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Endogener Journalismus. Das Potenzial der Medien für die Konflikt- und Friedensforschung

Titel: Endogener Journalismus. Das Potenzial der Medien für die Konflikt- und Friedensforschung

Wissenschaftliche Studie , 2014 , 104 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Etienne Fopa (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Erkenntnis der Leistungen der Medien zur Gesellschaftsbefriedung, ihre Relevanz für eine Nachhaltige Entwicklung, ihre Fähigkeit zu demokratisieren und die journalistischen Kriterien zur Deeskalationsberichterstattung sind die medialen Merkmale, die in der defekten Demokratie zum Prozess der Nationenbildung beigetragen sollen.
Diese Untersuchung hat zur Identifikation des Endogenen Journalismus geführt, der sich im Sinne dieser Arbeit nicht nur für Schwellenländer seine Verwendbarkeit und seinen Nutzen zeigt, sondern für alle konfliktbeladenen Gesellschaften.
Die Fundierung dieser Untersuchung liegt in der Konflikt- und Friedensforschung in der Gesellschaft, und das Medienpotenzial dient als Beitrag zu ihrer Befriedung. Die Annerkennung der Forschung im 21. Jahrhundert in Bereichen der Sozial- und Kulturwissenschaft gelingt nur durch wichtige Transformationen in seiner Prozessforschung. Dazu gehören die Transnationalisierung und die Transdisziplinarität.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Die Bedeutung des „endogener Journalismus“

1.1 Was ist „Endogener Journalismus“?

1.1.1 Die Ausgangssituation

1.1.2 Das Konzept

1.1.3 Das Forum

1.1.4 Die Methode

1.1.5 Projektive Lernmethodologie für praktischen endogenen Journalismus

1.1.6 Einsatzperspektive des endogenen Journalismus

1.2 Endogene Entwicklungsmaßnahmen

1.2.1 Hinführung

1.3 Begriffsbestimmungen

1.3.1 Endogenität:

1.3.2 Endogene Medienarbeit

1.3.3 Kulturelle Erkenntnis: eine rhetorische Frage?

1.3.4 Partizipative Kommunikation und Endogenität

1.4 Medien in Kamerun als Problemlösung

1.4.1 Medien und Nationalität

1.4.2 Medien und Demokratisierung

1.4.2.1 Die öffentlichen Medien

1.4.2.2 Die privaten Medien

1.4.3 Medien und Konflikt

1.4.3.1 Dem friedlichen Weg folgen

1.5 Friedensjournalismus

1.5.1 Die Unesco-Mediendeklaration

1.5.2 Kriterien für gute friedensjournalistische Arbeit

1.6 Medien für Frieden − Prozess der Friedensjournalisten-Schule

1.6.1 Johan Galtung (Friedensjournalismus)

1.6.1.1 a- Friedens- bzw. Konfliktorientierung

1.6.1.2 Wahrheitsorientierung

1.6.1.3 Menschenorientierung

1.6.1.4 Lösungsorientierung

1.6.1.5 Forderungen

1.6.2 Kempf und die Konstruktive Berichterstattung

1.6.3 Nadine Bilke und die Konfliktsensitiven Berichtserstattung

1.6.3.1 Die konfliktsensitive Qualität

1.6.3.2 Modell für Konfliktsensitivität

1.6.4 Einordnung in die Journalismus-Forschung

1.7 Gehalt der endogenen Lehre im Journalismus

1.7.1 Wünschbarkeit und Objektivität

1.7.1.1 Diagramm der medialen Gesellschaft und ihrer Konfliktagenda

1.7.1.2 Pyramide der medialen Gesellschaft und ihrer Konfliktagenda

1.7.1.3 Pyramide der Konfliktagenda

1.7.2 Endogene Prozessanalyse

1.7.3 Die endogene Methode

1.7.3.1 Politik und Geopolitik

1.7.3.1.1 Geschichte und Geografie

1.7.3.2 Gesellschaftswissen und Religion

1.7.3.3 Soziologie und Ethnologie

1.7.3.4 Regionale Entwicklung und Klimatologie

1.7.3.5 Friedensjournalismus und Deontologie

1.7.3.6 Resümee

1.7.4 Medienpraxis in endogener Kompetenz

1.7.4.1 Eine Einführung

1.7.4.2 Mediation in Gewaltsituationen

1.7.4.3 Versöhnung in der Konfliktsituationen

1.7.4.4 Humanisierung statt Propaganda

1.7.4.5 Von der Ethnisierung zum Patriotismus

1.7.4.6 Von der Partizipation zur Nationenbildung

1.7.4.7 Die Heilung des Struktur-Schadens durch Information

1.8 Vorbemerkung zur Simulationsformel und ihrer Theorie

1.8.1 Simulation

1.8.2 Resümee des fünftes Teils

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des „endogenen Journalismus“ als alternative Methode zur Förderung von Frieden, Nationenbildung und nachhaltiger Entwicklung, insbesondere in konfliktbeladenen Gesellschaften. Es wird analysiert, wie Medien in defekten Demokratien, am Beispiel Kameruns, einerseits zur Konfliktverschärfung beitragen können und wie sie andererseits durch ein fundiertes Verständnis kultureller, historischer und soziologischer Gegebenheiten zu stabilisierenden Akteuren transformiert werden können.

  • Grundlagen und theoretische Einordnung des endogenen Journalismus
  • Analyse der Medienlandschaft und Demokratisierungsprozesse in Kamerun
  • Kriterien für friedensjournalistische Arbeit nach Galtung, Kempf und Bilke
  • Interkulturelle Medienkompetenz und Konfliktsensitivität
  • Methoden der Simulationsformel zur Messung von Konfliktbeladung

Auszug aus dem Buch

1.1.1 Die Ausgangssituation

Neben der Medienentwicklungszusammenarbeit, die die Philosophie des „Gebens und Nehmens“ verfolgt, gibt es noch den endogenen Journalismus als eine alternative Vorgehensweise. Eine Hilfe ohne Kompromisse und Zielsetzung ist eitel und gefährlich, weil die Folgen nur schwer abzuschätzen sind. Und genau diese Hilfe haben z.B.in Afrika in den letzten Jahren viele Gemeinschaftsradios ohne eine Gemeinde bekommen. Die von den Radios geschaffene Gemeinde hatte Konflikte entweder schon gestiftet oder man bereitete sich noch darauf vor. Dagegen machtlos sind selbst auch die Regierungen, die diese „Hilfe“ im Namen der Demokratisierung annehmen müssen, wenn sie länger an der Macht bleiben wollen. Was im Jahre 2010 in Afrika nicht mehr sehr Aktuell ist.

Das Ergebnis: Anstatt die Demokratie zu stärken und eine Nation aufzubauen, haben die Radiosender, die keine Grenzen kennen, neue virtuelle Länder in Afrika geschaffen. Wenn zum Beispiel ein Gemeinschaftsradio im Norden Nigerias in der Haussa-Sprache sendet, sollte das eigentlich nichts Ungewöhnliches sein. Das ist es aber, denn in einem Land, in dem die Haussas eine Minderheit sind, schafft das Radio einen Zusammenhalt. Denn das Haussa-Reich gibt es nicht mehr, und seine Völker sind in Nigeria, Niger, Kamerun und Tschad verteilt. Doch das Radio sorgt für einen emotionalen Kontakt unter den verteilten Völkern und bietet ein Podium für den Fall, wenn ein Teil des Volkes in einem heutigen Land in Probleme gerät. Mit dem Radio werden Grenzen überschritten, um schließlich Patriotismus zu beweisen. Diesen Fall konnte man schon zwischen Tschad und Sudan in beide Richtungen beobachten, so befindet sich z. B. die Ethnie der Zakawa genau so in der Republik Tschad als auch im Sudan. Und die Angehörigen dieser Ethnie, die von der Ländergrenze geteilt wurden, machen sich keine Sorge, wenn es um Grenzenüberschreitung für die Verteidigung ihrer Interessen geht. Ihnen hatte der jetzige Präsident von Tschad geholfen, die Macht zu ergreifen.

Zusammenfassung der Kapitel

Die Bedeutung des „endogener Journalismus“: Einführung in das Konzept als Alternative zur klassischen Entwicklungshilfe, unter Einbeziehung kultureller und lokaler Gegebenheiten.

Endogene Entwicklungsmaßnahmen: Diskussion der Notwendigkeit einer an die lokale Realität angepassten Friedensarbeit.

Begriffsbestimmungen: Definition der Endogenität und Abgrenzung zu exogenen, oft importierten journalistischen Ansätzen.

Medien in Kamerun als Problemlösung: Fallstudie über die Rolle von Medien im Demokratisierungsprozess Kameruns und deren Beitrag zur Identitätsbildung.

Friedensjournalismus: Darstellung der theoretischen Grundlagen, beginnend bei der UNESCO-Mediendeklaration.

Medien für Frieden − Prozess der Friedensjournalisten-Schule: Untersuchung der Entwicklung journalistischer Theorien und des Bedarfs an neuen Standards.

Gehalt der endogenen Lehre im Journalismus: Reflexion über die Relevanz endogener Kompetenzen für Forschung und Praxis.

Medienpraxis in endogener Kompetenz: Konkrete Anwendung der Methode bei Konflikten und die Herausforderung der Versöhnung.

Vorbemerkung zur Simulationsformel und ihrer Theorie: Vorstellung einer kalkulatorischen Methode zur Analyse der Konfliktbeladung.

Schlüsselwörter

Endogener Journalismus, Friedensjournalismus, Konfliktberichtserstattung, Nationenbildung, Demokratisierung, Kamerun, Medienethik, Konfliktsensitivität, Entwicklungszusammenarbeit, Partizipation, Ethnizität, Transformation, Deeskalation, Sozialpsychologie, Medienpraxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Anwendung eines „endogenen Journalismus“, der lokale Kulturen, Geschichte und soziologische Gegebenheiten in den Mittelpunkt der Berichterstattung stellt, anstatt westliche Standards unreflektiert zu importieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen Friedensforschung, Journalismus in Transformationsgesellschaften, die Rolle der Medien bei der Nationenbildung und die Bedeutung von Konfliktsensitivität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, ein journalistisches Modell zu identifizieren, das in konfliktbeladenen Gesellschaften wie Kamerun nicht nur informiert, sondern aktiv zur Friedenssicherung, Demokratisierung und sozialen Versöhnung beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine Kombination aus theoretischer Literaturanalyse, qualitativer Auswertung bestehender journalistischer Modelle (wie die von Galtung und Kempf) sowie der Entwicklung einer eigenen Simulationsformel zur Messung der Konfliktbeladung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Praxis des Journalismus in Kamerun, die Kriterien des Friedensjournalismus, die Bedeutung der Medienethik (Deontologie) und die Notwendigkeit einer an lokalen Bedürfnissen orientierten Medienpraxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind endogener Journalismus, Friedensjournalismus, Nationenbildung, Konfliktsensitivität, Partizipation und Medienethik.

Wie unterscheidet sich der endogene Journalismus vom klassischen Entwicklungsjournalismus?

Während klassischer Entwicklungsjournalismus oft als Importprodukt wahrgenommen wird, setzt der endogene Ansatz konsequent auf die Nutzung einheimischer Merkmale als Entwicklungselemente und eine tiefere Verwurzelung im lokalen soziokulturellen Kontext.

Was besagt die „Simulationsformel“ des Autors?

Es handelt sich um einen methodischen Entwurf, um die Konfliktbeladung einer Gesellschaft anhand von demografischen, wirtschaftlichen und befragungsbasierten Daten zu quantifizieren und daraus notwendige mediale Interventionsstrategien abzuleiten.

Ende der Leseprobe aus 104 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Endogener Journalismus. Das Potenzial der Medien für die Konflikt- und Friedensforschung
Hochschule
Technische Universität Dortmund
Note
1,0
Autor
Etienne Fopa (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
104
Katalognummer
V280114
ISBN (eBook)
9783656742531
ISBN (Buch)
9783656753636
Sprache
Deutsch
Schlagworte
endogener journalismus potenzial medien konflikt- friedensforschung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Etienne Fopa (Autor:in), 2014, Endogener Journalismus. Das Potenzial der Medien für die Konflikt- und Friedensforschung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280114
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