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Die Machttheorie von Michel Foucault

Title: Die Machttheorie von Michel Foucault

Term Paper , 2002 , 28 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Mareike Körner (Author)

Social Work
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Ich werde in dieser Arbeit die Machttheorie Foucaults, ausgehend von seinen Werken „Über-wachen und Strafen“ und „Der Wille zum Wissen, Sexualität und Wahrheit 1“, darstellen. Zusätzlich verwende ich begleitende Literatur (s. Literaturverzeichnis), welche mit zum Verständnis und zur Erklärung beigetragen haben.

Der Text ist in drei Abschnitte unterteilt:
Im ersten werden wichtige Aspekte seiner Machttheorie genannt, die sich vorwiegend auf die nicht-diskursiven Sanktionierungs- und Bewertungsmechanismen beziehen, der Bestrafung, Disziplinierung von Individuen. Besonders interessieren an dieser Stelle die beispielhaften Darstellungen, um sich dem Verständnis von Macht annähern zu können.

Der zweite Teil beschäftigt sich mit den diskursiven, wissenserzeugenden Machtstrategien oder Anreizungsstrategien. Ich konnte mich die ganze Arbeit hindurch nicht auf nur einen Begriff festlegen, da manchmal der eine, manchmal der andere besser den Zusammenhang aufzeigt. Wesentliche Bestandteile sind hier: Sexualität, Wahrheit und Diskurs. Im letzten Teil des Abschnitts werden die Hauptthesen der Theorie genannt. Ich habe in dieser Arbeit auf eine Zusammenfassung verzichtet.


Im dritten und letzten Abschnitt werde ich die Ergebnisse und Erkenntnisse dieser Arbeit und die wichtigsten Aspekte der Theorie Foucaults mit dem Studium und der Praxis Sozialer Ar-beit verknüpfen. Dieser Abschnitt wird sich auch mit der Kritik und den Möglichkeiten auseinandersetzen, sowie eine sehr persönliche Auseinandersetzung darstellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Einleitung

1 Michel Foucault

2 Dispositiv bei Foucault

3 Disziplinierungsverfahren

3.1 Überwachungsprinzip

3.2 Normierende Sanktion

3.3 Prüfungsverfahren

4 Anreizungsstrategien

4.1 Diskursivierung

4.2 Wirklichkeitskonstruktion

4.3 Macht-Wahrheit-Wissen

5 Soziale Arbeit mit Foucault

5.1 Zielvorstellungen

5.2 Methodenwissen

5.3 Ansichten und Perspektiven

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die komplexe Machttheorie von Michel Foucault – basierend auf seinen Werken „Überwachen und Strafen“ sowie „Der Wille zum Wissen“ – für das Feld der Sozialen Arbeit zu erschließen und kritisch zu reflektieren. Im Zentrum steht die Untersuchung, wie Macht nicht nur unterdrückend, sondern vor allem produktiv durch Diskurse und Wissenskonstruktionen wirkt und wie diese Mechanismen die Praxis sozialer Interventionen beeinflussen.

  • Analyse nicht-diskursiver Sanktionierungs- und Disziplinierungsmechanismen.
  • Untersuchung diskursiver Machtstrategien und der Konstruktion von „Wahrheit“.
  • Verknüpfung machttheoretischer Konzepte mit den Zielsetzungen und der Praxis der Sozialen Arbeit.
  • Reflexion über die Rolle des Sozialarbeiters im machtstrategischen Netzwerk.
  • Kritische Auseinandersetzung mit Standardisierungs- und Dokumentationsverfahren.

Auszug aus dem Buch

3.2 Normierende Sanktion

Als weiteres Instrument wird die normierende Sanktion genannt, die zur Bestrafung von Verhaltensweisen eingesetzt wird. Foucault bezieht sich nicht auf die Verhaltensweisen, die vom Gesetz sowieso schon als Fehlverhalten gewertet und bestraft werden, sondern jene, die nicht gesetzlich erfaßt werden. Genauso unauffällig wie sich die Vergehen gestalten, funktioniert auch ihre Bestrafung. Diese Art der subtilen Bestrafung nennt Foucault Mikrojustiz und gliedert ihn in verschiedene Bereiche.

„Was in der Werkstatt, in der Schule, in der Armee überhandnimmt, ist eine Mikrojustiz der Zeit (Verspätungen, Abwesenheiten, Unterbrechungen), der Tätigkeit (Unaufmerksamkeit, Nachlässigkeit, Faulheit), des Körpers („falsche“ Körperhaltungen und Gesten, Unsauberkeit), der Sexualität (Unanständigkeit, Schamlosigkeit), (Foucault 1976, S.230).“

Aus dieser Ausführung geht hervor, daß alles strafbar ist, was nicht konform geht, nicht als normal angesehen und bewertet wird. Außerdem wird nicht nur das bestraft, was sichtbar und zu beobachten ist, sondern auch die Verhaltensweisen, die gar nicht auftreten, aber erwünscht sind, wie z.B. Höflichkeit oder eine engagierte Arbeitsweise. Das ganze Bestrafungsnetz funktioniert nach Richtlinien des Rechts und der Justiz und gleichzeitig nach Richtlinien, die die Wesensarten der Individuen direkt betreffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Michel Foucault: Dieses Kapitel gibt einen biographischen Abriss und skizziert die intellektuelle Entwicklung Foucaults hin zu seiner Rolle als einflussreicher Kritiker der Machtverhältnisse.

2 Dispositiv bei Foucault: Hier wird der zentrale Begriff des „Dispositivs“ als ein Netzwerk aus diskursiven und nicht-diskursiven Elementen definiert, das die Grundlage für Foucaults Machtverständnis bildet.

3 Disziplinierungsverfahren: Dieses Kapitel erläutert, wie durch Überwachung, Sanktion und Prüfung Macht direkt auf die Individuen und deren Körper einwirkt.

4 Anreizungsstrategien: Der Fokus liegt auf der „diskursiven Explosion“ und der Weise, wie Macht durch die Erzeugung von Wissen und die Konstruktion von Wirklichkeit wirkt.

5 Soziale Arbeit mit Foucault: Das Abschlusskapitel überträgt die theoretischen Erkenntnisse auf das Berufsfeld der Sozialen Arbeit und reflektiert deren Methoden und institutionelle Einbettung.

Schlüsselwörter

Machttheorie, Michel Foucault, Dispositiv, Disziplinierungsverfahren, Überwachungsprinzip, Normierende Sanktion, Diskursivierung, Wirklichkeitskonstruktion, Biomacht, Macht-Wahrheit-Wissen, Soziale Arbeit, Mikrojustiz, Wissensgebiete, Subjektivierung, Handlungswissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Machttheorie von Michel Foucault und deren Auswirkungen auf die Praxis der Sozialen Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen Disziplinierungsmechanismen, das Konzept des Dispositivs, die Entstehung von Wissen durch Macht sowie die kritische Reflexion sozialer Interventionen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Foucaults Theorien auf die Soziale Arbeit anzuwenden, um die verborgenen Machtstrukturen in pädagogischen und helfenden Institutionen besser zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt die Diskursanalyse und eine theoretische Reflexion, um Foucaults Konzepte mit dem methodischen Alltag der Sozialen Arbeit zu verknüpfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der nicht-diskursiven Machttechniken (Disziplin, Sanktion) und der diskursiven Strategien, die zur Wissensproduktion und Subjektivierung führen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Machttheorie, Dispositiv, Disziplinierung, Wissensproduktion und Soziale Arbeit als Handlungswissenschaft.

Inwiefern beeinflusst Foucault die Sichtweise auf Dokumentationssysteme in der Sozialen Arbeit?

Foucaults Theorie zeigt, dass Aktenführung und Dokumentation nicht nur administrative Aufgaben sind, sondern ein mächtiges Instrument zur Klassifizierung und „Verwaltung“ von Klienten darstellen.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Hilfe und Machtstrategie laut der Arbeit so schwierig?

Da jede Hilfe mit einer bestimmten Zielvorgabe und Normierung verbunden ist, verstrickt sich die Soziale Arbeit laut der Autorin oft ungewollt in das Machtnetz, welches sie eigentlich zu lösen versucht.

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Details

Title
Die Machttheorie von Michel Foucault
College
Protestant University of Applied Sciences Darmstadt  (FB Sozialarbeit)
Grade
1,3
Author
Mareike Körner (Author)
Publication Year
2002
Pages
28
Catalog Number
V28116
ISBN (eBook)
9783638299923
ISBN (Book)
9783640161386
Language
German
Tags
Machttheorie Michel Foucault
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mareike Körner (Author), 2002, Die Machttheorie von Michel Foucault, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28116
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