Jean-Jacques Rousseau. Leben und pädagogisches Werk


Hausarbeit, 2013
19 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung..

2. Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778): Leben und pädagogisches Werk.
2.1 Lebensverlauf
2.2 Zeitgeschichtlicher Hintergrund
2.3 Gesellschaftskritik, Menschenbild und pädagogische Fragestellung
2.4 Pädagogischer Ansatz
2.4.1 Studium und Erfindung der Kindheit
2.4.2 Anthropologische Grundierung der Kindheit
2.4.3 Erziehungsziel: Natur
2.4.4 Natürliche Erziehung in entfremdeter Welt
2.4.5 Negativität als Voraussetzung
2.4.6 Ermöglichung des Lernens
2.4.7 Glaubensbekenntnis
2.4.8 Einheit von Anthropologie, Pädagogik und Politik
2.4.9 Unmittelbarkeit und direkte Demokratie
2.4.10 Vermeidung der Nachahmung
2.4.11 Evaluation der Erziehungstheorie
2.5 Die pädagogische Wirkungsgeschichte Rousseaus
2.6 Kritik an Rousseaus Erziehungskonzept.
2.7 Gegenwärtige Wahrnehmung.
2.7.1 Unzumutbare Äußerungen Rousseaus
2.7.2 Erfolgreiche Verunsicherungen.

3. Fazit: J. - J. Rousseau - der Erfinder der Kindheit

Literaturverzeichnis

1. Einführung

Am 28. Juni diesen Jahren wäre der französische Philosoph, Schriftsteller und Päda- goge Jean-Jacques Rousseau 300 Jahre alt geworden. Als Vordenker der Französi- schen Revolution, der Entfremdungskritik und der Romantik sowie als Kämpfer für eine neue Pädagogik zählt er zu einem der bedeutendsten Wegbereiter der Moder- ne, dessen beachtlicher politischer und pädagogischer Einfluss im 19. und 20. Jahr- hundert unbestritten ist und den kein Denker der letzten drei Jahrhunderte je über- treffen konnte (vgl. Focus 2012). Mit seiner Vorstellung der Menschenrechte und des Gesellschaftsvertrags sowie der Forderung nach der Rückkehr zur Natürlichkeit und Freiheit beschäftigte er sich eingehend und versuchte stets, seine Ideen zu verbrei- ten und durchzusetzen. Zudem wurde er zu einem der wichtigsten Vorreiter der Französischen Revolution (vgl. ebd.). Den Namen Rousseau verbindet man in der heutigen Zeit mit dem Pädagogen der Aufklärung schlechthin, der als der Begründer der Kindheit gilt. Ganz im Gegensatz dazu gilt Rousseau aber auch als frauenverach- tender Rabenvater, der alle seine fünf Kinder in ein Waisenhaus gab. Diese Kalther- zigkeit bestimmt das heutige Bild Rousseaus gerade auch deshalb so sehr, weil er als der Erfinder der Kindheit und der modernen Pädagogik zu solcher Skrupellosig- keit fähig zu sein schien. Dieser Widerspruch, dass ausgerechnet der Mann, der selbst seine Kinder weggab, einen Roman über die richtige Erziehung schrieb, steht im Vordergrund der Erinnerung an ihn (vgl. ebd.). Es taucht immer wieder die berech- tigte Frage auf, ob Rousseau demnach also nur ein pädagogischer Hochstapler oder ein völlig praxisferner Theoretiker war.

Die folgende Arbeit wird sich mit diesen Fragen befassen, indem vor allem das Le- ben im zeitgeschichtlichen Kontext, das Werk, der pädagogischen Ansatz und die Bedeutung Jean-Jacques Rousseaus für die Entwicklung der Pädagogik dargestellt werden.

2. Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778): Leben und pädago- gisches Werk

2.1 Lebensverlauf

Rousseau führt zu Lebzeiten ein recht unbeständiges Leben. Geboren am 28.Juni 1712 in Genf als Sohn wohlhabender Eltern stirbt seine Mutter bereits kurz nach der Geburt, woraufhin der Vater und eine Tante die Erziehung des kleinen Jean-Jacques übernehmen (vgl. Raithel/Dollinger/Hörmann 2009, S. 103 f.). Nachdem der Vater 1722 vor einer drohenden Gefängnisstrafe aus Genf fliehen muss, landet Rousseau nach mehreren Zwischenstationen schließlich bei Madame de Warens in Annecy, die ihn aufnimmt und ihn jedoch zunächst einmal gleich nach Turin zur Konvertierung zum Katholizismus weiterschickt. Dort angekommen verdient er seinen Lebensunter- halt mit mehreren kleinen Tätigkeiten, bevor er nach Annecy zurückkehrt und von 1729 bis 1740 fast durchgehend bei Madame de Warens lebt (vgl. ebd.). Arbeit findet er u.a. auch als Hauslehrer, was ihn zu seiner ersten pädagogischen Schrift veran- lasst. Im Jahr 1741 verlässt Rousseau Annecy in Richtung Paris, wo er sich in geho- benen Kreisen zuerst vor allem mit der Musik und Komposition beschäftigt und sogar eine Oper schreibt. Auch sein politisches Interesse wächst im Zuge dessen zuneh- mend. Mit der Wäscherin seiner Wirtin, Thérèse Le Vasseur, bekommt er im Laufe der Zeit fünf Kinder, welche laut eigener Aussage aufgrund der materiellen Unsicher- heiten alle in ein Waisenhaus weggegeben werden (vgl. ebd.). 1750 verneint Rous- seau die Preisfrage einer Ausschreibung der Akademie von Dijon, ob die Wiederher- stellung der Wissenschaften und Künste zur Reinigung der Sitten beigetragen hätten und wird durch diese Aussage und seinen ersten verfassten Diskurs weithin in Euro- pa bekannt. Vier Jahre später erfolgt seine Rückkehr zum Protestantismus. Im Jahr 1762 erscheint Rousseaus pädagogisches Hauptwerk „Emile ou de l’éducation“ so- wie der „Contrat social“, welche beide von der Pariser Gesellschaft einschlägig abge- lehnt und sogleich verboten werden, was dazu führt, dass er zurück nach Genf flie- hen möchte. Da er sich jedoch auch dort mit Verfolgungen auseinandersetzen muss und zunehmend nervliche Probleme aufgrund dessen bekommt, zieht er weiter an den Schweizer Neuenburger See (vgl. ebd.). Doch auch von hier wird er schließlich 1766 vertrieben und gelangt über den Bieler See nach England, wo er u.a. den Phi- losophen Hume besucht. Schon im folgenden Jahr kehrt er nach Paris zurück, wo er Unterkunft findet und Thérèse heiratet, bevor er am 02.Juli 1778 in Ermenonville vermutlich an einem Schlaganfall verstirbt (vgl. ebd.).

2.2 Zeitgeschichtlicher Hintergrund

Ein Blick auf die Lebensdaten Rousseaus macht deutlich, dass seine Wirkungszeit in die Mitte des 18.Jahrhunderts fällt. In diesen Jahren beginnt in Frankreich gerade die Aufklärung, weshalb viele gesellschaftliche Unruhen auftreten. „Rousseaus Leben spiegelt zeitgenössische Konflikte wieder, die zwischen Aufklärung, Romantik und Religion, zwischen städtischem und ländlichem Leben, zwischen zivilisatorischer Entwicklung und kulturellem Leben und zwischen politischer Abhängigkeit und Selbstständigkeit verliefen“ (Raithel/Dollinger/Hörmann 2009, S. 104). Diese Um- stände veranlassen ihn stets zu einer rechtfertigenden Selbstdarstellung. Rousseau will zeitlebens die Mängel und schlechte Situation der gesellschaftlichen Verhältnisse veranschaulichen und verurteilen und spart dabei nur selten an heftiger Radikalität, was ihn nicht immer beliebt macht und folglich zu Verfolgungen seiner Person und Verbrennungen seiner Werke führt. Diese weisen zudem teilweise eine erhebliche Widersprüchlichkeit auf, die bezeichnend für diese Epoche ist (vgl. ebd., S.103). Sie besitzen jedoch auch ein hohes Potenzial zur Anregung, was vor allem im „Emil“ ge- geben ist, der es mit seiner erstmalig betonten Erziehung aus der Sicht des zu schüt- zenden Kindes bis in die moderne Pädagogik geschafft hat und der immer noch aus- reichend Diskussions- und Kontroversstoff hergibt. Rousseau versucht es in seinen Werken durchgehend, unabhängig von den politischen und gesellschaftlichen Krisen und Missständen Wert auf eine mündige Individualität zu legen und diese flächende- ckend zu verbreiten (vgl. ebd.).

2.3 Gesellschaftskritik, Menschenbild und pädagogische Fragestellung

Rousseau ist bis in die heutige Zeit bekannt für seine starke Kritik an den gesell- schaftlichen Verhältnissen und Umständen. Er wählt hierfür stets das Mittel der Pro- vokation. Das Problem nach Rousseau liegt dabei hauptsächlich im Ausgang des Menschen aus seinem Naturzustand, wie er in seinem zweiten Diskurs ausführlich darlegt (vgl. Bernhard 2007, S. 135). Dieser Naturzustand wird im Zuge dessen durch die Kultur und Gesellschaft verdrängt, was zu einem neuen Typ von Mensch führt, der keineswegs mehr im Einklang mit sich selbst lebt. Gründe für die Zivilisati- on und den neuen Menschentyp sind der hohe Grad an gesellschaftlicher Organisa- tion, eine immer größer werdende Arbeitsteilung innerhalb der Gesellschaft sowie Eigentums- und Besitzverhältnisse, welche in einer völligen Selbstentfremdung des Menschen münden (vgl. ebd., S. 135 ff.). Somit wandelt sich laut Rousseau der Na- turmensch zu einem Gesellschaftsmenschen mit all seinen negativen Folgen der Zi- vilisation, wie beispielsweise dem privaten Egoismus. Rousseaus Kritik wendet sich hierbei nicht gegen den Gesellschaftsmenschen an sich, sondern an die nicht mehr vorhandene essentielle Verbindung zur Natur (vgl. ebd.). Den Zustand des Natur- menschen charakterisiert Rousseau als Gleichheit aller und das Fehlen irgendeiner Art des Vertrages, da die Menschen nicht gemeinsam leben und sich folglich auch nicht gegenseitig schaden. „So sehen wir in dem Naturmenschen ein Wesen, das einsam in den Wäldern umherirrt, ohne Industrie, ohne Sprache, ohne Wohnung, ohne kriegerischen oder friedlichen Verkehr, ohne Bedürfnis nach der Gemeinschaft mit anderen, aber auch frei von dem Wunsche, ihnen zu schaden, ein Wesen, das, wenigen Leidenschaften zugänglich, sich selbst genügt und keine anderen Empfin- dungen und Vorstellungen kennt als die, die diesem Stande entsprechen, das nur seine wahren Bedürfnisse fühlt, sich nur um das kümmert, was es angeht, und des- sen Geist ebenso wenig Fortschritte macht wie seine Eitelkeit. So flossen in der Un- kultur der ersten Zeiten Jahrhunderte dahin, das Geschlecht war schon alt, der Mensch blieb immer kindlich.“ (Rousseau 1956, S. 86). Der Gesellschaftsmensch dagegen zeichnet sich durch Künstlichkeit und künstliche Leidenschaften aus, der im Bürger mit oberflächlicher Kultur repräsentiert wird. Dieser besitzt nach Rousseau zwar Verstand, aber keine Weisheit, Vergnügen, aber kein Glück und zwar Ehrge- fühl, aber keine Tugend. Rousseau meint hierzu, „daß der Naturmensch in sich und aus sich heraus lebt; der Gesellschaftsmensch, stets außer sich, weiß nur in der Meinung anderer zu leben und schöpft das Urteil seines eigenen Daseins nur aus fremdem Urteil. Die Folge dieser Selbstentäußerung ist die Herrschaft des Scheins und der Lüge.“ (ebd., S. 97). Der Naturzustand ist also gut und erstrebenswert, da in diesem auch animalische Instinkte ausgeprägt sind, die auf Selbsterhaltung aus sind und die dafür sorgen, dass gesellschaftlicher Egoismus nicht vorhanden ist. Es herrscht im Gegensatz zur Tierwelt jedoch kein Kampf. Zudem weisen Menschen im Naturzustand ein hohes Maß an Selbstliebe und Mitleidsfähigkeit auf, sodass sie an- deren keinen Schaden zufügen wollen und werden (vgl. Bernhard 2007, S. 135 ff.). Außerdem sind die Naturmenschen laut Rousseau weltoffen und besitzen demnach die Möglichkeiten, selbst zu entscheiden und in Freiheit zu leben. Im Naturzustand ist die Fähigkeit zur Verbesserung im Rahmen des Möglichen, wobei diese Fähigkeit einerseits tatsächlich zur Selbstverbesserung, andererseits aber auch zur Degradie- rung führen kann, wie es in der Realität laut Rousseau auch geschehen ist. Die Selbstliebe hat sich dabei durch den ständigen Vergleich mit anderen zu Ehrgeiz, Neid und letztendlich zur Selbstsucht entwickelt (vgl. ebd.). Rousseaus Anliegen ist es in der damaligen Zeit nicht, zum Naturzustand zurückzukehren, da dies nicht mög- lich ist, sondern eine gesellschaftliche Entwicklung herbeizuführen, die der Vielfalt der menschlichen Wesen entsprechen. Es taucht also die Frage auf, wie die natürli- che Existenz unter gesellschaftlichen Bedingungen ermöglicht werden kann. Rousseaus Erziehungsplan ist dabei eine politisch-pädagogische Antwort auf die Entartung des Gesellschaftsmenschen und auf die Veränderungen in den Strukturen der menschlichen Triebe und Bedürfnisse (vgl. ebd.).

2.4 Pädagogischer Ansatz

2.4.1 Studium und Erfindung der Kindheit

Bekannt geworden ist Rousseaus Aufforderung, die Kinder vor Beginn der Erziehung genau zu beobachten und zu erforschen. Denn „was die Kindheit ist, darüber weiß man wirklich nichts.“ (Hansmann 2002, S. 152). Er beschreibt damit eine neue Di- mension der sozialen Wahrnehmung des Kindes, welche man auch bürgerliche Kon- struktion der Kindheit nennt. Allerdings muss man anmerken, dass die Erfinder vor allem in gutbürgerlichen Stadtfamilien ansässig sind, die über die nötigen materiellen Mittel und somit erfolgsversprechenden Zukunftsperspektiven verfügen (vgl. Dollinger (Hrsg.) 2006, S. 31). Die Anzahl der bildhaften Darstellungen von Kindern in der Fa- milie oder in Form des Porträts steigen in Frankreich im 17. Jahrhundert nachweislich erheblich, sodass die allgemeine Aufmerksamkeit immer mehr auf die Generation der Kinder, auf die Zustände des Aufwachsens sowie auf ihre familiäre, soziale und schulische Erziehung gelegt wird und das Kind um seinetwillen betrachtet wird. Dies stellt eine völlig neue Wahrnehmung der Kindheit und Erziehung dar (vgl. ebd., S. 31 f.). Hier setzt Rousseau an und gibt der Kindheit einen erziehungstheoretischen und spezifischen Wert, welcher die Kindheit als Kindheit sieht und sie nicht auf das späte- re Erwachsensein einschränkt. Er differenziert also einerseits streng zwischen der neuen Sicht auf die Kinder und der Erfindung der individuell entwerfbaren Kindheit und andererseits der städtisch-gesellschaftlichen Wahrnehmung der Kindheit als ein sowohl unzureichender als auch schnell und bestimmt zu durchlaufender Zustand (vgl. ebd.).

2.4.2 Anthropologische Grundierung der Kindheit

Rousseau entwirft die Kindheit auf der Grundlage einer hypothetischen Anthropolo- gie. „Beginnen wir also damit, alle Tatsachen beiseite zu lassen, denn sie berühren nicht unsere Frage. Man darf nicht die Untersuchungen, in die man über dieses Thema eintreten kann, für historische Wahrheiten halten, sondern für hypothetische und bedingte Überlegungen, die mehr dazu geeignet sind, die Natur der Dinge zu erhellen, als ihren wirklichen Ursprung aufzuzeigen, und die denen ähnlich sind, wel- che unsere Naturforscher alle Tage über die Entstehung der Welt anstellen.“ (Rous- seau 1998, S. 33). So beginnt der „Emil“ mit der provokanten Behauptung: „Alles ist gut, wie es hervorgeht aus den Händen des Urhebers der Dinge; alles entartet unter den Händen des Menschen.“ (Rousseau 2010, S. ). Wenn nun also demnach die herkömmliche Erziehung nicht die richtige ist, stellt sich die Frage, was dann die Zie- le, Methoden und Mittel der Erziehung sind und von welchem Menschen er hier überhaupt spricht. In seinem Diskurs über die Ungleichheit errichtet Rousseau den Menschen ohne Kunstfleiß, Sprache, Kultur, Wohnsitz, Krieg, Interaktion und Kom- munikation. Den grundlegenden Unterschied zum Tier beschreibt er dabei als Fähig- keit zur Perfektibilität, was die Kraft bezeichnet, bestimmte Fähigkeiten den Möglich- keiten nach in Verbindung mit zufälligen oder inszenierten Gelegenheiten auszubil- den. Diese Konstruktion menschlicher Perfektibilität führte dazu, dass in Frankreich die bisherige faktische Entwicklung vom hypothetisch angenommenen Naturzustand aus als Entwicklung der Entfremdung von seiner ursprünglichen Natur interpretiert wird. Der Schlusseffekt besteht somit folglich nicht daraus, zurück zur Natur zu keh- ren. Der aufrichtige Mensch, der mitten in der Entfremdung zum Menschen erzogen werden muss, schuldet seiner Heimat wenigstens „das Kostbarste des Menschen, die Sittlichkeit seiner Handlungen und die Liebe zur Tugend.“ (Rousseau 2010, S. 523) und zwar „im Gegensatz gegen das faktische System egozentrischer Bedürfnis- se. So gewinnt er unter einer politischen Ordnung, bei der Sein und Schein radikal auseinander fallen, zwar nicht die politische Freiheit, wohl aber die moralische.“ (For- schner 1977, S. 204), wenn auch lediglich in einem sittlichen Leben.

2.4.3 Erziehungsziel: Natur

Die individuelle Natur sowie die Befähigung, mit sich selbst und mit seiner Mitwelt in moralisch zu leben, stehen im Mittelpunkt von Rousseaus Erziehungskonzept. Die Natur hat die Menschen mit den beiden grundlegenden Kräften Selbstliebe und Mit- leid versehen. Diese fundamentalen Fähigkeiten gelenkt auf das Innere des Men- schen selbst, auf sein Selbstverhältnis, auf seine Selbsterhaltung, auf sein Selbstge- fühl und auf seine Mitwelt gelenkt. Rousseau spricht also als erster den empfin- dungsfähigen Menschen moralisches Recht zu (vgl. Dollinger (Hrsg.) 2006, S. 35). Im Mittelpunkt der Naturerziehung steht laut Rousseau zunächst die Urteilsbildung des auf die physikalische Welt bezogenen Kindes, bevor sie in die Erziehung durch Dinge übergeht. Hier erhält die Perfektibilität die Möglichkeiten, die Fähigkeiten aus- zubilden, im Raum der gegenständlichen Umwelt durch Erfahrung zu lernen.

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Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Jean-Jacques Rousseau. Leben und pädagogisches Werk
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Note
1,3
Autor
Jahr
2013
Seiten
19
Katalognummer
V281581
ISBN (eBook)
9783656757078
ISBN (Buch)
9783656768791
Dateigröße
753 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
jean-jacques, rousseau, leben, werk
Arbeit zitieren
Antonia Anzenhofer (Autor), 2013, Jean-Jacques Rousseau. Leben und pädagogisches Werk, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281581

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