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Zur Shop-Startseite › Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung

Was ist Urbanität?

Titel: Was ist Urbanität?

Essay , 2013 , 6 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Jenny Nußbaum (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Aktualität des Begriffs „Urbanität“ ist wohl kaum bestreitbar. Die urbane Gesellschaft rückt immer weiter in den Mittelpunkt, die Mehrheit der europäischen Bevölkerung lebt in Städten. Die Stadt ist eine Siedlung mit Zentrumsfunktionen, in der ökonomische, soziale und kulturelle Impulse entwickelt und weitergegeben werden (PAESLER 2008:11). Sekundärmerkmale einer Stadt sind beispielsweise große Bevölkerungszahlen, hoher Anteil überbauter Fläche, die „urbane“ Lebensform der Bevölkerung oder eine ökonomische und soziale innere Differenzierung (PAESLER 2008:11). Die Stadt kann nur sehr allgemein definiert werden, da die Sekundärmerkmale sich auf räumlicher und zeitlicher Ebene verändern können (PAESLER 2008:11). Des Weiteren gibt es Intensitätsabstufungen, hinsichtlich des städtischen Charakters einer Siedlung, somit existieren Städte die mehr oder weniger „Urbanität“ aufweisen (PAESLER 2008:11).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen und Ansätze zur Urbanität

2.1 Allgemeine Grundlagen

2.2 Der sozialökologische Ansatz nach Wirth

2.3 Der funktionalistische Ansatz nach Jacobs

2.4 Der politisch-humanistische Ansatz nach Salin

3. Eigene Einschätzung und Integration

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, das vielschichtige und wissenschaftlich umstrittene Konzept der Urbanität anhand verschiedener theoretischer Ansätze zu beleuchten und eine differenzierte Definition herauszuarbeiten, die den aktuellen Anforderungen an die Stadtforschung gerecht wird.

  • Vergleich unterschiedlicher theoretischer Urbanitätskonzepte (sozialökologisch, funktionalistisch, politisch-humanistisch).
  • Analyse der städtischen Lebensweise im Spannungsfeld zwischen Individualisierung und sozialer Integration.
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen baulich-räumlicher Struktur und urbanem Erleben.
  • Diskussion über die Aktualität und notwendige Reformulierung des Begriffs in einer globalisierten Welt.
  • Persönliche Reflexion über die Bedeutung von Urbanität im Vergleich zum ländlichen Raum.

Auszug aus dem Buch

Urbanität als Lebensform

Urbanität beschreibt die alltägliche Lebensweise eines Stadtbewohners, „die in utopischer Perspektive über die bestehenden Verhältnisse hinaus auf eine bessere Gesellschaft verweist“ (SIEBEL 1998:262).

Dem stellt WIRTH (1997:44) die für unsere Zivilisation überlegene Bedeutung der Stadt der Unwissenheit von Urbanität und dem Urbanisierungs-Prozess gegenüber. Die zentrale These von WIRTH ist die Loslösung von Urbanität und Urbanisierung aus dem physisch-realen Zusammenhang (ROSKAMM 2013:11). Urbanität soll Ausdruck für die Lebensform der Menschen in der Stadt sein, also ein Gefühl, Zustand oder Attitüde (ROSKAMM 2013:11). In einer Stadt leben meist sozial heterogene Individuen. Wie wird das Gefühl von Urbanität hervorgerufen und was macht es aus? Wenn also eine Konfrontation unterschiedlicher Persönlichkeiten und Lebensformen stattfindet, schafft dies nach WIRTH (1997:44) grundlegend eine relativistische Betrachtungsweise und ein Gefühl von Toleranz. Das wiederum ist eine Prämisse der Rationalität und der Säkularisieung des Lebens (WIRTH 1997:44).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Aktualität des Themas ein und stellt die Schwierigkeit dar, einen breit gefächerten Begriff wie Urbanität in einer sich wandelnden Gesellschaft eindeutig zu definieren.

2. Definitionen und Ansätze zur Urbanität: Hier werden zentrale theoretische Positionen, wie der sozialökologische Ansatz von Wirth, der funktionalistische Ansatz von Jacobs und der politisch-humanistische Ansatz von Salin, kritisch gegenübergestellt und analysiert.

3. Eigene Einschätzung und Integration: Die Autorin reflektiert die theoretischen Ergebnisse durch ihre eigene Perspektive und verknüpft sie mit Beobachtungen zu gesellschaftlicher Vielfalt, Migration und dem Spannungsfeld zwischen Anonymität und Partizipation.

4. Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Grundmerkmale zusammen und plädiert für eine zukunftsorientierte Öffnung des Urbanitätsbegriffs, um den Großstadtdeterminismus zu überwinden.

Schlüsselwörter

Urbanität, Stadtsoziologie, urbane Lebensform, Sozialökologie, Individualisierung, soziale Integration, Urbanisierungs-Prozess, Stadtkultur, Diversität, Großstadtdeterminismus, Lebensstil, Stadtbewohner, Toleranz, Raumbezogenheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das theoretische Konzept der „Urbanität“ als städtische Lebensweise und setzt sich kritisch mit dessen Definitionen und gesellschaftlicher Bedeutung auseinander.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die soziologische Betrachtung der Stadtgesellschaft, das Wechselspiel zwischen baulicher Struktur und individuellem Lebensgefühl sowie die Frage nach Integration und Toleranz im urbanen Raum.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Auseinandersetzung mit verschiedenen Ansichten zur Begrifflichkeit der Urbanität, um aufzuzeigen, dass dieser Begriff heute einer zeitgemäßen Reformulierung bedarf.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturbasierte Analyse und diskursive Erörterung, bei der verschiedene theoretische Ansätze zur Stadtsoziologie gegenübergestellt und reflektiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ansätze von Wirth, Jacobs und Salin und diskutiert, inwiefern Urbanität als Verhaltensweise, historisches Organisationsmuster oder räumliche Eigenschaft verstanden werden kann.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Urbanität, soziale Integration, urbane Lebensform und Individualisierung geprägt.

Welche Rolle spielt die „Chicagoer Schule“ in der Argumentation?

Der sozialökologische Ansatz von Louis Wirth, der die Stadt als Ort von Dichte, Größe und Heterogenität definiert, dient als wichtige theoretische Grundlage für das Verständnis des städtischen Sozialcharakters.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen Stadt und Dorf im Kontext von Urbanität?

Die Autorin argumentiert, dass urbane Lebensgefühle – wie multikulturelle Einflüsse und eine hohe Auswahl an Möglichkeiten – spezifisch für den urbanen Raum sind und sich maßgeblich vom Dorfleben unterscheiden.

Warum hält die Autorin eine Neudefinition des Begriffs für notwendig?

Da sich gesellschaftliche und räumliche Strukturen ständig wandeln, ist eine starre, raumspezifische Definition laut der Autorin nicht mehr zeitgemäß, um die heutige Realität der Urbanität zu erfassen.

Ende der Leseprobe aus 6 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Was ist Urbanität?
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
2,0
Autor
Jenny Nußbaum (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
6
Katalognummer
V280127
ISBN (eBook)
9783656736554
ISBN (Buch)
9783656736547
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Urbanität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jenny Nußbaum (Autor:in), 2013, Was ist Urbanität?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280127
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Leseprobe aus  6  Seiten
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