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Die Integration von Krankheit in den Alltag am Beispiel von Herzkrankheiten in der Rehabilitationsphase

Titel: Die Integration von Krankheit in den Alltag am Beispiel von Herzkrankheiten in der Rehabilitationsphase

Hausarbeit , 2013 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anton Herzsprung (Autor:in)

Medizin - Innere Medizin
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Die Herz- Kreislauf-Krankheiten stellen eines der wesentlichen Probleme unseres Gesundheitswesens dar. [...]“ Diese Feststellung Göhrings aus dem Jahre 1996 ist vom Zeitpunkt der Aussage gesehen veraltet, doch die Problematik ist immer noch sehr aktuell, denn die Anzahl an Neuerkrankungen und Todesfällen verursacht durch Herzerkrankungen steigt weiter an.
Schon William Harvey erkannte, welche entscheidende Rolle das Herz im menschlichen Organismus einnimmt: „Das Herz der Lebewesen ist der Grundstock ihres Lebens, der Fürst ihrer aller, der kleinen Welt Sonne, von der alles Leben abhängt, alle Frische und Kraft ausstrahlt. Gleicherweise ist ein König der Grundstock seiner Reiche und die Sonne seiner kleinen Welt, des Staates Herz, von dem alle Macht ausstrahlt, alle Gnade ausgeht. Diese Schrift hier über die Bewegung des Herzens habe ich Seiner Majestät (wie es Sitte dieser Zeit ist) um so mehr zu widmen gewagt, als […] beinahe alle menschlichen Taten wie auch die meisten Taten eines Königs unter der Eingebung des Herzens sich vollziehen.“
Infolge dessen ist es unabdingbar, sich mit dieser Problematik weiterhin verstärkt auseinanderzusetzen und allen voran die Folgen einer solchen Erkrankung für das Individuum zu erkennen. Daraus folgt, dass die Empathiefähigkeit an zunehmender Bedeutung gewinnt, um die Gefühlslage der erkrankten Personen zu verstehen. Dies bietet eine Möglichkeit, ihre Probleme auch im Alltagsleben zu erkennen und sie in diesem so weit wie möglich zu unterstützen, um letztendlich ihre Integration in die Gesellschaft zu forcieren. Allerdings ist die Integration jedes Individuums nur schwer umsetzbar.
Folglich sind die meisten Betroffenen bei der Lösung ihrer Probleme auf sich allein gestellt. Dementsprechend besteht in puncto Integration von Herzerkrankungen in den Alltag noch sehr viel Nachholbedarf. Herzerkrankte sollten genau über ihre Erkrankung aufgeklärt werden, die körperlichen und psychischen Folgen, mögliche Freizeit- und Sportaktivitäten und die Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit sollten als weitere wichtige Themen im Vordergrund der Behandlun

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung:

Ansteigende Zahlen bei den Herzerkrankungen

B. Integration von Krankheit in den Alltag am Beispiel von Herzpatienten in der Rehabilitationsphase

I. Grundlegende Theorien zu den psychischen Vorgängen

1. Operantes Konditionieren

Ist die Integration basierend auf operantem Konditionieren wirksam?

2. Abwehrmechanismen nach Sigmund Freud

Laufen Abwehrmechanismen nach einer Erkrankung bezüglich der Integration ab?

3. Stigmatisierungsprozesse

4. Sozial-ökologischer Ansatz

II. Konkrete Gesellschaftliche Probleme

1. Erwartungshaltung der leistungsorientierten Gesellschaft

2. Allgemeine Einschränkungen

III. Vorgehensweise bei der Integration der Betroffenen

1. Definition von Integration

2. Integrationsziele

3. Fallbeispiel Myocardinfarkt

4. Fallbeispiel Herzinsuffizienz

Kann eine Person mit Herzinsuffizienz optimal zurück in seinen Sport- und Berufsalltag integriert werden?

C. Schluss

Der Mensch ist die Summe seiner sichtbaren Merkmale

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, herzkranke Patienten während und nach der Rehabilitationsphase erfolgreich in ihren Alltag zu integrieren, wobei psychologische Barrieren und gesellschaftliche Erwartungen im Fokus stehen.

  • Psychologische Grundlagen wie operantes Konditionieren und Abwehrmechanismen.
  • Sozial-ökologische Faktoren und das Person-Umwelt-Verhältnis bei Erkrankung.
  • Die Auswirkungen der leistungsorientierten Gesellschaft auf den Integrationsprozess.
  • Praktische Fallbeispiele für die Integration nach Myokardinfarkt und bei Herzinsuffizienz.

Auszug aus dem Buch

1. Operantes Konditionieren

Burrhus Frederic Skinner besagt: „Das Verhalten eines Menschen wird gesteuert durch die dem Verhalten folgenden Konsequenzen:“ Das heißt ein Mensch erfährt auf ein vorangegangenes Verhalten eine Konsequenz, die sich für ihn positiv, negativ oder neutral auswirkt. Folgen auf ein Verhalten positive Konsequenzen, so tritt es in Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit häufiger auf. Unterteilt werden diese positiven Konsequenzen in verschiedene Arten von Verstärkern: Materielle und soziale Verstärker, Handlungs- und Selbstverstärker.

Bei Patienten mit Herzerkrankungen würden sich Aufmerksamkeit, Zuwendung und Hervorhebung vor Anderen als soziale Verstärker zeigen. Materiell hingegen würden sich finanzielle Förderungen und Ermäßigungen positiv für das Individuum auswirken, wobei der Aufenthalt in einer Rehabilitationsklinik als Handlungsverstärker anzusehen ist, da es von einem Großteil der Menschen wie Urlaub oder wie ein kurzzeitiges Entfliehen aus dem Alltag wahrgenommen wird. Auch selbst kann sich der herzerkrankte Patient verstärken, indem er sich diese Verstärker selbst zufügt wie z.B. durch langes Ausschlafen, da er sich ja ausruhen sollte.

Erlernt werden vorwiegend soziale Reaktionen, Emotionen und Handlungsweisen. Übertragen auf Herzerkrankte bewirken diese Verstärker, dass sie diese Erkrankung mit einer positiven Empfindung verknüpfen und somit weder die Motivation, noch das Bedürfnis haben, gesund zu werden.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Beleuchtung der hohen Relevanz von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und der Notwendigkeit, psychologische Folgen für die soziale Integration zu verstehen.

B. Integration von Krankheit in den Alltag am Beispiel von Herzpatienten in der Rehabilitationsphase: Analyse der psychischen Hintergründe, gesellschaftlichen Erwartungshaltungen und konkreter Lösungsansätze anhand von Fallbeispielen.

C. Schluss: Zusammenführung der Erkenntnisse mit dem Fazit, dass eine ganzheitliche Betrachtung und psychologische Betreuung entscheidend für die Lebensqualität nach einer Herzerkrankung sind.

Schlüsselwörter

Integration, Herzerkrankung, Rehabilitation, Psychologie, Operantes Konditionieren, Abwehrmechanismen, Stigmatisierung, Sozial-ökologischer Ansatz, Lebensstress, Copingstrategien, Myokardinfarkt, Herzinsuffizienz, Alltag, Gesundheit, Gesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die schwierige Wiedereingliederung von Menschen mit Herzerkrankungen in ihren gewohnten Lebensalltag und Beruf nach der medizinischen Akutphase.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit verknüpft psychologische Theorien, wie das operante Konditionieren oder Freudsche Abwehrmechanismen, mit soziologischen Fragestellungen zur Leistungsgesellschaft und Umweltanpassung.

Welches Ziel verfolgt der Autor mit dieser Untersuchung?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Betroffene psychologisch und sozial unterstützt werden können, um trotz körperlicher Einschränkungen ein autonomes Leben zu führen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Der Autor stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und illustriert diese anhand von praxisorientierten Fallbeispielen zu Herzinfarkt- und Herzinsuffizienzpatienten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert psychische Mechanismen der Krankheitsverarbeitung, die Wirkung gesellschaftlicher Normen und wie Patienten ihre soziale "Nische" nach der Diagnose neu definieren können.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Rehabilitation, Integration, psychische Belastung, Person-Umwelt-Verhältnis und Copingstrategien.

Wie spielt das Konzept der "Nische" eine Rolle für Patienten?

Die "Nische" beschreibt das Handlungsfeld eines Patienten; bei Herzkranken ist diese oft eingeengt, weshalb der Autor betont, dass eine Verbesserung dieser Nische zentral für den Heilungserfolg ist.

Warum wird im Beispiel des herzkranken Fußballers von einem "Teufelskreis" gesprochen?

Wenn Patienten aufgrund ihrer Erkrankung Hobbys wie Fußball aufgeben müssen, kann dies zu Frustration und sozialer Isolation führen, was wiederum die Genesung psychisch hemmt.

Welche Bedeutung misst der Autor der psychologischen Betreuung bei?

Er fordert, dass Reha-Kliniken verstärkt psychologische Ansätze einbeziehen sollten, da der Mensch mehr als die Summe seiner physischen Symptome ist.

Was bedeutet "Fixierung" im Kontext der Heilung?

Es bezeichnet den Zustand, in dem ein Patient physiologisch zwar Fortschritte machen könnte, psychisch jedoch an der Krankheit festhält, um die damit verbundene Aufmerksamkeit oder Schonung nicht zu verlieren.

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Details

Titel
Die Integration von Krankheit in den Alltag am Beispiel von Herzkrankheiten in der Rehabilitationsphase
Hochschule
Private Fachhochschule Döpfer
Note
1,0
Autor
Anton Herzsprung (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
18
Katalognummer
V280942
ISBN (eBook)
9783656755838
ISBN (Buch)
9783656755661
Sprache
Deutsch
Schlagworte
integration krankheit alltag beispiel herzkrankheiten rehabilitationsphase
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anton Herzsprung (Autor:in), 2013, Die Integration von Krankheit in den Alltag am Beispiel von Herzkrankheiten in der Rehabilitationsphase, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280942
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Leseprobe aus  18  Seiten
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