Entwicklung einer Kapitalflussrechnung als Instrument zur Beurteilung der Ertrags- und Finanzlage


Hausarbeit (Hauptseminar), 2004

36 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Erfordernisse zur Darstellung einer Kapitalflussrechnung

2 Grundlagen der Kapitalflussrechnung
2.1 Aufgaben und Anforderungen
2.2 Ziele und Anwendungsbereiche

3 Darstellungs- und Ermittlungsmethoden der Kapitalflussrechnung
3.1 Darstellungsmethoden der Kapitalflussrechnung
3.1.1 Direkte Methode
3.1.2 Indirekte Methode
3.2 Ermittlungsmethoden der Kapitalflussrechnung
3.2.1 Originäre Ermittlung
3.2.2 Derivative Ermittlung
3.2.2.1 Beständedifferenzenbilanz
3.2.2.2 Veränderungsbilanz
3.2.2.3 Bewegungsbilanz
3.2.2.4 Integration der Kontenumsätze der Bilanz
3.2.2.5 Integration der Aufwendungen und Erträge der GuV
3.2.2.6 Kapitalflussrechnung

4 Aussagefähigkeit von Kapitalflussrechnungen
4.1 Cash Flow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
4.2 Cash Flow aus der Investitionstätigkeit
4.3 Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

5 Grenzen der Aussagefähigkeit

Literaturverzeichnis

Anlagen

1 Gliederungsschema I (indirekte Methode) nach DRS 2

2 Gliederungsschema II (direkte Methode) nach DRS 2

3 Gliederungsschema I (indirekte Methode) nach IAS 7

4 Gliederungsschema II (direkte Methode) nach IAS 7

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Aktivitätsformat

Abb. 2: Gliederungsschema „Direkte Methode“

Abb. 3: Gliederungsschema „Indirekte Methode“

Abb. 4: Grundschema einer BDB in Kontenform

Abb. 5: Beständedifferenzenbilanz in Staffelform

Abb. 6: Grundschema einer BB in Kontenform

Abb. 7: Bewegungsbilanz abgeleitet aus BDB Abb. 5

Abb. 8: modifizierter Anlagespiegel .

Abb. 9: erweiterte Bewegungsbilanz um Konten des AV

Abb. 10: Grundschema einer um die GuV erweiterten

BB in Kontenform

Abb. 11: erweiterte Bewegungsbilanz um GuV und

Veränderung des EK

Abb. 12: Darstellung der Eigenkapitalveränderung

Abb. 13: Saldierung und Umgliederung der erweiterten

Bewegungsbilanz .

Abb. 14: Kapitalflussrechnung nach der direkten Methode

1 Erfordernisse zur Darstellung einer Kapitalflussrechnung

Kapitalflussrechnungen (KFR) gewinnen - auch vor dem Hintergrund der Rating-anforderungen - zunehmend an Bedeutung. Sie sind nicht nur für Finanzanalysten, Banken und Kapitalanleger, sondern auch für die Geschäftsleitung des Unter- nehmens ein wichtiges Entscheidungsinstrument.

In der Wirtschaftspresse und der Öffentlichkeit wird in diesem Zusammenhang häufig das Schlagwort „Cash is King“ verwendet. Unternehmen können oft nicht hinreichend an ihrer Gewinn- bzw. Verlustsituation beurteilt werden, denn insbesondere Wachstumsunternehmen sind häufig durch Liquiditätsengpässe gefährdet. Der Gewinn als Erfolgsmaßstab wird in diesem Zusammenhang zu- nehmend kritisiert, denn er stellt keine erwirtschaftete Liquidität im eigentlichen Sinne dar. Er kann durch entsprechende bilanzpolitische Maßnahmen manipuliert werden.

Investoren und Kreditgebern kommt es für die Bewertung der finanziellen Verhältnisse des Unternehmens auf die Kenntnis an, ob und inwieweit das Unternehmen Geldmittel generierte und wie diese investiert wurden. Nur so kann eingeschätzt werden, wie die Zukunft des Unternehmens aussehen könnte und welchen Risiken sie gegenübersteht.

Im Rahmen der Kreditprüfung durch Banken und anderen Geldgebern ist die KFR ein zunehmend eingesetztes Instrument. Einerseits für die Vergabe von neuen Fremdmitteln durch Banken, andererseits um bei Herstellern und Lieferanten entsprechende Kredite und Zahlungsziele zu erhalten (vgl. Franke 1987, 157).

Zu klären ist die Frage, ob das Unternehmen im Rahmen seiner Selbst-finanzierungskraft den Kapitaldienst nachhaltig bedienen kann (vgl. Fingerhut 1991, 75).

Neben der Gewinnerzielungsabsicht eines Unternehmens folgt zwangsläufig die dauernde Aufrechterhaltung des finanziellen Gleichgewichts. Dass dies nicht unbedingt als Nebenbedingung anzusehen ist, beweist die hohe Anzahl an Insolvenzen der Vergangenheit. Diese entstanden nicht nur wegen Über-schuldung oder fehlender Gewinne, sondern vielmehr aus der Tatsache, dass eine plötzlich auftretende Illiquidität zur Zahlungsunfähigkeit führte. Die Ertrags- und Finanzlage steht in einem engen Zusammenhang. Wer über Jahre hinweg eine schlechte Ertragslage vorweist (negativer operativer Cash Flow), ist zunehmend auf Fremd- bzw. Eigenkapitalzuführung angewiesen, um seine Investitionen durchführen zu können. Sind nicht genügend liquide Mittel verfügbar, um notwendige Investitionen in den Kernbereichen zu tätigen, kann dies zwangsläufig zum Stillstand führen. Durch den Einsatz der KFR erhält die Geschäftsleitung ein Instrument, mit dem sie versuchen kann, künftige Entscheidungen im operativen Geschäft hinsichtlich der beabsichtigten Investitionen zu treffen, sowie den Finanzierungsbedarf im Rahmen einer Finanzplanung zu ermitteln. Zudem kann durch Analyse vergangener Jahresabschlüsse versucht werden, eine drohende Insolvenzgefahr frühzeitig zu erkennen.

Nach § 238 Abs. 1 HGB[1] sind alle Kaufleute verpflichtet, Bücher zu führen. Es muss einem sachverständigen Dritten möglich werden, sich innerhalb ange-messener Zeit einen Überblick über die Lage des Unternehmens zu verschaffen. Die Generalnorm des § 264 Abs. 2 Satz 1 HGB konkretisiert dies für Kapital-gesellschaften: Der Jahresabschluss muss ein den tatsächlichen Verhältnissen ent-sprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln (vgl. Busse von Colbe 1981, 108). Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wurden KFR als zusätzliches Instrument entwickelt, deren Aufstellung in Deutschland grundsätzlich nicht vorgeschrieben ist. Ausgenommen hiervon sind Konzern-Mutterunternehmen gem. § 297 Abs. 1 Satz 2 HGB, soweit sie börsennotiert sind. Sie müssen eine KFR im Anhang veröffentlichen. Die Ausgestaltungsregeln wurden vom DRSC in einem Rechnungslegungsstandard (DRS 2[2] ) festgelegt. Dieser Standard ist in Anlehnung an internationalen Standards (IAS 7[3] – internationaler Standard und SFAS 95[4] – US-amerikanischer Standard) aufgestellt worden. International tätige Unternehmen müssen einen Abschluss nach IAS oder US-GAAP erstellen und veröffentlichen (vgl. Institut der Wirtschaftsprüfer – Hrsg. - 2000, 1114 f.).

[...]


[1] Handelsgesetzbuch vom 10. Mai 1897 (RGBl. S. 219), BGBl. III/FNA 4100-1, zuletzt geändert durch
Art. 5 Drittes Gesetz zur Änderung der Gewerbeordnung und sonstiger Vorschriften v. 24.8.2002
(BGBl. I S. 3412)

[2] regelt die Mindestgliederung von KFR in Deutschland (siehe Anlagen 1 u. 2)

[3] regelt die Mindestgliederung des Cash Flow Statements im internationalen Bereich (siehe Anlagen 3 u. 4)

[4] regelt die Mindestgliederung des Cash Flow Statements von börsennotierten Unternehmen am US-Markt

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten

Details

Titel
Entwicklung einer Kapitalflussrechnung als Instrument zur Beurteilung der Ertrags- und Finanzlage
Hochschule
Hamburger Fern-Hochschule  (Betriebswirtschaft)
Note
1,3
Autor
Jahr
2004
Seiten
36
Katalognummer
V28065
ISBN (eBook)
9783638299558
Dateigröße
777 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entwicklung, Kapitalflussrechnung, Instrument, Beurteilung, Ertrags-, Finanzlage
Arbeit zitieren
Udo Eckert (Autor), 2004, Entwicklung einer Kapitalflussrechnung als Instrument zur Beurteilung der Ertrags- und Finanzlage, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28065

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