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Korruptionsbekämpfung und Prävention im Spiegel der Zeit

Title: Korruptionsbekämpfung und Prävention im Spiegel der Zeit

Academic Paper , 2007 , 39 Pages

Autor:in: M. A. Uwe Dolata (Author)

Sociology - Law and Delinquency
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Die Aufdeckung des Wesens „Korruption“ ist sehr schwer und zeigt, dass es sich hierbei um ein typisches Heimlichkeitsdelikt handelt. Die Korruptionsfahnder beziffern das Dunkelfeld auf 95 – 98%, d.h. von 100 Delikten werden nur 2 – 5 Fälle bekannt. Es fehlt meist an anzeigebereiten Opfern. Im Gegensatz zu Straftaten wie Mord oder Diebstahl fehlt der Korruption (zumeist) eine individuell geschädigte Person. Sie kann somit als opferlose Kriminalität beschrieben werden. Es ist auf den ersten Blick meist nicht zu erkennen, dass die Allgemeinheit bei dieser Art der Kriminalität das Opfer ist. Aufgrund von Schmiergeldern wird entweder der seriöse Wettbewerber oder der Steuerzahler zur Kasse gebeten. Die fehlenden Opfer haben eine niedrige Tataufklärung zur Konsequenz und der Justiz fehlt demnach der klassische Zeuge, um korrupte Täter überführen zu können. Es ist folglich schwer zu erforschen, wie verbreitet Korruption ist, ob sie zugenommen hat oder nur vermehrt aufgedeckt wird. Sicher ist, dass die Profiteure der Bestechung in ihrer übergroßen Mehrheit unbehelligt bleiben. Die Bilanz der Strafandrohung ohne Strafverfolgung fällt im Bereich der wirtschaftskriminellen Korruption dramatisch schlecht aus.

Aus dem Inhalt:
- Präventionsmaßnahmen
- Organisationen der Korruptionsbekämpfung
- Erkennen von Korruption
- Die 10 Gebote der Korruptionsbekämpfung

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Korruptionsprävention im Spiegel der Zeit

Präventionsmaßnahmen

Qualifizierte Kontrollen

Defizitäre Strafverfolgung

Gesetzeslücken

Korruptionsbekämpfung und Prävention

Erkennen von Korruption

Bekämpfung der Korruption in den einzelnen Bereichen

Problembewusstsein schaffen

Korruptionsprävention – Verhütung und Bekämpfung

Die 10 Gebote der Korruptionsbekämpfung (nach W. Schaupensteiner)

Organisationen der Korruptionsbekämpfung

Europäisches Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF)

Transparency International (TI)

Business Crime Control (BCC)

Weltbank

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik der Korruption als wirtschaftsschädigendes Phänomen und analysiert Strategien zu deren effektiver Bekämpfung und Prävention in Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Ziel ist es, durch die Aufdeckung von Kontrolldefiziten und die Vorstellung konkreter Lösungsansätze, wie etwa Transparenzmaßnahmen und Antikorruptionsprogramme, ein fundiertes Verständnis für die Notwendigkeit präventiver Strukturen zu schaffen.

  • Analyse der Ursachen und Erscheinungsformen von Korruption
  • Evaluation von Kontrollinstrumenten und Präventionsstrategien
  • Die Rolle der Unternehmenskultur und ethischer Leitlinien
  • Bedeutung der Transparenz in staatlichen und wirtschaftlichen Prozessen
  • Vorstellung internationaler und nationaler Organisationen im Kampf gegen Korruption

Auszug aus dem Buch

Qualifizierte Kontrollen

Das Schwergewicht eines umfassenden Anti-Korruptions-Programms liegt zweifellos auf der Prävention. Kann man sich überhaupt gegen Korruption vorbeugend schützen? Wenn die hilflose Geschäftsführung der GTZ klagte: "Gegen so viel kriminelle Intensität ist man machtlos!", so ist dies nur zum Teil zutreffend. Denn Korruption ist häufig hausgemacht. Soll heißen, erst organisatorische Schwachstellen und massive Kontrolldefizite in den Unternehmen, in Ämtern und Behörden schaffen die günstigen Gelegenheiten für dolose Handlungen. Bei der Korruption handelt es sich um ein Kontrolldelikt. Statt für lückenlose Kontrollen zu sorgen, lautet die bequeme Devise der für die Dienst- und Fachaufsicht zuständigen Vorgesetzten: "Man muss doch vertrauen können". Da hatte schon Lenin bessere Menschenkenntnis bewiesen, dem man die griffige Formulierung zuschreibt: "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser". Kontrollmaßnahmen werden nicht als Ausdruck von Führungsbefähigung definiert, sondern kritisch gesehen - man dürfe doch die Mitarbeiter nicht "unter Generalverdacht stellen". Um nicht durch Wegschauen in das Zwielicht der Billigung zu geraten, ergehen unverbindliche Empfehlungen, die nichts kosten und die Verwaltungsstrukturen unangetastet lassen. Doch haben sich weder Ethik-Apelle noch Forderungen nach verstärkten Selbstkontrollen als eine geeignete Medizin gegen das Krebsübel der Korruption erwiesen. Gebetsmühlenartig wiederholte, wohlfeile Forderungen nach dem "4-Augen-Prinzip" und der "Job-Rotation" täuschen Tatkraft vor. Sie richten gegen die big corruption nichts aus und sind im übrigen in der Praxis nicht durchsetzbar. Jeder, der mit der Problematik vertraut ist, weiß, dass "Job-Rotation" in den korruptionsgefährdeten Bereichen nicht funktioniert und eine permanente, fachkundige Kontrolle durch "ein zweites Augenpaar" nicht bezahlbar ist. Die Abwehrstrategien sind bekannt und müssen nicht erst neu erfunden, wohl aber konsequent umgesetzt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Korruptionsprävention im Spiegel der Zeit: Einleitende Betrachtung der Problematik der Korruption als schwer aufdeckbares Heimlichkeitsdelikt und deren ökonomische Auswirkungen.

Korruptionsbekämpfung und Prävention: Umfassende Analyse der Notwendigkeit präventiver Maßnahmen und der Entwicklung eines gesamtgesellschaftlichen Problembewusstseins.

Organisationen der Korruptionsbekämpfung: Vorstellung relevanter nationaler und internationaler Akteure wie OLAF, TI, BCC und der Weltbank, die sich der Aufklärung und dem Kampf gegen Korruption widmen.

Schlüsselwörter

Korruption, Prävention, Wirtschaftskriminalität, Transparenz, Korruptionsbekämpfung, Compliance, Kontrolle, Unternehmensethik, Geldwäsche, Rechtsstaat, Deliktprävention, Antikorruptionsprogramm, Integrität, Korruptionsregister, Wirtschaftsethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Publikation grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die vielfältigen Erscheinungsformen der Korruption und analysiert, wie durch systemische Prävention und konsequente Kontrollstrategien dem Machtmissbrauch in Politik, Verwaltung und Wirtschaft entgegengewirkt werden kann.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Schwachstellen in Verwaltungsstrukturen, die Rolle von Kontrollorganen, die Notwendigkeit von Unternehmensethik und Transparenz sowie die Bedeutung von spezialisierten Institutionen zur Korruptionsbekämpfung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, die ineffizienten Strukturen aufzuzeigen, die Korruption begünstigen, und Wege aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Präventionspolitik und verbesserte Rahmenbedingungen die Schadensfolgen für die Gesellschaft minimiert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von Fachliteratur, kriminalistischen Erfahrungsgrundsätzen, Berichten zu Korruptionsfällen sowie auf die Auswertung von Strategien bestehender Anti-Korruptions-Organisationen und gesetzlicher Rahmenbedingungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit Indikatoren zur Erkennung von Korruption, den "10 Geboten" von Wolfgang Schaupensteiner sowie konkreten organisatorischen Vorschlägen für Unternehmen und Behörden, um Missbrauch frühzeitig zu verhindern.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Transparenz, Präventionsmaßnahmen, Kontrolldefizite, Wirtschaftskriminalität und Unrechtsbewusstsein geprägt.

Welche Rolle spielen die "10 Gebote" von Wolfgang Schaupensteiner in dieser Untersuchung?

Die "10 Gebote" dienen als zentrales Koordinatensystem, welches repressive und präventive Strategien bündelt, um eine umfassende und strukturierte Vorgehensweise im Kampf gegen Korruption zu ermöglichen.

Wie bewertet die Arbeit die Wirksamkeit von Maßnahmen wie "Job-Rotation" und "Vier-Augen-Prinzip"?

Die Arbeit steht diesen Maßnahmen kritisch gegenüber, sofern sie lediglich als wohlfeile Forderungen vorgetragen werden, ohne dass ihre praktische Umsetzbarkeit und Wirksamkeit gegen "big corruption" in den spezifischen Verwaltungs- oder Unternehmenskulturen gewährleistet ist.

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Details

Title
Korruptionsbekämpfung und Prävention im Spiegel der Zeit
Author
M. A. Uwe Dolata (Author)
Publication Year
2007
Pages
39
Catalog Number
V280003
ISBN (eBook)
9783656730361
ISBN (Book)
9783668137301
Language
German
Tags
korruptionsbekämpfung prävention spiegel zeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M. A. Uwe Dolata (Author), 2007, Korruptionsbekämpfung und Prävention im Spiegel der Zeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280003
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