Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Grundideen der beiden Herangehensweisen im Portfoliomanagement und stellt diese vergleichend gegenüber.
Besonders hervorzuheben sind hierbei die teils sehr verschiedenen Sichtweisen der einzelnen ökonomischen Akteure.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Aktives Portfoliomanagement
2.1 Fundamentalanalyse
2.2 Technische Analyse
2.2.1 Trendanalyse nach Charles H. Dow
2.2.2 Trendanalyse mittels MACD (Moving Average Convergence-Divergence)
2.2.3 Trendanalyse gemäß der Elliot Wave Theorie
2.3 Passives Portfoliomanagement
2.4 Rechtliche Rahmenbedingungen
3. Perspektiven
3.1 Perspektiven und Kriterien für eine Beurteilung
3.2 Analyse aus der Perspektive eines Privatanlegers
3.3 Analyse aus der Perspektive eines institutionellen Investors
3.4 Analyse aus der Perspektive eines Pensionsfondverwalters
3.5 Analyse konfligierender und harmonischer Beziehungen zwischen privaten und institutionellen Anlegern
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die grundlegende Frage nach der Überlegenheit von aktivem gegenüber passivem Portfoliomanagement unter Berücksichtigung verschiedener Anlegerperspektiven. Ziel ist es, keine allgemeingültige Antwort zu geben, sondern Kriterien zu identifizieren, die es dem jeweiligen Anleger ermöglichen, die für seine individuelle Situation und Risikoneigung am besten geeignete Anlagestrategie zu wählen.
- Gegenüberstellung von aktivem und passivem Portfoliomanagement
- Methoden der Fundamentalanalyse und technischen Analyse
- Rechtliche Rahmenbedingungen für den Wertpapierhandel
- Analyseergebnisse aus Sicht von Privatanlegern und institutionellen Investoren
- Herausforderungen durch Marktvolatilität und Diversifikation
Auszug aus dem Buch
3.2 Analyse aus der Perspektive eines Privatanlegers
Um ein typisches, weit verbreitetes Vorgehen an Kapitalmärkten zu untersuchen, haben wir uns für die Sichtweise eines 35 jährigen Maschinenbauingenieurs herangezogen. Er verfügt über ein überdurchschnittliches jährliches Einkommen von 48.000 €. Des Weiteren hat keinerlei Schulden zu tilgen. Aufgrund seines ledigen Familienstandes unterliegt er keinen nennenswerten Verpflichtungen, sodass seine Risikofreudigkeit als hoch einzustufen ist. Hinzu kommt die aktuelle Niedrigzinsphase auf Rekordniveau, die sein Bankguthaben schleichend entwertet. Aufgrund seines Anspruchs auf durchgehender Kapitalverfügbarkeit ist er gegenüber leicht höher verzinsten Sparverträgen mit langer Laufzeit und entsprechend ungünstigen Kündigungsfristen, abgeneigt. Deshalb ist er bestrebt durch die aktive Teilnahme am Börsengeschehen überdurchschnittliche Renditen zu erwirtschaften.
Meist ist diese Verhaltensweise auf Selbstüberschätzung und der daraus resultierenden Risikounterschätzung, zurückzuführen. Dementsprechend lassen sich vermehrt Investitionen in heikle Technologieunternehmen beobachten, deren zukünftige Entwicklung kaum vorherzusagen ist. Außerdem führt er seine Wertpapierkäufe meist über Onlinebroker durch und verzichtet auf Anlageberater einer Bank, die häufig die Vermarktung eigener, komplizierter Produkte anstreben. Allerdings führt dieses Verhalten zu herben Verlusten, weil oftmals die nötigen Kompetenzen dafür fehlen. Ebenso ist der Zeitmangel, bedingt durch die Vollzeitbeschäftigung, sich ausführlich über den Kapitalmarkt als Ganzes, sowie über die einzelnen Unternehmen und deren Branche zu informieren, ein entscheidender Faktor, der nicht selten zu Vermögenseinbußen führt. Eine strenge Beobachtung der Märkte und eine schnelle Reaktion auf Marktveränderungen sind daher von Vorteil.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problemstellung der Anlagewahl in volatilen Finanzmärkten und erläutert den strukturellen Aufbau der Untersuchung.
2. Aktives Portfoliomanagement: Dieses Kapitel definiert das aktive Management und stellt zentrale Instrumente wie die Fundamentalanalyse und verschiedene technische Chartanalysen vor.
3. Perspektiven: Hier werden die theoretischen Ansätze aus der Sicht unterschiedlicher Akteure wie Privatanleger, Institutionelle und Pensionsfonds beleuchtet und in ihrer Interaktion analysiert.
4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Wahl zwischen aktiver und passiver Strategie von individuellen Parametern abhängt und keine pauschale Empfehlung möglich ist.
Schlüsselwörter
Portfoliomanagement, aktive Anlagestrategie, passive Anlagestrategie, Fundamentalanalyse, technische Analyse, Wertpapierhandelsgesetz, Markteffizienz, Privatanleger, institutionelle Investoren, Pensionsfonds, Rendite, Risiko, Diversifikation, Kursvolatilität, Börse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, ob aktives oder passives Portfoliomanagement an den Finanzmärkten überlegen ist, indem sie verschiedene Anlegergruppen betrachtet.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Abgrenzung von aktiven und passiven Strategien, verschiedene Analysemethoden, rechtliche Aspekte sowie die spezifischen Bedürfnisse unterschiedlicher Anlegertypen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, keine universelle Antwort zu geben, sondern eine differenzierte Entscheidungsgrundlage für Anleger basierend auf deren spezifischen Anforderungen zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine perspektivengetriebene ökonomische Analyse, die theoretische Modelle mit praxisnahen Szenarien für verschiedene Anlegergruppen verknüpft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung von Analyseinstrumenten des aktiven Managements und die detaillierte Analyse der Strategien aus Sicht von Privatanlegern, Institutionellen und Pensionsfonds.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Portfoliomanagement, Markteffizienz, Anlegerperspektive, Fundamentalanalyse und Risikomanagement beschreiben.
Warum ist die Analyse aus der Perspektive eines Privatanlegers kritisch?
Der Autor zeigt auf, dass Privatanleger häufig an Selbstüberschätzung und Zeitmangel leiden, was bei einer aktiven Strategie oft zu Renditeeinbußen führt.
Warum müssen sich Pensionsfondsverwalter aktiv am Markt betätigen?
Aufgrund von Renditezusagen an Rentner und der Notwendigkeit, auf instabile Marktgegebenheiten zu reagieren, ist ein rein passives Vorgehen für diese Akteure oft nicht existenzsichernd.
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- Philip Preisler (Author), 2013, Aktives oder passives Portfoliomanagement?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280408