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Das erste Triumvirat und die Krise der Römischen Republik

Quellenanalyse Plutarch Crassus 14, 15

Title: Das erste Triumvirat und die Krise der Römischen Republik

Term Paper , 2004 , 10 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Rechtsanwalt Claus Renzelmann (Author)

World History - Antiquity
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Der zu untersuchende Text stammt vom griechischen Schriftsteller Plutarchos von Chaironeia (ca. 45 – ca. 120 n.Chr. ), der in seinen Parallelbiographien die Lebensläufe römischer und griechischer Persönlichkeiten gegenüberstellte. Die Textstelle ist Plutarchs Biographie des Crassus entnommen und stellt die Geschehnisse von der Errichtung des ersten Triumvirats im Jahr 60 bis zum zweiten Konsulat von Crassus und Pompeius im Jahr 55 dar.

Die Quelle soll untersucht werden unter der Fragestellung: „Waren die Maßnahmen von Caesar, Crassus und Pompeius anläßlich der Konsulatswahlen für das Jahr 55 geeignet, erforderlich und angemessen, um die Krise der römischen Republik zu beseitigen?"

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung und Fragestellung

II. Inhalt der Quelle

III. Historischer Kontext: Die Krise der römischen Republik

1) Die Krise der römischen Republik

2) Bildung und Tätigkeit des Dreibunds

IV. Bewertung

1) Die Bildung des Triumvirats

2) Die Maßnahmen anlässlich der Konsulatswahl

V. Ergebnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand der Schriften Plutarchs die historische Rolle und die Auswirkungen des ersten Triumvirats auf die Krise der römischen Republik. Dabei wird insbesondere analysiert, inwieweit die politischen Maßnahmen von Caesar, Crassus und Pompeius zur Stabilisierung oder Destabilisierung des römischen Staates beitrugen.

  • Analyse der Entstehung und Erneuerung des ersten Triumvirats
  • Untersuchung des sozio-politischen Machtgefüges in der späten Republik
  • Bewertung der Legitimität und Moral der politischen Koalition
  • Kritische Würdigung der Wahlmanipulationen anlässlich der Konsulatswahlen für das Jahr 55

Auszug aus dem Buch

Die Bildung des Triumvirats

Die Errichtung und Erneuerung des Triumvirats führte zu einer Machtbündelung von drei Personen, die sowohl hinsichtlich ihres Naturells als auch ihrer Klientel geborene Antipoden waren. Hätten sich die Triumviraten nicht zusammengeschlossen, wäre die Republik voraussichtlich über ungewisse Zeit unregierbar gewesen. Wäre Domitius Konsul geworden und hätte er sein Ziel, Caesar von seinem Kommando zu entbinden, erreicht, wäre die Situation des Jahres 49 wahrscheinlich bereits im Jahr 55 eingetreten: Das Überschreiten des Rubicon durch Caesar und der Ausbruch des Bürgerkrieges.

Die Bildung des Triumvirats war im Sinne einer politischen Koalition legitim. Die Gegner der Triumviraten verhielten sich nicht anders und eine politische Koalitionsbildung war nach der römischen Verfassung nicht nur zulässig, sondern wegen des Konsensprinzips sogar gewünscht.

Vom moralischen Standpunkt ist das Verhalten der Triumviraten als problematisch zu beurteilen, da es erkennbar auf Eigennutz, bei Caesar und Pompeius insbesondere auf Erhaltung der eigenen dignitas, zu beruhen scheint. Die Geschicke der Republik spielen eine eher untergeordnete Rolle. Dieser Eindruck mag durch die hierzu nicht aussagekräftigen Quellenlage entstehen, aber gerade in Caesars eigenen Schriften, die in Form des bellum Gallicum gerade über die fragliche Zeit ausführlich berichten, taucht zur Motivlage nichts auf.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung und Fragestellung: Vorstellung des Quellentextes von Plutarch und Formulierung der Forschungsfrage hinsichtlich der Angemessenheit politischer Maßnahmen im Jahr 55.

II. Inhalt der Quelle: Zusammenfassung der historischen Ereignisse rund um das Triumvirat, von Caesars Bemühungen zur Versöhnung von Crassus und Pompeius bis zu den Konsulatswahlen.

III. Historischer Kontext: Die Krise der römischen Republik: Erläuterung der politischen Instabilität nach der Ära Sullas und der Bedeutung des Klientelwesens sowie der persönlichen Machtinteressen.

IV. Bewertung: Kritische Analyse der Legitimität des Triumvirats und der moralischen Dimension der politischen Wahlmanipulationen.

V. Ergebnis: Fazit über das Scheitern der Triumviraten bei der langfristigen Rettung der Republik und deren Beitrag zur zunehmenden Personalisierung der Macht.

Schlüsselwörter

Erstes Triumvirat, Römische Republik, Plutarch, Caesar, Crassus, Pompeius, Krise der Republik, Konsulatswahlen, Klientelwesen, Machtvakuum, Politische Koalition, Dignitas, Wahlmanipulation, Popularen, Optimaten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Quellenanalyse eines Textes von Plutarch, der die Gründung und das Wirken des ersten Triumvirats zwischen 60 und 55 v. Chr. beschreibt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Machtverhältnisse der späten römischen Republik, die Rolle individueller politischer Akteure und der Zerfall der traditionellen verfassungsrechtlichen Ordnung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es wird die Frage geklärt, ob die Maßnahmen der drei Triumvirn im Kontext der Konsulatswahlen für das Jahr 55 geeignet waren, um die Krise der Republik abzuwenden.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um eine klassische historische Quellenanalyse, die den Text unter Berücksichtigung des historischen Kontextes und aktueller Forschungsliteratur bewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine inhaltliche Aufarbeitung des Plutarch-Textes, eine historische Kontextualisierung und eine moralisch-politische Bewertung der Handlungen der Triumvirn.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Triumvirat, Römische Republik, Klientelwesen, Machtpersonalisierung und politische Legitimität.

War die Bildung des Triumvirats nach römischem Recht überhaupt zulässig?

Ja, die Arbeit stellt fest, dass die Koalitionsbildung im Sinne einer politischen Zusammenarbeit nach der damaligen Verfassung nicht nur zulässig, sondern aufgrund des Konsensprinzips sogar erwünscht war.

Warum konnte das Triumvirat die Krise der Republik nicht langfristig lösen?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Maßnahmen lediglich eine kurzfristige Verzögerung des unvermeidlichen Untergangs darstellten, da die tieferliegende Ursache – die Personalisierung der Macht – weiter befeuert wurde.

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Details

Title
Das erste Triumvirat und die Krise der Römischen Republik
Subtitle
Quellenanalyse Plutarch Crassus 14, 15
College
Ruhr-University of Bochum  (Historisches Institut)
Course
Integrietes Proseminar "Krisen"
Grade
1,3
Author
Rechtsanwalt Claus Renzelmann (Author)
Publication Year
2004
Pages
10
Catalog Number
V281659
ISBN (eBook)
9783656762379
ISBN (Book)
9783656762423
Language
German
Tags
Triumvirat Caesar Plutarch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rechtsanwalt Claus Renzelmann (Author), 2004, Das erste Triumvirat und die Krise der Römischen Republik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281659
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