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Religiöse Toleranz in Deutschland

Einfluss der christlichen Religiösität auf die Einstellung gegenüber dem Islam und dem Judentum

Titel: Religiöse Toleranz in Deutschland

Studienarbeit , 2014 , 28 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Eike Ubben (Autor:in)

Sozialwissenschaften allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Auch 69 Jahre nach Ende des Dritten Reiches und der damit einhergehenden Judenverfolgung gibt es in der deutschen Bevölkerung Ressentiments gegenüber Juden, teils verdeckt, teils aber auch als offener Antisemitismus. Festzuhalten bleibt hier, dass die Form des Antisemitismus sich geändert hat. Anders als früher gibt es heutzutage keine offene Verfolgung mehr, vielmehr werden die Juden allgemein kritisiert, oftmals unter dem Deckmantel der Kritik an der israelischen Politik in Palästina.
Eine erschreckende Entwicklung ist bei der jüngeren Generation zu erkennen, die weder direkt noch indirekt durch die Elterngeneration mit der Judenverfolgung zu tun hatte. Hier wird der Begriff „Jude“ in bestimmten Kreisen mittlerweile als Schimpfwort benutzt, was die Gefahr aufzeigt, dass Antisemitismus wieder bis in die Mitte der Gesellschaft reicht.
Auch die Muslime als größte nichtchristliche Religionsgemeinschaft stoßen in Teilen der Bevölkerung auf Ablehnung. Während die Ablehnung von Juden aufgrund sozialer Erwünschtheit wie oben genannt oftmals verdeckt abläuft, ist Antiislamismus durch viele Bevölkerungsschichten hinweg zu bemerken. So ziehen unter anderem einige Parteien mit antiislamischen Parolen in den Wahlkampf. Insbesondere wenn in den Nachrichten wieder von Al-Quaida und Terroranschlägen die Rede ist, ist eine Art Generalverdacht gegenüber Moslems zu bemerken.
Andererseits leben wir heute in einem toleranten Deutschland, wo sogar führende Politiker betonen, dass der Islam zu Deutschland gehöre. Auch gegenüber dem Judentum erklären Politiker jeglicher Couleur immer wieder, dass Israel, und damit die jüdische Glaubensgemeinschaft, Freunde Deutschlands seien. Doch schließen sich der Meinung der Politiker nicht alle Menschen an, mit der NPD hat es eine offen antiislamische und antiisraelische Partei in zwei Landtage geschafft.
Ich will daher in dieser Hausarbeit der Frage nachgehen, inwiefern die Religiosität der Menschen Einfluss hat auf die Einstellung gegenüber Juden und Moslems. Nimmt mit der Religiosität die Toleranz zu, im Sinne von „Liebe deinen Nächsten“? Oder sind religiöse Menschen kritischer gegenüber anderen Religionen, da sie ihre eigene Religion als die einzig Wahre betrachten?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hypothesenableitung und Formulierung

3. Datensatz

3.1 Beschreibung des Datensatzes

3.2 Variablenbeschreibung

4. Auswertung

4.1 Univariate Auswertung

4.2 Multivariate Auswertung

4.2.1 Clusteranalyse

4.2.2 Regression

4.3 Ergebnisse

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht auf Basis des ALLBUS-Datensatzes von 2012, inwiefern die Religiosität von Menschen in Deutschland ihre Einstellungen gegenüber dem Judentum und dem Islam beeinflusst. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob eine höhere Religiosität mit einer größeren Toleranz gegenüber anderen Religionen einhergeht oder ob religiöse Menschen kritischer gegenüber andersgläubigen Gruppen eingestellt sind.

  • Analyse der Einstellungen gegenüber Judentum und Islam
  • Messung von Religiosität durch verschiedene christliche Parameter
  • Einsatz quantitativer Analysemethoden (Clusteranalyse und Regression)
  • Untersuchung von Einflüssen auf antisemitische und antiislamische Einstellungen
  • Differenzierung zwischen intrinsischer und extrinsischer Glaubensausübung

Auszug aus dem Buch

3.1 Beschreibung des Datensatzes

Dieser Arbeit liegt der Datensatz des ALLBUScompact aus dem Jahr 2012 zugrunde. Der Unterschied der Kompaktversion zur Vollversion spiegelt nur in der verkürzten demographischen Beschreibung nieder, wodurch es an Übersichtlichkeit gewinnt ohne an Qualität zu verlieren. Der Datensatz besteht im Jahr 2012 aus 750 Fragen, die von 3480 Menschen beantwortet wurden.

ALLBUS steht für Allgemeine Bevölkerungsumfrage für Sozialwissenschaftler und wird seit 1980 alle zwei Jahre neu erhoben. Hierbei wird jeweils in einem persönlichen Interview ein repräsentativer Querschnitt der Bevölkerung zu aktuellen Themen befragt. Während einige Fragen jedes mal gestellt werden, wodurch eine Vergleichbarkeit der Antworten über die Jahre möglich ist, wechseln andere Fragen je nach Aktualität und Schwerpunkt der Befragung.

Ein besonderer Punkt des ALLBUS ist die freie Zugänglichkeit, so dass es Forschern aus der ganzen Welt möglich ist, anhand des Datensatzes zu forschen (Blohm 2008)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Das Kapitel führt in das Thema der religiösen Toleranz in Deutschland ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich des Einflusses von Religiosität auf die Einstellung zu Juden und Muslimen.

2. Hypothesenableitung und Formulierung: Auf Basis vorliegender Literatur werden Hypothesen über den Zusammenhang zwischen Religiosität und der Ablehnung religiöser Vielfalt entwickelt.

3. Datensatz: Dieses Kapitel beschreibt den verwendeten ALLBUScompact-Datensatz von 2012 und erläutert die Auswahl der relevanten Variablen.

4. Auswertung: Hier findet die empirische Analyse mittels univariater Beschreibung, Clusteranalyse und Regression statt, um die Forschungshypothesen zu prüfen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass Religiosität keinen einheitlichen Einfluss auf die Toleranz hat, wobei Unterschiede zwischen intrinsischer und extrinsischer Glaubensausübung eine zentrale Rolle spielen.

Schlüsselwörter

Religiöse Toleranz, Deutschland, Religiosität, Antisemitismus, Antiislamismus, ALLBUS, Quantitative Forschung, Clusteranalyse, Regression, Christentum, Judentum, Islam, intrinsische Religiosität, extrinsische Religiosität, Vorurteile

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Religiosität von Menschen in Deutschland und deren Einstellungen gegenüber religiösen Minderheiten, konkret gegenüber dem Judentum und dem Islam.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind religiöse Toleranz, die Messung von Religiosität in der christlichen Bevölkerung sowie die Analyse von Vorurteilen und Ablehnung gegenüber Juden und Muslimen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu klären, ob eine höhere Religiosität die Toleranz gegenüber anderen Religionen fördert oder ob sie im Gegenteil mit einer kritischeren Haltung gegenüber andersgläubigen Menschen korreliert.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit nutzt quantitative Analyseverfahren, namentlich eine univariate deskriptive Analyse, eine Clusteranalyse zur Strukturierung der Einstellungen sowie eine ordinale Regression zur Prüfung der Hypothesen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die Vorstellung des ALLBUS-Datensatzes, die Beschreibung der verwendeten Variablen sowie die Durchführung und Interpretation der uni- und multivariaten statistischen Analysen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie religiöse Toleranz, Antisemitismus, Antiislamismus, Religiositätsmessung und statistische Analyse (Cluster und Regression) charakterisieren.

Warum wird zwischen intrinsischer und extrinsischer Religiosität unterschieden?

Die Untersuchung zeigt, dass die Art der Glaubensausübung einen Unterschied macht: Während soziale Interaktion in der Gemeinde (extrinsisch) Toleranz fördern kann, scheint eine stark intrinsische Ausübung teilweise zu kritischeren Haltungen gegenüber anderen Religionen zu führen.

Welches Ergebnis liefern die Regressionen in Bezug auf die Hypothesen?

Die Hypothesen können insgesamt nicht eindeutig verifiziert werden, da die Erklärungskraft der Modelle gering ist und sich widersprüchliche Tendenzen zeigen, die eine differenzierte Betrachtung der verschiedenen Religiositätsindikatoren notwendig machen.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Religiöse Toleranz in Deutschland
Untertitel
Einfluss der christlichen Religiösität auf die Einstellung gegenüber dem Islam und dem Judentum
Hochschule
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig  (Sozialwissenschaften)
Note
1,3
Autor
Eike Ubben (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
28
Katalognummer
V280770
ISBN (eBook)
9783656745396
ISBN (Buch)
9783656745389
Sprache
Deutsch
Schlagworte
religiöse toleranz deutschland einfluss religiösität einstellung islam judentum
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eike Ubben (Autor:in), 2014, Religiöse Toleranz in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280770
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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