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Wie wirksam ist Psychotherapie bei Schizophrenie?

Stand der metaanalytischen Wirksamkeitsforschung

Title: Wie wirksam ist Psychotherapie bei Schizophrenie?

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Patrique Eggert (Author)

Psychology - Clinical Psychology, Psychopathology, Prevention
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Die Behandlung der Schizophrenie sollte nach heutigem Wissenstand mehrdimensional erfolgen. Dies beinhaltet eine Kombination aus Pharmako-, Psycho- und Soziotherapie. Der wichtigste Baustein hierbei ist die Pharmakotherapie, allerdings nicht der alleinige. Trotz geringer Nebenwirkungen neuerer atypischer Neuroleptika brechen immer noch ein Großteil der Patienten ihre Therapie vorzeitig ab. Aktuelle Meta-Analysen belegen, dass auch Psycho- und Soziotherapie maßgeblich zur Besserung der Symptomatik und Verringerung der Rückfallraten beitragen.
Die Psychotherapie scheint also eine optimale supplementäre Behandlung schizophrener Psychosen zu sein. Aber es sind immer noch einige Fragen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit offen. Im Rahmen meiner Hausarbeit möchte ich mich zum einen mit der evidenzbasierten Psychotherapie beschäftigen und speziell auf ihre Leitlinien eingehen.
Bevor ich mich mit der Wirksamkeitsanalyse der Psychotherapie bei der Schizophrenie anhand von Meta-Analysen auseinandersetze, werde ich kurz auf aktuelle Formen psychotherapeutischer Behandlungen schizophrener Psychosen eingehen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Evidenzbasierte Psychotherapie

2.1. Randomisierte kontrollierte Studien

2.2. Metaanalyse

3. Psychotherapeutische Behandlung der Schizophrenie im Überblick

3.1. Psychoedukation

3.2. Kognitive Verhaltenstherapie

3.3. Familienintervention

3.4. Training sozialer Fertigkeiten

4. Metaanalyse zur Wirksamkeit der Schizophrenie

4.1. Methodik

4.1.1. Studieneinschluss

4.1.2. Effektstärke

4.1.3. Methodische Qualität

4.2. Ergebnisse

4.2.1. Metaanalyse über alle KVT Studien hinsichtlich ihrer Resultate

4.2.2. Studien Qualität

4.2.3. Methodische Eingrenzung

4.3. Bewertung

5. Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit der Psychotherapie bei der Behandlung von Schizophrenie unter Berücksichtigung des aktuellen Stands der metaanalytischen Wirksamkeitsforschung. Das primäre Ziel ist es, den Mehrwert psychotherapeutischer Ansätze als ergänzende Behandlung zur Pharmakotherapie evidenzbasiert zu bewerten und methodische Herausforderungen bei der Erfassung dieser Therapieeffekte zu beleuchten.

  • Evidenzbasierte Psychotherapie und ihre methodischen Standards
  • Überblick über gängige psychotherapeutische Verfahren bei Schizophrenie
  • Metaanalytische Auswertung zur Wirksamkeit der Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT)
  • Einfluss methodischer Qualität und Studiendesigns auf ermittelte Effektstärken
  • Diskussion über die klinische Relevanz und den Bedarf an Standardisierung

Auszug aus dem Buch

4.1.2. Effektstärke

Die Effektstärke in dieser Studie wurde, wie schon in Absatz 2.2. beschrieben, folgender maßen berechnet. Es wurde die Differenz der posttreatment Mittelwerte der Experimentalgruppe (EG) und der Kontrollgruppe (KG) gebildet und ins Verhältnis zur Standardabweichung der KG nach der Behandlung gesetzt.

Der Erfolg wurde durch die Veränderung von Positiv- und Negativsymptomatik, dem Funktionsniveau, der Stimmung, Hoffnungslosigkeit und sozialer Ängstlichkeit ermittelt. Auf den Einbezug von Rehospitalisierungs- oder Rückfallraten wurde verzichtet. Die Positivsymptomatik wurde durch fremd-beurteilte Symptomratingskalen (PANNS, BPRS) ermittelt, welches eine Vergleichbarkeit zu Pharmastudien zulässt.

Als Kontrollgruppendesign wiesen die meisten Studien ein passives auf (TAU + KVT verglichen mit TAU allein). Nach Lincoln, (2009) ein schwaches Kontrollgruppendesign. Methodisch stärker wäre hier der Einschluss von Studien gewesen, welche ein aktives (TAU + KVT verglichen mit TAU + einer anderen Psychotherapieform) Kontrollgruppendesign aufweist. Follow-up Daten wurden in dieser MA nicht erfasst, da hier nur die Effekte nach der Behandlung im Vordergrund standen. Dies birgt aber die Gefahr, dass wesentliche Effekte übersehen werden. So konnten Müller et al. (2007) in ihrer MA zur IPT zwar mittlere gewichtete Effektstärken (0.51 - 0.55) direkt nach Therapieende zeigen, diese aber stiegen im Follow-up noch an (ESw 0.57 - 0.85). Es wäre interessant gewesen zu sehen, ob diese Effekte auch hier zu beobachten wären.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung verdeutlicht die Notwendigkeit einer mehrdimensionalen Behandlung bei Schizophrenie und etabliert die Psychotherapie als wichtige ergänzende Maßnahme zur Pharmakotherapie.

2. Evidenzbasierte Psychotherapie: Hier werden die Grundlagen der evidenzbasierten Praxis sowie die methodische Hierarchie von Studien, mit besonderem Fokus auf randomisierte kontrollierte Studien und Metaanalysen, dargelegt.

3. Psychotherapeutische Behandlung der Schizophrenie im Überblick: Dieses Kapitel gibt einen strukturierten Überblick über etablierte evidenzbasierte Ansätze wie Psychoedukation, Kognitive Verhaltenstherapie, Familienintervention und soziale Fertigkeitstrainings.

4. Metaanalyse zur Wirksamkeit der Schizophrenie: Der Kernteil analysiert eine spezifische Metaanalyse zur KVT, wobei Methodik, Ergebnisse sowie die Bedeutung der methodischen Qualität und Eingrenzung kritisch diskutiert werden.

5. Ausblick: Der abschließende Teil fasst den Nutzen psychotherapeutischer Verfahren zusammen und fordert verbindlichere Qualitätsstandards für zukünftige Forschungsarbeiten in diesem Bereich.

Schlüsselwörter

Schizophrenie, Psychotherapie, Evidenzbasierte Psychotherapie, Metaanalyse, Kognitive Verhaltenstherapie, Wirksamkeitsforschung, Effektstärke, Randomisierte kontrollierte Studien, Psychoedukation, Familienintervention, Symptomatik, Klinische Praxis, Studienqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit von Psychotherapie, insbesondere der Kognitiven Verhaltenstherapie, bei der Behandlung von Patienten mit Schizophrenie unter Verwendung metaanalytischer Daten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die evidenzbasierte Psychotherapie, verschiedene psychotherapeutische Therapieformen für Schizophrene sowie die methodische kritische Würdigung von Metaanalysen.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?

Die Arbeit untersucht, wie wirksam psychotherapeutische Ansätze bei Schizophrenie sind und inwiefern diese als ergänzende Behandlung zur herkömmlichen Pharmakotherapie wissenschaftlich belegt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung verwendet?

Die Autorin stützt sich primär auf die sekundäranalytische Auswertung bestehender Metaanalysen, um therapeutische Effektstärken und deren Abhängigkeit von methodischen Studiendesigns zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Betrachtung einer Metaanalyse, die den Studieneinschluss, die Berechnung von Effektstärken sowie den Einfluss der methodischen Qualität (z.B. mittels CTAM-Skala) auf die Ergebnisse untersucht.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Schizophrenie, Wirksamkeitsforschung, Metaanalyse, Kognitive Verhaltenstherapie, Evidenzbasierung und methodische Strenge.

Warum wird in der Arbeit zwischen "maskierten" und "unmaskierten" Studien unterschieden?

Die Unterscheidung ist entscheidend, da sich zeigt, dass unmaskierte Studien die therapeutischen Effekte tendenziell deutlich überschätzen, was Auswirkungen auf die Validität der Gesamtergebnisse hat.

Welchen Stellenwert nimmt die Kognitive Verhaltenstherapie laut dieser Analyse ein?

Die KVT zeigt über verschiedene Symptombereiche hinweg konsistent mäßige, aber signifikante Effekte, wobei ihr größter Nutzen als ergänzende, nicht als alleinige Behandlungsform gesehen wird.

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Details

Title
Wie wirksam ist Psychotherapie bei Schizophrenie?
Subtitle
Stand der metaanalytischen Wirksamkeitsforschung
College
University of Potsdam
Grade
1,7
Author
Patrique Eggert (Author)
Publication Year
2010
Pages
19
Catalog Number
V281721
ISBN (eBook)
9783656762799
ISBN (Book)
9783656762782
Language
German
Tags
psychotherapie schizophrenie stand wirksamkeitsforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patrique Eggert (Author), 2010, Wie wirksam ist Psychotherapie bei Schizophrenie?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281721
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