Das Thema meiner Abschlussarbeit umfasst die innovative Finanzierung von Vereinen im Profifußball. In meiner Bachelorarbeit möchte ich eine innovative Finanzierungsform darstellen und diskutieren sowie auf Akzeptanz und Realisierbarkeit überprüfen. Dabei werden die Darstellungen und Ergebnisse überwiegend auf den Sportverein Babelsberg 03 e.V. spezifiziert. In den letzten Jahren kam es von vielen Fußballvereinen zu Insolvenzanträgen oder zu Auflagen vom DFB, da die finanziellen Richtlinien des Deutschen Fußball Bundes nicht eingehalten werden konnten und dadurch keine Lizenz für die jeweilige Fußballiga erteilt wurde. Daher bemühen sich viele Vereine, wie der SV Babelsberg 03 e.V. und aktuell der Insolvenz gefährdete Verein Alemannia Aachen, alternative und innovative Finanzierungsquellen zu erschließen. Am Lehrstuhl Innovations- und Gründungsmanagement ergibt sich mir die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit dem Fußballverein Babelsberg 03 e.V. ein innovatives Finanzierungsmodell zu erarbeiten und kritisch zu betrachten.
Dabei ist das Ziel der Arbeit die Akzeptanz des konzipierten Finanzierungsmodells bei den Fußballfans zu erfragen, das Modell darzustellen und wirtschaftliche Zusammenhänge im Profifußball zu erläutern
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 INNOVATIVE FINANZIERUNGSMÖGLICHKEITEN VON VEREINEN IM PROFIFUßBALL
2.1 FINANZIERUNGSSCHWIERIGKEITEN IM PROFIFUßBALL
2.2 INNOVATIVE FINANZIERUNGSMETHODEN
3 DARSTELLUNG DES KONZEPTES EINER INNOVATIVEN FINANZIERUNGSMÖGLICHKEIT IN FORM EINER EINGETRAGENEN FÖRDERGENOSSENSCHAFT
3.1 DARSTELLUNG DER EINGETRAGENEN GENOSSENSCHAFT, RECHTSFORM, INNOVATION, FÖRDERZWECK UND ORGANISATION DES KONZEPTES
3.2 MARKTANALYSE – ZIELGRUPPE, MOTIVATION, MARKTFÄHIGKEIT UND REICHWEITE DES DARGESTELLTEN KONZEPTES
3.3 MARKETING – PRODUKT, PREIS, KOMMUNIKATIONS-, VERTRIEBSPOLITIK DES DARGESTELLTEN KONZEPTES
4 METHODOLOGIE
5 ERGEBNIS DER EMPIRISCHEN ANALYSE
6 INTERPRETATION DER ERGEBNISSE – DARSTELLUNG DER IMPLIKATIONEN UND SCHLUSSFOLGERUNG
7 FAZIT
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, ein innovatives Finanzierungsmodell für Fußballvereine – konkret in Form einer eingetragenen Fördergenossenschaft – theoretisch zu erarbeiten und dessen Marktfähigkeit zu bewerten. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, wie hoch die Akzeptanz eines solchen Modells bei Fußballfans ist und inwieweit diese bereit sind, ihren Verein über traditionelle Wege hinaus finanziell zu unterstützen.
- Analyse aktueller Finanzierungsschwierigkeiten im deutschen Profifußball.
- Konzeptionierung einer eingetragenen Genossenschaft als alternative Finanzierungsform.
- Durchführung einer quantitativen empirischen Studie zur Zahlungsbereitschaft von Fans.
- Erarbeitung eines Marketing- und Kommunikationskonzepts für das Förderprojekt.
- Diskussion von Mitbestimmungsmöglichkeiten und Anreizen für potenzielle Genossenschaftsmitglieder.
Auszug aus dem Buch
Genossenschaft vs. Verein
Wie bereits in Kapitel 2.1 unter dem Punkt Rechtsform kurz beschrieben, widerspricht ein Verein (e.V.) seinem typischen ideellen Vereinszweck, sofern dieser versucht Geschäftsbeziehungen mit seinen Mitgliedern auszuüben. Unternehmerisch tätige Vereine sind keine Idealvereine, sondern solche, deren Zweck auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gerichtet ist. Sofern der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb des Vereins zur Unterstützung seines ideellen Hauptzweckes Vorrang hat, wird dies als so genanntes Nebenzweckprivileg des Idealvereins von der Rechtsordnung toleriert. Als Beispiel kann man hier die Vereinsgaststätte nennen. Ein darüber hinausgehender Geschäftsbetrieb des Idealvereins stellt einen Verstoß gegen die Rechtsform des e.V. dar. Die eG ist ein förderwirtschaftlicher Verein. Während ein Verein sich überwiegend durch die Vereinsbeiträge finanziert, werden in der Satzung der eG die Geschäftsanteile der Mitglieder und die daraus folgenden Einzahlungen festgelegt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Der Autor erläutert die Beweggründe für die Untersuchung innovativer Finanzierungsformen im Profifußball vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Probleme bei Vereinen wie dem SV Babelsberg 03.
2 INNOVATIVE FINANZIERUNGSMÖGLICHKEITEN VON VEREINEN IM PROFIFUßBALL: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den sportökonomischen Forschungsstand und analysiert die Ursachen für Finanzierungsschwierigkeiten sowie bereits existierende Finanzierungsmodelle.
3 DARSTELLUNG DES KONZEPTES EINER INNOVATIVEN FINANZIERUNGSMÖGLICHKEIT IN FORM EINER EINGETRAGENEN FÖRDERGENOSSENSCHAFT: Hier wird das Kernkonzept einer Genossenschaft als alternative Rechtsform zur Förderung von Fußballvereinen entwickelt, inklusive Markt- und Marketingstrategie.
4 METHODOLOGIE: Der Autor beschreibt den methodischen Ansatz, der eine Kombination aus Literaturanalyse und einer quantitativen Online-Befragung von Fußballfans umfasst.
5 ERGEBNIS DER EMPIRISCHEN ANALYSE: In diesem Kapitel werden die quantitativen Daten der Online-Umfrage präsentiert, die die Akzeptanz und Zahlungsbereitschaft der Fans hinsichtlich des Genossenschaftsmodells quantifizieren.
6 INTERPRETATION DER ERGEBNISSE – DARSTELLUNG DER IMPLIKATIONEN UND SCHLUSSFOLGERUNG: Die empirischen Ergebnisse werden kritisch bewertet und auf ihre praktische Anwendbarkeit sowie auf die Stärken und Schwächen des Modells hin untersucht.
7 FAZIT: Abschließend werden die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammengefasst und ein Ausblick auf die praktische Umsetzung eines solchen Finanzierungsmodells gegeben.
Schlüsselwörter
Profifußball, Finanzierung, Genossenschaft, SV Babelsberg 03, Fananleihe, Investition, Fanbeteiligung, Zahlungsbereitschaft, Marketingkonzept, Sportökonomie, Mitgliederförderung, Vereinsfinanzierung, Kapitalbeschaffung, Empirische Analyse, Fanorganisation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung und Bewertung eines innovativen Finanzierungskonzepts für Fußballvereine in Form einer eingetragenen Fördergenossenschaft, um Vereinen in finanziellen Notlagen alternative Mittel zu erschließen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die sportökonomische Analyse von Finanzierungsschwierigkeiten im Profifußball, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Genossenschaftsform und die Erforschung der Fan-Akzeptanz durch eine quantitative Umfrage.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die theoretische Ausarbeitung eines Finanzierungsmodells und die empirische Überprüfung, ob Fußballfans bereit sind, ihren Verein über eine genossenschaftliche Beteiligung finanziell zu unterstützen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt einen kombinierten Ansatz aus Literatur- und Quellenrecherche für den theoretischen Teil sowie eine quantitative empirische Erhebung durch eine Online-Befragung von über 800 Fußballfans.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des genossenschaftlichen Konzepts (einschließlich Satzung und Organisation), eine Marktanalyse der Zielgruppen sowie die Erstellung eines passenden Marketing- und Vertriebskonzepts.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Profifußball, Finanzierung, Genossenschaft, Fanbeteiligung und Zahlungsbereitschaft charakterisieren.
Warum ist die Wahl der Rechtsform "Genossenschaft" für Fußballvereine besonders?
Die Genossenschaft ermöglicht im Gegensatz zum klassischen eingetragenen Verein (e.V.) eine stärker wirtschaftliche Ausrichtung, ohne dabei das Mitspracherecht der Mitglieder aufzugeben, was sie für die Zielgruppe der Fans attraktiver machen kann.
Welche Rolle spielt der Faktor "Lokalpatriotismus" für das Modell?
Die Studie zeigt, dass die Bereitschaft der Fans zur finanziellen Unterstützung eines Vereins signifikant höher ist, wenn der Verein in ihrer eigenen Wohnregion beheimatet ist, was die Bedeutung des Lokalpatriotismus für das Projekt unterstreicht.
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- Robert Bernau (Author), 2013, Alternative und innovative Finanzierungsmodelle von Fußballvereinen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280092