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Cargo-Kulte. Der "Vailala-Wahn"

Titel: Cargo-Kulte. Der "Vailala-Wahn"

Essay , 2008 , 7 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: M.A. Ninette Schmidt (Autor:in)

Theologie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Cargo-Kult bezeichnet neureligiös-synkretistische Bewegungen in Melanesien und Neuguinea. Der Begriff Cargo leitet sich von der englischen Entsprechung für Schiffsgüter ab, mit ihm sind die materiellen Reichtümer der Weißen gemeint, die für ihre moderne industrielle Zivilisation charakteristisch sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Fallstudie V: Cargo-Kulte

1.1 Der „Vailala-Wahn“ („Vailala-Madness“)

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Vailala-Wahns in Melanesien als neureligiös-synkretistische Bewegung und analysiert, wie sozioökonomische Umbrüche unter kolonialem Einfluss die traditionelle Gesellschaftsstruktur der Elema transformierten und zur Entstehung dieses spezifischen Cargo-Kultes führten.

  • Sozioökonomische Strukturen der Elema-Gesellschaft (Big Men vs. Rubbish Men)
  • Einfluss der kolonialen Oberherrschaft auf lokale Machtverhältnisse
  • Religiöse Transformation durch christliche Missionierung
  • Die Entstehung des Vailala-Wahns als Antwort auf kulturelle Missverständnisse
  • Vergleich der Konzepte von Synkretismus und Religionsbegegnung

Auszug aus dem Buch

Der „Vailala-Wahn“ („Vailala-Madness“)

Der Cargo-Kult bezeichnet neureligiös-synkretistische Bewegungen in Melanesien und Neuguinea. Der Begriff Cargo leitet sich von der englischen Entsprechung für Schiffsgüter ab, mit ihm sind die materiellen Reichtümer der Weißen gemeint, die für ihre moderne industrielle Zivilisation charakteristisch sind. Auch die im Busch lebenden Europäer sind mit diesen Reichtümern gesegnet, die von Schiffen oder Flugzeugen gebracht werden. Als Grund für die großen materiellen Unterschiede zwischen Schwarzen und Weißen wird die unterschiedliche Einstellung der Ahnengeister gegenüber beiden Bevölkerungsgruppen gesehen. Die europäischen Kolonisten erhalten von den Ahnen Hilfe und werden von ihnen mit Cargo beliefert. Die Schwarzen dagegen sind für ihr angebliches Fehlverhalten in der Urzeit zu einer unterlegenen Technologie verurteilt. Aus eigenen Kräften können sie den Vorsprung der Weißen nicht aufholen. Am Beginn der meisten Cargo-Kulte stehen Propheten, welche die bevorstehende Ankunft von Cargo vorhersagen. Die Farbigen sollen ihr bisheriges Leben aufgeben, die Welt wird durch eine Wasserflut vernichtet, ein Heilbringender wird erscheinen und die bisherige Weltordnung umkehren. Die Ahnen senden dann in Schiffen, Flugzeugen oder Lastwagen die ersehnten europäischen Güter.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Fallstudie V: Cargo-Kulte: Dieses Kapitel führt in die Begrifflichkeit und die sozio-religiösen Hintergründe der Cargo-Kulte ein, mit besonderem Fokus auf das traditionelle Leben der Elema und die Auswirkungen kolonialer Besatzung.

1.1 Der „Vailala-Wahn“ („Vailala-Madness“): Dieser Unterpunkt analysiert die spezifischen Ursachen für den Ausbruch des Vailala-Wahns, beleuchtet die Rolle des Christentums als Katalysator und erörtert, warum das Phänomen als Religionsbegegnung anstatt als klassischer Synkretismus zu verstehen ist.

Schlüsselwörter

Cargo-Kulte, Vailala-Wahn, Melanesien, Elema, Big Men, Avai, Kolonialismus, Synkretismus, Missionsgeschichte, Religionsbegegnung, Kultausübung, Neuguinea, Ahnenkult, Soziokultureller Wandel, Mythologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und den Hintergründen des Vailala-Wahns, einer neureligiösen Bewegung in Melanesien, die als Reaktion auf koloniale Einflüsse entstand.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die soziale Schichtung der Elema, die Auswirkungen der deutschen und australischen Kolonialherrschaft sowie der Einfluss christlicher Missionare auf die traditionelle Kultur.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, wie die Begegnung mit fremden Lebensweisen und Waren zu einer Umdeutung traditioneller Kulte führte und warum diese Entwicklung als gescheiterte soziale Revolution zu werten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Analyse gewählt?

Es handelt sich um eine religionswissenschaftliche Fallstudie, die sozioökonomische Faktoren und religiöse Überlieferungen miteinander in Beziehung setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die traditionelle Gesellschaftsstruktur der Elema, den Wandel durch Kolonialherren und Missionare sowie die psychologischen und religiösen Mechanismen hinter dem Vailala-Wahn.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Inhalt?

Die zentralen Begriffe sind Cargo-Kulte, Vailala-Wahn, Melanesien, Elema, Big Men, Kolonialismus und Synkretismus.

Wer waren die sogenannten "Big Men" (Avai) in der Gesellschaft der Elema?

Die Big Men bildeten die gesellschaftliche Elite; sie besaßen nicht nur ökonomische und politische Macht, sondern waren auch rituell hochgestellt und für das Wohlergehen der Gemeinschaft verantwortlich.

Warum wird der Vailala-Wahn nicht als reiner Synkretismus klassifiziert?

Der Autor argumentiert, dass auf christlicher Seite keine Veränderung stattfand und der Wahn eher eine gescheiterte Religionsbegegnung darstellt, da kein dauerhafter Kultbestand resultierte.

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Cargo-Kulte. Der "Vailala-Wahn"
Hochschule
Universität Potsdam
Note
1,7
Autor
M.A. Ninette Schmidt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
7
Katalognummer
V280894
ISBN (eBook)
9783656749189
ISBN (Buch)
9783656749202
Sprache
Deutsch
Schlagworte
cargo-kulte vailala-wahn
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Ninette Schmidt (Autor:in), 2008, Cargo-Kulte. Der "Vailala-Wahn", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280894
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Leseprobe aus  7  Seiten
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