Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Controlling

Entwicklung einer Kapitalflussrechnung als Instrument zur Beurteilung der Ertrags- und Finanzlage

Title: Entwicklung einer Kapitalflussrechnung als Instrument zur Beurteilung der Ertrags- und Finanzlage

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 36 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Udo Eckert (Author)

Business economics - Controlling
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Erfordernisse zur Darstellung einer Kapitalflussrechnung

Kapitalflussrechnungen (KFR) gewinnen - auch vor dem Hintergrund der Ratinganforderungen - zunehmend an Bedeutung. Sie sind nicht nur für Finanzanalysten, Banken und Kapitalanleger, sondern auch für die Geschäftsleitung des Unter- nehmens ein wichtiges Entscheidungsinstrument. In der Wirtschaftspresse und der Öffentlichkeit wird in diesem Zusammenhang häufig das Schlagwort „Cash is King“ verwendet. Unternehmen können oft nicht hinreichend an ihrer Gewinn- bzw. Verlustsituation beurteilt werden, denn insbesondere Wachstumsunternehmen sind häufig durch Liquiditätsengpässe gefährdet. Der Gewinn als Erfolgsmaßstab wird in diesem Zusammenhang zu- nehmend kritisiert, denn er stellt keine erwirtschaftete Liquidität im eigentlichen Sinne dar. Er kann durch entsprechende bilanzpolitische Maßnahmen manipuliert werden.

Investoren und Kreditgebern kommt es für die Bewertung der finanziellen Verhältnisse des Unternehmens auf die Kenntnis an, ob und inwieweit das Unternehmen Geldmittel generierte und wie diese investiert wurden. Nur so kann eingeschätzt werden, wie die Zukunft des Unternehmens aussehen könnte und welchen Risiken sie gegenübersteht. Im Rahmen der Kreditprüfung durch Banken und anderen Geldgebern ist die KFR ein zunehmend eingesetztes Instrument. Einerseits für die Vergabe von neuen Fremdmitteln durch Banken, andererseits um bei Herstellern und Lieferanten entsprechende Kredite und Zahlungsziele zu erhalten (vgl. FRANKE 1987, 157). Zu klären ist die Frage, ob das Unternehmen im Rahmen seiner Selbstfinanzierungskraft den Kapitaldienst nachhaltig bedienen kann (vgl. FINGERHUT 1991, 75).

Neben der Gewinnerzielungsabsicht eines Unternehmens folgt zwangsläufig die dauernde Aufrechterhaltung des finanziellen Gleichgewichts. Dass dies nicht unbedingt als Nebenbedingung anzusehen ist, beweist die hohe Anzahl an Insolvenzen der Vergangenheit. Diese entstanden nicht nur wegen Überschuldung oder fehlender Gewinne, sondern vielmehr aus der Tatsache, dass eine plötzlich auftretende Illiquidität zur Zahlungsunfähigkeit führte. Die Ertrags- und Finanzlage steht in einem engen Zusammenhang. Wer über Jahre hinweg eine schlechte Ertragslage vorweist (negativer operativer Cash Flow), ist zunehmend auf Fremd- bzw. Eigenkapitalzuführung angewiesen, um seine Investitionen durchführen zu können.

....

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Erfordernisse zur Darstellung einer Kapitalflussrechnung

2 Grundlagen der Kapitalflussrechnung

2.1 Aufgaben und Anforderungen

2.2 Ziele und Anwendungsbereiche

3 Darstellungs- und Ermittlungsmethoden der Kapitalflussrechnung

3.1 Darstellungsmethoden der Kapitalflussrechnung

3.1.1 Direkte Methode

3.1.2 Indirekte Methode

3.2 Ermittlungsmethoden der Kapitalflussrechnung

3.2.1 Originäre Ermittlung

3.2.2 Derivative Ermittlung

3.2.2.1 Beständedifferenzenbilanz

3.2.2.2 Veränderungsbilanz

3.2.2.3 Bewegungsbilanz

3.2.2.4 Integration der Kontenumsätze der Bilanz

3.2.2.5 Integration der Aufwendungen und Erträge der GuV

3.2.2.6 Kapitalflussrechnung

4 Aussagefähigkeit von Kapitalflussrechnungen

4.1 Cash Flow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

4.2 Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

4.3 Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

5 Grenzen der Aussagefähigkeit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit widmet sich der Entwicklung der Kapitalflussrechnung (KFR) als essenzielles Instrument zur Beurteilung der Ertrags- und Finanzlage eines Unternehmens. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie durch systematische Aufbereitung von Bilanz- und GuV-Daten aussagekräftige Informationen über Zahlungsströme gewonnen werden können, um die Liquiditätssicherung und das finanzielle Gleichgewicht besser bewerten zu können.

  • Grundlagen, Aufgaben und Anforderungen der Kapitalflussrechnung
  • Vergleich und Anwendung der direkten und indirekten Darstellungsmethoden
  • Ermittlungsmethoden von der Beständedifferenzenbilanz bis zur vollständigen KFR
  • Analyse der Aussagefähigkeit der Cash-Flow-Teilbereiche für das Management
  • Kritische Würdigung der Grenzen und Prognosefähigkeit der KFR

Auszug aus dem Buch

3.2.2.6 Kapitalflussrechnung

Abschließend wird die zahlungsorientierte Bewegungsbilanz durch Umformung in eine Kapitalflussrechnung (Abb. 14) transformiert. Die ermittelten Zahlungsvorgänge werden nach dem Aktivitätsformat, dem operativen Bereich, dem Investitionsbereich und dem Finanzierungsbereich zugeordnet (vgl. KÜTING/ WEBER 2000, 175).

Der Cash Flow aus dem operativen Geschäft kann wahlweise nach der direkten oder indirekten Methode ermittelt werden.

Nachfolgend wird aus dem vorliegenden saldierten und umgegliederten Zahlenmaterial der Bewegungsbilanz eine KFR nach der direkten Methode erstellt:

Zusammenfassung der Kapitel

1 Erfordernisse zur Darstellung einer Kapitalflussrechnung: Erläutert die wachsende Bedeutung der KFR als Entscheidungsinstrument zur Beurteilung der Liquidität und Ertragslage.

2 Grundlagen der Kapitalflussrechnung: Definiert die Aufgaben, Anforderungen und Ziele der KFR im Kontext der internen Finanzsteuerung.

3 Darstellungs- und Ermittlungsmethoden der Kapitalflussrechnung: Detaillierte Beschreibung der methodischen Vorgehensweisen, von der direkten/indirekten Darstellung bis zur derivativen Ermittlung.

4 Aussagefähigkeit von Kapitalflussrechnungen: Analysiert den Informationswert der Cash-Flow-Bereiche für das Management und externe Adressaten.

5 Grenzen der Aussagefähigkeit: Kritische Reflexion der methodischen Fehlerquellen und der eingeschränkten Prognosefähigkeit der KFR.

Schlüsselwörter

Kapitalflussrechnung, Cash Flow, Finanzlage, Ertragslage, Liquidität, Bilanzanalyse, Bewegungsbilanz, operative Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit, Finanzierungstätigkeit, Jahresabschluss, Finanzplanung, Zahlungsströme, Innenfinanzierung, Insolvenzprävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Kapitalflussrechnung als Instrument zur transparenten Darstellung der Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens, insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender Ratinganforderungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die methodische Erstellung der KFR, die Unterscheidung zwischen direkter und indirekter Methode sowie die analytische Auswertung der gewonnenen Cash-Flow-Daten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen eine systematisierte Kapitalflussrechnung aufstellen können, um Zahlungsströme zu identifizieren und die Nachhaltigkeit ihrer Selbstfinanzierungskraft zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deduktive Herleitung, bei der ausgehend von der Bilanz und GuV über Bewegungsbilanzen schrittweise eine Kapitalflussrechnung entwickelt wird, illustriert am Fallbeispiel des VW-Konzerns.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Methoden (direkt/indirekt), die derivative Ermittlung mittels Bestände- und Bewegungsbilanz sowie die abschließende Analyse der Aussagekraft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Kapitalflussrechnung, Cash Flow, Liquidität, Finanzlage und Bilanzanalyse geprägt.

Warum wird die direkte Methode oft als vorteilhaft hervorgehoben?

Die direkte Methode ist vorteilhaft, da sie Zahlungsströme unmittelbar aufzeigt und somit direkt erkennbar macht, durch welche spezifischen Vorgänge der resultierende Saldo verursacht wurde.

Welche Bedeutung hat die Bewegungsbilanz für die KFR?

Die Bewegungsbilanz bildet einen entscheidenden Zwischenschritt, da sie die Veränderungen der Bilanzposten systematisch zusammenführt und so die Grundlage für die Umformung in die zahlungsorientierte KFR schafft.

Excerpt out of 36 pages  - scroll top

Details

Title
Entwicklung einer Kapitalflussrechnung als Instrument zur Beurteilung der Ertrags- und Finanzlage
College
University of Applied Sciences Hamburg  (Betriebswirtschaft)
Grade
1,3
Author
Udo Eckert (Author)
Publication Year
2004
Pages
36
Catalog Number
V28065
ISBN (eBook)
9783638299558
Language
German
Tags
Entwicklung Kapitalflussrechnung Instrument Beurteilung Ertrags- Finanzlage
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Udo Eckert (Author), 2004, Entwicklung einer Kapitalflussrechnung als Instrument zur Beurteilung der Ertrags- und Finanzlage, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28065
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  36  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint