In der folgenden Hausarbeit wird die Frage beantwortet, ob verschiedene religiöse Aspekte und Verhaltensweisen einer Person Einfluss auf ihr Einkommen haben können. Hierzu werden die beiden größten Kirchengemeinschaften verglichen. Auf der einen Seite wird die evangelische Kirche betrachtet, auf der anderen Seite die römisch-katholische Kirche. Außerdem werden bestimmte persönliche Aspekte, wie Partizipation an kirchlichen Aktivitäten oder die Frage nach religiöser Erziehung im Elternhaus mit in die Analyse aufgenommen, um beobachten zu können, welche der unterschiedlichen religiösen Verhaltensweisen, in welcher Intensität, das Einkommen beeinflussen. Die Ergebnisse sind für diejenigen von Nutzen, die der evangelischen oder katholischen Konfession angehören und erfahren wollen, welchen Einfluss ihr eigenes religiöses Verhalten auf ihr Einkommen hat.
Wie im Artikel „Religion and income: Heterogeneity between countries” festgestellt wurde, existiert ein positiver Einfluss von der Zugehörigkeit zu einer Konfession auf das Einkommen in entwickelten Ländern und ein negativer Zusammenhang in unentwickelten Ländern. Da in diesem Forschungsprozess Deutschland als Objekt genutzt wird, sollten die Ergebnisse mit denen von Bettendorf und Dijkgraaf übereinstimmen (vgl. Bettendorf/Dijkgraaf 2010). In dem Artikel „People's opium? Religion and economic attitudes“ aus dem „Journal of Monetary Economics“ haben die Forscher herausgefunden, dass höherer Glaube zu höherem Einkommen und generell zu stärkerem wirtschaftlichen Wachstum führt. Gleichzeitig waren jedoch religiöse Menschen negativ gegenüber arbeitenden Frauen eingestellt (vgl. Guiso/Sapienza/Zingales 2003). Der Artikel „Religious participation and income“ aus dem „Journal of Economic Behaviour & Organization” beschäftigt sich mit der Frage, welchen Einfluss die Teilnahme an kirchlichen Aktivitäten auf das Einkommen hat. Die Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass der Einfluss negativer Natur sei und bei höherem Einkommen, kirchliche Partizipation mit Arbeitsstunden substituiert würde (vgl. Lipford/Tollison 2003).
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Genutzte Variablen
3. Formatierung des Datensatzes, Erstellung des Stundenlohns
4. Interpretation der Regressionsergebnisse
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den potenziellen Einfluss religiöser Aspekte und individueller religiöser Verhaltensweisen auf das Einkommen von Personen in Deutschland unter Verwendung des Datensatzes Allbus 2012.
- Vergleich der beiden größten Kirchengemeinschaften (evangelisch vs. römisch-katholisch)
- Analyse persönlicher religiöser Faktoren wie Kirchgangshäufigkeit und Gebetshäufigkeit
- Untersuchung der Rolle religiöser Erziehung im Elternhaus
- Überprüfung der Hypothese zur kirchlichen Partizipation und deren Substitution von Arbeitsstunden
- Empirische Anwendung mittels einer Mehrfachregression
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
In der folgenden Hausarbeit wird die Frage beantwortet, ob verschiedene religiöse Aspekte und Verhaltensweisen einer Person Einfluss auf ihr Einkommen haben können. Hierzu werden die beiden größten Kirchengemeinschaften verglichen. Auf der einen Seite wird die evangelische Kirche betrachtet, auf der anderen Seite die römisch katholische Kirche. Außerdem werden bestimmte persönliche Aspekte, wie Partizipation an kirchlichen Aktivitäten oder die Frage nach religiöser Erziehung im Elternhaus mit in die Analyse aufgenommen, um beobachten zu können, welche der unterschiedlichen religiösen Verhaltensweisen, in welcher Intensität, das Einkommen beeinflussen. Die Ergebnisse sind für diejenigen von Nutzen, die der evangelischen oder katholischen Konfession angehören und erfahren wollen, welchen Einfluss ihr eigenes religiöses Verhalten auf ihr Einkommen hat.
Wie im Artikel „Religion and income: Heterogeneity between countries” festgestellt wurde, existiert ein positiver Einfluss von der Zugehörigkeit zu einer Konfession auf das Einkommen in entwickelten Ländern und ein negativer Zusammenhang in unentwickelten Ländern. Da in diesem Forschungsprozess Deutschland als Objekt genutzt wird, sollten die Ergebnisse mit denen von Bettendorf und Dijkgraaf übereinstimmen (vgl. Bettendorf/Dijkgraaf 2010). In dem Artikel „People's opium? Religion and economic attitudes“ aus dem „Journal of Monetary Economics“ haben die Forscher herausgefunden, dass höherer Glaube zu höherem Einkommen und generell zu stärkerem wirtschaftlichen Wachstum führt. Gleichzeitig waren jedoch religiöse Menschen negativ gegenüber arbeitenden Frauen eingestellt (vgl. Guiso/Sapienza/Zingales 2003). Der Artikel „Religious participation and income“ aus dem „Journal of Economic Behaviour & Organization” beschäftigt sich mit der Frage, welchen Einfluss die Teilnahme an kirchlichen Aktivitäten auf das Einkommen hat. Die Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass der Einfluss negativer Natur sei und bei höherem Einkommen, kirchliche Partizipation mit Arbeitsstunden substituiert würde (vgl. Lipford/Tollison 2003).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung definiert die Fragestellung bezüglich des Einflusses religiöser Aspekte auf das Einkommen und bettet diese in den aktuellen Forschungsstand ein.
2. Genutzte Variablen: Dieses Kapitel beschreibt die Auswahl und Definition der abhängigen Variable (Stundenlohn) sowie der unabhängigen Variablen, einschließlich sozioökonomischer Faktoren und religiöser Indikatoren.
3. Formatierung des Datensatzes, Erstellung des Stundenlohns: Hier wird der Prozess der Datenbereinigung und die methodische Herleitung des Nettostundenlohns aus dem Allbus-Datensatz detailliert dargelegt.
4. Interpretation der Regressionsergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert und analysiert die statistischen Ergebnisse der linearen und log-linearen Regressionsmodelle hinsichtlich der untersuchten religiösen und sozioökonomischen Faktoren.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Übereinstimmung der empirischen Daten mit den in der Einleitung vorgestellten theoretischen Hypothesen.
Schlüsselwörter
Allbus 2012, Stundeneinkommen, Konfessionszugehörigkeit, Kirchgangshäufigkeit, Religiosität, Regressionsanalyse, Arbeitsstunden, religiöse Erziehung, Deutschland, empirische Wirtschaftslehre, Humankapital, soziale Faktoren, Einkommensunterschiede, Glaubensstärke, kirchliche Partizipation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, ob und wie religiöse Aspekte, wie die Konfessionszugehörigkeit oder die Intensität religiöser Ausübung, das Einkommen von Erwerbstätigen in Deutschland beeinflussen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentral sind der Einfluss von Religion auf das Einkommen, die Auswirkungen von Kirchgangs- und Gebetshäufigkeit sowie die Rolle der religiösen Erziehung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob ein signifikanter Zusammenhang zwischen religiösen Verhaltensweisen und der Höhe des Nettostundenlohns besteht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine quantitative Analyse durchgeführt, basierend auf einer Mehrfachregression mit Daten aus dem Allbus 2012, berechnet mit der Software Stata.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Definition der Variablen, die Bereinigung des Datensatzes sowie die Interpretation der statistischen Regressionsergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Allbus 2012, Stundenlohn, Religiosität, Konfessionszugehörigkeit und Regressionsanalyse geprägt.
Gibt es einen Einkommensunterschied zwischen Katholiken und Evangelischen?
Nein, laut der Untersuchung macht es für das Einkommen kaum einen Unterschied, welcher der beiden Konfessionen man angehört.
Wie wirkt sich kirchliche Aktivität laut der Untersuchung auf das Einkommen aus?
Die Ergebnisse sind uneinheitlich; während Indikatoren-Modelle einen positiven Einfluss zeigen, deutet die Analyse von Durchschnittswerten teilweise auf einen negativen Zusammenhang hin.
- Arbeit zitieren
- Gero Kassen (Autor:in), 2013, Der Einfluss religiöser Aspekte auf die Lohnstruktur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281399