FESTLEGUNG VON VOLUMEN UND ART DER GEPLANTEN
KAPITALMAßNAHME MIT BEVORZUGTER PLAZIERUNGSSTRATEGIE
A. FESTLEGUNG DES VOLUMENS
Der Umfang des Plazierungsvolumens sollte zu einem möglichst frühen Zeitpunkt festgelegt werden. Da zwischen Plazierungsvolumen und der Höhe des Grundkapitals eine wechselseitige Abhängigkeit besteht, ist es empfehlenswert, den vorläufigen Unternehmenswert parallel zu ermitteln. Im Hinblick auf die Marktakzeptanz des Börsenkurses erscheint es sinnvoll , die Höhe des Grundkapitals so festzusetzen, daß sich ein Zielkorridor zwischen 20 und 100 DM für die Aktie ergibt. Ein Emissionskurs von 200 DM für eine 5-DM-Nennwertaktie wird an den Börsen aus psychologischen Gründen als zu schwer empfunden, während Preise von unter 10 DM pro Aktie als zu billig eingestuft werden und Zweifel an der Börsentauglichkeit des Unternehmens wecken.
Bei der Festlegung des Plazierungsvolumens müssen die Alteigentümer herausfinden, in welchem Umfang neue Finanzmittel für das Unternehmen durch den Emissionserlös erschlossen werden sollen. Dabei sollte auf der Grundlage der Investitions- und
Finanzierungsplanung der Emissionserlös den Eigenkapitalbedarf des Unternehmens für einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren decken.
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Inhaltsverzeichnis
- A. FESTLEGUNG DES VOLUMENS
- B. FESTLEGUNG DER AKTIENART
- I. EINTEILUNG DER AKTIEN NACH ÜBERTRAGUNGSMÖGLICHKEITEN
- 1. INHABERAKTIEN
- 2. NAMENSAKTIE
- 4. VINKULIERTE NAMENSAKTIE
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieser Text behandelt die Festlegung des Volumens und der Art der geplanten Kapitalmaßnahme mit bevorzugter Plazierungsstrategie. Er zeigt die Abhängigkeiten zwischen Plazierungsvolumen und Grundkapital auf und beleuchtet die Bedeutung der Marktakzeptanz des Börsenkurses. Der Text erläutert die Relevanz der Eigenkapitalbedarfsplanung und analysiert die unterschiedlichen Möglichkeiten der Aktienart, insbesondere im Kontext des deutschen Aktienrechts.
- Festlegung des Plazierungsvolumens und des Grundkapitals
- Bedeutung der Marktakzeptanz des Börsenkurses
- Eigenkapitalbedarfsplanung und Finanzierungsstrategien
- Verschiedene Arten von Aktien: Inhaberaktien, Namensaktien, vinkulierte Namensaktien
- Einfluss des Aktienrechts auf die Kapitalerhöhung
Zusammenfassung der Kapitel
A. FESTLEGUNG DES VOLUMENS
Das Kapitel beschäftigt sich mit der Festlegung des Plazierungsvolumens und der Abhängigkeit zum Grundkapital. Es wird erläutert, wie die Höhe des Grundkapitals den Zielkorridor des Börsenkurses beeinflusst und wie der Emissionserlös den Eigenkapitalbedarf des Unternehmens für einen bestimmten Zeitraum decken sollte. Der Text verdeutlicht die Zusammenhänge zwischen Unternehmenswert, Emissionspreis und Grundkapital anhand von Beispielen und Grafiken.
B. FESTLEGUNG DER AKTIENART
I. EINTEILUNG DER AKTIEN NACH ÜBERTRAGUNGSMÖGLICHKEITEN
1. INHABERAKTIEN
Dieser Abschnitt definiert die Inhaberaktie als die dominierende Aktienart am deutschen Aktienmarkt. Die Übertragung der Inhaberaktie erfolgt durch Einigung und Übergabe, wobei die Inhaber anonym bleiben. Der Text betont, dass bei der Ausgabe von Inhaberaktien der volle Ausgabebetrag der Aktie einzuzahlen ist.
2. NAMENSAKTIE
Der Abschnitt erläutert die Namensaktie als alternative Aktienart, die insbesondere bei noch ausstehenden Einlagen relevant ist. Die Übertragung von Namensaktien erfolgt durch Indossament und die Gesellschaft führt ein Aktienbuch, in dem alle Eigentümer eingetragen sind. Der Text analysiert die Vorteile und Nachteile von Namensaktien, insbesondere im Hinblick auf die Verwaltung und die Transparenz des Aktionariats.
4. VINKULIERTE NAMENSAKTIE
Dieser Abschnitt beschreibt die vinkulierte Namensaktie, die in ihrer Übertragbarkeit durch die Zustimmung der Aktiengesellschaft eingeschränkt ist. Die Satzung kann festlegen, wer über den Wechsel der Anteile entscheidet. Der Text beleuchtet die Gründe für die Wahl vinkulierter Namensaktien, beispielsweise zur Verhinderung der Übernahme durch unerwünschte Aktionäre oder zur Bewahrung des Familieneinflußes.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter dieses Textes sind: Kapitalmaßnahme, Plazierungsstrategie, Plazierungsvolumen, Grundkapital, Marktakzeptanz, Börsenkurs, Eigenkapitalbedarf, Investitionsplanung, Aktienart, Inhaberaktie, Namensaktie, vinkulierte Namensaktie, Aktienbuch, Aktienregister, Übertragungsrechte, Börseneinführung.
Häufig gestellte Fragen
Wie wird das Platzierungsvolumen einer Kapitalmaßnahme festgelegt?
Das Volumen sollte frühzeitig bestimmt werden, wobei eine wechselseitige Abhängigkeit zur Höhe des Grundkapitals besteht. Der Emissionserlös sollte den Eigenkapitalbedarf für zwei bis drei Jahre decken.
Welcher Zielkorridor wird für den Aktienkurs empfohlen?
Aus psychologischen Gründen wird ein Zielkorridor zwischen 20 und 100 DM pro Aktie empfohlen, da Kurse über 200 DM als zu "schwer" und unter 10 DM als zu "billig" wahrgenommen werden.
Was ist der Unterschied zwischen Inhaber- und Namensaktien?
Inhaberaktien werden durch Einigung und Übergabe übertragen und wahren die Anonymität, während Namensaktien in ein Aktienbuch eingetragen werden und durch Indossament übertragen werden.
Was kennzeichnet eine vinkulierte Namensaktie?
Bei vinkulierten Namensaktien ist die Übertragung an die Zustimmung der Gesellschaft gebunden, um beispielsweise unerwünschte Übernahmen zu verhindern.
Welchen Einfluss hat das Aktienrecht auf die Kapitalerhöhung?
Das Aktienrecht gibt formale Kriterien für die Einzahlung (z.B. voller Ausgabebetrag bei Inhaberaktien) und die Verwaltung (Aktienregister) vor.
Warum ist die Eigenkapitalbedarfsplanung wichtig?
Sie bildet die Grundlage für das Platzierungsvolumen, um sicherzustellen, dass das Unternehmen langfristig (2-3 Jahre) finanziell abgesichert ist.
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- Simone Schenek (Author), 2001, Festlegung von Volumen und Art der geplanten Kapitalmaßnahme mit bevorzugter Platzierungsstrategie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280