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Förderung der Schriftsprache im Kindergarten

Möglichkeiten und Grenzen - aufgezeigt anhand einschlägiger Konzepte

Titel: Förderung der Schriftsprache im Kindergarten

Zwischenprüfungsarbeit , 2014 , 37 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Bachelor (BfP-BK) Matias Esser (Autor:in)

Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit widmet sich dem Thema der Fördermöglichkeiten und -grenzen des Schriftspracherwerbs im Kindergarten.
Zunächst werden im ersten Kapitel in einem Rückblick einleitend die Entwicklungslinien der Frühpädagogik seit dem PISA-Schock im Jahr 2001 skizziert.
Dann werden im zweiten Kapitel Modellvorstellungen zum Schriftspracherwerb erläutert. In diesem Zusammenhang werden zwei allgemein anerkannte Modelle, das Drei-Phasen-Modell von Utah Frith und das Stufenmodell von Günther, vorgestellt und erläutert.
Im Anschluss daran wird ergänzend auf das theoretische Konstrukt der „phonologischen Bewusstheit“ eingegangen, da dieses Konstrukt wesentlicher Bestandteil der zeitgenössischen Schriftspracherwerbsforschung und der aktuellen wissenschaftlichen Diskussion ist.
Passend dazu werden in Kapitel drei mit dem Sprachstandsdiagnoseverfahren Bielefelder Screening zur Früherkennung von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten (BISC) und dem Förderprogramm Würzburger Trainingsprogramm „Lauschen, Lernen, Hören“ zwei Konzepte ausführlich vorgestellt, die sich beide an dem Konstrukt der Phonologischen Bewusstheit orientieren. Dazu werden die beiden Konzepte ausführlich vorgestellt und abschließend einer kritischen Bewertung unterzogen.
Des Weiteren wird im dritten Kapitel auf Fördermöglichkeiten des Schriftspracherwerbs im pädagogischen Alltag eingegangen, wobei selbstredend die Passgenauigkeit der beiden Verfahren für die Praxis speziell abgeglichen wird, aber auch in allgemeiner Hinsicht werden Anforderungen an Sprachstandsdiagnostik erarbeitet, wie sie die alltägliche Arbeit erfordern.
Im abschließenden Kapitel wird zunächst ein Fazit gezogen, ausgehend vom Status Quo. Dies wird mit Blick auf aktuelle Beiträge in der Literatur und wissenschaftlichen Diskussion mit erstrebenswerten Idealzielen im Sinne eines Ausblicks verknüpft.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitende Vorbemerkungen

1.1 Der Pisa Schock

2. Erwerb der Schriftsprache

2.1 Modellvorstellungen zum Schriftspracherwerb

2.2 Das Drei-Phasen-Modell des Schriftspracherwerbs nach Frith 1985

2.3 Das Fünf-Stufen-Modell des Schriftspracherwerbs von Günther (1986)

2.4 Synthese

2.5 Das theoretische Konstrukt der phonologischen Bewusstheit

3. Fördermöglichkeiten des Schriftspracherwerbs im Kindergarten

3.1 Bielefelder Screening zur Früherkennung von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten (BISC)

3.1.1 Entstehungshintergründe

3.1.2 Theoretische Fundierung

3.1.3 Testaufbau und Durchführung

3.1.4 Auswertung

3.1.5 Gütekriterien

3.1.6 Kritik zum BISC

3.2 Hören, Lauschen, Lernen 1 – Sprachspiele für Kinder im Kindergarten. Würzburger Trainingsprogramm zur Vorbereitung auf den Erwerb der Schriftsprache

3.2.1 Entstehungshintergründe

3.2.2 Theoretische Fundierung

3.2.3 Aufbau und Durchführung

3.2.4 Gütekriterien

3.2.5 Kritik zum Würzburger Trainingsprogramm

3.2 Fördermöglichkeiten im pädagogischen Alltagshandeln: Literacy-Erziehung

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Fördermöglichkeiten und -grenzen des Schriftspracherwerbs im Kindergarten vor dem Hintergrund aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse, wobei insbesondere die Rolle der phonologischen Bewusstheit sowie die Bedeutung von diagnostischen Verfahren und Trainingsprogrammen kritisch analysiert werden.

  • Entwicklung des Schriftspracherwerbs und theoretische Modellvorstellungen
  • Bedeutung der phonologischen Bewusstheit als Prädiktor für den Schriftspracherwerb
  • Kritische Analyse des Bielefelder Screenings (BISC) zur Früherkennung
  • Evaluation des Würzburger Trainingsprogramms "Hören, lauschen, lernen"
  • Literacy-Erziehung als ganzheitlicher pädagogischer Ansatz
  • Professionalisierungsbedarf pädagogischer Fachkräfte in der Frühpädagogik

Auszug aus dem Buch

2.2 Das Drei-Phasen-Modell von Frith

Nach der Entwicklungspsychologin Utah Frith (1985) sind drei Stufen des Schriftspracherwerbs, jeweils für den Erwerb von Lesekompetenz (genannt: Phasen) und für den Erwerb von Schreibkompetenz (genannt: Strategien) einzuteilen. Zunächst kommt die logografische/logographemische Stufe, darauf folgt die alphabetische Stufe und zuletzt kommt die orthographische Stufe. Die Stufen beschreiben einen durch die Art und Weise des Gebrauchs der Schriftsprache differenzierten Lernprozess. Diese Stufen werden, so die Annahme, vom Kind sowohl beim Schreibenlernen wie auch beim Lesenlernen im Sinne eines linear ablaufenden Kompetenzzuwachses durchlaufen. Dabei bedingen sich Schreiben und Lesen wechselseitig. Die Linearität gilt jedoch nicht für den Aufstieg in eine nächste Entwicklungsstufe, dieser kann durchaus in seiner Abfolge wechseln.

Die logografische Stufe beginnt nach Frith (1985) mit dem Lesen des Kindes und wird beim Lesen entwickelt. Am Anfang dieser ersten Stufe werden erste, meist für die Kinder hoch emotional (situativ) konnotierte oder häufig vorkommende, Wörter (wieder-) erkannt. Das können charakteristische Merkmale eines Wortes (Firmenlogos) oder auswendig gelernte Buchstaben sein. Dies geschieht nach Frith via eindeutiger, optischer Erkennungszeichen. Die Kinder können also eine Bedeutung einer Graphemfolge zuordnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitende Vorbemerkungen: Einführung in die Thematik der Fördermöglichkeiten des Schriftspracherwerbs vor dem Hintergrund der PISA-Studie und Skizzierung der wesentlichen Inhalte der Arbeit.

2. Erwerb der Schriftsprache: Theoretische Darstellung wissenschaftlicher Erkenntnisse zum Schriftspracherwerb, insbesondere der Modelle von Frith und Günther sowie des Konstrukts der phonologischen Bewusstheit.

3. Fördermöglichkeiten des Schriftspracherwerbs im Kindergarten: Detaillierte Analyse des Diagnoseverfahrens BISC und des Förderprogramms Würzburger Training sowie Diskussion der Literacy-Erziehung im pädagogischen Alltag.

4. Fazit und Ausblick: Kritische Reflexion der aktuellen Situation in der Frühpädagogik mit Forderungen nach bundesweiter Vereinheitlichung und stärkerer Professionalisierung der Fachkräfte.

Schlüsselwörter

Schriftspracherwerb, Kindergarten, Phonologische Bewusstheit, BISC, Würzburger Trainingsprogramm, Literacy-Erziehung, Frühpädagogik, Sprachdiagnostik, Lesekompetenz, Sprachförderung, PISA-Studie, Professionalisierung, Vorschulerziehung, Schriftsprache, Entwicklungsstufen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und Grenzen der Förderung des Schriftspracherwerbs im Kindergarten sowie der Identifizierung von Kindern mit entsprechenden Unterstützungsbedarfen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen Modellen des Schriftspracherwerbs, der phonologischen Bewusstheit, spezifischen Diagnose- und Trainingsinstrumenten sowie dem breiteren Ansatz der Literacy-Erziehung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den aktuellen wissenschaftlichen Stand zur Förderung im Vorschulalter darzustellen und kritisch zu prüfen, wie effektiv eingesetzte Konzepte wie das BISC oder das Würzburger Training sind.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der kritischen Auseinandersetzung mit empirischen Evaluationsstudien zu bestehenden Sprachförder- und Diagnoseprogrammen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Schriftspracherwerbs und die detaillierte Vorstellung und Bewertung des Bielefelder Screenings (BISC) sowie des Würzburger Trainingsprogramms "Hören, lauschen, lernen".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Schriftspracherwerb, phonologische Bewusstheit, BISC, Würzburger Trainingsprogramm, Literacy-Erziehung und Frühpädagogik.

Inwiefern beeinflusste der "PISA-Schock" die frühkindliche Bildung?

Der PISA-Schock führte zu einem neuen bildungspolitischen Fokus auf den vorschulischen Bereich, was die Entwicklung von Bildungsplänen und vermehrte Investitionen in Diagnose- und Förderverfahren nach sich zog.

Wie bewertet der Autor die Effektivität des BISC-Diagnoseverfahrens?

Der Autor stuft das BISC als praxistaugliches, gut untersuchtes Verfahren ein, gibt jedoch zu bedenken, dass es als alleiniges Instrument nicht ausreicht und die Identifizierungsquoten in einigen Studien hinter den Erwartungen zurückblieben.

Welche Rolle spielt die phonologische Bewusstheit für den Erfolg?

Sie wird als wesentliche, aber nicht hinreichende Bedingung für den erfolgreichen Schriftspracherwerb identifiziert, die durch spezifische Trainings wie das Würzburger Programm gestärkt werden kann.

Ende der Leseprobe aus 37 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Förderung der Schriftsprache im Kindergarten
Untertitel
Möglichkeiten und Grenzen - aufgezeigt anhand einschlägiger Konzepte
Hochschule
Technische Universität Dortmund  (ISEP)
Note
1,3
Autor
Bachelor (BfP-BK) Matias Esser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
37
Katalognummer
V281377
ISBN (eBook)
9783656749080
ISBN (Buch)
9783656749097
Sprache
Deutsch
Schlagworte
förderung schriftsprache kindergarten möglichkeiten grenzen konzepte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor (BfP-BK) Matias Esser (Autor:in), 2014, Förderung der Schriftsprache im Kindergarten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281377
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Leseprobe aus  37  Seiten
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