In unserer heutigen Gesellschaft spricht man von einer Depression, ähnlich wie von einer Grippeerkrankung.
Circa fünf % der Bevölkerung (etwa 3,1 Millionen Menschen) in Deutschland, zwischen 18-65 Jahren leiden an einer Depression.
Worüber man nicht sonderlich viele Informationen bekommt, ist die Lage der Angehörigen, eines an Depression erkrankten Menschen. In der Literatur heißt es, dass die Auswirkungen der Krankheit auf das Familienleben bzw. die Partnerschaft der Betroffenen gravierender sein sollen, als Familien in denen ein Angehöriger bspw. alkoholabhängig oder schizophren ist (Bischkopf et al., 2002; Bouras et al. 1986, zit. n. Bischkopf, 2005, Vorwort)
Wie genau wirkt sich eine Depression auf das Familienleben, das Arbeitsleben oder auf das soziale Umfeld aus? Wo können sich Angehörige selbst Hilfe holen und woher bekommen sie Informationen über die Krankheit und den Umgang damit? Wie können Angehörige dem Betroffenen helfen, ohne selbst daran zu Grunde zu gehen? Dies sind Fragen die in dieser Ausarbeitung beantwortet werden sollen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Depression: Definition und depressives Erleben
- Definition Depression
- Depressives Erleben
- Auswirkungen auf das Leben der Angehörigen
- Auswirkungen auf das Familienleben bzw. die Partnerschaft
- Auswirkungen auf das Arbeitsleben bzw. finanzielle Sorgen
- Auswirkungen auf das soziale Umfeld
- Professionelle Selbstsorge
- Die eigenen Grenzen erkennen
- Personale Ressourcen
- Soziale Ressourcen
- Unterstützung und Angebote für Angehörige
- Psychoedukation
- Selbsthilfegruppen
- Therapeutische Hilfe
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Ausarbeitung befasst sich mit den Auswirkungen depressiver Erkrankungen auf das Leben von Angehörigen. Sie beleuchtet die Herausforderungen, denen Familien und Partner von Betroffenen gegenüberstehen, und bietet hilfreiche Informationen und Unterstützungsmöglichkeiten für Angehörige.
- Definition und Erleben von Depression
- Auswirkungen der Depression auf das Familienleben, die Partnerschaft, das Arbeitsleben und das soziale Umfeld
- Strategien der professionellen Selbstsorge für Angehörige
- Hilfsangebote und Unterstützungsmöglichkeiten für Angehörige
- Wichtige Ressourcen und Handlungsmöglichkeiten für Angehörige
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel befasst sich mit der Definition der Depression als Krankheit und beleuchtet die verschiedenen Facetten des depressiven Erlebens aus der Sicht von Betroffenen. Es geht um die typischen Symptome, den Verlauf der Erkrankung und die Schwierigkeiten bei der Diagnose.
Im zweiten Kapitel wird die komplexe Thematik der Auswirkungen von Depressionen auf das Leben der Angehörigen beleuchtet. Es werden die Auswirkungen auf das Familienleben, die Partnerschaft, das Arbeitsleben und das soziale Umfeld untersucht, wobei ein Schwerpunkt auf die Herausforderungen der Partnerschaft mit einem depressiven Menschen liegt.
Das dritte Kapitel befasst sich mit dem wichtigen Thema der professionellen Selbstsorge für Angehörige. Es werden hilfreiche Strategien vorgestellt, wie Angehörige ihre eigenen Grenzen erkennen und ihre Ressourcen aktivieren können, um mit der Belastung umzugehen und sich selbst zu schützen.
Das vierte Kapitel fokussiert auf die Unterstützungsmöglichkeiten, die Angehörigen von Betroffenen zur Verfügung stehen. Es werden verschiedene Angebote wie Psychoedukation, Selbsthilfegruppen und therapeutische Unterstützung vorgestellt und deren Bedeutung für Angehörige hervorgehoben.
Schlüsselwörter
Depression, Angehörige, Familienleben, Partnerschaft, Arbeitsleben, soziales Umfeld, Selbstsorge, Ressourcen, Unterstützung, Psychoedukation, Selbsthilfegruppen, therapeutische Hilfe.
Häufig gestellte Fragen
Wie wirkt sich eine Depression auf Angehörige aus?
Angehörige leiden oft unter emotionaler Belastung, finanziellen Sorgen und einer massiven Veränderung des Familienlebens und der Partnerschaft.
Was versteht man unter Selbstsorge für Angehörige?
Selbstsorge bedeutet, die eigenen Grenzen zu erkennen und Ressourcen zu aktivieren, um nicht selbst durch die Belastung der Krankheit krank zu werden.
Welche Hilfsangebote gibt es für Familienmitglieder?
Es gibt Psychoedukation (Aufklärung über die Krankheit), Selbsthilfegruppen und therapeutische Unterstützung speziell für Angehörige.
Warum ist Psychoedukation wichtig?
Sie hilft Angehörigen, das Verhalten des Erkrankten besser zu verstehen und Schuldgefühle oder Unverständnis abzubauen.
Können Kinder depressiver Eltern Unterstützung erhalten?
Ja, die Soziale Arbeit bietet spezielle Programme für Kinder an, um deren psychische Widerstandsfähigkeit (Resilienz) zu stärken.
- Quote paper
- Dshamila Locke (Author), 2014, Auswirkungen von depressiven Erkrankungen und Hilfsoptionen der Sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279989