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Wachstumskritik. Hintergründe und Alternativmodelle

Titel: Wachstumskritik. Hintergründe und Alternativmodelle

Hausarbeit , 2014 , 16 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Bachelor of Laws (LL.B.) Mathias B. Welsch (Autor:in)

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Die ökonomischen Krisen der vergangenen Jahre haben auch in den großen Industrienationen zu Einbrüchen des Bruttoinlandsprodukts (BIP) geführt. Dieses schwächere Wirtschaftswachstum berechtigt zu einer Diskussion über die Zukunft unseres, auf Wirtschaftswachstum ausgelegten, Wirtschaftsmodells. Insbesondere in der volkswirtschaftlichen Theorie wird daher unter dem Schlagwort „Postwachstumsökonomie“ eine Wirtschaft ohne Wachstum diskutiert.
Die nachfolgende Arbeit beschreibt nach der Einleitung (Kapitel A) – aufbauend auf einigen zentralen Grundlagen zum Wachstum (Kapitel B) – wesentliche Elemente und Aspekte der sogenannten Wachstumskritik (Kapitel C). Hierbei wird sowohl auf die Fragestellung eingegangen, ob Wachstum zukünftig generell möglich ist, als auch, ob ein Wirtschaftswachstum nötig ist. Die Arbeit beleuchtet dabei die Kernelemente der Kritiker, stellt aber auch kontextuale Kontroversen dar. Im Anschluss hieran liegt der Fokus der Arbeit auf einem Alternativmodell: Nachhaltiges Wachstum (Kapitel D). Hierbei soll im Kontext zum Schlagwort „Green Growth“ thematisiert werden, inwiefern es möglich ist, Wirtschaftswachstum neu zu gestalten und welche Voraussetzungen hierfür von Bedeutung sind. Dabei sind insbesondere rechtliche Rahmenbedingungen angesprochen. Zugleich analysiert die Arbeit die Problematik der ökologischen Schäden, welche in direktem Zusammenhang zur Umsetzbarkeit eines grünen Wachstums steht. Die Arbeit schließt mit einer kurzen Zusammenfassung, einer Beurteilung der Thematik sowie ihrer weitergehenden Entwicklungen (Kapitel E).
Das Ziel der Ausarbeitung liegt darin, einen grundlegenden Überblick über die wissenschaftlichen Fragestellungen zur Wachstumskritik zu geben. Dabei folgt die Arbeit einem strikten Aufbau, welcher basierend auf der dargestellte Wachstumskritik, Alternativen vorstellt. Die Thematik bewegt sich hierbei in einem interdisziplinären Kontext, sodass neben volkswirtschaftlichen Aspekten auch betriebswirtschaftliche und juristische Fragestellungen angerissen und beleuchtet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Grundlagen

I. Wachstumsbegriff

II. Historische Entwicklung des Wirtschaftswachstums

C Wachstumskritik

I. Zukünftige Umsetzbarkeit einer wachsenden Wirtschaft

1. Historischer Vergleich

2. Veränderung der Wirtschaftssektoren und des regulatorischen Umfelds

3. “Peak Oil” und “Peak Everything”

II. Notwendigkeit einer wachsenden Wirtschaft

1. Glücksniveau

2. Verteilungsaspekte

D. Nachhaltiges Wachstum

I. Qualitatives Wachstum

II. Rahmenbedingungen für nachhaltiges Wachstum

E. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die kritischen Hintergründe des aktuellen Wachstumsmodells und beleuchtet Alternativmodelle. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob ein unendliches Wirtschaftswachstum zukünftig möglich und gesellschaftlich sowie ökologisch notwendig ist, wobei insbesondere die Rolle nachhaltiger Ansätze analysiert wird.

  • Grundlagen und historische Einordnung von Wirtschaftswachstum
  • Kritische Analyse der Wachstumsgesellschaft
  • Ökologische Grenzen und Ressourcenverknappung (Peak Oil/Everything)
  • Soziale Aspekte, Glücksniveau und Verteilungsfragen
  • Konzept und Kritik des nachhaltigen Wachstums (Green Growth)

Auszug aus dem Buch

1. Historischer Vergleich

Auffallend an obiger Grafik ist die Tatsache, dass ein hohes ökonomisches Wachstum in der Vergangenheit keineswegs die Regel war. Vielmehr ist ein starkes Wachstum eher eine historische Ausnahme, welche sich auf den Zeitraum von 1950 bis 1972 beschränkt. Diese Aussage kann im globalen Kontext – bezogen auf die wichtigen Industrienationen – uneingeschränkt getroffen werden. Gleichwohl sind die 2001 von Maddison erhobenen Daten mit gewissen Einschränkungen zu versehen. Der Zeitraum von 1000 – 1819 ist schwierig zu erfassen und zudem sehr stark zusammengefasst. Dieses fällt allerdings kaum ins Gewicht. Der für diese Ausarbeitung relevante Zeitraum beginnt mit der Industrialisierung (zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts).

Aus diesem Grund verweisen Wachstumskritiker darauf, dass ein auf Wachstum ausgelegtes Wirtschaftsmodell (Wachstum als sine qua non des Wirtschaftsmodells) eine jährliche Rate von ca. 2 % benötigt. Ein solches Wachstum ist allerdings historisch gesehen eher selten erreicht worden. Dabei ist zu konstatieren, dass starke Wachstumsphasen regelmäßig mit technischen Innovationen einhergingen. Dieses berechtigt zu der Aussage, dass die Zukunft des Wachstums überaus ungewiss ist.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, warum das auf Wachstum ausgerichtete Wirtschaftsmodell angesichts aktueller ökonomischer Krisen und ökologischer Grenzen zunehmend hinterfragt wird.

B. Grundlagen: In diesem Kapitel werden der Wachstumsbegriff sowie die historische Entwicklung des Wirtschaftswachstums im internationalen Kontext definiert und analysiert.

C Wachstumskritik: Das Kapitel befasst sich mit der Zukunftsfähigkeit und Notwendigkeit einer wachsenden Wirtschaft und diskutiert dabei Ressourcenknappheit sowie soziologische Aspekte des Glücksempfindens.

D. Nachhaltiges Wachstum: Hier werden Modelle wie das „qualitative Wachstum“ als Alternative vorgestellt und kritisch auf ihre ökologische Entkopplungsfähigkeit geprüft.

E. Fazit: Das Fazit fasst die Ambivalenz zwischen der ökonomischen Notwendigkeit von Wachstum zur Sicherung sozialer Standards und den ökologischen Grenzen des Modells zusammen.

Schlüsselwörter

Wachstumskritik, Wirtschaftswachstum, Postwachstumsökonomie, Green Growth, Bruttoinlandsprodukt, Ressourcenverknappung, Peak Oil, Nachhaltigkeit, Easterlin-Paradox, Konjunkturschwankungen, soziale Ungleichheit, ökologische Schäden, Entkopplung, Wirtschaftspolitik, Klimaschutz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Grundlagen des modernen Wirtschaftswachstums und stellt diese der sogenannten Wachstumskritik gegenüber, um die Zukunftswürdigkeit des aktuellen Wirtschaftsmodells zu prüfen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themen umfassen die historische Entwicklung des BIP, die Ressourcenverknappung, das subjektive Wohlbefinden (Glücksniveau) und die Potenziale eines nachhaltigen Wachstums.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, einen interdisziplinären Überblick über die wissenschaftliche Diskussion zur Wachstumskritik zu geben und das Konzept des "grünen Wachstums" auf seine Umsetzbarkeit hin zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um eine strukturierte Literaturanalyse, die volkswirtschaftliche, betriebswirtschaftliche und juristische Perspektiven miteinander verknüpft.

Was ist der inhaltliche Schwerpunkt im Hauptteil?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Argumente der Wachstumskritiker, wie etwa Ressourcenverknappung und regulatorische Rahmenbedingungen, sowie auf die Analyse des Alternativmodells „Nachhaltiges Wachstum“.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Schlüsselbegriffe sind Postwachstumsökonomie, Peak Oil, Green Growth und die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Umweltverbrauch.

Was besagt das Easterlin-Paradox?

Das Easterlin-Paradox beschreibt, dass ein steigendes Einkommensniveau das Glücksempfinden der Bevölkerung nur kurzfristig positiv beeinflusst, langfristig jedoch keine nachhaltige Glückssteigerung bewirkt.

Inwiefern beeinflussen regulatorische Umfelder das Wachstum?

Regulatorische Vorgaben wie Umweltauflagen können Unternehmen zu weniger produktiven Arbeitsweisen zwingen, um Risiken (z.B. Schadenersatz) abzuwenden, was wiederum Auswirkungen auf die aggregierten Wachstumsraten haben kann.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wachstumskritik. Hintergründe und Alternativmodelle
Hochschule
Fachhochschule Trier - Umwelt-Campus, Standort Birkenfeld
Note
2,0
Autor
Bachelor of Laws (LL.B.) Mathias B. Welsch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
16
Katalognummer
V280023
ISBN (eBook)
9783656738817
ISBN (Buch)
9783656741459
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wachstumskritik hintergründe alternativmodelle
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Laws (LL.B.) Mathias B. Welsch (Autor:in), 2014, Wachstumskritik. Hintergründe und Alternativmodelle, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280023
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Leseprobe aus  16  Seiten
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