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Franz Kafkas "Ein Hungerkünstler". Eine Selbstreflexion des eigenen Künstlertums

Title: Franz Kafkas "Ein Hungerkünstler". Eine Selbstreflexion des eigenen Künstlertums

Term Paper , 2013 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: B.A. Patrick Holst (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Kafkas Leben und auch sein Werk waren geprägt von Melancholie, Traurigkeit, Pessimismus und Nachdenklichkeit. Betrachtet man den Literaten Kafka heute so möge man sich mitunter fragen, ob ihm die Kunst, seine Fähigkeit zu schreiben, die Erfüllung seines Lebens bedeutete.
Es stellt sich die Frage, inwiefern das Künstlerbild, welches Kafka in seinem Werk „Ein Hungerkünstler“ darstellt, selbstreflexiv auf seine eigene Tätigkeit als Autor bezogen werden kann. In diesem Kontext muss festgestellt werden, welches die selbstreflexiven Elemente des Textes sind und wie diese mit der Person, dem Autor, Franz Kafka in Bezug zu setzten sind. Um die künstlerische Selbstwahrnehmung Kafkas darstellen zu können, werden die Tagebücher des Literaten im Rahmen dieser Arbeit genauer analysiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Askese für die Kunst

1.2 Forschungsstand

1.3 Vorgehen

2. Hauptteil

2.1 Das Künstlerbild in „Ein Hungerkünstler“

2.2 Die künstlerische Selbstwahrnehmung Franz Kafkas

2.3 „Ein Hungerkünstler“ – Kafkas selbstreflexives Künstlerbild?

3. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit das in Franz Kafkas Erzählung „Ein Hungerkünstler“ gezeichnete Künstlerbild als selbstreflexive Darstellung auf Kafkas eigene literarische Tätigkeit und Lebenswahrnehmung bezogen werden kann.

  • Analyse des Künstlerbildes und des Verhältnisses zur Kunst in „Ein Hungerkünstler“.
  • Untersuchung der künstlerischen Selbstwahrnehmung Franz Kafkas anhand von Briefen und Tagebucheinträgen.
  • Betrachtung der Themen Askese, Isolation und künstlerische Vollkommenheit.
  • Vergleich des Hungerkünstlers als Kunstfigur mit Kafkas eigener existentieller Situation als Autor.

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Künstlerbild in „Ein Hungerkünstler“

Zu Beginn einer Analyse des Künstlerbildes in Kafkas „Ein Hungerkünstler“ muss sicherlich die Frage stehen, warum Kafka gerade einen Hungerkünstler zum Protagonisten dieses Werkes machte. Diese Frage stellt sich unmittelbar, da der Autor zum Beispiel auch einen Maler oder einen Bildhauer als Protagonisten dieses Textes hätte wählen können.

Kunst und die Konsequenzen, die einen Menschen, der in völliger künstlerischer Ergebenheit lebt, erwarten können, sind wohl kaum drastischer darstellbar als in Form der Hungerkunst. So stellt diese Kunst das Individuum in völliger Isoliertheit von der Gesellschaft dar. Der Künstler lebt nur mit seiner und für seine Kunst. Hierbei wird er immerzu beobachtet, was dem Künstler zusätzlich die letzte Individualität und Privatsphäre raubt. Die Kunst in Form der Hungerkunst erreicht somit einen hohen Grad an Paradoxie: Zwar ist der Künstler öffentlich ausgestellt und wird somit der Gesellschaft präsentiert, gleichzeitig jedoch befindet er sich in völliger Isolation von eben dieser. Auch das Wesen der Kunst lässt sich kaum drastischer darstellen als in der Wahl eines Hungerkünstlers. Der Hungerkünstler verzichtet bewusst auf Nahrung und gefährdet somit, um der Kunst Willen, seine Gesundheit, seine Existenz, ja gar sein eigenes Leben. Ein Künstlerbild lässt sich wohl kaum klarer und prägnanter zeichnen als in der Hungerkunst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der Hungerkunst und Hinführung zur Fragestellung der Selbstreflexivität in Kafkas Erzählung unter Berücksichtigung des Forschungsstandes.

2. Hauptteil: Detaillierte Analyse des Künstlerbildes in der Erzählung, gefolgt von einer Untersuchung von Kafkas persönlicher Selbstwahrnehmung, um Parallelen und Verbindungen aufzuzeigen.

3. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der autobiographischen Züge und der tragischen Selbstreflexivität, die das Werk als Zeugnis von Kafkas Geistesverfassung am Lebensende ausweist.

Schlüsselwörter

Franz Kafka, Ein Hungerkünstler, Künstlertum, Selbstreflexion, Askese, Isolation, Hungerkunst, autobiographische Substanz, künstlerische Vollkommenheit, Literaturwissenschaft, Spätwerk, Entsagung, Gesellschaftskritik, Identität, existentielles Ringen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht, ob das Künstlerbild, das Kafka in „Ein Hungerkünstler“ entwirft, eine selbstreflexive Auseinandersetzung mit seinem eigenen Dasein als Schriftsteller darstellt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Themen Askese, soziale Isolation des Künstlers, das Verhältnis zwischen Kunst und Gesellschaft sowie die Suche nach Vollkommenheit.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist es, Parallelen zwischen der Kunstfigur des Hungerkünstlers und den dokumentierten Selbstwahrnehmungen Kafkas aus Briefen und Tagebüchern herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit verwendet eine literaturwissenschaftliche Analyse des Primärtextes in Kombination mit einer hermeneutischen Auswertung von biografischen Quellen (Briefe, Tagebücher).

Was sind die Schwerpunkte des Hauptteils?

Der Hauptteil analysiert zunächst das Künstlerbild in der Erzählung, beleuchtet anschließend Kafkas Selbstverständnis als enthaltsamer Autor und führt diese Stränge in einem Vergleich zusammen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Charakteristika sind die Begriffe Selbstreflexivität, existenzielle Isolation, ästhetische Askese und der tragische Konflikt zwischen künstlerischem Anspruch und gesellschaftlicher Realität.

Warum wählte Kafka ausgerechnet das Hungern als Kunstform?

Die Arbeit legt dar, dass die Hungerkunst als extreme Form der Askese und Isolation dient, die den Konflikt des Künstlers mit seiner Umwelt und seinem Körper besonders drastisch und paradox verdeutlicht.

Welche Rolle spielt die Gesellschaft im Werk laut der Analyse?

Die Gesellschaft wird als unfähig zur Aufnahme wahrer Kunst dargestellt; sie konsumiert Kunst lediglich als Spektakel, was zur Entfremdung und zum Untergang des Künstlers führt.

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Details

Title
Franz Kafkas "Ein Hungerkünstler". Eine Selbstreflexion des eigenen Künstlertums
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien)
Course
Kafkas authentische Texte: Veröfentlichungen zu Lebzeiten
Grade
1,0
Author
B.A. Patrick Holst (Author)
Publication Year
2013
Pages
18
Catalog Number
V279947
ISBN (eBook)
9783656737988
ISBN (Book)
9783656737971
Language
German
Tags
franz kafkas hungerkünstler eine selbstreflexion künstlertums
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Patrick Holst (Author), 2013, Franz Kafkas "Ein Hungerkünstler". Eine Selbstreflexion des eigenen Künstlertums, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279947
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