ADHS. Alles eine Frage der Gene?


Hausarbeit (Hauptseminar), 2012

35 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition und Diagnose von ADHS
2.1. Erscheinungsbild und Symptome
2.2. Diagnostik und Komorbidität
2.3. Klassifikation nach ICD-10 und DSM IV Kriterien

3. Ursachen und Einflußfaktoren von ADHS
3.1. Ätiologie
3.2. Neuroanatomische Faktoren
3.3. Neurochemische Faktoren
3.4. Genetische Faktoren
3.5. Multifaktorelle Entwicklungsfaktoren

4. Therapie und Hilfe bei ADHS
4.1. Behandlung
4.2. Psychologische Behandlung
4.3. Pharmakotherapie

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Herumzappeln, Stören, keine Ruhe geben, das Gegenteil von dem tun, was ihnen aufgetragen wird, und dieses „in die Luft gehen“, wenn sie nicht sofort bekommen, was sie möchten, soll das die Generation sein, welche durch antiautoritäre Erziehung hervorgebracht wurde? Soll das ein Produkt unserer Erziehung sein? Haben wir das geschaffen und wird uns nun das Resultat dessen präsentiert in Form von Unaufmerksamkeit und Impulsivität?

Unterforderte Kinder, weil wir keine Zeit haben, um sie effektiv zu beschäftigen oder/und überforderte Eltern, weil ihr hyperaktiver Spross nach Aufmerksamkeit buhlt und sie ihm nicht gegeben werden kann?

Kinder, mit all ihren Eigenheiten, die nicht einfach nur liebenswert und angenehm sind, sondern auch Arbeit und Unverständnis hervorbringen; sind sie AUSSCHLIEßLICH das Produkt unsrer Erziehung und alle anderen Faktoren nur sekundär?

„Kein Wunder, daß das Kind so ist, bei den Eltern!“ Soll das alles sein, worauf sich zentriert werden muss? „Was habe ich falsch gemacht?“ Ratlosigkeit und Hilflosigkeit manövrieren beide Parteien, Eltern wie Kinder, in eine Ecke, aus der sich bald ein Beziehungsschlachtfeld ergeben kann, in welchem beide Parteien in ihrer Position verharren und das womöglich irreversibel.

Schuldgefühle bei Kindern und bei Eltern, aus dem Grund des einfachen Kausalprinzips? Falsche Erziehung als Ursache und die Wirkung dessen zeigt sich im hyperaktiven, impulsiven oder aufmerksamkeitsgestörten Verhalten des Kindes?

Dass solch eine kausale Aufstellung zu einfach ist und auch falsch sein kann, versucht diese Arbeit aufzudecken. Falsch dann, wenn es um Kinder mit einer Störung geht, die zwar häufig, aber nicht immer rechtzeitig, gar nicht oder falsch diagnostiziert wird. Die Rede ist hier von ADHS. Oft gehört, doch was genau beinhaltet dieses Kürzel? ADHS steht für: AufmerksamkeitsDefizitHyperaktivitätssydrom. Die einfach Entschlüsselung dieses Wortes läßt ein Defizit der Aufmerksamkeit erkennen und ein Hyperaktivitätsvorkommen. Syndrom heißt, dass es sich um einen Komplex von Symptomen handelt, also um ein sich komplexes Äußern von sogenannten Krankheitszeichen.

Die Kernsymptomatik dieser Störung liegt im exzessiven Vorkommen von Aufmerksamkeitsstörung, Hyperaktivität und Impulsivität und geht oft mit einer daraus resultierenden komorbiden Störung einher.

ADHS gehört zu der häufigsten psychischen Störung im Kindes- und Jugendalter unter 18 Jahren und wird auch mittlerweile häufig diagnostiziert. Was die Frage aufkommen läßt, ob es sich um eine Modediagnose handelt oder ob es diese Störung schon früher gegeben hat? Ob es an der falschen Erziehung liegt, oder ob Kinder einfach nicht genügend Aufmerksamkeit bekommen und nicht ausreichend gefordert werden.

Es wird sehr kontrovers diskutiert, was die Ursachen sind und wie effizient behandelt werden kann. Es gibt kaum ein Störungsbild über das soviel spekuliert, diskutiert oder erforscht wird und kaum eines über das es so viele Vorurteile gibt und wo immer noch ein großer Aufklärungsbedarf besteht, vor allem für Eltern.

Diese Arbeit wird versuchen einige Vorurteile aufzudecken, indem sie aufzeigt, welche ADHS begünstigenden Faktoren sich als wissenschaftlich falsch erwiesen haben, bei welchen ein großes Übereingekommen herrscht und welche sich als Erklärungen etabliert haben, da sie sich bisher nicht als haltlos erweisen.

Um zu dem Kern der Fragestellung „ADHS - alles eine Frage der Gene“ zu gelangen ist es wichtig, dass das Störungsbild genau definiert wird, um nachvollziehen zu können was es so komplex macht und warum u.a. eine genetisch Möglichkeit überhaupt in Betracht gezogen werden darf.

In Kapitel 2 wird deshalb nicht nur die Kernsymptomatik aufgeführt, sondern auch die Bandbreite der Symptomkomplexität. Es wird erläutert, welche Folgen ADHS haben kann, wenn sich aus ihr weitere Störungen, eine sogenannte Komorbidität, entwickeln und daran anschließend die Diagnostik und ihre Schwierigkeit Störungen zu differenzierten und aus zuschließen. Störungen die ADHS ähnliche Symptome aufweisen, jedoch nicht zwangsläufig als ADHS diagnostiziert werden können. Ebenso wird die psychiatrische Klassifikation nach europäischen und internationalen Kriterien dieses Störungsbildes erläutert.

Der Schwerpunkt der Arbeit beschäftigt sich mit der Ursachenforschung bzw. den Entstehungsfaktoren, welche ADHS zu erklären versuchen, dieser erstreckt sich in Kapitel 3. Hier werden die häufigsten ADHS begünstigen Faktoren aufgedeckt und versucht zu erklären. Es wird sich nicht ausschließlich auf die Erklärung einer genetischen Veranlagung berufen, welche einen ADHS begünstigenden Faktor darstellt, sondern auch weitere, die sich mittlerweile etabliert haben. Es werden jedoch auch Faktoren genannt, welche sich mittlerweile als ADHS Ursachen revidiert haben, da sie nicht belegt werden konnten- und dennoch oft aus Unwissenheit bei Eltern oder der Umwelt als solche angesehen werden, was dazu führt, das sich Vorurteile aus Unwissenheit manifestierten.

Kapitel 4. beschäftigt sich mit dem Gegenüberstellen von Hilfeangeboten für ADHS Betroffene. Es wird die Behandlung mit Psychopharmaka und psychologischer Hilfe aufgegriffen und analysiert, wie das Hilfeangebot aufgebaut wird und wo sich eine mögliche Gewichtigkeit für die Effektivität ersehen läßt.

Den Schlussteil bildet das Fazit, in welchem die ADHS begünstigenden Faktoren, welche, nach dem heutigen Stand der Wissenschaft, als Ursachen in Frage kommen, kritisch gegenübergestellt und verglichen werden, ob und welche Schwachstellen diese Erklärung möglicherweise hat und was tatsächlich als objektive Erklärung stehen bleiben kann, um sich in keinem disziplinären Fachbereich zu versteifen und hier die Erklärung als die Allgemeingültige stehen zu lassen.

2. Definition und Diagnose von ADHS

2.1. Erscheinungsbild und Symptome

Bei der Definition des ADHS gibt es eine Menge Begriffsverwirrungen.

Früher wurde das Syndrom u.a. „hyperkinetisches Syndrom“ genannt, damit war zwar die Störung gemeint, jedoch erweckte diese Definition den Eindruck, als würde der Schwerpunkt der Störung in der sog. „Zappeligkeit“ liegen. Die aktuelle Bezeichnung, A ufmerksamkeits- d efizit- H yperaktivitäts s yndrom, markiert in ihrer Begrifflichkeit deutlicher, um welche Leitsymptome es geht und versucht dadurch auszuschließen, dass primär Kinder, die motorisch unruhig sind, mit dieser Diagnose belegt werden, ohne es zu sein.

Die Kernsymptome sind durch Unaufmerksamkeit, motorische Unruhe und Impulsivität gekennzeichnet, treten als durchgängige Muster auf und sind in ihrer Ausprägung, dem Alter, dem Entwicklungsstand und der Intelligenz des Kindes nicht angemessen.[1]

Die Kernsymptome sind situationsübergreifend (Schule, Zuhause usw.) und vielfältig.

ADHS ist mit einer Prävalenz von 5-7% im Alter unter 18 Jahren, die häufigste psychische Störung im Kindes- und Jugendalter.[2] Jungen sind davon 6 mal häufiger betroffen, als Mädchen.

Wie oben erwähnt ist die Unaufmerksamkeit eines der Kernsymptome von ADHS-Kindern, welche sich in vielen Facetten äußert. Im Alltag fallen diese Kinder dadurch auf, dass sie oft nicht zuzuhören scheinen, dass Gesagtes nicht zu ihnen durchdringt. Sie haben große Schwierigkeiten begonnene Aufgaben zu Ende zu bringen und schaffen es vielfach nicht sich zu organisieren. Beim Lösen von Aufgaben verlieren sie ihr Ziel aus den Augen und lassen sich leicht ablenken. Betroffene Kinder verlieren häufig ihre Sachen, was dazu passt, dass sie vergesslich sind. ADHS betroffene Kinder vermeiden oft längere geistige kognitive Anstrengungen, sodass sich schnell das Gefühl einstellt, dass sie trotz Anstrengung, dumm sein müssen, da sie sich viele Dinge nicht merken können oder gar nicht verstehen, weil ihre Aufmerksamkeitsdauer sie daran hindert.[3]

Symptome: Unaufmerksamkeit

a) Vergesslichkeit
b) Ablenkbarkeit
c) verliert häufig Dinge
d) vermeidet oder führt ungern Aufgaben aus, die lange geistige Anstrengungen erfordern
e) Organisationsschwierigkeiten
f) hört anscheinend oft nicht zu
g) erfüllt Anweisungen nicht vollständig und kann Aufgaben nicht zu Ende bringen
h) Probleme, die Aufmerksamkeit über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten
i) überdurchschnittlich häufig Flüchtigkeitsfehler oder Nichtbeachten von Einzelheiten.[4]

Im Unterschied zum Symptomkomplex der Unaufmerksamkeit muss die Symptomatik der Hyperaktivität nicht in jedem Fall vorliegen (bei betroffenen Mädchen ist dies oft nicht der Fall), die meisten sind jedoch motorisch unruhig.

Hyperaktive ADS-Kinder zappeln viel mit Händen und Füßen, haben extrem große Probleme ruhig sitzen zu bleiben und müssen ständig in Bewegung sein. Besonders zeigt sich ihre Rastlosigkeit in Situationen, bei denen Ruhe und Selbstkontrolle gefordert ist. Dies kann sich so äußern, dass sie z.B. im Klassenzimmer aufstehen und herumlaufen müssen. Oft ist bei ihnen auch ein ausgeprägter Redefluss zu beobachten.

Viele betroffene Kinder haben Probleme mit Gleichaltrigen zurechtzukommen. Beim Umgang mit diesen deuten sie neutrale Absichten oft als aggressiv und reagieren dementsprechend. Ihr Verhalten ist oft aggressiv und belästigt andere, wenngleich sie freundlich sind, aber sie erkennen oft soziale Hinweise nicht. Häufig verletzten sie Grenzen und entziehen sich den Regeln, weswegen sie oft unbeliebt sind oder abgelehnt werden.

Symptome: Hyperaktivit (motorische Unruhe)

a) zappelt mit den Extremitäten
b) steht auf/läuft herum in unpassenden Situationen
c) kann nicht ruhig spielen
d) wirkt bzw. ist getrieben
e) exzessive motorische Aktivität
f) Schwierigkeiten nicht zu sprechen

Der dritte Symptombereich betrifft die Impulsivität. Normalerweise lernen Kinder im Laufe ihrer Entwicklung zunehmend innere Impulse zu kontrollieren, zu kanalisieren oder auch mal hinten an zu stellen.[5] Kinder mit ADHS neigen zu impulsiven Handlungen d.h. sie fallen dadurch auf, dass sie mit ihren Antworten heraus platzen und nicht abwarten zu können, bis sie an der Reihe sind, oder die Frage ausformuliert wurde. Sie unterbrechen andere, nehmen anderen Kindern etwas weg, oder neigen zu unbedachten und riskanten Aktivitäten. Ihre mangelnde Impulskontrolle führt zu Wutausbrüchen, einer niedrigen Frustrationsschwelle oder aggressiven Reaktionen bei Anlässen, die in keinem maßvollen Verhältnis dazu stehen.

Symptome: Impulsivität

a) platzt zu früh mit Antworten heraus
b) kann nicht abwarten
c) unterbricht andere und stört
d) exzessives Reden

Wichtig ist hier zu erwähnen, dass die Kernsymptome welche hier genannt und entschlüsselt wurden, sich immer auf die entsprechende Altersnorm beziehen.

ADHS beeinträchtigt nicht nur das Lern- und Arbeitsverhalten der Kinder, sondern auch soziale Situationen des Alltags. Es entwickelt sich nicht selten, zusätzlich zu ihrer primären Symptomatik auch eine Störung des Sozialverhaltens für die der Begriff der hyperkinetischen Störung des Sozialverhaltens gewählt wurde. Dies erklärt sich dadurch, dass ihnen im Laufe ihrer Entwicklung übermäßig oft der Tadel anlastet „undiszipliniert“, „störend“, „faul“ oder „ungezogen“ zu sein. Die Umwelt reagiert dementsprechend auf die Betroffenen und stigmatisierten Kinder. Die Kinder erfahren dadurch Ablehnung und Entwertung; sie gelten als Störfaktor. Es kommt zu Sanktionen, im Elternhaus, Schule usw. Die Betroffenen erhalten vermehrt das Gefühl des Versagens und es manifestiert sich die Überzeugung, dass jegliche Mühe vergeblich sei.

Die dissoziale Symptomatik ist durch häufige Wutausbrüche und Streitereien gekennzeichnet.

Eigenes Verhalten wahrzunehmen ist oft nicht möglich, sodass sie sich ständig von Ihrer Umgebung provoziert fühlen. Für sie ist die Aggression nur eine Reaktion auf eine Provokation. Oft dominieren sie andere Kinder und haben Schwierigkeiten, ihr Sozialverhalten den situativen Anforderungen und Rollenerwartungen anzupassen und sie verstoßen gegen Regeln und Normen, werden sozial isoliert und geraten in viele Konfliktsituationen.

Diese diagnostische Kategorie ist immer eine sekundäre Störung, denn die betroffenen Kinder leiden primär unter ADHS/ADS und entwickeln erst im Laufe ihrer Entwicklung eine Störung des Sozialverhaltens.

2.2. Diagnostik und Komorbidität

Die Diagnose ADHS ist nicht schnell oder leicht zu stellen, denn die Schwierigkeit liegt in der Komplexität der Symptomatik, da viele Symptome auch anderen Störungsbildern zugeordnet werden können. Ebenso resultiert ein häufiges Auftreten von komorbiden Störungen aus einer hervorgegangenen ADHS Symptomatik, wobei „Komorbidität“ das gemeinsame oder gleichzeitige Auftreten verschiedener psychischer Störungen bei einer Person meint.[6]

Zu den häufigsten komorbiden Störungen bei ADHS gehören oppositionelle Störungen des Sozialverhaltens (50%), andere Störungen des Sozialverhaltens (30-50%), affektive, vor allem depressive Störungen (10-40%), Angststörungen (25-35%), Tic-Störungen (bis zu 30%), Leistungsstörungen z.b. Lese-Rechtschreibstörung (10-25%), Zwangsstörungen (10%), Enuresis (bis zu 30%), ebenso wie Autismus, Sprech- und Sprachstörungen und Störungen der motorischen Funktionen.[7]

Voraussetzung für eine Diagnose bei Verdacht von ADHS ist eine ausführliche Anamnese.

Die Schwierigkeit bei jüngeren Kindern ist die größere Bandbreite ihres Verhaltens, die es schwierig macht, das Verhalten normiert einzustufen. Zudem ist nicht jedes „sehr agile“ oder „zerstreute“ Kind hyperaktiv oder aufmerksamkeitsgestört.

Gerade bei der Diagnostik ist es immens wichtig, die Entwicklungsaspekte, Milieubedingungen und die psychosozialen Faktoren zu berücksichtigen.

Zu Beginn wurde erwähnt, dass die Schwierigkeit einer Diagnose in der Komplexität der Symptomatik liegt, deshalb muss eine Differenzialdiagnostische Abgrenzung stattfinden d.h. Kinder mit Hör- und/oder Sehstörungen bekommen von ihrer Umgebung nicht so viel mit, was dann vordergründig wie eine Konzentrationsschwäche erscheinen mag.

Ebenso können Kinder mit einer Schädel-Hirn-Verletzung in ihren geistigen und kognitiven Konzentrationsmöglichkeiten eingeschränkt sein. Es muss an Epilepsie gedacht werden, denn die motorischen Anfälle können manchmal aussehen, als wäre das Konzentrationsvermögen beeinträchtigt. Desgleichen muss bei einer geistige Behinderung (IQ <70) oder einer Lernbehinderung (IQ <85) unterschieden werden.

Medikamente, die für andere somatische Erkrankungen genommen werden, können als Nebenwirkung zu plötzlicher Hyperaktivität führen, ebenso wie eine Hyperthyreose. Bei jugendlichen ist der Drogenkonsum abzuklären, um die Symptome des Drogenabusus nicht ADHS Symptomen zu zuorden.

Wichtig ist, dass vorrangig organische Störungen, Schizophrenien, Angst- und affektive Störungen, Persönlichkeitsstörungen und Schlafstörungen von dem ADHS abgegrenzt werden.

Auch wird die häufigste beschriebene Störung des Sozialverhaltens zur Differenzialdiagnose, wenn es sonst keine Hinweise auf ADHS gibt.

Kurz zusammengefasst, es muss abgeklärt werden, ob u.a. somatische Beeinträchtigungen vorliegen und so die Symptomatik für eine klare ADHS Diagnose nichtig machen. Zudem müssen Symptome gegeneinander aufgewogen und voneinander abgegrenzt werden.

Hyperaktivität bedeutet noch kein ADHS und Agilität keine Hyperaktivität.

Dass ADHS keine Blickdiagnose ist wird schon jetzt deutlich und damit soll der Übergang in die Diagnosekriterien eingeleitet werden.

In Kapitel 2.1. wurde aufgeführt welche Symptome bei den Kernsymptomen auftreten können. Die Diagnosekriterien nach der International Classification of Diseases (ICD-10, F90) (siehe Kapitel 2.3.) besagen, dass mindestens 6 der genannten Symptome für Unaufmerksamkeit, mindestens 3 der Symptome für Hyperaktivität und mindestens ein Symptom für Impulsivität vorliegen muss. Die Störungen haben vor dem 7. Lebensjahr begonnen, sind seit mindestens 6 Monaten vorhanden und schwer ausgeprägt, so dass sie die Funktionsfähigkeit im sozialen, schulischen oder beruflichen beeinträchtigen.

[...]


[1] Das noradrenerge Transmittersystem bei ADHS K. Berger P. Wehmeier M. Schmidt 2005 Georg-Thieme Verlag Seite 1

[2] Ein Blick ins Gehirn D. Braus 2011Georg-Thieme Verlag 2. Auflage Seite 92

[3] Aufmerksamkeitsdefizit Hyperaktivität Teilleistungsstörungen Dokumentation der Ringvorlesung HH 2002 M. Schulte.Markwort Feldhaus Verlag 2004 Band 10 Seite 14

[4] Klinische Psychologie Davison Neale Hautzinger 2007 Beltz Verlag 7. Auflage Seite 543

[5] Aufmerksamkeitsdefizit Hyperaktivität Teilleistungsstörungen Dokumentation der Ringvorlesung HH 2002 M. Schulte-Markwort Feldhaus Verlag 2004 Band 10 Seite 15

[6] Grundlagen der ICD-10-Diagnostik K. Paulisch Facultas Verlag 2009 1. Auflage Seite 69

[7] ADHS Wissen was stimmt K. Schleider Herder Verlag 2009 1. Auflage Seite 22

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten

Details

Titel
ADHS. Alles eine Frage der Gene?
Hochschule
Universität Kassel
Veranstaltung
Antwort und Verantwortung. Soziale Therapie als Ethik der Sympathie
Note
2,3
Autor
Jahr
2012
Seiten
35
Katalognummer
V280346
ISBN (eBook)
9783656744337
ISBN (Buch)
9783656744313
Dateigröße
592 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ADHS, Gene, komorbide Störung, Hyperaktivität
Arbeit zitieren
Marie Schröter (Autor), 2012, ADHS. Alles eine Frage der Gene?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280346

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