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Die Vermittlung der chinesischen Schrift auf mnemotechnischer Basis

Titel: Die Vermittlung der chinesischen Schrift auf mnemotechnischer Basis

Seminararbeit , 2014 , 32 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Man Xi Zeidler (Autor:in)

Orientalistik / Sinologie - Chinesisch / China
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Um die chinesische Sprache zu erlernen, muss man sich, wie bei jeder anderen Fremdsprache auch, mit einer ungewöhnlichen Phonetik, neuen Grammatikregeln, einem fremden Wortschatz und einer anderen Kultur auseinandersetzen. Was die chinesische Sprache jedoch grundsätzlich von vielen anderen Fremdsprachen unterscheidet, ist das Schriftsystem.
Diese Arbeit versucht die Anwendungsmöglichkeiten mnemotechnischer Methoden für die Vermittlung chinesischer Schriftzeichen aufzuzeigen und untersucht, inwiefern Mnemotechniken eine sinnvolle Alternative zu den bisherigen im Unterricht verwendeten Lerntechniken für den Schriftzeichenerwerb darstellen.
Dazu soll zunächst geklärt werden, was der Begriff Mnemotechnik bedeutet und wie diese Lerntechnik entstanden ist. Darauf folgend werden einige Mnemotechniken im allgemeinen Fremdsprachenerwerb vorgestellt. Anschließend soll auf die Frage eingegangen werden, warum es vielen westlichen Lernenden schwer fällt, sich chinesischen Schriftzeichen anzueignen. Abschließend werden drei Lehrwerke, die bereits mnemotechnische Konzepte zur Vermittlung der chinesischen Schrift verwenden sowie einige mnemotechnische Methoden für den Schriftzeichenerwerb vorgestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was ist Mnemotechnik?

2.1 Prinzipien der antiken Mnemotechnik

2.2 Ausgewählte Mnemotechniken im Fremdsprachenerwerb mit Schwerpunkt Wortschatzerwerb

2.2.1 Die Schlüsselwortmethode (keyword method)

2.2.2 Die Kennworttechnik basierend auf Buchstaben und Zahlen

2.2.3 Die Visualisierung

2.2.4 Lineare Übersetzung

2.2.5 Die Loci-Technik

2.2.6 Die Merkverse

2.2.7 Die Geschichtentechnik

3 Anwendungsvorschläge von Mnemotechniken im Schriftzeichenunterricht

3.1 Die chinesische Schrift als Lernproblem

3.2 Hintergründe und Ursachen der Lernprobleme

3.2.1 Einige didaktische Lösungsvorschläge

3.3 Die Vermittlung der chinesischen Schrift auf mnemotechnischer Basis in ausgewählten Lehrwerken

3.3.1 Fun with Chinese Characters

3.3.2 Vereinfachte Hanzi lernen und behalten 1

3.3.3 Learning Chinese Characters

3.4 Überlegungen zur Anwendung von mnemotechnischen Methoden im Schriftzeichenerwerb

4 Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendungsmöglichkeiten mnemotechnischer Methoden zur Vermittlung chinesischer Schriftzeichen. Dabei wird analysiert, inwieweit diese Techniken eine sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Lernstrategien darstellen und wie sie westlichen Lernenden bei der Bewältigung der Komplexität des chinesischen Schriftsystems unterstützen können.

  • Grundlagen und Prinzipien der Mnemotechnik im Fremdsprachenerwerb.
  • Analyse der spezifischen Lernschwierigkeiten bei der chinesischen Schrift.
  • Evaluation von Lehrwerken, die mnemotechnische Ansätze bereits integrieren.
  • Entwicklung von Anwendungsvorschlägen zur Optimierung des Schriftzeichenunterrichts.
  • Bedeutung der Neurobiologie für ein "gehirngerechtes" Lernen von Schriftzeichen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die chinesische Schrift als Lernproblem

Die chinesische Sprache ist durch ihre Besonderheiten allgemein als eine schwer zu lernende Sprache bekannt. Der Schwierigkeitsgrad wurde jedoch wissenschaftlich noch nicht belegt. Es wird aber vermutet, dass das chinesische Schriftsystem das entscheidende Lernproblem darstellt. Lernende müssen sich ein neues und fremdes Schriftsystem aneignen, das wesentlich mehr Zeichen aufweist als die Buchstaben eines fremden Alphabets. Die große Anzahl der Schriftzeichen und ihre Komplexität werden häufig als Probleme für das Erlernen der chinesischen Schrift angeführt. Den Lernenden fällt es schwer, die einzelnen Bestandteile der komplexen Schriftzeichen, von den Komponenten bis hin zu den Strichen, zu erkennen und eindeutig zuzuordnen. Außerdem nimmt die Memorierung eins Schriftzeichens sehr viel Zeit in Anspruch. Würde man sich nur auf die Sprachkompetenz konzentrieren und lediglich das Pinyin-System als Schriftsystem einführen, ließe sich Chinesisch vermutlich schneller und leichter erlernen. Aus Sorge, die chinesische Sprache könnte auf Grund des Schriftsystems als zu schwer und nicht erlernbar gelten, bieten einige Sprachschulen nur Konversationskurse an oder vermitteln Chinesisch nur auf der Grundlage der Pinyin-Transkription und schließen die Vermittlung der Schriftzeichen völlig aus. Die Schriftzeichen gehören jedoch zur chinesischen Sprache und Kultur und sollten daher Bestandteil des Chinesischunterrichts bleiben. So sollte man sich nicht mit der Frage, wie man die Schriftzeichen am Besten vermeiden kann, beschäftigen, sondern, wie man den Schriftzeichenunterricht effizienter gestalten könnte und welche Methoden den Lernenden das Erlernen der Schriftzeichen erleichtern.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des chinesischen Schriftzeichenerwerbs ein und stellt die Relevanz von Mnemotechniken als alternative Lernstrategie im Fremdsprachenunterricht dar.

2 Was ist Mnemotechnik?: Hier werden die historischen und theoretischen Grundlagen der Mnemotechnik sowie verschiedene assoziative Lerntechniken, wie die Loci-Technik oder die Schlüsselwortmethode, detailliert erläutert.

3 Anwendungsvorschläge von Mnemotechniken im Schriftzeichenunterricht: Dieses Kapitel analysiert spezifische Lernprobleme beim Chinesischlernen, evaluiert ausgewählte Lehrwerke mit mnemotechnischen Ansätzen und macht eigene Vorschläge für deren Anwendung.

4 Schlusswort: Das Fazit fasst die Kontroversen um den Einsatz von Mnemotechniken zusammen und betont, dass eine Kombination aus verschiedenen Methoden und eine systematische Anleitung durch Lehrkräfte für den Erfolg entscheidend ist.

Schlüsselwörter

Mnemotechnik, Chinesisch als Fremdsprache, Schriftzeichenerwerb, Loci-Technik, Schlüsselwortmethode, Visualisierung, Gehirnhemisphären, Lerndidaktik, Gedächtniskunst, Radikale, Fremdsprachenerwerb, Sinographemdidaktik, Assoziation, Lernstrategien, Schriftzeichenunterricht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einsatz mnemotechnischer Methoden als unterstützendes Werkzeug, um westlichen Lernenden das Erlernen komplexer chinesischer Schriftzeichen zu erleichtern.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Neben der Definition der Mnemotechnik stehen die Analyse der chinesischen Schriftsprache als Lernhindernis, die Evaluation mnemotechnisch orientierter Lehrwerke sowie die Entwicklung didaktischer Anwendungsbeispiele im Vordergrund.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie mnemotechnische Ansätze eine effektive Alternative zum reinen Auswendiglernen darstellen können, um den Schriftspracherwerb effizienter zu gestalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse fremdsprachendidaktischer und lernpsychologischer Konzepte sowie der Untersuchung spezifischer Lehrwerke, die mnemotechnische Prinzipien anwenden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Mnemotechnik, die Identifikation spezifischer Lernprobleme bei Chinesischlernenden und die praktische Analyse von Lehrwerken wie "Fun with Chinese Characters" oder "Learning Chinese Characters".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Mnemotechnik, Schriftzeichenerwerb, Assoziation, visuelle Lernstrategien und Sinographemdidaktik.

Welche Rolle spielt die visuelle Wahrnehmung beim Lernen?

Da das menschliche Gehirn bildhafte Informationen besser verarbeiten kann als abstrakte, ist die gezielte Stärkung der visuellen Wahrnehmung laut Autorin entscheidend für den Erfolg beim Merken chinesischer Zeichen.

Warum ist die "Loci-Technik" für Chinesischlernende interessant?

Die Technik ermöglicht es, Schriftzeichen an mentalen "Ankerorten" zu platzieren, wodurch die Verknüpfung von Bedeutung und Struktur durch räumliche Assoziation erleichtert wird.

Warum sind westliche Lernende bei chinesischen Schriftzeichen oft frustriert?

Laut Arbeit liegt das oft an der fehlenden visuellen Vorerfahrung mit logographischen Systemen und der ungewohnten Trennung der drei Faktoren Form, Bedeutung und Laut im Chinesischen.

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Details

Titel
Die Vermittlung der chinesischen Schrift auf mnemotechnischer Basis
Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
1,7
Autor
Man Xi Zeidler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
32
Katalognummer
V281097
ISBN (eBook)
9783656755173
ISBN (Buch)
9783656755166
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vermittlung schrift basis
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Man Xi Zeidler (Autor:in), 2014, Die Vermittlung der chinesischen Schrift auf mnemotechnischer Basis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281097
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Leseprobe aus  32  Seiten
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