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Theorien der Landschaftspräferenz

Titel: Theorien der Landschaftspräferenz

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 34 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sebastian Purwins (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Allgemeines, Grundlagen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Beschreibungen von Landschaften lassen sich neben Forschungen und Entdeckungsreise in Literatur und Kunst vielfältig finden. Diese Landschaften finden stets unterschiedliche Eigenschaften und werden unterschiedlich gemalt. Dennoch scheint es so, als hätte der Dichter oder der Autor, genau wie alle anderen, dass gleiche Bild einer Landschaft im Sinn. Im alten China setzte sich das Wort Landschaft aus zwei Schriftzeichen zusammen, dem Zeichen für Berg und dem Zeichen für fließendes Wasser. Der Landschaftsbegriff wandelte sich jedoch im Laufe der Zeit und während in der Antike Landschaften geographische Räume demonstrierten, im Mittelalter Macht und Herrschaft, waren in der Romantik Landschaften auch ein Symbol für Freiheit. Wenn Menschen heutzutage in den Urlaub fahren, ziehen sie bestimmte Landschaften vor in denen sie erholen wollen. Auch erste Siedlungen oder Burgen entstanden in bestimmten Gebieten, da die Landschaft besser geeignet schien. Strategische, biologische oder ästhetische Gründe. Die Ursache für Präferenzen können verschiedenen sein. Einige Theorien versuchen zu erklären, warum Menschen bestimmte Landschaften präferieren, wie solche Präferenzen zustande kommen und was eine Landschaft an Kriterien aufweisen muss, um präferiert zu werden. Solche Theorien sind immer geprägt davon, dass es dem Individuum möglich sein kann sich regelwidrig zu verhalten, es sind folglich deterministische Annahmen. Stellt eine Theorie eine Gültigkeit auf, so gibt es immer mögliche Ausnahmen und Aspekte die nicht vollständig schlüssig sind. Im Folgenden sollen einzelne Aspekte der Landschaftspräferenz und der Theorien näher betrachtet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Landschaftspräferenz

2 Begriffe der Landschaftspräferenz

2.1 Der Begriff Landschaft

2.2 Der Begriff Präferenz

3 Die Entstehung der Präferenz

4 Theorien der Landschaftspräferenz

4.1 Die Savannentheorie

4.1.1 Kritische Betrachtung der Savannentheorie

4.1.2 Der Wandel des biologischen Ansatzes

4.1.3 Der Mensch und die Savanne

4.2 Der Ansatz von Kaplan und Kaplan

4.2.1 Der Begriffe Kohärenz, Komplexität, Lesbarkeit und Mysteriösität

4.2.2 Kritische Aspekte der Theorie Kaplans

4.2.3 Der Ansatz von Trepl

5 Verfahrensablauf von Präferenzstudien

6 Landschaft und Präferenz am Beispiel Schweiz

7 Der Reiz einer Landschaft

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen und evolutionären Grundlagen menschlicher Landschaftspräferenzen, um zu verstehen, warum bestimmte Umgebungen als ästhetisch ansprechend wahrgenommen werden und welche Faktoren diese Bewertung beeinflussen.

  • Evolutionäre Erklärungsansätze (Savannentheorie, Habitattheorie)
  • Kognitive Ansätze zur Landschaftsbewertung (Kaplan & Kaplan)
  • Methodik und Durchführung wissenschaftlicher Präferenzstudien
  • Der Einfluss von Kultur und individueller Wahrnehmung
  • Fallbeispiel zur Landschaftsveränderung in der Schweiz

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Kritische Betrachtung der Savannentheorie

Die Idee des biologischen Ansatzes, dass diejenige Landschaft präferiert wurde, welche die Grundbedürfnisse der Menschen am besten erfüllte, stellt eine erklärende Basis in der Wissenschaft der Landschaftsforschung dar. Der Ansatz erklärt jedoch nicht, wieso sich solche genetischen Prägungen genau zu dieser Epoche gebildet haben und nicht etwa bereits früher, als die Primaten in den Wäldern lebten. Als sich die Landschaft veränderte und der Baumbestand zurückging, bildete sich die Savannenartige Struktur. An diese Veränderungen mussten sich Urmenschen anpassen und zogen aus der neuen Situation den bestmöglichen Nutzen, indem sie solche Regionen aufsuchten, die ihre Grundbedürfnisse stillten. Ob folglich die Savanne präferiert wird, oder immer nur diejenige Landschaft die sich als optimale hinsichtlich der Bedürfnisse ergibt, ist fraglich.

So kann auch bereits die Landschaft der Wälder zuvor eine präferierende Landschaft gewesen sein und wann sich solch eine genetische Prägung ergeben haben soll bleibt offen, ebenso ob und wie eine Landschaft an Präferenz wieder verlieren kann (RUSO 2003). Obwohl der Mensch seinen Ursprung nicht alleine in der Savanne hat, ist es rational erklärbar, warum dennoch die Landschaft der Savannen präferiert werden würden. Es werden immer solche Landschaften präferiert, die am besten die Bedürfnisse befriedigen. Dies kann für den Urmenschen die Savanne gewesen sein, muss aber aktuell nicht mehr auf den Menschen zutreffen, da im Umkehrschluss der Mensch sonst sich unwahrscheinlicher aus der Savanne bewegt und neue Areale erschlossen hätte (TREPL 2012).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Landschaftspräferenz: Einführung in die Thematik durch historische und kulturelle Betrachtungen des Landschaftsbegriffs und dessen Bedeutung für den Betrachter.

2 Begriffe der Landschaftspräferenz: Definition und Abgrenzung der zentralen Termini „Landschaft“ und „Präferenz“ aus geographischer, ökonomischer und psychologischer Sicht.

3 Die Entstehung der Präferenz: Untersuchung der evolutionären Wurzeln und Routinen, die das schnelle, unterbewusste „Bauchgefühl“ bei der Landschaftsbewertung prägen.

4 Theorien der Landschaftspräferenz: Detaillierte Vorstellung biologischer und kognitiver Theorien, insbesondere der Savannentheorie und des informationstheoretischen Ansatzes von Kaplan & Kaplan.

5 Verfahrensablauf von Präferenzstudien: Erläuterung der methodischen Vorgehensweise, wie Landschaftsvorlieben empirisch durch Testpersonen und Experten erfasst werden.

6 Landschaft und Präferenz am Beispiel Schweiz: Fallstudie, die den Einfluss von Landschaftsveränderungen wie Tourismus und Wiederbewaldung auf die Wahrnehmung der Bevölkerung analysiert.

7 Der Reiz einer Landschaft: Fazit und Zusammenführung der Erkenntnisse über die Komplexität der Mensch-Umwelt-Beziehung und die Bedeutung individueller Bedürfnisstrukturen.

Schlüsselwörter

Landschaftspräferenz, Savannentheorie, Habitattheorie, Ästhetik, Informationsverarbeitung, Kohärenz, Komplexität, Lesbarkeit, Mysteriösität, Landschaftspsychologie, Evolution, Wahrnehmung, Präferenzmatrix, Schweiz, Umweltpsychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, nach welchen Kriterien Menschen Landschaften beurteilen und warum sie bestimmte Umgebungen gegenüber anderen bevorzugen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die evolutionäre Psychologie, kognitive Theorien zur Landschaftsbewertung sowie die methodische Erfassung von Präferenzen in der Forschung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Ursprünge menschlicher Landschaftspräferenzen aufzuzeigen – von der biologisch-genetischen Prägung bis hin zur kulturellen Interpretation.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener Ansätze (Savannentheorie, Kaplan & Kaplan) und der Auswertung von Fallstudien, wie dem Beispiel der Landschaftsentwicklung in der Schweiz.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Savannentheorie, die informationstheoretische Präferenzmatrix von Kaplan & Kaplan sowie die praktischen Abläufe von Präferenzstudien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Landschaftspräferenz, Ästhetik, evolutionäre Psychologie, Kohärenz, Komplexität und der Einfluss der menschlichen Wahrnehmung.

Wie unterscheiden sich Experten von Laien in der Landschaftsbewertung?

Studien, wie die in der Schweiz, zeigen, dass Laien und Experten Landschaften oft unterschiedlich bewerten, wobei Laien stärker von subjektiven und emotionalen Eindrücken geleitet werden.

Warum spielt die Savannentheorie eine wichtige Rolle?

Sie liefert den evolutionären Erklärungsansatz, warum der Mensch instinktiv offene, übersichtliche und ressourcenreiche Landschaften bevorzugt.

Welche Bedeutung haben "Kohärenz" und "Komplexität" für die Präferenz?

Nach Kaplan & Kaplan sind diese Faktoren entscheidend, da Menschen Landschaften präferieren, die sowohl leicht verständlich als auch explorativ anregend sind.

Welchen Einfluss hat das Element Wasser auf die Landschaftspräferenz?

Studien belegen, dass Landschaften mit Wasserelementen signifikant höhere Präferenzwerte erzielen, da sie für das Überleben und die Erholung zentral sind.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Theorien der Landschaftspräferenz
Hochschule
Universität Augsburg
Note
1,0
Autor
Sebastian Purwins (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
34
Katalognummer
V280577
ISBN (eBook)
9783656746829
ISBN (Buch)
9783656746768
Sprache
Deutsch
Schlagworte
theorien landschaftspräferenz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Purwins (Autor:in), 2013, Theorien der Landschaftspräferenz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280577
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Leseprobe aus  34  Seiten
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