Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › VWL - Umweltökonomie

Klimaschutz durch Preis- oder Mengensteuerung

Titel: Klimaschutz durch Preis- oder Mengensteuerung

Hausarbeit , 2014 , 21 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Vanessa Fritz (Autor:in)

VWL - Umweltökonomie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Umwelt ist ein globales öffentliches Gut, das der Definition nach jedem Mensch ohne Einschränkung zur Verfügung stehen sollte. Doch dabei gilt es zu beachten, dass die Ressourcen der Umwelt nicht unendlich sind. Deshalb muss der Schutz und die Erhaltung der Umwelt eine zentrale Rolle in Bezug auf das menschliche Handeln spielen, um die Nutzung der Umwelt nicht nur für gegenwärtige Generationen sondern auch für künftige Generationen, zu garantieren.
Um dieses Ziel zu erreichen, ist es eine zwingende Notwendigkeit, dass alle Akteure eines Marktes über den tatsächlichen Preis der Umwelt informiert werden, der die Knappheit ihrer Verfügbarkeit reflektiert. Im Fokus dieser Problematik stehen vor allem unterschiedliche Lösungsansätze zur Verringerung so genannter externer Effekte. Unter externen Effekten werden nicht kompensierte Auswirkungen ökonomischer Entscheidungen auf unbeteiligte Marktteilnehmer verstanden. In der Literatur wird in diesem Zusammenhang zwischen positiven und negativen externen Effekten unterschieden. Positive externe Effekte beschreiben den sozialen Ertrag, der als Konsequenz aus einer wirtschaftlichen Entscheidung hervorgeht. Im Vergleich dazu umfassen negative externe Effekte die sozialen Kosten ökonomischer Aktivitäten, die das individuelle Nutzenniveau eines Wirtschaftssubjekts senken. Im Bezug auf die Nutzung der Umwelt spielen vor allem negative externe Effekte eine große Rolle. Dabei kann es sich beispielsweise um die Verschmutzung eines Gewässers und den daraus resultierenden Umweltschäden handeln, für die nicht der eigentliche Verursacher belangt wird, sondern die Allgemeinheit als Kompensator eintritt.
Im Mittelpunkt der Gestaltung einer effizienten Umweltpolitik sollte daher die Verringerung externer Effekte als Ursache für eine ineffiziente Ressourcenallokation stehen. Zur Lösung dieses Problems ist es erforderlich, dass der Staat in das Marktgeschehen zur Wiederherstellung eines funktionierenden Systems eingreift, ob dies direkt oder indirekt geschieht und welches Instrument dabei die größte Erfolgswahrscheinlichkeit in Bezug auf die Problemlösung externer Effekte liefert, gilt es nun im Folgenden zu untersuchen (...)

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Umweltpolitische Instrumente

2.1 Ökonomische Instrumente

2.2 Kriterien zur Beurteilung umweltpolitischer Instrumente

2.2.1 Pareto Effizienz

2.2.2 Ökonomische Effizienz

2.2.3 Ökologische Effektivität

3 Preissteuerung-Lösungsansatz Umweltabgaben

3.1 Allgemeiner Mechanismus

3.2 Ökonomisch effizienteste Lösung

4 Mengensteuerung- Lösungsansatz: Umweltzertifikate

4.1 Allgemeiner Mechanismus

4.2 Verbindung von ökologischer Effektivität mit ökonomischer Effizienz

5 Der Vergleich: Preissteuerung vs. Mengensteuerung

6 Ausblick: effektive und effiziente Umweltpolitik

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, welcher Ansatz – Preissteuerung oder Mengensteuerung – besser geeignet ist, um externe Effekte in der Umweltpolitik zu internalisieren und das globale Klima effektiv und effizient zu schützen.

  • Analyse umweltpolitischer Instrumente zur Lösung von Marktversagen.
  • Bewertung anhand der Kriterien Pareto-Effizienz, ökonomische Effizienz und ökologische Effektivität.
  • Detaillierte Untersuchung der Preissteuerung durch Umweltabgaben.
  • Untersuchung der Mengensteuerung mittels Emissionszertifikatehandel.
  • Vergleichende Gegenüberstellung der beiden Steuerungsmechanismen.
  • Ableitung einer kombinierten Lösungsstrategie für die zukünftige Umweltpolitik.

Auszug aus dem Buch

3.1 Allgemeiner Mechanismus

Der Schutz der Umwelt durch eine sogenannte Preissteuerung beschreibt eine Politik des Staates, die bei jedem Emittent eines Schadstoffes in einer Region für die von ihm ausgestoßene Menge eine Zahlung in einer bestimmten Höhe einfordert. Die Abgabe, die in diesem Zusammenhang jeder Verursacher zu leisten hat, ist konstant und für alle gleich. Sie dient außerdem nur bedingt einem fiskalpolitischen Zweck, sondern stellt vielmehr eine Lenkungsabgabe dar. Die Haltung des Staates ist bei dieser Art von Politik passiv, er greift nicht direkt ins Marktgeschehen ein sondern versucht das Verhalten der Marktteilnehmer durch indirekte Anreize zu lenken. Denn durch die Einführung einer Umweltabgabe soll eine Situation entstehen, in der es für ein Unternehmen kostengünstiger ist Emissionen zu vermeiden als eine Abgabe auf den Ausstoß eines Schadstoffes zu zahlen. Damit wird die Umweltnutzung zu einem Kostenfaktor, den es bei der Produktion von Gütern zu berücksichtigen gilt. Der Mechanismus der Preissteuerung sorgt also dafür, dass der Emittent seine Emissionsmenge verringert, der Preis umweltbelastender Güter steigt und somit die Nachfrage nach diesen Gütern sinkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, alternative Ansätze zur Lösung externer Effekte zu vergleichen und die Forschungsfrage zur Wirksamkeit von Preis- versus Mengensteuerung zu klären.

2 Umweltpolitische Instrumente: Dieses Kapitel klassifiziert umweltpolitische Maßnahmen und führt die Beurteilungskriterien Pareto-Effizienz, ökonomische Effizienz sowie ökologische Effektivität ein.

3 Preissteuerung-Lösungsansatz Umweltabgaben: Hier wird das Konzept der Pigou-Steuer erläutert und analysiert, wie durch direkte Kosten für Emissionen Anreize zur Vermeidung geschaffen werden.

4 Mengensteuerung- Lösungsansatz: Umweltzertifikate: Dieses Kapitel betrachtet den Emissionszertifikatehandel als Mechanismus, bei dem der Staat die Emissionsmenge begrenzt und der Markt den Preis für das Verschmutzungsrecht bestimmt.

5 Der Vergleich: Preissteuerung vs. Mengensteuerung: Der Hauptteil vergleicht beide Instrumente kritisch anhand der zuvor definierten Kriterien, um ihre Eignung für eine effiziente Ressourcenallokation zu prüfen.

6 Ausblick: effektive und effiziente Umweltpolitik: Das Fazit kommt zu dem Schluss, dass kein einzelnes Instrument ausreicht und eine Kombination aus verschiedenen Ansätzen für eine effektive Umweltpolitik erforderlich ist.

Schlüsselwörter

Umweltpolitik, Externe Effekte, Preissteuerung, Mengensteuerung, Umweltabgaben, Umweltzertifikate, Pareto-Effizienz, Ökonomische Effizienz, Ökologische Effektivität, Marktversagen, Ressourcenallokation, Klimaschutz, Pigou-Steuer, Emissionshandel, Nachhaltigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die ökonomische Gestaltung der Umweltpolitik zur Minderung von Umweltschäden durch externe Effekte.

Welche zwei zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die beiden Hauptfelder sind die ökonomische Preissteuerung in Form von Umweltabgaben und die Mengensteuerung durch handelbare Emissionszertifikate.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob eine Preis- oder eine Mengensteuerung einen effektiveren Schutz der Umwelt und des globalen Klimas ermöglicht.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine theoretische Analyse und einen Vergleich umweltökonomischer Instrumente anhand definierter Qualitätskriterien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der beiden Steuerungsinstrumente inklusive Vor- und Nachteilen sowie eine vergleichende kritische Gegenüberstellung.

Welche Kriterien werden zur Bewertung herangezogen?

Die Arbeit bewertet die Instrumente anhand der Kriterien Pareto-Effizienz, ökonomische Effizienz (statisch und dynamisch) sowie ökologische Effektivität.

Warum wird die Pigou-Steuer in der Praxis kritisch gesehen?

In der Realität ist die Pigou-Steuer schwierig umzusetzen, da exakte Kenntnisse über die Grenznutzenfunktionen von Unternehmen und Umweltschutz erforderlich sind, die selten vorliegen.

Welches Problem ergibt sich bei der Zuteilung von Umweltzertifikaten?

Es besteht die Gefahr von Wettbewerbsverzerrungen und Markteintrittsschranken, da Großunternehmen durch den Aufkauf von Zertifikaten ihre Marktmacht stärken könnten.

Zu welchem Ergebnis kommt die Autorin im Fazit?

Die Autorin schlussfolgert, dass kein einzelnes Instrument als Königsweg fungiert und eine Kombination aus Preis- und Mengensteuerung die beste Lösung darstellt.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Klimaschutz durch Preis- oder Mengensteuerung
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Veranstaltung
Ökonomik und Recht nachhaltiger Entwicklung
Note
3,0
Autor
Vanessa Fritz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
21
Katalognummer
V280570
ISBN (eBook)
9783656745013
ISBN (Buch)
9783656856290
Sprache
Deutsch
Schlagworte
klimaschutz preis- mengensteuerung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Vanessa Fritz (Autor:in), 2014, Klimaschutz durch Preis- oder Mengensteuerung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280570
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  21  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum