Entwicklung einer browserbasierten mobilen Anwendung mittels eines Content-Management-Systems


Bachelorarbeit, 2011

66 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Quellcodeverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Motivation

2 Grundlagen
2.1 Entwicklung der Mobiltelefonie
2.2 Entwicklung des Internets
2.3 Verbindung von Internet und Mobiltelefonie
2.4 Vom Mobiltelefon zum Smartphone
2.5 Anwendungen für Smartphones
2.5.1 Native App
2.5.2 Web App
2.5.3 Hybrid App
2.5.4 Erkenntnisse
2.6 Betrachtung aktueller Smartphone-Plattformen
2.6.1 Android – Google
2.6.2 Bada – Samsung
2.6.3 Blackberry OS – Research in Motion
2.6.4 iOS – Apple
2.6.5 Symbian
2.6.6 WebOS – HP
2.6.7 Windows Phone 7 – Microsoft
2.6.8 Gesamtüberblick und Marktsituation
2.7 Zusammenfassung und Erkenntnisse

3 Rahmenbedingungen für die Entwicklung mobiler Webanwendungen
3.1 Probleme bei der Entwicklung mobiler Webanwendungen
3.1.1 Display
3.1.2 Viewport
3.1.3 Eingabemöglichkeiten
3.1.4 Verbindung
3.2 Smartphone Browser
3.3 Nutzung gerätespezifischer Eigenschaften
3.3.1 Telefon und Kurznachrichten
3.3.2 Ortung
3.3.3 Lokale Datenspeicherung
3.4 Kartendarstellung auf mobilen Geräten

4 Konzept einer mobilen Wohnungsbörse
4.1 Ziel
4.2 Szenario
4.2.1 App-Szenario
4.2.2 Web-Szenario
4.3 Konkurrenzanalyse
4.3.1 ImmobilienScout 24
4.3.2 Immonet
4.3.3 Immowelt
4.3.4 Zusammenfassung und Konsequenzen
4.4 Auswahl des Content-Management-Systems
4.4.1 Contao
4.4.2 Drupal
4.4.3 Joomla!
4.4.4 TYPO3
4.4.5 Ergebnis
4.5 Funktionale Anforderungen
4.6 Erste Entwürfe / Mockups

5 Technische Umsetzung
5.1 Eingesetzte Werkzeuge
5.2 Grundlagen der Extension-Entwicklung in TYPO3
5.3 Einrichtung und Konfiguration von TYPO3
5.3.1 Seitenstruktur in TYPO3
5.3.2 Das Template – config
5.3.3 Page Template
5.3.4 Navigation-Template
5.3.5 Frontend Ausgabe erzeugen
5.4 Entwicklung der Extension
5.4.1 Anlegen der Verzeichnisstruktur und Konfigurationsdateien
5.4.2 Modellierung der Anwendungsdomäne
5.4.3 Speicherung der Daten
5.4.4 Backend-Verwaltung
5.4.5 Anpassung des Repository
5.4.6 Implementierung der Controller Klasse
5.4.7 Darstellung der Extension
5.5 Schlussbetrachtung

6 Ausblick und Fazit

A Anhang
A.1 Quartalszahlen 4. Quartal 2010 Canalys
A.2 Datenbankfelder für Domäne Flat
A.3 Datenbankfelder Domäne Contact

Literaturverzeichnis

Weiterführende Literatur

Weitere Quellen

Erklärung

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 2-1: Zellengruppe

Abbildung 2-2: Marktanteile verkaufter Smartphones Q4

Abbildung 2-3: Zugriffsstatistik Netbiscuits

Abbildung 2-4: Zugriffsstatistik StatCounter

Abbildung 4-1: Startseite

Abbildung 4-2: Listenansicht

Abbildung 4-3: Filter der Listenansicht

Abbildung 4-4: Detailansicht

Abbildung 4-5: Impressum

Abbildung 5-1: Seitenstruktur in TYPO

Abbildung 5-2: Verzeichnisstruktur und Konfigurationsdateien

Abbildung 5-3: Die Domäne der Extension

Abbildung 5-4: Umkreisbestimmung vom Standort

Abbildung 5-5: Listenansicht auf einem iPhone 3G

Tabellenverzeichnis

Tabelle 3-1: Auflösungen aktueller Smartphones

Tabelle 4-1: Übersicht mobiler Angebote

Quellcodeverzeichnis

Listing 3-1: CSS Media Queries und Orientation

Listing 3-2: Einfacher Viewport

Listing 3-3: Viewport mit variabler Gerätebreite

Listing 3-4: Link zum Öffnen der Telefonanwendung

Listing 3-5: Link zum Öffnen der SMS-Anwendung

Listing 3-6: Abschalten der automatischen Telefonnummern-Erkennung

Listing 3-7: Einbinden von Google Maps

Listing 5-1: TypoScript Basis Konfiguration des config Objektes

Listing 5-2: Setzen des Zeichensatzes

Listing 5-3: Einbinden des Viewport in TypoScript

Listing 5-4: Zuweisung des Inhaltes der Spalte Normal an den Marker CONTENT

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielstellung

Das Mobiltelefon hat einen bemerkenswerten Weg hinter sich. Nicht einmal 20 Jahre nach der Einführung des GSM-Netzes nutzen ca. 5 Milliarden Menschen ein Mobiltelefon, in vielen Fällen ersetzt es schon das Festnetz. Es ist klein und leicht, jeder kann es immer und überall dabei haben, und dabei ist es einfach zu benutzen. Die niedrige Zugangsschwelle und der Gewinn an Funktionalität sind wesentliche Gründe für diesen Erfolg

Das Internet hat einen in Zeit und Ausbreitung ähnlichen Weg hinter sich. Nach ebenfalls nicht einmal 20 Jahren haben fast zwei Milliarden Menschen Zugang zum Internet; es ist heute fast schon Grundlage jeglicher Kommunikation. Wir schreiben E-Mails, tauschen Bilder mit Freunden aus der ganzen Welt, versorgen uns mit Artikeln jeglicher Art, telefonieren darüber oder schauen fern. Der Weg dahin führt aber meist über feste Kabelverbindungen. Und noch lässt das Internet sich nicht so selbstverständlich mobil einsetzen das Telefon

Zwar war es nur eine Frage der Zeit, bis das Internet den Weg auf unsere mobilen Begleiter finden würde, aber es war lange Zeit unattraktiv. Die hohen Kosten und niedrige Übertragungsraten schreckten die Benutzer ab. Erst die Markteinführung des iPhone im Sommer 2007 sorgte hier für einen Wandel. Besonders die Kombination aus berührungsempfindlicher Oberfläche und leistungsfähigen Browser machte das echte Internet auf Mobiltelefonen attraktiv. Außerdem war es in den meisten Ländern nur mit einem Tarif erhältlich, der die Datenübertragung einschloss, so dass der Benutzer darauf nicht mehr aus Sparsamkeit verzichten konnte. Das Neue an dieser Technik ist: Jeder kann mit einem Smartphone die Welt in die Hosentasche stecken und mitnehmen

Der Erfolg des iPhone begründet sich allerdings auch auf die verfügbaren Zusatzanwendungen, kurz Apps genannt. Hier ist ein ganz neuer Markt entstanden, und auch andere Hersteller folgten Apples Vorbild. Doch lässt das riesige Angebot den Benutzer schnell die Übersicht verlieren, und er lädt Apps, an denen er nur kurzfristig Freude hat. Ob der derzeitige Markterfolg von langer Dauer ist, lässt sich nur schwer voraussagen

Eine Alternative könnte dabei das bisher etwas vernachlässigte mobile Internet sein. Seine Vorteile sind vor allem die Plattform-Unabhängigkeit und die einfache Verfügbarkeit. Der Browser könnte der gemeinsame Nenner in der ansonsten heterogenen Smartphone-Welt sein

Das soll der Ausgangspunkt für diese Arbeit sein. Sie hat das Ziel, den Browser als mögliche Alternative zu analysieren und eine kleine Anwendung dafür zu entwickeln

1.2 Aufbau der Arbeit

Die Arbeit besteht aus sechs Kapiteln. Im Anschluss an dieses anleitende Kapitel werden in Kapitel 2 zunächst die Grundlagen des mobilen Internets beleuchtet. Dazu gehört ein Überblick über die Entwicklung der Mobiltelefonie und des Internets. Um sich der Thematik anzunähern, werden hier weiterhin die Hauptbegriffe definiert, aktuelle Plattformen untersucht, und es wird versucht, Grundlagen für eine plattform-übergreifende Entwicklung zu finden

Das dritte Kapitel geht auf die Besonderheiten der mobilen Webentwicklung ein

Die Entwicklung einer mobilen Wohnungsbörse unter Zuhilfenahme eines geeigneten Content-Management-Systems wird im anschließenden Kapitel 4 behandelt. Es werden Konkurrenzanwendungen analysiert und auf Verbesserungsmöglichkeiten untersucht. Die Wahl eines geeigneten Content-Management-Systems wird ausführlich bearbeitet, ebenso die Entwicklung des Konzeptes

Nachdem das Problem analysiert werden konnte, folgt in Kapitel 5 die eigentliche Entwicklung. Dabei geht es darum, die geplante Anwendung als eine Erweiterung des Content-Management-Systems zu implementieren

Abschließend werden noch die gewonnenen Ergebnisse zusammengefasst, um eine Prognose geben zu können, ob das mobile Web eine Chance hat, sich neben der nativen Anwendungsentwicklung durchzusetzen

1.3 Motivation

Diese Arbeit entstand aus einem hohen persönlichen Interesse, dieses äußerst aktuelle Thema zu erforschen und mit dem erlangten Wissen eigene Ideen zu entwickeln. Beide Technologien wecken einen enormen Forscherdrang. Die Herausforderung besteht in der Reichweite der Anwendung, möglichst viele Nutzer zu erreichen. Dabei sollen die Besonderheiten eines Smartphone nicht zu kurz kommen

2 Grundlagen

Für die Bearbeitung dieses Themas ist es wichtig, die geschichtliche Entwicklung des mobilen Webs und dessen wichtigsten Grundlagen darzulegen. Der Ausdruck ,,mobiles Web“ bezeichne den Internetzugang unter Verwendung eines Browsers auf einem Mobiltelefon. Der Grund für die Einschränkung auf Mobiltelefone ist die besondere Anwendungssituation, wie sie im Folgenden erläutert wird

2.1 Entwicklung der Mobiltelefonie

Bewegliche Funkstellen sind nicht viel jünger als die Funktechnik überhaupt, nur waren sie anfangs so groß und auch schwer zu bedienen (Morse-Telegraphie), dass sich die zivile Nutzung im Wesentlichen auf den Seefunk beschränkte. Als die Anlagen kleiner wurden und auch den Sprechfunk ermöglichten, konnten auch Gespräche zwischen dem Telefonnetz und einem Schiff, Zug oder Flugzeug vermittelt werden. Aber es dauerte noch einige Zeit, bis 1946 der erste nichtmilitärische und kommerzielle Mobilfunk in den Vereinigten Staaten von Amerika seinen Betrieb aufnahm. In Deutschland war der Zugfunk 1926 auf einer Strecke eingeführt worden, ein analoges, handvermitteltes Autotelefonnetz gab es seit dem Jahre 1958, dieses war aber sehr teuer und hatte nur etwa 10000 Teilnehmer 1947 erfand D.R. Ring in den Bell Laboratories das Konzept des zellularen Mobilfunks, das Grundlage für unser heutiges Netz ist. Ring unterteilte das Netz in verschiedene Zellen. Benachbarte Zellen haben einen unterschiedlichen Frequenzbereich zur Verfügung. Sobald sich ein Gerät in einer Zelle befindet, wird eine Frequenz zugewiesen. Wechselt die Zelle, so wird eine neue Zelle zugewiesen. Damit mehrere Zellen denselben Frequenzbereich nutzen konnten, wurden je sieben Zellen zu einer Gruppe zusammengefasst (Abb. 2-1). Dieses Konzept war damals technisch jedoch noch nicht umsetzbar

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der erste zellenbasierte Mobilfunk in Europa entstand in Skandinavien und Finnland als analoges Netz. Das Nordisk Mobil Telefoni, kurz NMT, war auch in anderen Ländern erfolgreich. So nutzten unter anderem Russland, Polen, die Schweiz und Saudi-Arabien diese Technologie. Ein Nachteil damals waren die unterschiedlichen Lösungen, die nicht kompatibel untereinander waren. Denn nicht alle Länder nutzten damals NMT. In Deutschland war das ,,C-Netz“ der Deutschen Telekom zellular und von 1985 bis zur Abschaltung 2000 mit etwa 100000 Nutzern halbwegs verbreitet

In den Vereinigten Staaten kam es nicht zu einem nationalen Netzaufbau, sondern zu einer regionalen Fraktionierung mit inkompatiblen Netzen. Demgegenüber kamen zur gleichen Zeit in Europa erste Gedanken an ein europäisches Mobilfunknetz auf. Und so wurde 1982 der Groupe spécial mobile (GSM) zur Entwicklung einer europäischen Mobilfunknorm gegründet. Ein erstes Memorandum wurde 1987 von verschiedenen Netzbetreibern unterzeichnet und 1990 wurde die Norm verabschiedet. Im folgenden Jahr wurde in Finnland das erste GSM-basierte Mobilfunknetz zur Nutzung freigegeben, ein Jahr später das ,,D-Netz“ in Deutschland. Die GSM-Norm wurde international sehr erfolgreich und daraufhin in Global System for Mobile Communications umbenannt. Etwa 82% aller Mobiltelefone basieren auf dem GSM-Standard, dem Mobilfunkstandard der 2. Generation (2G). Die Signale werden nicht wie bei der ersten Generation analog, sondern digital übertragen. So existiert auch die Möglichkeit der Nutzung von Datendiensten. Diese Normung führte zu einem großen, attraktiven und konkurrenzintensiven Markt

2.2 Entwicklung des Internets

Die Idee, über Kommunikationsnetzwerke mit anderen Menschen in Verbindung zu treten ist älter, als man denkt. So könnte man afrikanische Trommelketten und indianische Rauchzeichen als Vorläufer des heutigen Internet bezeichnen, ebenso wie Gauß’ und Webers Telegraphen von 1833. So existierte bereits um 1900 ein weltumspannendes Telegraphennetz

Im Herbst 1969 startete das ARPANET, benannt nach der finanzierenden Advanced Research Projects Agency mit vier angeschlossenen Großrechnern am Stanford Research Institute, der University of Utah, der University of California in Los Angeles und der University of California in Santa Barbara als experimentelles paketvermitteltes, heterogenes, verteiltes Rechnernetz. Es gilt gemeinhin als Vorläufer des Internets, es gab aber auch Beiträge aus Europa. Das ARPANET stellte einen radikalen Bruch mit dem bisher üblichen dar, auch wenn nichts völlig neu war. So antizipierte man mit der Paketvermittlung die hohen Übertragungsgeschwindigkeiten, die für befriedigende Antwortzeiten (namentlich in einem Teilstreckennetz) bei insgesamt geringem Durchsatz nötig sind. Eine Neuentwicklung der Protokolle folgte, die zu der heute gebräuchlichen Internet-Protokollfamilie IP/TCP führte

Sie war offen für neue Entwicklungen, wie etwa dem World Wide Web . Im Laufe der Zeit war das Internet für viele Wissenschaftler zu einem bevorzugten Kommunikationsmittel und die Menge an Informationen schon unüberschaubar geworden. Da begann Tim Berners-Lee am CERN Überlegungen zu einem verteilten Hypertext-System anzustellen, aus dem schließlich das World Wide Web hervorging. 1991 wurde schließlich die erste Version freigegeben

2.3 Verbindung von Internet und Mobiltelefonie

Beide Gebiete entwickelten sich nahezu unabhängig voneinander und verbreiteten sich erst nach langer Entwicklungszeit explosionsartig. Nach diesen Erfolgen gab es erste Ideen, beides miteinander zu verbinden

„Zwei Revolutionen haben in den letzten 20 Jahren unabhängig voneinander stattgefunden, und der immense Einfluss dieser Entwicklungen auf unser Leben hält immer noch an. Erwartet wird nun aber die Konvergenz der beiden Revolutionen: das mobile Web. Und damit nicht genug, durch die Konvergenz des Webs mit dem Mobiltelefon soll eine neue Revolution entstehen.“[1]

Ein Hemmnis für die Benutzung des Internets auf Mobiltelefonen war die geringe Übertragungsleistung, die viele Dinge uninteressant machte, vor allem multimediale Anwendungen. Ein weiterer wichtiger Unterschied besteht zu den mobilen Internetnutzungen etwa mit einem Notebook: die sehr viel kleinere Darstellungsfläche und die andersartige Eingabesituation. Diese Punkte rechtfertigen es, von ,,mobilen Web“ unter Beschränkung auf Mobiltelefone zu sprechen

Die erste Mobilfunk-Internet-Kombination stellte das Wireless Application Protocol (WAP) dar. Es wurde von Ericsson, Motorola, Nokia und Openwave eingeführt und war eine Sammlung verschiedener Techniken und Protokolle, um Internetinhalte unter Berücksichtigung mobiltelefongerechter Aspekte an mobile Endgeräte auszuliefern. Die erstellten Seiten wurden mit Hilfe der Wireless Markup Language (WAP) erstellt. Wegen mangelnder Unterstützung der Industrie in Sachen Browser und entsprechenden Geräten mit WAP-Unterstützung scheiterte der erste Versuch. Erst mit der überarbeiteten Version 1.1 gab es eine ausreichende Anzahl an Geräten auf dem Markt. Auch wurden in dieser Version XHTML-Konventionen übernommen. Die Version 1.2 kam schon im gleichen Jahr und konnte mit Hilfe des User Agent Profile die Seite an unterschiedliche Geräte anpassen.[2] Mit der Version 2.0 hat man auf spezielle Mobilfunk-Protokolle wie WSP verzichtet und durch HTTP ersetzt, was die Verbindung zum Internet leichter machte. Dadurch ist WAP 2.0 auch nicht kompatibel zu WAP 1.x. In der Entwicklung von mobilen Webseiten setzt man hier auf die mobile Version von XHTML mit dem Zusatz MP für Mobile Profile. Durch größere Bandbreiten und Smartphones mit vollwertigen Browsern verliert WAP zunehmend an Bedeutung

Denn heute sind Smartphone-Browser bereits in der Lage, HTML5 und CSS3 zu verstehen. HTML5 ist zwar noch lange nicht fertig, aber viele Neuerungen werden schon unterstützt. So sind neue Input-Types für Formulare weitgehend implementiert worden. CSS3 macht die Gestaltung einfacher, indem neue Möglichkeiten geboten werden. So können Schriften mit Schatten versehen werden, Ecken auf einfache Weise abgerundet und sogar Transitions eingebunden werden. Mit Hilfe von JavaScript kann der Browser sogar auf Hardwareelemente wie den GPS-Sensor zugreifen oder Datenbanken anlegen und auf dem Gerät speichern

Eine Erweiterung des GSM-Standards stellt der Generel Packet Radio Service (GPRS) dar. Diese Technik wurde dem schwedischen Unternehmen Ericsson 1998 vorgestellt und nutzte eine paket-orientierte Übertragung. Das hat den Vorteil, dass auch wenn der Sprachkanal verwendet wird, Daten aus dem Internet geladen werden können.[3]

Aber GSM wurde auch ein zweites Mal erweitert. Mit der Enhanced Data Rates for GSM Evolution Norm (EDGE) sind Übertragungsraten von bis zu 473,6 kbit/s möglich. Die Verbreitung von EDGE verlief allerdings eher schleppend. Zum einen wollte man dem aufkommenden und durch die Lizenzversteigerungen auch teuren UMTS-Standard nicht im Weg stehen und zum anderen entstand EDGE in einer Zeit, in der ADSL in Privathaushalten schon sehr verbreitet war. So empfanden viele Nutzer die eigentlich deutliche Leistungssteigerung trotzdem als langsam.[4]

Die dritte Generation von Mobilfunkstandards (,,3G“) ist das Universal Mobile Telecommunications System (UMTS). Erste Schlagzeilen machte UMTS bereits im Jahr 2000, als bei der Versteigerung der Lizenzen über 50 Mrd. Euro in die Staatskasse geflossen sind. Allerdings reicht das noch lange nicht zum Betrieb, denn die gesamte Infrastruktur musste noch gebaut werden, da es nicht auf GSM aufbaut. Ein wesentlicher Unterschied ist, dass bei GSM jeder Nutzer eine Frequenz zugeteilt bekommt, während bei UMTS sich mehrere Geräte die Frequenz teilen

Auch für UMTS wurden zur Steigerung der Übertragungsgeschwindigkeit erweiterte Protokolle entwickelt. Das High Speed Packet Access + kann theoretisch Daten mit 42 Mbit/s Downlink und 22 Mbit/s Uplink austauschen

Aktuell wird in Deutschland an der Einführung des nächsten Mobilfunkstandards gearbeitet. Long Term Evolution (LTE), baut auf dem bisherigen UMTS-Standard auf und erreicht theoretisch bis zu 300 Mbit/s im Downlink und 75 Mbit/s Uplink bei einer Latenz von nur 5 ms. Die durchaus geringe Verzögerung machen eine Übertragung von Sprachdiensten über Voice over IP (VoIP) sowie Videotelefonie über das Internetprotokoll möglich. Als Besonderheit ist zu erwähnen, dass LTE verschiedene Bandbreiten unterstützt.[5] Allerdings gehört LTE, trotz der enormen Übertragungsrate, nicht der ,,vierten Mobilfunkgeneration“ an, sondern wird als 3.9G bezeichnet

Aber die Erweiterung LTE-Advanced soll die 4G Spezifikation voll erfüllen. Dabei sind theoretisch 1 Gbit/s beim Empfangen und 500 Mbit/s beim Senden von Daten möglich

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass immer höhere Übertragungsraten, leistungsfähigere Geräte und überschaubare Kosten das mobile Internet immer attraktiver machen. Dies belegt auch BitKom in einer Pressemitteilung. Aus dieser geht der Anstieg des Datenvolumens aus dem Jahr 2005 mit 0,2 GB bis zum Jahr 2010 auf 70 GB hervor[6]

Zum Abschluss ist zu sagen, dass das mobile Web eine höhere Reichweite hat als der Zugang über stationäre Computer / Notebooks. Auf unserer Erde leben ca. 6,8 Mrd. Menschen, von denen haben rund 2 Mrd. Zugang zum Internet.[7] Im Gegensatz dazu sind 5,3 Mrd. Mobiltelefone mit Internetzugang im Umlauf.[8] Ein Medium, welches jeder bei sich trägt und womit er immer und überall Zugang zum Internet hat

2.4 Vom Mobiltelefon zum Smartphone

Im Laufe dieser Entwicklung haben sich verschiedene Gerätetypen herausgebildet. Anhand bestimmter technischer Eigenschaften werden diese Geräte in Klassen eingeteilt und definiert

- Die ersten GSM-Mobiltelefone hatten zwei grundlegende Funktionen. Als Haupteigenschaft ist natürlich das Telefonieren zu nennen. Zusätzlich gab es schon die Möglichkeit, Kurznachrichten (SMS) zu senden. Diese Telefone hatten weder eine Kamera noch Zugriff auf das Internet. Die Geräte besaßen ein proprietäres Betriebssystem ohne die Möglichkeit, zusätzliche Software zu nutzen. In der heutigen Zeit sind solche Geräte nicht mehr oder kaum zu erwerben
- Als Feature phones, (erweiterte Mobiltelefone) werden solche Mobiltelefone bezeichnet, die außer den Fähigkeiten des Telefonierens und Versenden von Nachrichten noch weitere Nutzungsmöglichkeiten besitzen. Geräte dieser Kategorie besitzen eine Kamera und Multimediafunktionen wie einen einfachen Musikplayer. Erstmals können diese Geräte Zugang zum Internet herstellen und Daten des World Wide Web in einem Browser darstellen. In einigen Geräten ist schon Bluetooth oder gar ein Beschleunigungssensor eingebaut. Das Betriebssystem eines Feature phones lässt das Installieren von Anwendungen, wie z.B. Spielen zu. Diese können über das Internet auf das Gerät geladen und Installiert werden
- Ein Smartphone kann als Mobiltelefon mit Computerfunktionalität oder als kleiner Computer (PDA) mit Telefonfunktion bezeichnet werden. Es bietet das Telefonieren nicht als Hauptfunktion an, sondern als Teil einer breiten Palette von Funktionen. Dadurch weicht auch die Bauform etwas von klassischen Mobiltelefonen ab. Sie bieten grundsätzlich die Möglichkeit, zusätzliche Software-Funktionen nachzurüsten, die sogenannten Apps

Smartphones lassen sich wegen den ständigen Neuerungen recht schwierig einordnen. Während ein sehr günstiges Gerät heute nur noch knapp in diese Kategorie fällt, hätte es vor 10 Jahren diese angeführt.[9]

Aktuelle Geräte besitzen meist ein Multitouch-Display, dies ist aber nicht zwingend. Vor allem ältere Modelle werden über eine vollwertige Tastatur, Trackball oder ähnliche Systeme bedient. Smartphones zeichnen sich durch ihre Flexibilität und Erweiterbarkeit aus

Die folgenden Merkmale sollten Geräte dieser Klasse nach heutigem Stand[10] besitzen:

- Vollwertiger Browser zur Darstellung von Webseiten
- WLAN-Modul
- 3G Verbindung
- Musik-Spieler
- GPS oder A-GPS
- Bluetooth
- Berührungsempfindlicher Bildschirm
- Verschiedene Sensoren (z.B. Beschleunigungssensor, Kompass)
- Video-/Foto-Kamera

Diese Eigenschaften sind so allerdings keine strenge Bedingung für diese Kategorie. In dieser Bachelorarbeit geht es vor allem um Smartphones

2.5 Anwendungen für Smartphones

Für Smartphones können, wie auch auf vollwertigen Rechnern, verschiedene Arten von Anwendungen zum Einsatz kommen

App ist eigentlich die Kurzform von Application. Damit wird eine Anwendung für Smartphones bezeichnet. (Am 6. Januar 2011 eröffnete Apple allerdings einen App-Store auch für Mac-Anwendungen. Damit beziehen sich Apps nicht mehr nur auf mobile Endgeräte, sondern erstmals auch auf stationäre Rechner. )

Es werden drei Arten Apps unterschieden, die im Folgenden kurz beschrieben werden

2.5.1 Native App

Eine native Anwendung ist eine eigenständige Anwendung, die auf einem Gerät installiert werden muss. Dadurch erreichen native Apps eine höhere Performance, bessere Grafikmöglichkeiten und haben besseren Zugriff auf Systemfunktionen, wie zum Beispiel die Kamera

Der Vertrieb von nativen Apps erfolgt über Plattform-spezifische App Stores. So existieren für iOS der AppStore von Apple, für Android der Android Market, für BlackBerry die AppWorld und für Windows Phone 7 der Marketplace.[11]

Vorteile von nativen Apps sind:

- Besserer Zugriff auf Systemfunktionen
- Sie sind schneller / performanter
- Besitzen bessere Grafik
- Können über App Stores vertrieben werden
- Werden direkt über den Startbildschirm gestartet
- Sind unabhängig von der Internetverbindung und können offline genutzt werden
- Genehmigungsprozess zur Zurlassung für die App Stores
- Erneute Prüfung bei einem Update
- Keine plattform-übergreifende Entwicklung, da jede Plattform unterschiedliche Sprachen und Bibliotheken nutzt
- Es entstehen Kosten für die Entwicklungsprogramme
- Unterschiedliche Hardware-Anforderungen der SDKs

2.5.2 Web App

Eine Web App ist eine für Smartphones optimierte Web-Anwendung.[12] Diese benötigt daher den Browser zur Darstellung, ebenso wie eine Internetverbindung. Dadurch stehen aber nicht alle Systemfunktionen zur Verfügung und auch die Rechenleistung ist geringer gegenüber einer nativen App

Dafür kann eine Webanwendung direkt veröffentlicht werden und benötigt keine Genehmigung. Das erspart Zeit und Geld. Auch Updates können sofort veröffentlicht werden. Andererseits muss die Anwendung selbst vertrieben werden. Dafür ist die Reichweite nahezu unbegrenzt, alle Geräte, also auch die Feature-Phones, haben dann, je nach eingesetzter Technologie, über den Browser Zugriff auf die Anwendung.[13]

Vorteile einer Web-Application

- Keine Kosten für Entwicklungsprogramme
- Ein Paket gängiger Technologien (HTML, CSS und JavaScript)
- Einfacher zu programmieren
- Keine Genehmigung zur Veröffentlichung
- Update kann sofort durchgeführt werden
- Benötigt Browser
- Eingeschränkter Zugriff auf Systemfunktionen
- Funktioniert nur bei einer Verbindung mit dem Internet, das gilt allerdings bei jeder Anwendung, die auf externe Daten zugreift

2.5.3 Hybrid App

Hybride Apps stellen die Verbindung mobiler Betriebssysteme mit universellen Webtechnologien dar. Dabei besteht die Anwendung selbst aus den bekannten Webtechnologien HTML, CSS und JavaScript. Danach wird mit Hilfe eines Frameworks eine native App erstellt, welche dann in den gewünschten Marktplatz eingereicht werden kann. So besitzt die hybride App nicht nur Vorteile beider Technologien, sondern auch ihre Nachteile, wie zum Beispiel der Genehmigungsprozess

Vorteile einer hybriden App

- Einfache Entwicklung mit HTML, CSS und JavaScript
- Bedienkomfort einer nativen App
- Kann offline benutzt warden
- Genehmigungsprozess für App Store und Updates

2.5.4 Erkenntnisse

Jede dieser Arten von Anwendungen hat ihre Vor- und Nachteile und sollte je nach Bedarf und Ziel der Anwendung verwendet werden. Bei Anwendungen mit hohen Hardwareanforderungen und für finanzielle Einnahmen durch den Verkauf ist eine native Anwendung die erste Wahl. Soll jedoch eine Anwendung möglichst viele Nutzer unterschiedlicher Plattformen erreichen, so ist eine Web Anwendung der Nativen vorzuziehen

2.6 Betrachtung aktueller Smartphone-Plattformen

Auf dem Markt sind Smartphone-Plattformen unterschiedlicher Hersteller oder Organisationen verbreitet. Diese Plattformen werden in alphabetischer Reihenfolge betrachtet. Dabei wird kurz auf die Entstehung und die Entwicklung von Anwendungen eingegangen

2.6.1 Android – Google

Android ist die Open-Source Plattform von Google und der Open Handset Alliance (OHA, u.a. Motorola, Samsung, HTC, Intel, Qualcom). Es zeichnet sich durch seine Offenheit und Flexibilität aus. Android basiert dabei auf einem Linux-Kernel, auf dem eine eigenständige virtuelle Java–Maschine namens Dalvik läuft. Ein Nachteil von Android ist die starke Versions-Fragmentierung. Es sind immer noch Geräte mit den ersten Versionen im Umlauf. Viele Hersteller unterstützen Android, was sich auch in der Anzahl der angebotenen Geräte zeigt

Anwendungen werden hauptsächlich mit dem kostenlosen Android SDK in Java entwickelt. Mit dem Native Development Kit (NDK) können auch C/C++ Anwendungen entwickelt werden

Der Vertrieb erfolgt größtenteils über den offiziellen ,,Android Market“, der derzeit 175802 Apps[14] enthält. Mit der ,,Android Market App“ kann ein Benutzer auf den App-Marktplatz zugreifen. Bei dieser Plattform sind alternative App-Stores erlaubt und auch verbreitet

Für die Nutzung des mobilen Internet steht der Standard-Browser Chrome Lite zur Verfügung, welcher auf der WebKit-Engine basiert

2.6.2 Bada – Samsung

Bada (koreanisch: Ozean) ist seit Ende 2009 eine proprietäre Plattform aus dem Hause Samsung. Und das obwohl Samsung Mitglied der OHA und der Limo Foundation ist. Samsung möchte damit eine neue Geräteklasse zwischen Feature-Phone und Smartphone schaffen, also preisgünstige und leistungsstarke Geräte.[15] Im Sommer 2010 startete die Plattform dann mit dem Samsung Wave S8500. Aktuell sind sechs Geräte aus dem Hause Samsung verfügbar.[16]

Im Kern des mobilen OS kommen sowohl ein Linux- als auch ein BSD-Kernel zum Einsatz. Für die App-Entwicklung steht auch bei Bada ein kostenloses SDK zum Download bereit. Voraussetzung für die Entwicklung ist ein Computer mit Windows Betriebssystem. Dann erhält man eine angepasste Eclipse-Entwicklungsumgebung. Bei der Entwicklung selbst kommt dann C++ zum Einsatz

Mit ,,Samsung Apps“ betreibt der Bada Entwickler seinen eigenen App Store mit derzeit 5920 Anwendungen.[17]

Als Browser kommt der Dolphin Browser 2.0 zum Einsatz, bei dem auch die WebKit-Engine die Basis ist

2.6.3 Blackberry OS – Research in Motion

Das proprietäre Blackberry OS stammt vom kanadischen Hersteller Research in Motion, welcher 1999 die ersten Geräte entwickelte. Bekannt wurden Blackberrys als mobile E-Mail-Maschinen. Durch eine Anbindung an Lotus Domino, Microsoft Exchange oder Novell Groupware hat Blackberry seine Stärken im Geschäftskundensegment und einen hohen Marktanteil auf dem Smartphone Markt. Seit Version 6.0 hat das OS auch Multitouch Support, bis dahin erfolgte die Bedienung mit Tastatur, Trackball oder Trackwheel

Mit dem SDK können auch hier Anwendungen in Java entwickelt und im eigenen Store vertrieben werden. Aktuell sind 24504 Anwendungen[18] erhältlich

Der Browser in der aktuellen Version 6.0 basiert auf der WebKit-Engine und beherrscht bereits Teile von HTML5 sowie CSS3 und erlaubt Zugriff auf die Hardware des Systems wie z.B. den GPS Sensor zur Bestimmung der aktuellen Position

2.6.4 iOS – Apple

Als Apple im Januar 2007 das erste Mal das iPhone angekündigt hatte, konnte niemand erahnen, dass ein komplett neuer Markt entstehen würde. Seit der im Sommer 2010 vorgestellten vierten Generation heißt das iPhone OS nur noch kurz iOS. Dabei handelt es sich um ein proprietäres Betriebssystem, zu dem es nur Geräte von Apple gibt. Das sind neben den iPhones auch das iPad, iPod touch und Apple TV. Als erster Hersteller verwandte Apple Multitouch-Bedienung und verzichtete bis auf einen Button komplett auf eine Tastatur. Zur Synchronisation ist neben einem Mac oder PC auch iTunes erforderlich

Für Entwickler wird ein sehr umfangreiches SDK angeboten. Darin ist die Entwicklungsumgebung Xcode sowie ein Emulator enthalten. Die Entwicklung von Apps geschieht in der C-basierten objektorientierten Sprache Objective-C

Vertrieben werden die Anwendungen über Apples eigenen AppStore mit derzeit 362.580 aktiven Apps[19]. Apple ist damit der Marktführer, wenn es um Anzahl und Umsatz dieses neuen Marktes geht. Der Zugriff ist nur über die entsprechende iTunes App möglich. Alternative Marktplätze sind nur für iPhones mit Jailbreak zugänglich. Bis Januar 2011 wurden 10 Milliarden Downloads aus dem iOS AppStore registriert

Für den Webzugriff ist der Safari Browser installiert, welcher auf der WebKit-Engine basiert. Safari gehört zu den fortschrittlichsten Browsern auf Smartphone-Plattformen

2.6.5 Symbian

Symbian kann als Erfinder oder Vordenker der modernen Smartphone Technik bezeichnet werden. Über einen langen Zeitraum war es eines der fortschrittlichsten Smartphone Betriebssysteme und ist auch noch heute der Marktführer. Der Symbian Foundation, welche 2008 die Rechte vom ursprünglichen Entwickler Psion bekam, gehörten bis vor Kurzem LG, Samsung und Sony Ericson an. Allerdings haben sich nach und nach diese Hersteller von diesem System getrennt. Bis vor kurzem setzte sich nur noch Nokia für eine Weiterentwicklung ein. Nokia, das auch bei Meego aktiv war und diese für High-End Modelle nutzen wollte, wird in Zukunft primär Geräte für Microsoft Windows Phone 7 herstellen. Damit ist die Zukunft des einstigen Marktführers ungewiss

Anwendungen für Symbian Geräte können auf unterschiedliche Art entwickelt werden. Symbian forciert zwar die Entwicklung mit dem Qt-Framework, unterstützt aber auch die Entwicklung mit HTML / JavaScript und Java

Der Ovi Store von Nokia, der ebenso über den Browser zu erreichen ist, hat aktuell rund 30.000 Apps.[20]

Ein moderner WebKit Browser ist auf Symbian Geräten vorinstalliert

2.6.6 WebOS – HP

Als Nachfolger für das PDA-Betriebssystem PalmOS entwickelte Palm mit WebOS ein Smartphone-Betriebssystem neu, wobei der Kernel des OS auf Linux basiert. Der Name WebOS wurde wegen der engen Bindung vom Smartphone mit dem Internet gewählt. Es wurde erstmals auf der CES 2009 in Las Vegas vorgestellt. Dier Verkaufszahlen blieben jedoch hinter den Erwartungen zurück und trieb Palm in wirtschaftliche Probleme. Daraufhin kaufte HP 2010 das Unternehmen und entwickelt WebOS weiter

Anwendungen für WebOS bestehen aus einer Kombination von HTML, CSS und JavaScript, was die Entwicklung sehr einfach macht und vor allem für Web-Entwickler äußerst attraktiv macht, da keine neue Sprache erlernt werden muss. Mit Hilfe der JavaScript-Erweiterung Palm Mojo Framework hat der Entwickler bzw. die App Zugriff auf die Hardware des Gerätes, z.B. das Netzwerk, GPS oder eine SQLite-Datenbank. Seit März 2010 können Anwendungen mit C oder C++ entwickelt werden. Dafür steht das Plug-In Development Kit zur Verfügung

Der App Catalog benannte App-Store bietet momentan 6092 Apps zum Download an.[21]

Der Browser auf WebOS Geräten heißt schlicht Web und basiert auf der WebKit-Engine

2.6.7 Windows Phone 7 – Microsoft

Microsoft konnte bisher auf dem Smartphone Markt nicht überzeugen. Ende 2009 erschient die letzte Version von Windows Mobile in der Version 6.5. Auch diese konnte die Kunden nicht wirklich begeistern. Daher entschloss sich Microsoft, einen Neuanfang zu wagen. Im Oktober 2010 wurde daraufhin Windows Phone 7 vorgestellt. Microsoft, selbst kein Gerätehersteller, macht den Herstellern strenge Vorgaben für Windows Phone 7 Geräte

Auch das Bedienkonzept wurde neu entwickelt. Das Metro genannte Konzept setzt auf klare übersichtliche Strukturen und Typografie. Auf der Startseite befinden sich sogenannte ,,Live-Kacheln“, welche auch aktuelle Statusinformationen, z.B. Anzahl eingegangener E-Mails oder Kurznachrichten, anzeigen kann. In einem ,,Hub“ werden verwandte oder ähnliche Funktionen zusammengefasst. Anders als bei anderen Plattformen gibt es hier nur einen Hauptbildschirm. Bei Android oder iOS werden diese noch nebeneinander platziert. Zur Bedienung gibt es genau drei Tasten mit den Funktionen Zurück, Startseite und Suche

Das umfangreiche und kostenlose SDK enthält als Entwicklungsumgebung Visual Studio 2010 Express, Silverlight 4.0, Expression Blend for Windows Phone, XNA GameStudio 4.0 und einen Windows Phone Emulator. Damit ist man für die Entwicklung sehr gut ausgestattet. Zusätzlich stellt Microsoft Entwicklern umfassende Beispiele und Tutorials bereit. Die Entwicklung von Anwendungen erfolgt mit C# in Silverlight oder XNA

Der Marketplace zur aktuellen Windows Phone 7 Plattform wächst stetig und schnell. Seit Start im November 2010 sind nun 10.191 Apps im Windows Phone 7 Marketplace verfügbar.[22] Ein Zugriff auf den Marketplace ist auch per Browser möglich

Der Browser basiert auf dem alten Internet Explorer 7, welcher nur erweitert wurde. Microsoft kündigte aber bereits an, mit dem im März kommenden NoDo Update den Internet Explorer in der Version 9 auszuliefern. Dieser soll nach eigenen Angaben HTML5 und CSS3 unterstützen

2.6.8 Gesamtüberblick und Marktsituation

Vorgestellt wurden 7 aktuelle Plattformen. Nun wird ein Überblick über die aktuelle Marktsituation gegeben. Nach eingehender Recherche ist dies aber ein schwieriges Unterfangen, da sich alle Angaben sehr voneinander unterscheiden. Das liegt zu großen Teilen daran, das der Marktanteil unterschiedlich gemessen wurde. Im Folgenden sind drei unterschiedliche Analysen betrachtet worden, um ein möglichst genaues Ergebnis präsentieren zu können

Begonnen wird mit den reinen Verkaufszahlen der Marktforscher von Canalys.[23] Grundlage bilden die verkauften Geräte im 4. Quartal 2010. Demnach überholt Google erstmals Nokia mit 33,3 Millionen verkaufter Geräte, was einem Marktanteil von 32,9 % entspricht. Nokia kam immerhin auf 31 Millionen Geräte und einen Marktanteil von 30,6 %. Apple verlor etwas und verkaufte 16,2 Millionen Gerätes bei einem Marktanteil von 16 %, gefolgt von Research in Motion (14,6 Mio, 14,4 %). Microsoft konnte nur 3,1 Millionen Geräte verkaufen und erreichte einen Marktanteil von 3,1 %. 3 Millionen Geräte anderer Hersteller wurden im 4. Quartal verkauft. Darunter fallen solche von Samsung und Sony Ericson

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2-2: Marktanteile verkaufter Smartphones Q4

Da die Anzahl der verkauften Geräte pro Quartal keine definitive Aussage über den tatsächlichen Marktanteil zulässt, werden auch Zugriffstatistiken betrachtet

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2-3: Zugriffsstatistik Netbiscuits

Zuerst werden die Zahlen der Softwarespezialisten von Netbiscuits ausgewertet. Demnach rangiert Apples iOS Plattform mit einem Marktanteil von 42,46 % vor Android mit 23,19 %. Auf Platz drei liegt der ehemalige Marktführer Symbian mit gerade einmal 16,47 %. Immer noch gut vertreten sind die Geräte mit dem Blackberry OS, sie kommen auf 11,78 %. Auf den weiteren Rängen liegen das nun das mittlerweile veraltete Windows Mobile (3,51%), die Bada Plattform von Samsung (1,38%), WebOS (0,83%) und PalmOS (0,28%). Windows Phone 7, welches erst in dem Monat der Studie veröffentlicht wurde, kam auf 0,1%

Die Zugriffsstatistik des Webseiten-Statistik-Dienstes StatCounter ist die letzte betrachtete Analyse. Demnach greifen Nutzer eines Symbian Gerätes am häufigsten auf die Webseiten mit dem StatCounter Analyse-Tool zu (31,02%). Auf dem zweiten Rang liegt hier iOS (24,11%) gefolgt von Android (15,44%). Dicht dahinter befinden sich der Geräte von Research in Motion mit 14,22 %. Die restlichen 15,21% teilen sich mehrere kleinere Plattformen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2-4: Zugriffsstatistik StatCounter

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die wichtigsten Plattformen Apple iOS und Android sind. Apple hat mit nur einem aktuellen Smartphone einen enormen Marktanteil und Android hat viele Hersteller überzeugen können, Geräte mit dieser Plattform zu produzieren und löste im vergangenen 4. Quartal 2010 erstmals den bisherigen Marktführer Symbian ab. Im weiteren Blickfeld befindet sich Research in Motion mit dem vor allem für Business-Anwendungen beliebten Blackberry. Microsoft muss sich mit dem neuen Windows Phone 7 erst beweisen, darf aber auch nicht abgeschrieben werden, vor allem weil man nun mit Nokia einen führenden Hersteller ins Boot holen konnte. Aber auch WebOS von HP darf nicht vergessen werden, wird es aber auf Dauer schwierig haben, sich gegen die Konkurrenten durchzusetzen

2.7 Zusammenfassung und Erkenntnisse

Es wurde im voran gegangenen Kapitel geklärt, was ein Smartphone ist und wie die Entwicklung zu diesem voranschritt

Weiterhin wurden sieben Smartphone Plattformen betrachtet und festgestellt, dass eine Plattform-übergreifende Entwicklung nativer Apps nicht möglich ist. Zu unterschiedlich sind die Architekturen der einzelnen Betriebssysteme

Für eine Entwicklung über alle Plattformen hinweg kommt nur eine Webanwendung in Frage. Die Basis, der Browser, ist auf allen Geräten installiert und in 6 von 7 Fällen basiert er auf der modernen WebKit-Engine. Diese Grundeigenschaft macht das Entwickeln noch einfacher, da kaum browserspezifische Anpassungen vorgenommen werden müssen

3 Rahmenbedingungen für die Entwicklung mobiler Webanwendungen

In diesem Kapitel werden grundlegende Besonderheiten der Entwicklung mobiler Webseiten behandelt. Denn „Mobil machen, nicht einfach kleiner machen“[24] ist das Motto und das bedarf der Berücksichtigung dieser Besonderheiten. Und Firtman schreibt „It´s Not the Mobile Web; It´s Just the Web“.[25] Denn das wird oftmals vergessen: Es werden die gleichen Daten genutzt, wie auf dem Rechner zu Hause

3.1 Probleme bei der Entwicklung mobiler Webanwendungen

Worin unterscheidet sich die Entwicklung mobiler Webanwendungen von der Entwicklung für herkömmliche Geräte? Auf diese Probleme soll nun eingegangen werden

3.1.1 Display

Beim Bildschirm trifft der Entwickler gleich auf mehrere Probleme. Zum einen die schier unglaubliche Anzahl an unterschiedlichen Größen, von 128 × 128 bis zu 960 × 640 Pixeln (px). Im Bereich der Smartphones, welche ja hier vorwiegend betrachtet werden sollen, geht es von 240 × 480 über 320 × 480, 480 × 800 bis zu 640 × 960 px. Diese unterschiedlichen Größen stellen den Entwickler vor besondere Herausforderungen

Ein weiterer zu beachtender Aspekt ist die physikalische Auflösung, gemessen in Pixeln pro Zoll (ppi). Während sich bei stationären Computerbildschirmen die Werte zwischen 70 und 100 ppi eingependelt haben, gibt es bei Smartphone-Displays eine größere Bandbreite bei einer höheren Auflösung. Die iPhones der ersten bis dritten Generation hatten eine Pixeldichte von 163 ppi[26]. Das aktuelle iPhone 4 hat 326 ppi und damit den Höchstwert gegenwärtig erhältlicher Geräte. Dazwischen liegen weitere Geräte, wie der Tabelle 3-1 entnommen werden kann

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3-1: Auflösungen aktueller Smartphones[27]

Verdoppelt man die Auflösung eines Displays, so schrumpft eine Grafik auf ein Viertel. Darauf kann der Entwickler reagieren, indem er für höherauflösende Bildschirme höherauflösende Grafiken benutzt

Die Orientierung – Hoch- oder Querformat – des Smartphone-Bildschirms ist auch ein Punkt, der beachtet werden muss. Im Vergleich zu Desktop-Bildschirmen, die meist im Querformat und nur selten im Hochformat betrieben werden, sind auf Smartphones beide Ansichten üblich, und ist auch der Wechsel im Betrieb durchaus gebräuchlich

Mit Hilfe von CSS Media Queries kann der Entwickler für jede Orientierung ein Stylesheet verwenden. In dem folgenden Beispiel wird im Querformat (landscape) das Stylesheet landscape.css geladen und im Hochformat (portrait) das portait.css

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Listing 3-1: CSS Media Queries und Orientation

Diese Abfragewird derzeit von Safari und dem Android-Browser unterstützt.[28]

3.1.2 Viewport

Der Viewport ist der Ausschnit des HTML-Dokuments, der auf dem Display angezeigt wird..[29] Ist dieser größer als das Smartphone-Display, so skaliert (verkleinert) der Browser die Anzeige, Der Nutzer kann nun auf die gewünschte Information hineinzoomen. Dabei geht der Browser im Zweifel davon aus, dass eine Desktop-Webseite eine bestimmte Breite hat. Apple geht zum Beispiel von 980 px Breite aus

Damit optimierte mobile Webseiten in voller Pracht angezeigt werden, muss der Viewport auf die Displaygröße gesetzt werden. Dies geschieht mit dem Viewport-Tag im Kopf der Webseite

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Listing 3-2: Einfacher Viewport

Damit skaliert der Browser die Webseite auf eine Breite von 320 Pixel. Da aber unterschiedliche Displaygrößen vorkommen, kann die feste Breite auch anhand der Displaybreite angegeben werden

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Listing 3-3: Viewport mit variabler Gerätebreite

Übersicht über die Attribute:

- width: Legt die Breite des Viewports fest. Angegeben wird entweder der Wert in Pixel oder ,,device-width“.
- height: Legt die Höhe des Viewports fest. Angegeben wird entweder der Wert in Pixel oder ..device-height“.
- initial-scale: Ist der Wert der Skalierung, wenn die Seite geladen wird. Angegeben wird der Wert zwischen 0.1 und n.
- user-scalable: Erlaubt dem Benutzer zu Skalieren oder verbietet es. Angabe in „yes“ oder „no“.
- minimum-scalable: Gibt den Wert der minimalen Skalierung an, wobei 1.0 keine Skalierung bedeutet. Die Angabe ist von 0.1 bis n möglich.
- maximum-scalable: Gibt den Wert der maximalen Skalierung an, wobei 1.0 keine Skalierung bedeutet. Die Angabe ist von0.1 bis n möglich.[30]

Derzeit wird der Viewport von Safari, Android Browser, WebOS und Blackberry OS seit 4.2.1 unterstützt

3.1.3 Eingabemöglichkeiten

Ein weiteres Merkmal, das der besonderen Aufmerksamkeit bedarf, sind die Eingabe- oder Bedienmöglichkeiten. Smartphones werden meist per Finger auf einem berührungsempfindlichen Display bedient, aber auch alphabetische Tastaturen oder die Bedienung mit einem Trackball kommen vor

3.1.4 Verbindung

Die benötigte Bandbreite stellt durchaus eine Herausforderung dar. Da UMTS in Deutschland bisher nicht vorausgesetzt werden kann, muss ein Entwickler auf die Größe der Webanwendung achten. Dabei sind vor allem möglichst kleine Bilddateien wichtig sowie womöglich ein Verzicht auf externe Bibliotheken wie jQuery

3.2 Smartphone Browser

Auf den mobilen Plattformen kommen verschiedene Browser zum Einsatz. Es werden kurz die wichtigsten Browser vorgestellt

Aus der Vorstellung der Plattformen in Kapitel 2 geht hervor, dass der Standardbrowser in 6 von 7 betrachteten Systemen auf dem WebKit-Engine basiert. Dabei handelt es sich um ein Open-Source Layout-Engine für Webbrowser. Dieses gibt HTML und CSS wieder und führt auch JavaScript aus. Verwendung findet dieses moderne Engine auch in den Desktop-Browsern Safari und Google Chrome. Bei der hohen Anzahl von WebKit Portierungen auf Smartphone-Plattformen gibt es viele Unterschiede zwischen den einzelnen Browsern. Jeder Hersteller entscheidet selbst, welche Funktionen implementiert werden

Microsoft verwendet auf der hauseigenen Plattform einen veralteten Internet Explorer 7 der allerdings demnächst durch den Internet Explorer 9 ersetzt wird

Ein vor allem im asiatischen Raum verbreiteten Browser ist der Opera Mobile Browser. Dieser leitet angefragte Webseiten auf einem eigenen Server, wo sie dann komprimiert und aufbereitet an das Smartphone übertragen werden

Mozilla, immerhin sehr verbreitet im Desktop Bereich, hat die Entwicklung bisher verpasst. Firefox Mobile ist derzeit nur für Maemo und Android erhältlich

3.3 Nutzung gerätespezifischer Eigenschaften

Aktuelle Browser sind in der Lage, auf verschiedene Systemfunktionen zuzugreifen. Im Folgenden wird darauf eingegangen, welche und wie sie verwendet werden können

3.3.1 Telefon und Kurznachrichten

Ein Smartphone ist auch immer noch ein Telefon, und so kann mit folgender Anweisung:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Listing 3-4: Link zum Öffnen der Telefonanwendung

von einer Webseite direkt die Telefonanwendung gestartet werden. Mit Hilfe des tel-Schemas wird dabei eine Nummer in einer URI angegeben und bei Aktivierung des Links „Anrufen“ die Anwendung gestartet und nach Bestätigung die Nummer +49 030 12345678 gewählt.[31]

Diese Funktion wird von allen Standardbrowsern der vorgestellten Plattformen unterstützt.[32]

Aber auch das Senden von Kurznachrichten ist möglich:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Listing 3-5: Link zum Öffnen der SMS-Anwendung

Dabei muss keine Empfängernummer angegeben werden. In diesem Fall wird dann lediglich die SMS-Anwendung gestartet. Es ist auch möglich, bereits einen Text als Vorbesetzungsparameter zu übergeben.[33]

Manche Browser starten die Telefonfunktion schon, wenn nur eine Telefonnummer in einem Webdokument gefunden wurde. Das Ausschalten der automatischen Telefonnummernwahl kann mit dem folgenden Meta-Tag vorgenommen werden

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Listing 3-6: Abschalten der automatischen Telefonnummern-Erkennung

3.3.2 Ortung

Nahezu jedes aktuell erhältliche Smartphone besitzt eine Möglichkeit der Ortung; zum einen mittels GPS oder besser A-GPS Empfänger oder auch per WiFi Erkennung. Dabei wird die Position anhand bekannter WLAN-Router bestimmt.[34]

Unterstützt wird die Ortsbestimmung allerdings nicht von jedem Browser. Zur Zeit sind das Safari, Android-Browser und Blackberry

Damit ein Browser auf die Smartphone-Hardware zugreifen kann wurde die Geolocation API entwickelt, die den Zugriff auf die Position per JavaScript ermöglicht. Dabei entscheidet der Browser, welche Technik zur Ortung zum Einsatz kommt

Das navigator.geolocation Objekt bietet eine einmalige Abfrage, ,,One-Shot-Ortung“, oder eine kontinuierliche Abfrage.[35] Für die einmalige Positionsbestimmung ist die getCurrentPosition(callBackFunction) Funktion bestimmt, die eine Callback-Funktion erwartet. Der Benutzer muss daraufhin die Ortung zulassen. Erst danach stehen der Callback-Funktion die gelieferten Werte zur Verfügung. Optional können zwei weitere Parameter übergeben werden. Zum einen eine Methode für das Error-Handling und Positionsoptionen

Die kontinuierliche Abfragefunktion watchPosition() ruft bei einer Ortsveränderung eine Callback-Funktion auf, bis dies mittels clearWatch() beendet wird

Die Callback-Funktion wird ein Objekt mit den Eigenschaften coords und timestamp übergeben. Bei timestamp handelt es sich um den Zeitpunkt der Ortsbestimmung. Das coords-Objekt besitzt folgende Eigenschaften:

Das coords-Objekt enthält folgende Werte:

- latitude: Dezimalgrad der geografischen Breite vom Typ double
- longitude: Dezimalgrad der geografischen Länge vom Typ double
- accuracy: Genauigkeit der Koordinaten in Meter vom Typ double
- altitude: Höhe über dem Referenzellipsoid in Meter vom Typ double
- altitudeAccuracy: Genauigkeit der Höhenangabe in Meter vom Typ double
- heading: Richtungsangabe in Grad relativ zum Norden im Uhrzeigersinn vom Typ double
- speed: Geschwindigkeit in Meter pro Sekunde vom Typ double

Optional kann und sollte eine Fehler-Callback.Funktion verwendet werden. Das PositionError-Objekt besitzt zwei Eigenschaften, code und message. code, vom Typ short, kann vier verschiedene Werte annehmen,auf die der Entwickler reagieren sollte:

- PERMISSION_DENIED: Die Ortung wird verweigert
- POSITION_UNAVAILABLE: Die Position kann nicht festgestellt werden, da kein Netzwerk in Reichweite oder ein GPS-Signal nicht erreichbar ist
- TIMEOUT: Positionsbestimmung dauert zu lange (Wert in PositionOptions definiert)
- UNKNOWN_ERROR: Anderer nicht genau definierter Fehler

[...]


[1] Zitat Alby S. XIII

[2] Vgl. Bieh S

[3] Vgl. Alby S. 22 ff

[4] Vgl. Alby S.

[5] Vgl. Wikipedia s.v.,,Long Term Evolution“

[6] Vgl. BitKom 07.02

[7] Vgl. Internet World Stats

[8] Vgl. Facts and Figures “The rise of 3G”

[9] Vgl. Firtman S.

[10] Stand: 13.03

[11] Vgl. Spiering S.

[12] Vgl. Stark S

[13] Vgl. Spiering S.

[14] Vgl. AndroLib

[15] Vgl. mobile OS S.

[16] Quelle Bada Stand 13.03

[17] Vgl. Samsung Apps Stand: 13.03

[18] Vgl. BlackBerry App World Stand: 13.03

[19] Vgl. 148Apps Stand: 13.03

[20] Vgl. Nokia Presseteam

[21] Vgl. Pre central Stand: 14.03

[22] Vgl. Windows Phone Applist Stand: 13.03

[23] Übersicht im Anhang A

[24] Zitat Bieh S

[25] Zitat Firtman S.

[26] Vgl. Apple Technical Specifications Stand: 16.03

[27] Herstellerangaben

[28] Vgl. Firtman Tabelle S.

[29] Vgl. Spiering S.

[30] Vgl. Firtman S.

[31] Vgl. Network Working Group

[32] Vgl. Firtman S

[33] Vgl. Firtman S 144f

[34] Vgl. Firtman S.

[35] Vgl. Spiering S.

Ende der Leseprobe aus 66 Seiten

Details

Titel
Entwicklung einer browserbasierten mobilen Anwendung mittels eines Content-Management-Systems
Hochschule
Hochschule Harz Hochschule für angewandte Wissenschaften  (Automatisierung und Informatik)
Note
1,7
Autor
Jahr
2011
Seiten
66
Katalognummer
V280407
ISBN (eBook)
9783656744986
ISBN (Buch)
9783656744955
Dateigröße
1137 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mobile Web, App, Smartphone, Mobilfunk, Internet, TYPO3
Arbeit zitieren
Andre Müller (Autor), 2011, Entwicklung einer browserbasierten mobilen Anwendung mittels eines Content-Management-Systems, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280407

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