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Umweltökonomische Instrumente: Auflagen, Steuern und handelbare Umweltrechte

Titre: Umweltökonomische Instrumente: Auflagen, Steuern und handelbare Umweltrechte

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2013 , 30 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Jessica Schmidt (Auteur)

Economie politique - Economie de l'environnement
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Auf allen politischen Ebenen werden Umweltschutzdiskussionen geführt und die Frage nach einer möglichen Beeinflussung der Marktteilnehmer durch geeignete umweltökonomische Instrumente zur Steuerung des wirtschaftlichen Geschehens gestellt. Die wesentlichen Ursachen des Umweltproblems sind zurückzuführen auf die weltweite Bevölkerungszunahme, dem daraus resultierenden, zunehmenden Verbrauch an Rohstoffen und natürlichen Ressourcen für den Mehrbedarf an Gütern aufgrund steigender Bedürfnisse in Industrie- und Schwellenländern. Wettbewerbskonflikte entstehen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Ländern mit weniger restriktiven Umweltschutzanforderungen. Eine kostengünstige Realisierung der Umweltziele soll mögliche Nachteile im internationalen Wettbewerb vermeiden.
In einem marktwirtschaftlich organisierten Wirtschaftsgefüge ist der Preismechanismus der effiziente Zuteilungsmechanismus für knappe Güter. Möglicherweise kann dieser zur Allokation der knappen Umweltgüter herangezogen werden zur kostengünstigen Steuerung des Güterverbrauchs. Die globale Umweltpolitik wird überwiegend durch staatliche Reglementierung mittels Verordnungen, Ge- und Verboten betrieben. Befürworter marktwirtschaftlicher Instrumente im Umweltschutz erwarten eine spürbare, gesamtwirtschaftliche Kostenreduktion ohne Verschlechterung der Umweltqualität und ohne Einbußen bei anderen wirtschaftspolitischen Zielen.
Im Rahmen dieser Arbeit sollen wesentliche Grundlagen der ökonomischen Betrachtung der Umweltproblematik dargestellt werden, um in einem Vergleich die möglichen umweltpolitischen Instrumente Auflagen, Steuern und handelbare Umweltrechte gegenüberzustellen. Ziel dieser Arbeit ist es, anhand ökologischer und ökonomischer Kriterien zu entscheiden, welches Instrument eingesetzt werden sollte.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Umweltpolitik in der ökonomischen Theorie

2.1. Externalitäten

2.2. Anforderungen umweltpolitischer Instrumente zur Internalisierung externer Kosten

2.2.1. Internalisierungskonzept nach Pigou

2.2.2. Internalisierungskonzept nach Coase

2.2.3. Ordnungsrechtliches umweltpolitisches Instrument: Auflagen

2.2.4. Internalisierungsmethode nach dem Preis-Standard-Ansatz

2.2.5. Umweltpolitisches Instrument: Zertifikate (handelbare Rechte)

3. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Ziel der Arbeit ist es, die ökonomische Betrachtung der Umweltproblematik darzustellen und die wesentlichen umweltpolitischen Instrumente – Auflagen, Steuern und handelbare Umweltrechte – einer vergleichenden Analyse zu unterziehen, um anhand ökologischer und ökonomischer Kriterien eine Entscheidungsgrundlage für deren Einsatz zu schaffen.

  • Grundlagen der Umweltökonomie und Marktversagen durch Externalitäten
  • Anforderungen an umweltpolitische Instrumente zur Internalisierung externer Kosten
  • Analyse ordnungsrechtlicher Auflagen und ihrer Wirkungsweisen
  • Vergleich zwischen dem Preis-Standard-Ansatz (Steuern) und marktbasierten Zertifikatslösungen
  • Bewertung der ökonomischen und ökologischen Effizienz verschiedener Steuerungsinstrumente

Auszug aus dem Buch

2.2.3. Ordnungsrechtliches umweltpolitisches Instrument: Auflagen

Auflagen, als meist genutztes Instrument in der Umweltpolitik, definieren Verhaltensstandards und belegen Missachtung mit Ordnungsstrafen. Praktisch ergibt sich die Frage nach der Eingriffsintensität. Einen Spezialfall bilden Verbote (Unterlassungsauflagen), bspw. bestimmter Produktionsprozesse. In Ausnahmefällen ist eine komplette Schadensverhinderung wohlfahrtsoptimal. Staatliche Bestimmungen fordern häufig eine Schadensreduktion (konditionierte Vorschrift).

Die umweltbezogenen Verhaltensvorschriften werden differenziert in: Produktions-, sog. Unterlassungs- und Verwendungsauflagen, d.h. Auflagen für Produktionsverfahren (vorgegebene Inputfaktoren), sowie Emissionsauflagen. Im Folgenden Auszüge diverser Auflagen und Verbote:

• Emissionsauflage

- Produktnormen: von produzierten Gütern ausgehende Belastung ausschließen/einschränken (bspw. Schadstoffgrenzwerte/ Inhaltsstofffestlegung, Produktbeseitigungsauflagen; Vorschrift für Produktmerkmale und -eigenschaften; Verwendungsmodalitäten; Produktkennzeichnungspflicht)

- Emissionsnormen: Grenzwertfestlegung max. zulässiger Produktionsanlagenemissionen

• Auflagen für Produktionsverfahren

- Input-Auflagen, d.h. Roh-/Betriebsstoffverwendungsvorschriften bei der Produktion

- Prozessnormen, Technologiefestlegungen des Produktionsprozesses zur Vermeidung von Umweltbelastungen

• Produktionsauflagen

- Mengenlimitierung, Produktions- und Ansiedlungsverbote

Eine hohe Kontrolldichte und Strafzahlungen vorausgesetzt, schafft dieses Instrument einen großen Anreiz zur Grenzwerteinhaltung mit hoher ökologischer Treffsicherheit. Diese fehlt meist in der Praxis aufgrund unbekannter Höchstgrenzen, der Bindung der Auflagen an die Entwicklung anderer Größen oder bei falsch definierter Festlegung der Erreichungsgrößen, d.h., wenn das Optimum unbekannt bzw. dessen Realisierung unmöglich ist. Eine Differenzierung der Auflagen unter Berücksichtigung der Kosten-Nutzen-Relation könnte zur Umweltentlastung, zu niedrigeren Gesamtkosten oder zur Subventionierung derjenigen führen, die die Auflagen nicht erfüllen und zu keiner Umweltentlastung beitragen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Ursachen des Umweltproblems durch steigenden Ressourcenverbrauch und begründet die Notwendigkeit ökonomischer Steuerungsinstrumente als Alternative zur reinen staatlichen Reglementierung.

2. Umweltpolitik in der ökonomischen Theorie: Dieses Kapitel erörtert die theoretischen Grundlagen des Marktversagens und definiert Externalitäten, bevor es die Anforderungen an Internalisierungsinstrumente und verschiedene Lösungsansätze wie Pigou-Steuern, das Coase-Theorem, Auflagen, den Preis-Standard-Ansatz und Zertifikate detailliert analysiert.

3. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass die Wahl des Instruments einzelfallabhängig ist und betont, dass der Staat einen ordnungspolitischen Rahmen setzen muss, um Nachhaltigkeit und effiziente Schadensvermeidung sicherzustellen.

Schlüsselwörter

Umweltökonomie, Marktversagen, Externalitäten, Internalisierung, Pigou-Steuer, Coase-Theorem, Ordnungsrecht, Auflagen, Preis-Standard-Ansatz, Zertifikathandel, Emissionsrechte, statische Effizienz, dynamische Effizienz, Verursacherprinzip, Umweltpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die ökonomischen Ansätze zur Lösung von Umweltproblemen durch die Internalisierung externer Effekte mittels verschiedener Steuerungsinstrumente.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Marktversagen, die Bewertung von Umweltschäden, die Theorie externer Effekte sowie der Vergleich verschiedener umweltpolitischer Instrumente wie Steuern und handelbare Rechte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine vergleichende Analyse von Auflagen, Steuern und handelbaren Umweltrechten, um Kriterien für deren ökonomisch und ökologisch effizienten Einsatz abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine vergleichende Analyse ökonomischer Konzepte zur Internalisierung externer Kosten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Konzepte nach Pigou und Coase sowie praktische Instrumente wie Auflagen, den Preis-Standard-Ansatz und Umweltzertifikate hinsichtlich ihrer Effizienz und Praktikabilität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Umweltökonomie, Marktversagen, Externalitäten, Internalisierung, Auflagen und Zertifikathandel.

Warum wird der Pigou-Ansatz als praktisch schwer umsetzbar bewertet?

Der Pigou-Ansatz erfordert die exakte Erfassung und monetäre Bewertung aller Grenzvermeidungskosten, was in der Realität aufgrund fehlender Informationen und komplexer Schadenszusammenhänge meist unmöglich ist.

Welchen Vorteil bietet der Handel mit Umweltzertifikaten gegenüber Auflagen?

Zertifikate bieten eine höhere statische Effizienz, da sie eine Marktbildung ermöglichen, bei der Unternehmen mit geringen Vermeidungskosten ihre Emissionen senken und Rechte verkaufen können, anstatt starr vorgegebene Grenzwerte einzuhalten.

Was versteht man unter der "doppelten Dividende" bei Umweltsteuern?

Dies beschreibt den kombinierten Effekt von ökologischen Vorteilen durch Emissionsminderung und fiskalischen Einnahmen durch die Steuer, wobei Kritiker die Gefahr einer Zielkonflikt-Problematik sehen.

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Résumé des informations

Titre
Umweltökonomische Instrumente: Auflagen, Steuern und handelbare Umweltrechte
Université
University of Applied Sciences Stuttgart
Note
1,3
Auteur
Jessica Schmidt (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
30
N° de catalogue
V280900
ISBN (ebook)
9783656754763
ISBN (Livre)
9783656754770
Langue
allemand
mots-clé
Umweltrecht handelbare Rechte Emissionen Steuern Auflagen Umweltöknonomie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jessica Schmidt (Auteur), 2013, Umweltökonomische Instrumente: Auflagen, Steuern und handelbare Umweltrechte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280900
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Extrait de  30  pages
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