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Arbeitsteilung und Integration (Durkheim)

Título: Arbeitsteilung und Integration (Durkheim)

Trabajo , 2004 , 30 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Gabriele Prey (Autor)

Sociología - Trabajo, Educación, Organización
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Einleitung

Arbeitsteilung und Integration sind auch heute noch zentrale Begriffe in unserer Gesellschaft sowohl im soziologischen und politischen als auch im wirtschaftlichen und rechtlichen Bereich. Emile Durkheim widmet sich schon 1893 der Bedeutung der Arbeitsteilung für die Entwicklung und Integration von Gesellschaften. Das Ergebnis ist eines seiner bekanntesten Werke „De la division du travail social“, das den deutschen Titel „Über die Teilung der sozialen Arbeit“ trägt. In seinen Arbeiten beschäftigt Durkheim sich stark mit der Untersuchung seiner damaligen Gesellschaft. Er versucht herauszufinden, was das Besondere an der modernen Industriegesellschaft ist. Die Antwort, die er auf darauf findet, ist, dass die Arbeitsteilung das besondere Kennzeichen ausmacht, das die Industriegesellschaft von anderen Gesellschaften unterscheidet. Jeder Mensch besitzt unterschiedliche Fähigkeiten und spezialisiert sich immer mehr darauf. So kommt es zu einer größeren Abhängigkeit zwischen den Individuen sowie zu einer spezifischen Solidarität, die Durkheim als organisch bezeichnet und die zur Integration innerhalb von entwickelten Gesellschaften führt. Dies stellt einen Gegensatz zum Utilitarismus und somit zur individualistischen Gesellschaftstheorie von Herbert Spencer dar. Bei seinen Studien geht Durkheim ausgesprochen methodisch und soziologisch vor. Charakteristisch für ihn ist dabei, dass er soziale Phänomene nur durch soziale Tatsachen, sogenannte „faits sociaux“ erklären will. Soziologie ist für ihn eine positive Wissenschaft, die auf einer empirischen Beweisführung begründet sein soll. Für Durkheim ist es also wichtig, alle Erkenntnisse im Rahmen seiner Gesellschaftsanalyse nur aus gesellschaftlichen Gegebenheiten wie zum Beispiel Moral, Solidarität und Recht herzuleiten. Ziel dieser Arbeit ist es, zunächst Durkheims Theorie über die Arbeitsteilung darzustellen. Dabei werden die Funktionen sowie die Gründe und Bedingungen für die Arbeitsteilung näher erörtert und mögliche anormale Formen sowie das Konzept der Berufsgruppen vorgestellt. Im Anschluss daran werden die gewonnenen Erkenntnisse auf die heutigen Phänomene der Europäisierung und der Globalisierung übertragen. (vgl. Durkheim 1977, S. 17-35 und http://www.net-lexikon.de)

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Durkheims Studie über die Teilung der sozialen Arbeit

2.1. Funktionen der Arbeitsteilung

2.1.1. Solidaritätsformen

2.1.1. Mechanische Solidarität

2.1.2. Organische Solidarität

2.1.2. Zusammenhang zwischen organischer Solidarität und Vertragssolidarität

2.2. Gründe und Bedingungen für die Arbeitsteilung

2.3. Anormale Formen der Arbeitsteilung

2.3.1. Anomische Arbeitsteilung

2.3.2. Erzwungene Arbeitsteilung

2.3.3. Fehlkoordination der Funktionen

2.3.4. Konsequenzen der Anomalien für die Integration

2.4. Das Konzept der Berufsgruppen

3. Übertragung von Durkheims Theorie auf die Prozesse der Europäisierung und der Globalisierung

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, Emile Durkheims soziologische Theorie zur Arbeitsteilung und deren Bedeutung für die soziale Integration in Industriegesellschaften darzulegen und kritisch zu diskutieren. Dabei wird analysiert, wie Spezialisierung soziale Solidarität erzeugt, welche Fehlentwicklungen dabei entstehen können und inwiefern diese Erkenntnisse auf aktuelle Globalisierungsprozesse übertragbar sind.

  • Funktionen und moralische Bedeutung der Arbeitsteilung
  • Unterscheidung zwischen mechanischer und organischer Solidarität
  • Anormale Formen der Arbeitsteilung und deren Auswirkungen
  • Die Rolle der Berufsgruppen zur gesellschaftlichen Integration
  • Anwendung der Theorie auf Europäisierung und Globalisierung

Auszug aus dem Buch

2.1. Funktionen der Arbeitsteilung

Bei der Klärung des Begriffs der Arbeitsteilung zäumt Durkheim das Pferd sozusagen von hinten auf, indem er zunächst klärt, welche Funktion die Arbeitsteilung nicht inne hat. Obwohl es im ersten Moment einleuchtend scheinen mag, ist es laut Durkheim kein Ziel der Arbeitsteilung, die Gesellschaft in irgendeiner Form weiter zu entwickeln oder die wirtschaftliche Produktivität zu steigern. Arbeitsteilung stellt somit keinen Daseinsgrund für die Zivilisation dar. Wenn dies nämlich der Fall wäre, hätte die Arbeitsteilung keinen moralischen Charakter und man wüsste auch nicht, wieso sie überhaupt entstanden ist. Mit dieser Argumentation führt uns Durkheim an die eigentliche Funktion der Arbeitsteilung, die er folgendermaßen beschreibt:

„In diesem Fall sind die ökonomischen Dienste, die sie leisten kann, gering, verglichen mit der moralischen Wirkung, die sie hervorruft, und ihre wahre Funktion besteht darin, zwischen zwei oder mehreren Personen ein Gefühl der Solidarität herzustellen. Wie immer dieses Ergebnis auch erlangt wird, es regt diese Freundschaft an und zeichnet sie mit seinem Stempel.“ (Durkheim 1977, S. 96)

Also, prinzipiell hat die Arbeitsteilung folgende Wirkung auf die Gesellschaft: sie erzeugt soziale Solidarität zwischen den Individuen, indem sie zwischen ihnen Abhängigkeiten schafft. Diese Abhängigkeiten entstehen, weil der Einzelne nicht vollkommen ist und nicht alle Aufgaben alleine erfüllen kann. Durkheim erörtert dies am Beispiel der Ehe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Relevanz der Begriffe Arbeitsteilung und Integration sowie Vorstellung des Ziels, Durkheims Theorie auf moderne globale Prozesse anzuwenden.

2. Durkheims Studie über die Teilung der sozialen Arbeit: Detaillierte Darstellung der Arbeitsteilung als Mittel zur Erzeugung von Solidarität und als zentrales Merkmal moderner Industriegesellschaften.

3. Übertragung von Durkheims Theorie auf die Prozesse der Europäisierung und der Globalisierung: Analyse der Transformationen nationaler Solidarität hin zu transnationalen Strukturen durch globalen Wettbewerb.

4. Schluss: Zusammenfassende kritische Würdigung der Aktualität von Durkheims Theorie trotz der teilweise als unklar oder zu normativ kritisierten Ansätze.

Schlüsselwörter

Arbeitsteilung, soziale Integration, Emile Durkheim, mechanische Solidarität, organische Solidarität, Kollektivbewusstsein, Anomie, erzwungene Arbeitsteilung, Berufsgruppen, Europäisierung, Globalisierung, soziale Tatsache, Rechtssoziologie, Industriegesellschaft, soziale Solidarität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Untersuchung Emile Durkheims zur Bedeutung der Arbeitsteilung für den sozialen Zusammenhalt in entwickelten Gesellschaften.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die verschiedenen Solidaritätsformen, die Bedingungen der Arbeitsteilung, potenzielle Fehlentwicklungen (Anomalien) und die Rolle korporativer Berufsgruppen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Durkheims theoretische Grundlagen zu explizieren und deren Anwendungspotenzial zur Erklärung aktueller Phänomene wie Europäisierung und Globalisierung zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse soziologischer Primär- und Sekundärliteratur, wobei Durkheims Ansatz der "sozialen Tatsachen" methodisch im Zentrum steht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Solidaritätsmechanismen, die Analyse anormaler Formen der Arbeitsteilung (Anomie, erzwungene Arbeitsteilung) und das Konzept zur Stabilisierung durch Berufsgruppen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie soziale Solidarität, Arbeitsteilung, Anomie, Kollektivbewusstsein sowie die Globalisierungsthematik bestimmt.

In welchem Verhältnis stehen mechanische und organische Solidarität laut Durkheim?

Die mechanische Solidarität basiert auf Ähnlichkeit und starkem Kollektivbewusstsein, während die organische Solidarität aus der durch Spezialisierung entstehenden wechselseitigen Abhängigkeit erwächst.

Warum reicht der Staat allein laut Autor nicht aus, um Integration sicherzustellen?

Der Staat gilt als zu distanziert zu den Individuen; stattdessen seien flexible Berufsgruppen notwendig, die spezifisches Fachwissen besitzen, um moralische Richtlinien in der Wirtschaft zu etablieren.

Final del extracto de 30 páginas  - subir

Detalles

Título
Arbeitsteilung und Integration (Durkheim)
Universidad
University of Bamberg
Curso
HS Gesellschaftstheorie I
Calificación
1,7
Autor
Gabriele Prey (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
30
No. de catálogo
V28070
ISBN (Ebook)
9783638299602
Idioma
Alemán
Etiqueta
Arbeitsteilung Integration Gesellschaftstheorie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Gabriele Prey (Autor), 2004, Arbeitsteilung und Integration (Durkheim), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28070
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