellenwert nimmt das Wahlplakat laut dem Autor heute ein?

Trotz der Dominanz neuer Medien wie Internet und Fernsehen bleibt das Wahlplakat als Instrument der „Verdichtung“ politischer Marken von großer Relevanz für die Wahlkampfkommunikation.

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Detalles

Título
Die Selbstrepräsentation bundesrepublikanischer Kanzler im Spiegel des Wahlplakats
Subtítulo
Von Adenauer bis Merkel. Die Medialisierung der BRD
Universidad
University of Flensburg
Calificación
1,7
Autor
Malte Dassau (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
53
No. de catálogo
V279881
ISBN (Ebook)
9783656831365
ISBN (Libro)
9783656829423
Idioma
Alemán
Etiqueta
selbstrepräsenation kanzler spiegel wahlplakats adenauer merkel medialisierung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Malte Dassau (Autor), 2011, Die Selbstrepräsentation bundesrepublikanischer Kanzler im Spiegel des Wahlplakats, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279881
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