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Asymmetrische Information I: Das Moral Hazard Problem

Title: Asymmetrische Information I: Das Moral Hazard Problem

Seminar Paper , 2004 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dipl. oec. Patrik Egeler (Author)

Economics - Micro-economics
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit zum Thema Asymmetrische Information soll dem Leser einen Einblick in die ökonomische Problematik geben, die mit einer ungleichen Verteilung von Information zwischen verschiedenen Marktteilnehmern einhergeht. Individuen agieren am Markt häufig aufgrund vertraglich beschlossener Vereinbarungen. In der vorliegenden Arbeit wird ein spezieller ökonomischer Problembereich behandelt, der zeitlich gesehen nach einem erfolgten Vertragsabschluss entstehen kann: Moral Hazard.

In vielen ökonomischen Modellen wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer, z.B. der Verkäufer und der Käufer eines Gutes, vollständig informiert sind, was die Qualität des zu handelnden Gutes oder das Verhalten des Vertragspartners betrifft. In der Realität ist es aber wahrscheinlicher anzunehmen, dass Marktteilnehmer nicht vollständig informiert sind, da die Informationsbeschaffung in der Regel mit Kosten verbunden ist. Sei es, dass Gutachten für die Qualitätsbeurteilung von Gütern in Auftrag gegeben werden müssten oder eine permanente Verhaltensüberwachung des Vertragspartners durchgeführt werden müsste. Diese Transaktionskosten tragen zu einer asymmetrischen Verteilung von Information bei. Dadurch wird grundsätzlich opportunistisches, also eigennütziges Verhalten (z.B. Betrug oder Täuschung) ermöglicht.

In der Arbeit wird die Principal-Agent-Theorie erläutert und ein optimales Anreizschema für den Principal abgeleitet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Überblick Asymmetrische Information

1.1 Einführung

1.2 Abgrenzung Asymmetrie vor und nach Vertragsabschluß

2 Die Principal-Agent Theorie

3 Das Principal-Agent Problem

3.1 Moral Hazard

3.2 Modellierung

3.2.1 Endliche Anzahl von Entscheidungen und Ergebnissen

3.2.2 Das optimale Anreizschema

3.2.3 Ergebnis

4 Moral Hazard in der Krankenversicherung

4.1 Zwei Formen von Moral Hazard

4.2 Selbstbeteiligungssatz und Prämie

4.3 Das RAND Krankenversicherungsexperiment

5 Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das ökonomische Problem der asymmetrischen Information mit Fokus auf das Moral Hazard Problem nach Vertragsabschluss. Ziel ist es, durch die Principal-Agent-Theorie und ein mathematisches Modell Mechanismen aufzuzeigen, wie Informationsasymmetrien und Anreizprobleme in Vertragsbeziehungen analysiert und durch optimale Anreizsysteme minimiert werden können.

  • Grundlagen der asymmetrischen Information und Abgrenzung von Problemen vor und nach Vertragsabschluss.
  • Einführung in die Principal-Agent-Theorie und Modellierung des Moral Hazard Problems.
  • Analyse des optimalen Anreizschemas zur Überwindung von Second-Best-Lösungen.
  • Anwendung des theoretischen Rahmens auf den Markt der Krankenversicherung inklusive des RAND-Krankenversicherungsexperiments.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Endliche Anzahl von Entscheidungen und Ergebnissen

Die Darstellung des folgenden Modells erfolgt in Anlehnung an Kreps. Um ein möglichst allgemeines Modell zu erhalten, soll im Folgenden davon ausgegangen werden, dass der Agent nicht direkt sein Anstrengungsniveau wählt, um den Vertrag zu erfüllen, sondern eine Entscheidung a aus mehreren möglichen Entscheidungen trifft, die durch die endliche Menge A = {a1,…,aN} dargestellt wird. Die Höhe des Arbeitsaufwands hängt gleichwohl mit a zusammen. Des Weiteren ist a vom Principal nicht beobachtbar, stattdessen soll der Principal aber in der Lage sein, ein von a ausgehendes unvollkommenes Signal s zu beobachten, welches zu einer Menge S = {s1,…,sM} gehört. Außerdem soll mit πnm die Wahrscheinlichkeit für das Signal sn bei der Wahl der Entscheidung an durch den Agent bezeichnet werden. Hierbei gilt Σπnm = 1 für alle n. Zusätzlich soll mit jeder Entscheidung jedes Ergebnis erreichbar sein, d.h.: πnm > 0. Die Entscheidung a und der Lohn w ergeben die Nutzenfunktion U des Agent mit U(w,a) = u(w) – d(a). Dies stellt eine von Neumann-Morgenstern Nutzenfunktion dar, deren eine Term vom Lohn w abhängt und der andere Term von der Entscheidung a.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Überblick Asymmetrische Information: Einführung in die ökonomische Problematik der ungleichen Informationsverteilung zwischen Marktteilnehmern und Abgrenzung zwischen Problemen vor und nach Vertragsabschluss.

2 Die Principal-Agent Theorie: Erläuterung der Auftragsbeziehungen bei partiellen Interessenkonflikten und asymmetrischer Information, in denen ein Principal das Verhalten eines besser informierten Agents nicht direkt beobachten kann.

3 Das Principal-Agent Problem: Detaillierte Untersuchung des Moral Hazard (Problem der versteckten Handlung) durch die mathematische Modellierung von Anreizstrukturen und das Streben nach einer optimalen Vertragsgestaltung.

4 Moral Hazard in der Krankenversicherung: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf den Krankenversicherungsmarkt unter Differenzierung von ex-ante und ex-post Moral Hazard sowie Analyse empirischer Daten.

5 Schlussbemerkung: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse zur Second-Best-Lösung bei asymmetrischer Information und Ausblick auf die Notwendigkeit flexibler Kooperationsdesigns.

Schlüsselwörter

Asymmetrische Information, Moral Hazard, Principal-Agent-Theorie, Adverse Selektion, Anreizschema, Krankenversicherung, Vertragstheorie, Informationsasymmetrie, Second-Best-Lösung, Risikoaversion, versteckte Handlung, RAND-Krankenversicherungsexperiment, Preiselastizität, Selbstbeteiligung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen Problematik der asymmetrischen Information zwischen Vertragspartnern und analysiert insbesondere das Moral Hazard Problem, welches nach einem Vertragsabschluss auftritt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Principal-Agent-Theorie, die theoretische Modellierung von Anreizproblemen bei versteckten Handlungen sowie die konkrete Anwendung dieser Konzepte auf den Krankenversicherungsmarkt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein Principal durch geeignete Anreizsysteme trotz nicht beobachtbarer Handlungen des Agents eine optimale Vertragsgestaltung erreichen kann, um Wohlfahrtsverluste zu minimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die mikroökonomische Theorie, insbesondere die Principal-Agent-Theorie, um in einem mathematischen Modell (in Anlehnung an Kreps und Spremann) Anreizbedingungen für rationale Akteure herzuleiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Modellierung von Verträgen, bei denen der Agent sein Anstrengungsniveau strategisch wählen kann, und die empirische sowie theoretische Analyse von Moral Hazard im Kontext der Krankenversicherung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Asymmetrische Information, Moral Hazard, Principal-Agent-Theorie, Anreizsysteme, Second-Best-Lösung und Krankenversicherung.

Warum ist das "Second-Best-Niveau" für den Principal problematisch?

Da der Principal das Verhalten des Agents nicht direkt beobachten kann, ist es ihm unmöglich, ein vollkommenes Anreizsystem zu schaffen, das die maximale Effizienz erreicht. Er muss sich mit einer zweitbesten Lösung begnügen, die das Risiko der Natur und den Anreiz zur Anstrengung abwägt.

Welche Rolle spielt das RAND-Krankenversicherungsexperiment?

Es liefert den empirischen Beleg, dass eine hohe Versicherungsdeckung (geringe Selbstbeteiligung) zu einer exzessiven Nachfrage nach medizinischen Leistungen führt, was das Moral Hazard Problem in der Praxis bestätigt.

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Details

Title
Asymmetrische Information I: Das Moral Hazard Problem
College
University of Hohenheim  (Volkswirtschaftslehre)
Course
AVWL-Seminar, Angewandte Mikroökonomik
Grade
2,0
Author
Dipl. oec. Patrik Egeler (Author)
Publication Year
2004
Pages
21
Catalog Number
V28024
ISBN (eBook)
9783638299190
ISBN (Book)
9783638799133
Language
German
Tags
Information Moral Hazard Problem AVWL-Seminar Angewandte Mikroökonomik Principal Agent Adverse Selektion Akerlof
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. oec. Patrik Egeler (Author), 2004, Asymmetrische Information I: Das Moral Hazard Problem, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28024
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