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Grimms "Schneewittchen". Inhalts-, Text- und Figurenanalyse

Titel: Grimms "Schneewittchen". Inhalts-, Text- und Figurenanalyse

Akademische Arbeit , 2008 , 15 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Michaela Dimova (Autor:in)

Germanistik - Gattungen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Eine der beliebtesten und bekanntesten Erzählungen aus der Sammlung der Brüder Grimm ist das KHM 53, Schneewittchen. Von welchem Beiträger die mündliche Version der Geschichte tatsächlich stammte, konnte nicht genau festgelegt werden. „Als Erzähler des Schneewittchenmärchen sind zwei Personen bekannt: Jeanette Hassenpflug, die Tochter des Kasseler Regierungspräsidenten, und Ferdinand Siebert, ein geprüfter Theologe, der sich dem Studium des ›Altdeutschen‹ zugewandt hatte.“
Das Märchen erscheint im Jahr 1812 in der Erstausgabe der Sammlung, nachdem es aber für die zweite Auflage von 1819 stilistisch und inhaltlich von Wilhelm Grimm überarbeitet wurde. „Ein entscheidender Eingriff in das Märchengeschehen erfolgt […], indem er in der letzten Fassung die ʹböseʹ leibliche Mutter durch die ʹböseʹ Stiefmutter ersetzt, die Schneewittchen wegen ihrer Schönheit aus dem Elternhaus verstößt […].“ Der inhaltliche Kern der Geschichte blieb unverändert. Es wurde einen besonderen Akzent auf den Kontrast der moralischen Prinzipien ʹGutʹ und ʹBöseʹ gelegt.
In dem Märchen von Schneewittchen entwickelt sich die richtige Mutter zur Stiefmutter, „[…]da man der leiblichen Mutter keine derart üble Rolle zuteilen konnte“ . Die Märchensammlung sollte als Erziehungsbuch dienen, deswegen konnte Wilhelm Grimm es nicht zulassen, dass die negativen Eigenschaften und Fähigkeiten von der Figur der leiblichen Mutter repräsentiert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Inhaltsanalyse

2 Interpretation des KHM 53, Schneewittchen

3 Analyse der Frauenfiguren

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Analyse von Grimms „Schneewittchen“ unter besonderer Berücksichtigung der inhaltlichen Struktur, der textlichen Gestaltung sowie der differenzierten Untersuchung der weiblichen Hauptfiguren im Kontext der Märchenforschung.

  • Historische Entstehung und editorische Bearbeitung des Märchens
  • Strukturelle Analyse der Handlung und ihrer Wendepunkte
  • Symbolik und Bedeutung von Schönheit im narrativen Kontext
  • Psychologische und soziale Rollenbilder der weiblichen Figuren
  • Der Konflikt zwischen „Gut“ und „Böse“ als zentrales Motiv

Auszug aus dem Buch

3 Analyse der Frauenfiguren

Die von ihrer Schönheit besessene Königin und die junge Prinzessin sind die Hauptfiguren in dieser Geschichte. „Kaum eine andere Erzählung läßt die Stiefmutter so stark in den Vordergrund treten wie gerade ʺSchneewittchenʺ.“ Die Repräsentantin der dunklen Seite spielt nicht eine unbedeutende Nebenrolle, sondern neben der Titelheldin ist sie die wichtigste Person für die Märchenhandlung.

Wenn man Schneewittchens Verhaltensmuster näher betrachtet, gelangt man zu der Schlussfolgerung, dass sie sich als gutes Beispiel für die in der Basisanalyse dargestellte Typologie erweist. Einerseits verhält sich die schöne Königstochter als eine Person, „[…]die an dem, was mit ihr geschieht, aktiv beteiligt ist und dafür Verantwortung trägt“. Sie erkennt, wie gefährlich ihre Stiefmutter eigentlich ist, und kehrt nie wieder zu ihrem Heim zurück. Schneewittchen findet alleine in dem tiefen Wald den Weg zu dem Häuschen der sieben Zwerge, wo es eine ganze Weile wohnen bleibt. Andererseits zeigt sich die Titelheldin in den lebensbedrohenden Situationen als ein passives Kind, das sich von dem Jäger, von den Zwergen und von dem Königssohn retten lässt. Zu beachten ist dabei allerdings, dass „[…]Schneewittchen seine Abenteuer nicht sucht, sondern höchstens auslöst – daß sie ihm zustoßen; daß nicht List und Mut, sondern seine unschuldige Schönheit und seine schöne Unschuld die Rettung garantieren“.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Entstehungsgeschichte des Märchens und beleuchtet die redaktionellen Eingriffe von Wilhelm Grimm, insbesondere den Wandel der leiblichen Mutter zur Stiefmutter.

1 Inhaltsanalyse: Hier wird der Handlungsverlauf des Märchens, von der Geburt Schneewittchens bis zum endgültigen Sieg über die böse Stiefmutter, detailliert nachgezeichnet.

2 Interpretation des KHM 53, Schneewittchen: Dieses Kapitel interpretiert zentrale Motive wie Schönheit und Neid und beleuchtet die familiäre Dynamik sowie die Rolle der Zwerge und des Prinzen als helfende Kräfte.

3 Analyse der Frauenfiguren: Diese Sektion untersucht das Rollenverhalten von Schneewittchen und ihrer Stiefmutter, wobei die Gegensätzlichkeit zwischen inneren Werten und äußerer Eitelkeit herausgearbeitet wird.

Schlüsselwörter

Schneewittchen, Brüder Grimm, Märchenanalyse, Stiefmutter, Schönheit, Symbolik, Frauenfiguren, Gut und Böse, Tiefenpsychologie, Volksmärchen, KHM 53, Reifephase, Rollenbilder, Eifersucht, Transformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das bekannte Märchen „Schneewittchen“ (KHM 53) der Brüder Grimm hinsichtlich seiner inhaltlichen Struktur, der Interpretation der zentralen Motive und der Rollenbilder der weiblichen Hauptfiguren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Erzählung, der Bedeutung der Schönheit als zentrales Motiv, dem moralischen Dualismus von Gut und Böse sowie der psychologischen Deutung der Figurenbeziehungen.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, das Märchen nicht nur als Erzählung, sondern als komplexes Geflecht aus Symbolen und Archetypen zu verstehen, insbesondere in Bezug auf die Darstellung weiblicher Charaktere im 19. Jahrhundert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die literaturwissenschaftliche Märchenanalyse unter Einbeziehung tiefenpsychologischer Ansätze, etwa von Bruno Bettelheim oder Max Lüthi, um die Textstruktur und die Intention der Grimmschen Überarbeitungen zu deuten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Inhaltsanalyse, eine tiefgreifende Interpretation der zentralen Problematik und eine dezidierte Analyse der Frauenfiguren Schneewittchen und Königin.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Märchenanalyse, Frauenbilder, symbolische Deutung, Psychologie und das Spannungsfeld zwischen Schönheit und Bosheit charakterisieren.

Wie verändert sich die Rolle der Mutterfigur in den verschiedenen Fassungen des Märchens?

Die Analyse zeigt, dass Wilhelm Grimm die ursprünglich leibliche Mutter durch eine Stiefmutter ersetzte, um das Erziehungsideal der damaligen Zeit zu wahren und negative Eigenschaften von der leiblichen Mutterfigur fernzuhalten.

Welche Rolle spielen die Farben im Kontext der Figurenanalyse?

Farben wie Weiß, Rot und Schwarz fungieren als Symbole, die Schneewittchens Schönheit und ihre moralische Reinheit unterstreichen und sie von der innerlich hässlichen, aber äußerlich schönen Stiefmutter abgrenzen.

Warum wird Schneewittchen als eine Figur des „gemischten Typs“ bezeichnet?

Schneewittchen agiert einerseits aktiv, etwa bei der Flucht in den Wald, verhält sich aber in lebensbedrohlichen Situationen häufig passiv und ist auf die rettende Unterstützung männlicher Figuren oder der Zwerge angewiesen.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Grimms "Schneewittchen". Inhalts-, Text- und Figurenanalyse
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Philosophische Fakultät)
Note
2,0
Autor
Michaela Dimova (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
15
Katalognummer
V281572
ISBN (eBook)
9783656754558
ISBN (Buch)
9783668136571
Sprache
Deutsch
Schlagworte
grimms schneewittchen inhalts- text- figurenanalyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michaela Dimova (Autor:in), 2008, Grimms "Schneewittchen". Inhalts-, Text- und Figurenanalyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281572
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Leseprobe aus  15  Seiten
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