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Das Selbstbestimmungsrecht der Völker in der autonomen Republik Krim

Titel: Das Selbstbestimmungsrecht der Völker in der autonomen Republik Krim

Hausarbeit , 2014 , 17 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Rushena Abduramanova (Autor:in)

Politik - Region: Osteuropa
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Fragestellung zu beantworten, inwieweit die rechtliche Grundlage des Selbstbestimmungsrechts mit der Realität übereinstimmt. Als Fallbeispiel werden die Krimtataren auf dem Gebiet der Autonomen Republik Krim analysiert.
Die Arbeit besteht aus drei Haupteilen. In dem ersten Teil geht es um das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Hier wird zunächst die historische Entwicklung dieses Rechts beschrieben und inwiefern es in der UN-Charta verankert ist. Außerdem erfolgt eine Analyse, in der das Selbstbestimmungsrecht am Beispiel eines bestimmten Landes behandelt wird. Es wird anhand der verschiedenen UN-Ausschüsse untersucht, inwieweit das Selbstbestimmungsrecht in der Ukraine geregelt ist. Im dritten Teil wird explizit auf die Problematik der Krimtataren eingegangen. Es wird ein kurzer historischer Überblick über die Geschichte der Krim und der dort lebenden Krimtataren gegeben. Im Weiteren wird es auf die Rolle der Krimtataren in dem politischen System der Krim eingegangen und es wird die aktuelle Lage der krimtatarischen Bevölkerung dargestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Selbstbestimmungsrecht der Völker

2.1 Historischer Hintergrund und Rechtsgrundlage in der UN-Charta

2.2 Selbstbestimmungsrecht in der Ukraine anhand der Berichte von UN-Ausschüssen

3 Selbstbestimmungsrecht für die Krimtataren?

3.1 Historischer Überblick

3.2 Die Rolle der Krimtataren im politischen System der Autonomen Republik Krim

3.3 Die aktuelle Lage der Krimtataren auf der Krim

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen den völkerrechtlichen Grundlagen des Selbstbestimmungsrechts und dessen realpolitischer Umsetzung. Anhand des Fallbeispiels der Krimtataren auf der Autonomen Republik Krim analysiert die Autorin, inwieweit indigene Gruppen ihre Rechte gegenüber dem Staat geltend machen können.

  • Rechtliche Fundierung des Selbstbestimmungsrechts in der UN-Charta.
  • Analyse der menschenrechtlichen Situation der Krimtataren durch UN-Ausschüsse.
  • Historische Genese und politische Partizipation der Krimtataren auf der Krim.
  • Sozioökonomische Herausforderungen, insbesondere Wohnungsnot und Arbeitslosigkeit.
  • Die Diskrepanz zwischen verfassungsrechtlichen Versprechen und der Lebensrealität von Minderheiten.

Auszug aus dem Buch

3.1 Historischer Überblick

„Die Krim hat eine Tradition als autonomes Territorium. Sie hat eine eigene Geschichte und ist auch aufgrund ihrer territorialen Gegebenheit dazu prädestiniert, als eine geschlossene Einheit betrachtet zu werden.“ Die Halbinsel Krim spielt eine Sonderrolle in der Ukraine, die erst im Jahr 1954 von dem ehemaligen Parteichef Nikita Chruschtschow an die Ukrainische SSR „geschenkt“ wurde. Die Krim ist das einzige Gebiet in der Ukraine, in dem die Mehrheit der Bevölkerung Russen sind. Insgesamt leben auf diesem Gebiet etwa 63% Russen, 24% Ukrainer, 13% Krimtataren. Die Halbinsel ist nicht nur bekannt für ihre vielfaltige Geschichte und Landschaft, sondern auch für die regionale Völkervielfalt. Schon seit dem Altertum war die Krim ein Niederlassungsort für die verschiedenen Völker. Im 13. Jahrhundert errichtete ein Ableger der Goldenen Horde ein Krimkhanat, das seit 1475 zu einem relativ unabhängigem Protektorat des Osmanischen Reiches wurde. Erst im Jahr 1783 gelang es Katherina II. das Khanat ins Russischen Zarenreich zu integrieren.

„Seit dieser Zeit konkurrieren zwei historisch gewachsene Identitäten miteinander: die Idee der krimtatarischen Heimat bzw. krimtatarischen Staates sowie die der "russischen" Krim als Symbol der Stärke, des heroischen Widerstand des Zarenreichs…“ Auch nach dem Ende des Zarenreiches blieb die Krim Teil der Russischen Sozialistischen Sowjetrepublik. Im Jahr 1944 kam es zu der Deportation des gesamten krimtatarischen Volks. Begründet wurde diese Depotration mit der angeblichen Kollaboration der Krimtatarn mit den Deutschen. Erst mit dem Machtantritt Gorbatschows durften die Krimtataren in ihr Heimatland zurückkehren. Die Deportationserfahrung der Krimtataren hat auch die Bindung an ihren historischen Heimatsort verstärk und es dazu geführt, dass die krimtatarische Bevölkerung versucht, ihre Rechte in diesem Gebiet durchzusetzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, das Verhältnis zwischen völkerrechtlichem Selbstbestimmungsrecht und der politischen Realität anhand der Krimtataren zu untersuchen.

2 Das Selbstbestimmungsrecht der Völker: Hier werden die historischen Wurzeln des Selbstbestimmungsprinzips sowie dessen Verankerung in der UN-Charta und den UNO-Menschenrechtspakten theoretisch beleuchtet.

2.1 Historischer Hintergrund und Rechtsgrundlage in der UN-Charta: Dieser Abschnitt erläutert die philosophische Herleitung des Selbstbestimmungsrechts und den Durchbruch durch die UN-Menschenrechtspakte von 1966.

2.2 Selbstbestimmungsrecht in der Ukraine anhand der Berichte von UN-Ausschüssen: Analyse der offiziellen Berichte zur Lage in der Ukraine, die aufzeigen, dass trotz verfassungsrechtlicher Garantien eine Umsetzung für ethnische Gruppen oft mangelhaft bleibt.

3 Selbstbestimmungsrecht für die Krimtataren?: Einleitung in die spezifische Problematik der Krimtataren als indigene Bevölkerungsgruppe auf der Krim.

3.1 Historischer Überblick: Darstellung der wechselvollen Geschichte der Krim, geprägt durch das Krimkhanat, die russische Integration und die traumatische Deportation von 1944.

3.2 Die Rolle der Krimtataren im politischen System der Autonomen Republik Krim: Diskussion der politischen Vertretungsstrukturen wie Kurultai und Medschlis sowie deren schwieriges Verhältnis zur ukrainischen Staatsgewalt.

3.3 Die aktuelle Lage der Krimtataren auf der Krim: Untersuchung der sozioökonomischen Missstände, einschließlich Wohnraummangel und Benachteiligung im Bildungs- und Arbeitssektor.

4 Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass die Lücke zwischen juristischer Theorie und staatlicher Praxis die Integration der Krimtataren erheblich behindert.

Schlüsselwörter

Selbstbestimmungsrecht, Krimtataren, Autonome Republik Krim, UN-Charta, Indigene Völker, Minderheitenschutz, Deportation, Politische Partizipation, Medschlis, Kurultai, Menschenrechte, Ukraine, Identität, Sozioökonomische Probleme, Völkerrecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das völkerrechtliche Selbstbestimmungsrecht und hinterfragt, inwieweit dieses theoretische Konzept in der politischen Realität für ethnische Minderheiten – am Beispiel der Krimtataren – tatsächlich Anwendung findet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind das Völkerrecht (Selbstbestimmung), die ukrainische Verfassungslage, die Geschichte der Krimtataren sowie deren aktuelle sozioökonomische und politische Herausforderungen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Es soll beantwortet werden, warum die rechtliche Grundlage des Selbstbestimmungsrechts trotz internationaler Verankerung in der Praxis der Ukraine bei der Behandlung der Krimtataren oft ignoriert wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse, gestützt auf internationale Berichte von UN-Ausschüssen und einschlägige Fachliteratur, um das Fallbeispiel der Krimtataren zu evaluieren.

Welche Schwerpunkte werden im Hauptteil gesetzt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Rechtsbegriffs, die Untersuchung der Ukraine anhand von UN-Berichten und die detaillierte Darstellung der Lage der Krimtataren, einschließlich ihrer politischen Organisationen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Selbstbestimmungsrecht, Krimtataren, Minderheitenrechte, politische Partizipation und sozioökonomische Benachteiligung definieren.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Medschlis im politischen System?

Die Medschlis wird als das führende Exekutivorgan der Krimtataren dargestellt, dessen Arbeit durch die mangelnde Anerkennung der ukrainischen Regierung jedoch systematisch erschwert wird.

Was gilt laut der Arbeit als eines der größten Hindernisse für die Krimtataren?

Neben der politischen Ausgrenzung nennt die Arbeit vor allem die gravierende Wohnungsnot, hohe Arbeitslosigkeit und den mangelnden Zugang zur Bildung in der eigenen Muttersprache als zentrale Probleme.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Selbstbestimmungsrecht der Völker in der autonomen Republik Krim
Hochschule
Universität Potsdam
Note
2,3
Autor
Rushena Abduramanova (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
17
Katalognummer
V281628
ISBN (eBook)
9783656761891
ISBN (Buch)
9783656762324
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Krim Autonomie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Rushena Abduramanova (Autor:in), 2014, Das Selbstbestimmungsrecht der Völker in der autonomen Republik Krim, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281628
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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