In der Kompakt-Arbeits-Phase, die in den letzten drei Wochen in der Vorlesung Lehrerbildung im Wandel stattfand, habe ich mich für das Thema Lehrerbildung in der Deutschen Demokratischen Republik entschieden. Während dieser Zeit habe ich die Fragestellung „Wie unterscheiden sich die Bildungsinhalte und Bildungsziele der Lehrpläne in der DDR und BRD allgemein und fachspezifisch?“ vertieft und behandelt. Um an dieses Thema anzuknüpfen, habe ich mich nun für das Unterrichtsfach Mathematik entschieden, anhand dessen ich expliziter auf den Lehrplan, die Bildungsziele und die Ausbildung der Mathematiklehrer in der DDR eingehen möchte. Ich strebe keinen direkten Vergleich der alten Bundesländer und der DDR an, sondern werde nur gelegentlich auf Unterschiede hinweisen. Zudem möchte ich die Differenzen der Zensuren und Zeugnisse in der DDR und BRD herausgreifen, da ich die Möglichkeit hatte einige Zeugnisse aus der DDR von den Jahren 1961 bis 1973 ausfindig zu machen. Abgerundet wird die Hausarbeit mit einer Modulanknüpfung der Vorlesungen Lehrerbildung und Lehrerforschung und Regionale Netzwerke in der (vor)beruflichen (Aus)Bildung.
Die DDR und die alten Bundesländer hatten bis zum Zweiten Weltkrieg eine gemeinsame Geschichte, welche das Bildungs-und Schulsystem betraf. Nach dem Zweiten Weltkrieg trennten sich ihre Wege, da sie zwei verschiedene Gesellschaftsordnungen angenommen hatten. Die DDR wollte ihr eigenes Bildungssystem aufbauen, orientiert an der sozialistischen Gesellschaft und sich auch sprachlich im Bildungssystem abgrenzen. So gab es beispielsweise keine Grundschullehrer sondern Lehrer für die unteren Klassen und das Gymnasium, wie wir es heute kennen, wurde als Erweiterte Oberschule bekannt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Lehrpläne und Bildungsziele in der DDR
- Lehrplan Mathematik
- Die Ausbildung von Mathematiklehrern und die Rolle der Lehrer in der DDR
- Die Ausbildung von Mathematiklehrern
- Die Rolle des Lehrers in der DDR
- Notengebung und Zeugnisse in der DDR
- Reflexion
- Modulanbindungen
- Anbindung zu Lehrerbildung und Lehrerforschung
- Anbindung zu Regionale Netzwerke in der (vor) beruflichen (Aus)Bildung
- Literaturangaben
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit der Lehrerbildung in der DDR, insbesondere im Fach Mathematik. Sie analysiert die Lehrpläne, Bildungsziele und die Ausbildung von Mathematiklehrern in der DDR und beleuchtet die Rolle des Lehrers im sozialistischen Bildungssystem. Darüber hinaus werden die Notengebung und Zeugnisse in der DDR im Vergleich zur BRD betrachtet.
- Lehrpläne und Bildungsziele in der DDR
- Die Ausbildung von Mathematiklehrern in der DDR
- Die Rolle des Lehrers in der DDR
- Notengebung und Zeugnisse in der DDR
- Vergleich mit dem Bildungssystem der BRD
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Lehrerbildung in der DDR ein und stellt die Fragestellung der Hausarbeit vor. Sie beleuchtet die Unterschiede zwischen dem Bildungssystem der DDR und der BRD und erklärt den Fokus auf das Fach Mathematik.
Das Kapitel "Lehrpläne und Bildungsziele in der DDR" beschreibt das allgemeine Bildungsziel der DDR, das auf die Heranbildung von sozialistischen Persönlichkeiten ausgerichtet war. Es wird erläutert, wie die Lehrpläne die Integration der Schüler in den Sozialismus und die Vermittlung von anwendungsbereitem Wissen und Können anstrebten.
Das Kapitel "Lehrplan Mathematik" analysiert den Mathematikunterricht in der DDR und zeigt die strengen Vorgaben des Lehrplans auf. Es wird die Bedeutung der Mathematik für die sozialistische Gesellschaft hervorgehoben und die Rolle des Lehrplans als Grundlage für die Unterrichtsplanung und Kontrolle beschrieben.
Das Kapitel "Die Ausbildung von Mathematiklehrern und die Rolle der Lehrer in der DDR" befasst sich mit der Ausbildung von Mathematiklehrern in der DDR und der Rolle des Lehrers im sozialistischen Bildungssystem. Es wird die enge Bindung der Lehrer an den Lehrplan und die Bedeutung der sozialistischen Erziehung im Mathematikunterricht hervorgehoben.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Lehrerbildung in der DDR, den Lehrplan Mathematik, die Ausbildung von Mathematiklehrern, die Rolle des Lehrers in der DDR, die sozialistische Erziehung, die Notengebung und Zeugnisse in der DDR sowie den Vergleich mit dem Bildungssystem der BRD.
Häufig gestellte Fragen
Was war das Ziel der Lehrpläne in der DDR?
Das übergeordnete Ziel war die Heranbildung „sozialistischer Persönlichkeiten“, die fest in der Gesellschaftsordnung der DDR verankert waren.
Wie unterschied sich die Lehrerausbildung in der DDR von der in der BRD?
In der DDR war die Ausbildung zentralisiert und stark ideologisch ausgerichtet. Es gab spezifische Bezeichnungen wie „Lehrer für die unteren Klassen“ anstelle von Grundschullehrern.
Welche Besonderheiten gab es im Mathematikunterricht der DDR?
Der Mathematikunterricht folgte strengen staatlichen Vorgaben und betonte die Vermittlung von anwendungsbereitem Wissen, das für die sozialistische Gesellschaft von Nutzen war.
Wie funktionierte die Notengebung in der DDR?
Die Zensuren dienten nicht nur der Leistungsbewertung, sondern auch der Kontrolle der Erreichung der sozialistischen Bildungsziele. Die Arbeit vergleicht Zeugnisse aus den Jahren 1961 bis 1973.
Was war die "Erweiterte Oberschule" (EOS)?
Die EOS war das Pendant zum Gymnasium in der BRD und führte in der DDR zum Abitur und damit zur Hochschulreife.
Welche Rolle hatte der Lehrer im sozialistischen System?
Der Lehrer galt als staatlicher Funktionär, der neben der Wissensvermittlung auch für die politische Erziehung und die Integration der Schüler in das System verantwortlich war.
- Citation du texte
- J. Hunger (Auteur), 2011, Ausbildung und Aufgaben der Lehrer in der DDR mit Bezug auf Notengebung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281256