Die Chancen und Probleme des selbstständigen Lernens im Wochenplanunterricht an der Grundschule


Bachelorarbeit, 2014

103 Seiten, Note: 1,3

Anonym


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wochenplanarbeit
2.1 Theoretische und praktische Begründung der Wochenplanarbeit
2.1.1 Theoretische Begründung
2.1.2 Praktische Begründung
2.2 Darstellung der Methode „Wochenplanarbeit“
2.2.1 Die Rolle des/r Schülers/in im Wochenplanunterricht
2.2.2 Die Rolle der Lehrkraft im Wochenplanunterricht
2.2.3 Die Umgestaltung der Lernumgebung
2.2.4 Die Gestaltung des Wochenplanes

3. Selbstständiges Lernen
3.1 Der Begriff „Selbstständiges Lernen“
3.2 Vier wesentliche Gründe für selbstständiges Lernen
3.3 Merkmale des selbstständigen Lernens

4. Wochenplanarbeit zur Förderung selbstständigen Lernens

5. Empirische Untersuchung im Hinblick auf Selbstständigkeit im Wochenplanunterricht
5.1 Auseinandersetzung mit einer Forschungsfrage
5.2 Methodisches Vorgehen
5.2.1 Erhebungsmethoden
5.2.2 Auswertungsverfahren
5.3 Untersuchungsort: Die Grundschule an der Paul-Singer- Straße
5.3.1 Konzept der Schule
5.3.2 Der Stadtteil Bremen - Vahr
5.3.3 Die Klasse 3c der Grundschule an der Paul- Singer- Straße
5.4. Untersuchungskriterien
5.4.1 Merkmale des selbstständigen Lernens
5.4.2 Die Lernumgebung

6. Beschreibung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse
6.1 Beschreibung und Interpretation der Ergebnisse in Bezug auf die Merkmale selbstständigen Lernens
6.1.1 Die Selbsttätigkeit der Schüler/innen
6.1.2 Die Entscheidungsfreiheiten der Schüler/innen
6.1.3 Die Rolle der Lehrkraft im Wochenplanunterricht
6.2 Beschreibung und Interpretation der Lernumgebung

7. Schlussbetrachtung
7.1 Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse
7.2 Reflexion des Forschungsprozesses
7.3 Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Anhang 1 - Fragebogen für die Schüler/innen der Klasse 3c

Anhang 2 - Fragebogen für die Lehrkraft der Klasse 3c

Anhang 4 - Beobachtungsbogen für die Schüler/innen der Klasse 3c

Anhang 3 - Weitere Grafiken zu den Ergebnissen der schriftlichen Befragung

Anhang 5 - Der Interviewleitfaden für das Schülerinterview

Anhang 6 - Vier Transkriptionen

Anhang 7 - Analyse der Lernumgebung

Anhang 8 - Drei Wochenplanexemplare der Klasse 3c

Urheberrechtliche Erklärung

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Selbstständiges Lernen[1]

„Die Fähigkeit, selbstständig lernen zu können, ist für die individuelle und gesellschaftliche Zukunftsorientierung in der heutigen Zeit unabdingbar geworden“ (Gemeinschaftsschule Freisen, 2014).

Immer mehr Schulen sind heute bestrebt, ihren Schülern neues Wissen durch selbstständiges Lernen zu vermitteln. Die Schüler/innen können durch selbstständiges Lernen viel besser als beim Frontalunterricht das zu erlernende und neue Wissen erarbeiten und reflektieren.

Selbstständiges Lernen berücksichtigt unterschiedliche Begabungen, Lerntempos, Interessen und Neigungen der Lernenden und kann auf vielfältige Art und Weise in den Schulalltag integriert werden. Eine Unterrichtsmethode zur Förderung des selbstständigen Lernens ist die Wochenplanarbeit.

Wochenplanarbeit stellt eine Alternative zum Frontalunterricht dar. Die Schüler/innen erhalten zu Beginn eines bestimmten Zeitraumes (hier: eine Woche) einen Arbeitsplan, der verschiedene Lernaufgaben beinhaltet, die in festgelegten Unterrichtsstunden selbstständig bearbeitet werden sollen. Die Arbeit mit dem Wochenplan ist eine Methode, den/ die Schüler/in aktiver in das Unterrichtsgeschehen einzubinden. Die Schüler/innen können beispielsweise selbst entscheiden, wann sie welche Aufgabe des Wochenplanes erledigen wollen.

Im Vorfeld muss jede/r einzelne Schüler/in aktiv werden, um die Aufgaben zu lösen, denn er/ sie muss sich die Arbeitsmaterialien selbst beschaffen. Durch die Nutzung der Wochenplanarbeit lernen die Mädchen und Jungen Verantwortung für ihr eigenes Lernen zu übernehmen und sich selbstständig mit den vorgegebenen Aufgaben auseinanderzusetzen. Schon vor etwa 2500 Jahren wusste Konfuzius um die Bedeutung des selbständigen Lernens: „Sag es mir und ich werde es vergessen. Zeig’ es mir und ich werde mich vielleicht daran erinnern. Lass’ es mich selber tun und ich werde es verstehen“ (Konfuzius, 551 v. Chr.). Die heutige Lernforschung bestätigt dieses Zitat. Man behält 20% von dem, was man hört, 30% von dem, was man sieht, 70% von dem, was man sagt und 90% von dem, was man selbst macht bzw. erledigt. Die Methode des Wochenplanes bietet den Schülern durch selbstständige Arbeitserledigung die Möglichkeit, sich neues Wissen (den Lernstoff des Lehrplanes der jeweiligen Jahrgangsstufe) aktiv anzueignen und das Erlernte nachhaltig zu festigen.

Die vorliegende Forschungsarbeit befasst sich mit dem Thema „Selbstständiges Lernen im Wochenplanunterricht (engl. Child- centered Learning in weekly schedule lessons)“ und der Fragestellung: „Ermöglicht der Wochenplanunterricht an der „Grundschule an der Paul- Singer- Straße“ in der Klasse 3c ein selbstständiges Lernen der Schüler/innen?“. Ziel der Arbeit ist es herauszuarbeiten, inwiefern der Wochenplanunterricht in dieser Klasse das selbstständige Lernen der Schüler/innen fördert bzw. fördern kann. Dafür habe ich, Rica Plogmann, in der Zeit vom 24.02.2014 bis 14.03.2014 ein Forschungspraktikum an der Grundschule an der Paul- Singer- Straße absolviert. Relevante Untersuchungskriterien für das Forschungsvorhaben waren u.a. die Merkmale selbstständigen Lernens, sowie die Lernumgebung.

Ich habe mich für das Thema „Selbstständiges Lernen im Wochenplanunterricht“ entschieden, da es meiner Meinung nach ein zentraler, aber oft leider auch vernachlässigter Bestandteil moderner (Schul)- Pädagogik ist. Fragt man nach dem Grund der Vernachlässigung, bekommt man von Lehrkräften häufig zur Antwort, dass Wochenplankonzepte, bei denen die Schüler Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess übernehmen durchaus positiv, aber in der Unterrichtspraxis nur eingeschränkt durchführbar seien. Ich stelle also fest, dass hier ein Konflikt zwischen pädagogischer Theorie und pädagogischer Praxis vorliegt. Durch meine Forschungsuntersuchung möchte ich mir ein eigenes Bild von der Wochenplanarbeit als Unterrichtsmethode machen und reflektieren, inwiefern ich diese in meine spätere Arbeit bzw. Unterrichtsplanung einbeziehen werde.

Die Forschungsarbeit ist insgesamt in sieben Kapitel gegliedert. In Kapitel 2 und 3 gehe ich auf die theoretischen Grundlagen der Konzepte der Wochenplanarbeit und der Selbstständigkeit ein. Hier beziehe ich mich vor allem auf die Literaturwerke von Herrn Peter Huschke „Grundlagen des Wochenplanunterrichtes (1996) und Herrn Claus Claussen „Unterrichten mit Wochenplänen- Kinder zur Selbstständigkeit begleiten (1997)“, sowie Frau Karin Bräu „Selbstständiges Lernen in der gymnasialen Oberstufe: Grundlagen- Fallbeispiele- Anregungen für die Praxis (2002)“. Dabei handelt es sich um Monographien und Artikel, die sich ganz konkret mit dem Wochenplan und praktischen Ansätzen zum selbstständigen Lernen auseinandersetzen. Kapitel 4 fasst die theoretischen Aussagen aus den vorherigen Kapiteln noch einmal zusammen.

In Kapitel 5 folgt die empirische Forschungsuntersuchung im Hinblick auf Selbstständigkeit im Wochenplanunterricht. Die formulierte Forschungsfrage „Ermöglicht der Wochenplanunterricht an der Grundschule Paul- Singer- Straße in der Klasse 3c ein selbstständiges Lernen der Schüler/innen?“ wird noch einmal aufgegriffen, das methodische Vorgehen geschildert, der Untersuchungsort beschrieben, sowie die Untersuchungskriterien für die Forschungsarbeit dargestellt. Für das Forschungsvorhaben werden in der Grundschulklasse 3c der Grundschule an der Paul- Singer- Straße eine schriftliche Schülerbefragung der gesamten Klasse durchgeführt, diverse Beobachtungen, sowie vier Einzelinterviews durchgeführt. Auch die zuständige Lehrkraft wird zum Thema Selbstständigkeit im Wochenplanunterricht befragt.

In Kapitel 6 werden meine Ergebnisse im Hinblick auf die formulierte Forschungsfrage präsentiert. Dieses sechste Kapitel „Beschreibung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse“ ist unterteilt in 6.1 „Untersuchungsergebnisse in Bezug auf die Merkmale selbstständigen Lernens“ und 6.2 „Beschreibung und Interpretation der Lernumgebung“. Der/ die Leser/in erhält einen differenzierten Einblick über die wesentlichen Untersuchungskriterien dieser Forschungsarbeit und kann sich selbst eine umfassende Meinung bilden. Die wichtigsten Erkenntnisse der Forschungsarbeit werden im letzten Kapitel 7 „Schlussbetrachtung“ resümiert und einige abschließende Worte und Gedanken zu den Ergebnissen der Arbeit im Allgemeinen, des Forschungspraktikums im Speziellen, sowie zu möglichen Weiterentwicklungen des empirischen Ansatzes formuliert.

2. Wochenplanarbeit

Wochenplanarbeit ist ein Konzept der Unterrichtsorganisation. Es berücksichtigt die Lernvoraussetzungen und Lernbedingungen aller Schüler/innen und gewährt ihnen Spielräume zur Erweiterung ihrer Selbst,- Sach-, und Sozialkompetenz (vgl. Claussen, 1997). Der Unterricht nach einem Wochenplan geht von der Erkenntnis aus, dass „nicht alle Kinder zur gleichen Zeit die gleichen Aufgaben bewältigen und die gleichen Lernschritte gehen können“ (Claussen, 2005, S. 52). Der Blick ist dabei auf das einzelne Kind gerichtet bzw. „man geht vom Kind als selber lernenden und selber verantwortlichen Individuum aus“ (Peschel, 2006, S. 14).

Der Wochenplanunterricht als Mittel des offenen Unterrichts löst sich vom Modell des frontalen Klassenunterrichts und räumt den Schülern mehr Mitbestimmungs- und Entscheidungsmöglichkeiten ein (vgl. Claussen, 2005, S. 56). Er gestattet dem Kind, frei zu wählen, wo und wann es (organisatorisch) in welcher Sozialform an selbstgewählten Inhalten (inhaltlich) und methodisch individuellem Weg (methodisch) diese Inhalte bearbeiten will. Der deutsche Pädagoge Falko Peschel[2] spricht von „organisatorischer, methodischer und inhaltlicher Offenheit“ (Peschel, 2006).

Die Wochenplan- Idee entwickelte sich ursprünglich aus der Reformpädagogik der zwanziger Jahre als Kontrast zum traditionellen Frontalunterricht. Der Pädagoge Peter Petersen hat in seiner Jena- Plan- Versuchsschule[3] die Grundgedanken des heutigen Wochenplanunterrichtes, nämlich die Selbstständigkeit, die innere Differenzierung und den offenen Unterricht bereits umgesetzt. Auch im Marburger Grundschulprojekt wurde die Methode der Wochenplanarbeit in den Jahren 1971 bis 1979 an der Universität Marburg bereits unter der Leitung des Erziehungswissenschaftlers Wolfgang Klafki in Zusammenarbeit mit Grundschullehrern/innen des Bundeslandes Hessen näher untersucht. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind in dem Band „Schulnahe Curriculumentwicklung und Handlungsforschung“ von Wolfgang Klafki im Jahre 1982 dokumentiert.

2.1 Theoretische und praktische Begründung der Wochenplanarbeit

2.1.1 Theoretische Begründung

„Der traditionelle Unterricht ist durch eine einseitige „vom Lehrenden zum Lernenden gerichtete Struktur“ von Lern- und Leistungsanforderungen geprägt“ (Reich, 2008, S. 1). Lernende können sich nur selten den Anforderungen der Lehrkraft entziehen. Das Lernen der Schüler wird besonders durch Lob, Bestätigung und durch Noten kontrolliert. Dieses System führt jedoch kurz oder lang zu einer extrinsischen Motivation[4] der Schüler/innen. Die Mädchen und Jungen lernen weniger aus eigener Motivation und eigenem Interesse, sondern fügen sich dem vom Lehrer vorgegebenen System. Dadurch, dass die Lehrkraft allein wichtige Entscheidungen in Bezug auf den Unterricht trifft, schränkt sie den Handlungsspielraum der Schüler/innen ein und „verhindert meist auch eine hohe Selbstaktivität seitens der Schüler/innen“ (Reich, 2008). Die Fremdsteuerung wird u.a. durch Noten und festgesetzte Beurteilungsmaßstäbe verstärkt. Dies führt zwangsläufig zu einer Selektion der Schülergruppe in „erfolgreiche Lerner“ und „Versager“.

Der Wochenplanunterricht dagegen geht davon aus, dass die Schüler/innen die Anforderungen auch ohne fremdgesteuerten Druck der Lehrkraft und aus eigener Initiative erbringen können. Die extrinsische Motivation des traditionellen Frontalunterrichts wird beim Wochenplanunterricht durch eine intrinsische Motivation[5] abgelöst, indem sich die Schüler/innen selbst darin probieren, Aufgaben auszuwählen, sich Ziele zu setzen und diese auch zu erreichen. Die hier wirkende Motivation wird durch die Freude an erfolgreich abgeschlossenen Lernprozessen, z.B. der Bearbeitung und Erledigung des Wochenplanes gefördert. Um die Selbstständigkeit der jungen Schüler/innen anzuleiten, muss der Unterricht so verändert werden, dass die Schüler durch Mitentscheiden bzw. Mitwirkung den Unterrichtsverlauf selbst mitbestimmen können. Dazu sollte man ihnen eine große Angebotsauswahl bieten. Sie sollen nämlich selbst aktiv entscheiden können, wie, wann und mit welchem Schwierigkeitsgrad sie die Aufgaben erledigen.

2.1.2 Praktische Begründung

Wochenplanunterricht ist seit vielen Jahren (frühe 1990er Jahre) eine anerkannte Lehrmethode, insbesondere der Grundschule. Wochenplanarbeit in der Grundschule ist eine besonders geeignete Form der inneren Differenzierung, in der die Grundschüler/innen ihren individuellen Lernprozess weitgehend selbstständig planen und gestalten können. In der Sekundarstufe I und II wird Wochenplanarbeit selten durchgeführt, da viele Sekundarlehrer/innen der Auffassung sind, dass dafür keine Zeit und kein Platz im Unterricht sei (vgl. Vaupel, 1995, S. 12).

Sind die Grundschüler/innen erst einmal mit der Wochenplanarbeit vertraut, steigt in der Regel die Leistungs- und Lernbereitschaft der Schüler/innen durch die Wahlfreiheit der zu bearbeitenden Aufgaben enorm an. Die Arbeit mit dem Wochenplan ermöglicht es, jedem Einzelnen in seinem individuellen Lerntempo zu arbeiten, und sich die vorgegebene Zeit selbst einzuteilen. Außerdem können die Mädchen und Jungen ihre Schwächen ausgleichen und individuellen Interessen nachgehen (vgl. Claussen, 1997). Die jungen Schüler/innen lernen selbstständig ihre Aufgaben zu planen, ihre Arbeitsformen und Arbeitsmittel auszuwählen, sowie sich selbst zu kontrollieren. Zudem bietet die Wochenplanarbeit durch unterschiedliche Sozialformen (Partner- und/ oder Gruppenarbeit) vielfältige Möglichkeiten, mit- und voneinander zu lernen. Die Schüler/innen übernehmen so auch zunehmend soziale Verantwortung. Die Aufgabe der Lehrkraft besteht darin, ein mögliches Gleichgewicht zwischen reiner Lehrstoffvermittlung und aktiven Erfahrungsmöglichkeiten der Schüler/innen zu schaffen.

Für die Integration einer effektiven Wochenplanarbeit in den Unterricht, ist die schrittweise Einführung dieser Lehrmethode in die Klasse notwendig. Dabei sollen nicht nur die Schüler/innen lernen wie Wochenplanarbeit abläuft, sondern auch ihre Eltern erhalten entsprechende Informationen, damit eine optimale Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule entstehen kann (vgl. Vaupel, 1995, S. 13).

2.2 Darstellung der Methode „Wochenplanarbeit“

Die Grundidee der Wochenplanarbeit ist, dass Schülerinnen und Schüler ihre Arbeitsvorhaben für eine Woche eigenständig planen. Sie erhalten zu Beginn einer Woche einen schriftlichen Arbeitsplan (Wochenplan), der Aufgaben aus verschiedenen Unterrichtsbereichen enthält, z.B. aus dem Deutsch-, Mathematik- oder Sachunterricht (Wochenplan mit mehreren Fächern). Es gibt auch fachbezogene Wochenpläne, d.h. die Arbeitsaufträge beziehen sich dann lediglich auf ein spezifisch ausgewähltes Unterrichtsfach.

Die Aufgaben des Wochenplanes sollen in dafür vorgesehenen Unterrichtsstunden von den Schülern selbstständig bearbeitet werden. Dabei dürfen die Schüler/innen entscheiden, ob sie alleine oder in einer Gruppe arbeiten möchten. Über die Reihenfolge der Aufgabenerledigung entscheiden die Mädchen und Jungen individuell und auch die Zeiteinteilung erfolgt in eigener Regie. Nach der Fertigstellung einzelner Aufgaben, prüfen die Schüler selbst, z.B. mithilfe von vorliegenden Kontrollblättern, ob eine Aufgabe korrekt erledigt wurde. Die Kontrolle kann auch von einem/r anderen Schüler/in oder dem/der Lehrer/in erfolgen. Am Ende der Woche sollte die Lehrkraft gemeinsam mit der Klasse oder in Einzelgesprächen die Lernprozesse reflektieren: Was habe ich geschafft? Wer hatte wobei und welche Schwierigkeiten? Wie können wir helfen? Waren es zu viele oder zu wenige Aufgaben? etc. Diese regelmäßigen Rückmeldungen sind wichtig, denn die Grundschüler/innen lernen dadurch, ihr Erlerntes zu reflektieren. Die Entscheidung, in welchem zeitlichen Rahmen eine Klasse an dem Wochenplan arbeitet, liegt im Ermessen der jeweiligen Lehrkraft. Im Allgemeinen findet Wochenplanunterricht an drei bis acht Unterrichtsstunden pro Woche statt (vgl. Huschke, 1996).

Durch die Methode der Wochenplanarbeit werden besonders die Selbstständigkeit, sowie die soziale Kompetenz der jungen Schüler/innen gefördert.

Als erstes muss die Wochenplanarbeit aber in der Grundschulklasse von der Lehrkraft eingeführt werden. Dazu gehört nicht nur, dass die Schüler/innen lernen, wie man mit dem Wochenplan arbeitet und welche Regeln eingehalten werden müssen, sondern auch, dass sie die bewusste Änderung der Schüler- und Lehrerrolle im Wochenplanunterricht wahrnehmen. Außerdem muss der Klassenraum mit zahlreichen Lernmaterialien ausgestattet werden. Durch den Wochenplan lernen Kinder einerseits, Hilfe in Anspruch zu nehmen und andererseits Mitschülern/innen zu helfen bzw. zu unterstützen. Die Mädchen und Jungen sollen Verantwortung für ihre Arbeit und ihr Handeln übernehmen.

Ein großer Vorteil des Wochenplanunterrichtes ist die Möglichkeit, Aufgaben und Lösungswege zu differenzieren. Der Wochenplan bietet mit unterschiedlichen Aufgabentypen: Pflicht-, Wahl-, Zusatz-, Sonder- und Entscheidungsaufgaben verschiedene Differenzierungsmöglichkeiten. Lernschwache Kinder bearbeiten, z.B. überwiegend oder nur den Pflichtteil eines Wochenplanes. Sie haben sich dann mit den wesentlichen Lerninhalten, die der Lehrplan vorgibt, beschäftigt. Die lernstarken/- stärkeren Schüler/innen können hingegen den gesamten Wochenplan bearbeiten. Qualität und Quantität der Aufgaben im Wochenplan können dem individuellen Leistungsstand eines/r Schülers/in flexibel angepasst bzw. differenziert werden. Die fünf möglichen Aufgabentypen des Wochenplanes werden im Verlauf des zweiten Kapitels noch ausführlicher dargestellt.

Der Wochenplan kann grundsätzlich in allen Jahrgangsstufen von der ersten bis zur 10./ 13. Klasse eingesetzt werden. Bei falscher Nutzung kann der Wochenplanunterricht jedoch auch Nachteile mit sich bringen. Durch zu große Freiräume der Schüler/innen besteht die Gefahr der Unterforderung. Unter Umständen kann die Freiheit und Selbstständigkeit während der Wochenplanarbeit von den Schüler/innen zu sehr ausgenutzt werden. Dadurch rückt das eigentliche Ziel der Aufgabenbewältigung in den Hintergrund. Es sollte daher primär Aufgabe der Lehrkraft sein, im Vorfeld klare Regeln verbindlich mit allen Schüler/innen abzusprechen und diese auch konsequent durchzusetzen.

2.2.1 Die Rolle des/r Schülers/in im Wochenplanunterricht

Im traditionellen Frontalunterricht nimmt der/ die Schüler/in eine passive Rolle ein. Die Lehrkraft steht vor der Klasse und vermittelt die im Lehrplan vorgeschriebenen Lerninhalte. Es werden häufig Fragen gestellt, worauf die Schüler/innen antworten sollen. Lernschwache Schüler/innen profitieren nicht von dieser Unterrichtsform, da sie nur passiv am Unterrichtsgeschehen teilhaben. Dieter Vaupel (1993), Dozent der Universität Kassel und Direktor einer Gesamtschule in Nordhessen, hat nachgewiesen, dass Schüler/innen von dem, was sie lesen 10%, von dem, was sie hören 20% und von dem, was sie sehen und hören auch nur insgesamt 50% behalten. Um die „Behaltensleistungen“ von Wissen nachhaltig zu verbessern, ist es wichtig, dass die jungen Lernenden die Möglichkeit haben, sich selbst aktiv mit den Unterrichtsthemen auseinanderzusetzen, darüber zu sprechen und Aufgaben zu bearbeiten, indem sie konstruktiv tätig werden. Laut Vaupel (2006) wird von Lernenden mehr Wissen gespeichert und aufgenommen, wenn diese selbst darüber gesprochen oder etwas selbst ausprobiert haben.

Die Arbeit mit dem Wochenplan ist eine Methode, den/ die Schüler/in aktiv in das Unterrichtsgeschehen einzubinden. Die Schüler/innen können selbst entscheiden, wann sie welche Aufgabe des Wochenplanes erledigen wollen. Ferner muss jede/r Schüler/in im Vorfeld aktiv werden, um die Aufgaben zu lösen, weil er/ sie sich die Materialien, die für die Lösung der Aufgabe benötigt werden, selbst beschaffen muss. Wenn einzelne Schüler/innen mit der Bearbeitung Probleme haben, besteht die Möglichkeit, Hilfe von anderen Mitschülern oder von der Lehrkraft zu erhalten. So wird selbstständiges Arbeiten erlernt. Lern- und leistungsschwache Schüler/innen werden in den Unterricht aktiv integriert und können sich nicht mehr nur passiv verhalten, da auch sie ihre Aufgaben eigenverantwortlich und selbstständig lösen müssen. Dadurch, dass sich alle Schüler/innen während der Wochenplanarbeit aktiv mit den Aufgaben beschäftigen, ist der Lerneffekt am Ende sehr hoch.

2.2.2 Die Rolle der Lehrkraft im Wochenplanunterricht

Die Lehrkraft übernimmt im Wochenplanunterricht weitestgehend die Rolle einer „Lernbegleitung“ bzw. eines „Begleiters“, die Lernprozesse anstößt und unterstützt.

„Es geht weniger darum, die Kinder mit neuem Wissen zu belehren und zu beurteilen, sondern mehr darum, die Lernenden zum selbstständigen Lernen zu aktivieren“ (Ferrary, 2010, S. 16). Die Lehrkraft ist den Schülern/innen, die Fragen bzw. Probleme haben, jederzeit behilflich. Sie gibt, wenn nötig, kleine Hinweise und Tipps bis ein eigener Lösungsweg gefunden wird. Auch unterstützt und reflektiert sie gemeinsam mit den Kindern deren individuelle Lernschritte. Der/ Die Lehrer/in konzentriert sich dabei im Wesentlichen auf die Beobachtung individueller Lernprozesse einzelner Schüler/innen. Zur Beobachtung dieser Prozesse gehören folgende Beobachtungskriterien: der Arbeitsbeginn, die Auswahl der Aufgaben, der Umgang mit den nötigen Materialien, die Erfassung von Arbeitsaufträgen, die Interaktion zwischen Mitschülern, sowie die Reflexion der Aufgaben (vgl. Huschke, 1996). Die Beobachtungen der Lehrkraft sind eine wichtige Grundlage für die individuelle Förderung eines/r Schülers/in.

Neben der Begleiterrolle während des Wochenplanunterrichtes, hat die Lehrkraft aber bereits im Vorfeld zahlreiche Aufgaben. Sie wählt die Themen und Aufgaben für die individuellen Wochenpläne jedes Kindes aus, legt genaue Zeiten für die Wochenplanarbeit fest und führt den Wochenplan im Klassenverbund durch. Ferner ist sie dafür verantwortlich, die Materialien bereitzustellen und Schüler/in, sowie deren Eltern zu Beginn mit dem Konzept des Wochenplanes vertraut zu machen. Die Lehrkraft muss außerdem eine ansprechende und entspannte Lernumgebung schaffen. Das benötigte Material muss für alle frei zugänglich sein und bei Bedarf sollte sich der/ die einzelne Schüler/in in entsprechende Funktionsbereiche zurückziehen können (siehe folgendes Kapitel 2.2.3).

Schüler und Schüler/innen in ihrer Selbstständigkeit zu fördern, bedeutet für viele Lehrkräfte die Sorge/ Angst, eines möglichen Kontrollverlustes im Unterrichtsalltag zu überwinden (vgl. Strzebkowski, 2006, S. 23). Diese Sorge ist das Hauptproblem, weshalb sich viele Lehrkräfte gegen den Wochenplanunterricht entscheiden. Das Gefühl, dass eine Klasse durch direkte Arbeitsanweisungen besser kontrollierbar sei und effektiver lernt, als eine Klasse in der die Schüler/innen weitgehend alles selbstständig entscheidet, dominiert (vgl. Strzebkowski, 2006, S. 57). Dabei handelt es sich jedoch um ein subjektives Gefühl, denn niemand kann direkt in die Köpfe der Lernenden hineinschauen und mit Bestimmtheit sagen, ob jemand wirklich gerade mit seinen Gedanken bei einer Aufgabe ist und somit effektiv lernt. Der Kontrollanspruch des/ der Lehrers/in schränkt Schüler/innen sehr in ihrer Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit ein. Die Lehrkraft muss für die Wochenplanarbeit etwas von den Kontrollansprüchen aufgeben, damit die Lernenden besonders im Bereich des selbstständigen Lernens gefördert werden können.

2.2.3 Die Umgestaltung der Lernumgebung

Der Begriff Lernumgebung bezeichnet die Umgebung, in der Schüler/innen während des Wochenplanunterrichtes ihre Aufgaben selbstständig erledigen und lernen. Die Lernumgebung umfasst auch die Lerninhalte, und -materialien (z.B. den Wochenplan), die Arbeitsabläufe, sowie verschiedene Aktivitäten und Aufgaben (vgl. Claussen, 2005).

1) Der Klassenraum

Zur Grundausstattung eines Klassenraumes, in dem Wochenplanunterricht stattfindet, gehören insbesondere Regale und Raumteiler, damit der Raum in verschiedene Themenbereiche aufgeteilt werden kann und die benötigten Materialien und Lernmittel übersichtlich untergebracht werden können. Der Arbeitsplatz der Lehrkraft (u.a. das Lehrerpult) nimmt ebenfalls einen Teil des Klassenraumes ein. Da während des Wochenplanunterrichtes die Interaktion mit den Kindern im Vordergrund steht, sollte das Lehrerpult zur Wand oder zu einem Fenster des Klassenraumes ausgerichtet sein. Dadurch wird Platz gespart, den die Schüler/innen anderweitig nutzen können (vgl. Ferrary, 2010, S. 27).

Um den Mädchen und Jungen für ihre optimale Aufgabenerledigung Rückzugsmöglichkeiten und Anregungen für die einzelnen Lernthemen zu bieten, ist es auch vorteilhaft, den Klassenraum für den Wochenplanunterricht in variable Funktionsbereiche einzuteilen. Folgende Funktionsbereiche eignen sich sehr gut für den Wochenplanunterricht: 1) Lese- und Schreibecke (ausgestattet mit Büchern, Materialien für Schreibanlässe etc.), 2) Computerecke (ausgestattet mit Computern und Lernspielen, Kopfhörern etc.), 3) Bau- und Spielecke (ausgestattet mit Lern- und Gesellschaftsspielen etc.) und/ oder 4) einem Präsentiertisch (Tisch, der zum jeweiligen Unterrichtsthema gestaltet wird – Bücher, Blätter, Fotos, Früchte etc.). Diese Aufteilung kann bis zu einem Drittel des Klassenraumes einnehmen (vgl. Reich, 2008, S. 7). Die Kinder können in den verschiedenen Funktionsbereichen des Klassenraumes individuell recherchieren, entdecken und experimentieren. Zusätzlich zu den Funktionsbereichen sollte im Klassenraum jederzeit Platz sein, möglichst schnell einen Stuhlkreis oder einen Morgenkreis bilden zu können (vgl. Ferrary, 2010, S. 28). Der Stuhlkreis gibt den Schülern die Möglichkeit zur Mitbestimmung. Sie sollen gesellschaftliche Regeln und Werte (z.B. zuhören, ausreden lassen) kennenlernen und haben im Sitzkreis auch die Möglichkeit für gemeinsame Diskussionen. Dabei hat der Stuhlkreis eine Doppelfunktion: 1. Unterrichtseinheiten können jederzeit zügig im Stuhlkreis besprochen werden und 2. Regeln können festgelegt werden, um einen harmonischen Umgang miteinander und während der Aufgabenerledigung zu gewährleisten.

Der Autor und Lehrer Claus Claussen (2005) nennt weitere Klassenraumgestaltungsmerkmale, die sich für eine effektive Wochenplanarbeit als günstig erwiesen haben. Dazu gehören u.a. eine Klassenuhr, vielfältige große Wandflächen für das Anbringen von Arbeitsergebnissen/ Dokumenten von Schüler/in, Stellflächen für Karteikästen/ Arbeitsmitteln und Einzeltischen, die jederzeit zu verschieden großen Gruppeneinheiten zusammengestellt werden können. Auch eine Rückzugsmöglichkeit, ein Sitzteppich bzw. Sitzkissen für jedes Kind oder Mittel für Absprachen zur stummen Kommunikation zwischen Schülern und Lehrkraft, wie Namensklammern, Anzeigetafeln für „Ich brauche Hilfe“ oder „Ich bin fertig“ usw. sind in diesem Zusammenhang zu nennen (vgl. Claussen, 2005, S. 63).

2) Die Arbeitsmaterialien

Sämtliche Arbeits-, Übungs-, und Lernmaterialien für die Wochenplanarbeit müssen für den Wochenplanunterricht nach und nach angeschafft bzw. verfügbar gemacht oder auch zusammen mit den Kindern entwickelt werden. Diese müssen übersichtlich in Fächern nach Sachgebieten geordnet abgelegt werden, damit sich die Schüler/innen jederzeit gut orientieren und optimal selbstständig damit arbeiten können. Außerdem müssen alle benötigten Materialien für jede/n einzelne/n Schüler/in erreichbar, handhabbar und wieder aufräumbar sein. Die Regale sollten auch nicht zu voll sein. Bei der Auswahl der Materialien ist darauf zu achten, nicht zu viele Materialien anzubieten, um stets einen Überblick zu behalten. Hier gilt der Grundsatz: „Qualität vor Quantität“.

Die Materialien sollen vor der Anschaffung auf folgende Kriterien hin überprüft werden: Zielorientierung (z.B. Was möchte ich erreichen?), Differenzierbarkeit (z.B. Berücksichtigung der unterschiedlichen Lernniveaus), Lernzielbegründung (z.B. Warum muss ein Schüler diesen Inhalt lernen?), Arbeitsblätter statt Schulbuch (z.B. Flexibilität versus Inflexibilität), Robustheit (z.B. Nutzung wiederverwendbarer Materialien) und Selbstkontrolle (z.B. Kopiervorlagen zur Selbstkontrolle) (vgl. Claussen, 2005, S. 43).

3) Die Arbeitsabläufe und Regeln für den Wochenplanunterricht

Die Lernumgebung im Wochenplanunterricht muss auch einen geregelten Arbeitsablauf (Anfangsphase, Arbeitsphase, Endphase) und feste Regeln für die Arbeitsphase verbindlich vorgeben. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Abläufe für die Wochenplanarbeit kennen und müssen wissen, wie ein Wochenplan optimal zu bearbeiten ist. Dazu gehört insbesondere auch, wie man sich bei der Aufgabenerledigung zu verhalten hat und wie mit den Arbeitsmaterialen umgegangen werden soll (vgl. Ferrary, 2010). Wichtig ist, dass vor dem Gebrauch der Materialien mit den Schüler/innen verbindliche Regeln bezüglich des Umgangs mit ihnen festgelegt werden. Ordnung ist ebenso eine ganz wichtige Grundlage bei der Wochenplanarbeit (vgl. Huschke, 1996).

2.2.4 Die Gestaltung des Wochenplanes

Die Gestaltung des eigentlichen Wochenplanes ist für den Wochenplanunterricht von ebenso großer Bedeutung, wie die Veränderung der Lernumgebung und die geänderte Rolle der Lehrkraft. Der Wochenplan an sich sollte eine klare Struktur aufweisen. Die zu erledigenden Aufgaben und die dafür benötigten Materialien müssen für alle Schüler/innen eindeutig erkennbar sein. Der Wochenplan sollte daher in übersichtliche Spalten unterteilt werden, in denen Aufgabenbereiche, benötigte Materialien, die Arbeitsaufträge und ggf. zusätzliche Bemerkungen eingetragen werden (vgl. Ferrary, 2010).

„Für die Schüler/innen sollte der Wochenplan zudem die folgenden Fragen beantworten: Was muss ich tun? Was darf ich tun? Was benötige ich zur Lösung der Aufgaben? Wie kann ich vorgehen? Wann arbeite ich nach dem Plan?“ (Krüger, 1991, S. 45). Ein Wochenplan kann in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit bewältigt werden. Man unterschiedet drei Formen von Wochenplänen, die im Folgenden erläutert werden.

Wochenpläne können 1. von der Lehrkraft erstellt werden, ohne dass die Kinder der Klasse direkt am Entstehungsprozess der Aufgaben beteiligt sind. In der Regel sind sämtliche Aufgaben eines Wochenplanes in vollem Umfang von jedem/r Schüler/in zu bearbeiten. Es bleibt nur die individuelle Entscheidung, in welcher Reihenfolge, mit welchem zeitlichen Aufwand und ob in der Gruppe oder alleine gearbeitet wird. Diese Art von Wochenplan wird „ geschlossener Wochenplan “ genannt, d.h. die Interessensschwerpunkte der Kinder, sowie deren unterschiedliches Arbeitsvermögen sind nur in soweit berücksichtigt worden, wie es die Lehrkraft wünscht (vgl. Morgenthau, 2003, S. 23). Ein geschlossener Wochenplan bietet sich meist zu Beginn der Wochenplaneinführung in einer Schulklasse an, da die Schüler/innen zu diesem Zeitpunkt noch viel stärker angeleitet werden müssen.

Die zweite Möglichkeit der Wochenplangestaltung ist es, die Mädchen und Jungen einer Klasse bei der Auswahl der Aufgabenstellungen, der Sozialform oder auch der Auswahl der Arbeitsmaterialien mitbestimmen zu lassen. Diese Art des Wochenplanes stellt hohe Anforderungen an die jungen Schüler/innen, da sie sich eigenständig für eine Auswahl verschiedener Aufgaben entscheiden müssen. Ein Arbeiten mit diesem Wochenplan bietet sich daher insbesondere bei Schulkindern an, die bereits mit der Wochenplanarbeit vertraut sind. Diesen Wochenplan bezeichnet man als „ offenen Wochenplan “ (vgl. Morgenthau, 2003, S. 21–26).

Es gibt 3. auch eine Mischform zwischen einem geschlossenen und einem offenen Wochenplan. Diese beinhaltet sowohl Pflicht- als auch Wahl- und Zusatzaufgaben. Einen solchen Wochenplan nennt man „ differenzierten bzw. gemischten Wochenplan “. Die geschlossenen, offenen und differenzierten Wochenpläne können wiederum fünf verschiedene Aufgabentypen beinhalten.

Diese sind:

- Pflichtaufgaben: Aufgaben, die von allen Kindern innerhalb einer bestimmten Zeit bearbeitet werden müssen.
- Wahlaufgaben: Aufgaben, bei denen die Lernenden die Möglichkeit haben, aus verschiedenen Aufgaben zu wählen. Es gibt immer mehrere Alternativen, wobei eine bestimmte Anzahl der angebotenen Aufgaben gelöst werden muss.
- Zusatzaufgaben: freiwillige Aufgaben, die in Absprache mit der Lehrkraft meist eigenständig festgelegt sind. Zusätzliche Interessen sind berücksichtigt.
- Sonderaufgaben: Aufgaben, die von der Lehrkraft vorgegeben werden und für eine/n bestimmte/n Schüler/in zur Pflichtaufgabe werden.
- Entscheidungsaufgaben: Aufgaben, bei denen die Grundschüler/innen frei auswählen, ob sie diese bearbeiten oder nicht. Es handelt sich dabei in der Regel um Aufgaben, die schon beherrscht werden müssen. Wenn ein/e Schüler/in diese Aufgabe noch nicht sicher beherrscht, muss die ausgewiesene Aufgabe als Pflichtaufgabe bearbeitet werden; andernfalls kann sie auch gestrichen bzw. als Wahlaufgabe bearbeitet werden (vgl. Morgenthau, 2003, S. 21–25).

Wochenpläne werden grundsätzlich von der Lehrkraft vorgegeben, d.h. diese entscheidet eigenverantwortlich darüber, welche Aufgabentypen in welchem Umfang im Wochenplan enthalten sind. Jedoch sollen auch die Kinder „nach und nach lernen, an der Erstellung der Wochenpläne aktiv mitzuwirken und selbst Verantwortung dafür zu übernehmen“ (Morgenthau, 2003, S. 23).

3. Selbstständiges Lernen

3.1 Der Begriff „Selbstständiges Lernen“

„Schulisches Lernen ist (...) nicht nur Vorbereitung für Ausbildung und Studium, sondern soll zugleich helfen, dass junge Menschen lernen, sich zunehmend selbstständig, selbstverantwortlich und aus eigenem Antrieb in der Welt in der sie leben und zukünftig leben werden, zu orientieren“ (Girmes, 2003, S. 6) .

Im heutigen Schulalltag geht es nicht mehr ausschließlich um die reine Wissensvermittlung. Es kommt vielmehr darauf an, die Schüler/innen zu einem selbstständigen Denken, Handeln und Problemlösen zu befähigen, damit sie sich in der späteren zukünftigen Berufs- und Lebenswelt zurechtfinden können. Qualifikationen, wie Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit, Flexibilität, Mobilität, Kreativität und Eigeninitiative gelten als wichtige Ausbildungsziele vieler Berufs- und Wirtschaftszweige.

Der Aufgabe Schüler und Schülerinnen stärker zur Selbstständigkeit zu erziehen, stellt sich die Institution Schule mit verschiedenen Ansätzen, wie u.a. mit dem Konzept der Wochenplanarbeit. Was aber genau bedeutet eigentlich selbstständiges Lernen?

Wenn in der Literatur nach einer geeigneten Definition für den Ausdruck „selbstständiges Lernen“ gesucht wird, findet man in diesem Zusammenhang eine Fülle von Erklärungen. Es sind in den letzten Jahren verschiedene Ansätze und Bezeichnungen zur Definition des selbstständigen Lernens entstanden. Dazu gehören jene Begriffe, wie selbstgesteuertes, selbstreguliertes, selbstkontrolliertes, selbstorganisiertes, autonomes, autodidaktisches, offenes und auch selbstbestimmtes Lernen (vgl. Strzebkowski, 2006). Die genannten Begriffe stehen zunächst für unterschiedliche Schwerpunkte, basieren aber auf der gemeinsamen Auffassung einer Lernform, bei der „der Lernende die wesentlichen Entscheidungen darüber trifft, ob, was, wann, wie, wo und woraufhin er lernt, gravierend und folgenreich beeinflussen kann“ (Weinert, 1982). Der/ die selbständige Schüler/in legt Ziele des Lernprozesses, Lerninhalte, Lernmethoden, Lernmedien, Lernpartner, Zeit, Ort und zielorientierte Kontrollprozesse für sich selbst fest und trägt die Verantwortung für sein/ ihr eigenes Handeln. Selbstständiges Lernen ist ein „vollständig eigenständiger Lernprozess, bei dem der/ die Lernende eine initiierte Rolle übernimmt“ (Strzebkowski, 2006, S. 48).

In der vorliegenden Arbeit wird primär der Begriff „selbstständiges Lernen“ verwendet, denn er entspricht der Lernsituation im Wochenplanunterricht am ehesten. Im Wochenplanunterricht handelt es sich allerdings meistens um Lern- und Arbeitsphasen, die auf Anweisung der Lehrkraft ausgeführt werden und weniger um vollständig selbstständige Lernprozesse. Die Begriffe Selbstregulation (selbstreguliertes Lernen), Selbstkontrolle (selbstkontrolliertes Lernen), sowie Selbststeuerung (selbstgesteuertes Lernen) sind im Rahmen des gewählten Forschungsschwerpunktes dieser Arbeit zu sehr auf die kontrollierenden und regulativen Aspekte des selbstständigen Lernens ausgerichtet und eignen sich deshalb nicht für den Wochenplanunterricht. Auch Konzepte wie selbstorganisiertes, autodidaktisches oder autonomes Lernen beschränken sich zu sehr auf Lernformen, in denen der Lernende über Lerninhalt, Lernziele und Lernort selbst entscheidet.

3.2 Vier wesentliche Gründe für selbstständiges Lernen

Erstens: Der Mensch lebt in einer Zeit, in der er nicht mehr damit rechnen kann, dass das, was er einmal in der Schulzeit gelernt hat, ausreichend ist, um ein ganzes Leben damit zurecht zu kommen. Die Entwicklung von Wirtschaft und Technik schreitet heute schnell voran und damit verändern sich unsere Lebensverhältnisse, die Anforderungen in den Berufen und auch die Lebensbedingungen außerhalb der Berufstätigkeit (vgl. Klafki, 2003, S. 20).

Auch die Verhältnisse in unserer Gesellschaft, in der Politik und in der Kultur ändern sich rasant. Diese schnellen Veränderungen bringen immer zwei Möglichkeiten zugleich hervor: neue Chancen zur Verbesserung der Lebensqualität, aber auch neue Gefahren. Daraus folgt: Menschen, die verstehen, „was sich verändert, warum es sich verändert, und welche Bedeutung die Veränderungen für das Leben der Menschen haben“, sich ein eigenes Urteil bilden oder mitbestimmen wollen, müssen dazu bereit sein, auch nach der Schulzeit immer wieder hinzuzulernen (lebenslanges Lernen) (Klafki, 2003).

Die heranwachsenden Kinder und Jugendliche müssen dabei unterstützt werden, sich die Fähigkeit zu möglichst selbstständigem und lebenslangem Lernen anzueignen.

Zweitens: Selbstständiges Lernen trägt maßgeblich zur Entwicklung der Persönlichkeit bei und führt dazu, dass Menschen sich ein Leben lang weiter entfalten, ihre Möglichkeiten erproben und verwirklichen können.

Drittens: Lernen ist ein Prozess der Anpassung an feststehende Lebensbedingungen, um sich in der heutigen Gesellschaft zu orientieren und ein Prozess der Nachahmung von Verhaltensweisen, die von anderen vorgelebt werden (vgl. Klafki, 2003). Vielmehr ist Lernen aber auch ein Prozess der aktiven Auseinandersetzung mit den Dingen der Welt, den schon ein Kleinkind selbstständig/ selbsttätig vollziehen möchte. Darin steckt vor allem die Möglichkeit, die Bedingungen des Lernens und das, was gelernt wird, zu verändern bzw. umzugestalten (vgl. Klafki, 2003, S. 22). Erwachsene können Kindern Motivationsanreize geben, die ihnen helfen, sich Erkenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten selbstständig anzueignen. In der Schule werden diese Motivationsanreize oft nur in geringem Maße eingesetzt. Die Kinder werden oftmals dazu veranlasst, rezeptiv[6] zu lernen. Schulen schränken die Motivation und den Mut für selbstständiges, selbsttätiges Lernen häufig ein. Eine Konsequenz daraus ist, dass die Schüler/innen die Motivation und die Ansätze zum selbstständigen Lernen, die sie in ihren früheren Kindheitsjahren bereits entwickelt haben, wieder ver lernen - sozusagen unter ungewollter „Mithilfe“ der Schule. Die Schule muss daher unbedingt an den bereits erworbenen Erfahrungen und Kenntnissen der Kinder anknüpfen, damit selbstständiges Lernen im Unterricht weiter gefördert werden kann.

Viertens: Selbstständigkeit erfordert in der heutigen Gesellschaft auch die Mitwirkung möglichst vieler Menschen in den Bereichen der Meinungsäußerung, Urteilsbildung und dem eigenverantwortlichen Handeln. Selbständigkeit ist immer auch eine politische Komponente und zeigt, wie politisch reif eine Gesellschaft ist, d.h. wie groß oder wie gering die Selbstbestimmungsfähigkeit und die Fähigkeit zur Selbsttätigkeit in einer Gesellschaft entwickelt ist (vgl. Klafki, 2003, S. 23).

3.3 Merkmale des selbstständigen Lernens

Als Merkmale des selbstständigen Lernens lassen sich folgende Aspekte aus der Literatur herausarbeiten: 1) Die Selbsttätigkeit der Schüler/innen, 2) die Entscheidungsfreiheiten der Schüler/innen und 3) die Veränderung der Lehrerrolle. Die obengenannten drei Merkmale selbstständigen Lernens können aus der Literatur der Erziehungswissenschaftlerin Frau Karin Bräu (2002) entnommen werden.

1) Die Selbsttätigkeit der Schüler/innen

Selbstständiges Lernen bedarf der Selbsttätigkeit der Schüler/innen. Zur Selbsttätigkeit gehören verschiedene Kompetenzen, wie z.B. die Methoden- und Handlungskompetenz. Neben zahlreichen Arbeitstechniken, die Schüler/innen erlernen und anwenden müssen, ist die Planungskompetenz hervorzuheben. Planungskompetenz bedeutet grundsätzlich, dass die Arbeitsschritte, die normalerweise in den Aufgabenbereich der Lehrkraft fallen, nun in die Tätigkeit/ Aktivität der Lernenden übergehen. Nach Allen Tough (1971), einem kanadischem Lehrer und Forscher, gehören folgende Schritte zur Planung selbstbestimmter Lernaktivitäten: Bestimmen der genauen Kenntnisse und Fähigkeiten; Bestimmen der Aktivitäten, Materialien, Quellen und Hilfsmittel zum Lernen; Bestimmen des Lernortes; Festlegen eines bestimmten Zeitplanes; Bestimmen der Lernzeit; Festlegen der Reihenfolge der Aufgabenerledigung; Vorbereiten des Arbeitsplatzes und das Beschaffen von Hilfsmitteln und Unterlagen. Zusätzlich bedarf Selbsttätigkeit der Fähigkeit zur „Metakognition“. Der Begriff Metakognition meint, dass Schüler/innen ihren eigenen Lernprozess bewusst planen, steuern und immer wieder reflektieren, d.h. der Ist- und Sollzustand wird immer wieder miteinander abgeglichen.

2) Die Entscheidungsfreiheiten der Schüler/innen

Selbstständiges Lernen ist ohne Entscheidungsfreiheiten der Schüler/innen undenkbar. Die Entscheidungsfreiheiten können grundsätzlich alle Ebenen des Lernprozesses umfassen, z.B. die Zielsetzung, den Lerninhalt, die Auswahl der Methoden, die Auswahl des Lernpartners usw. Entscheidungsmöglichkeiten bieten dem/r Schüler/in die Möglichkeit und Chance, an eigenen Interessen, Stärken und/ oder eigenen Vorkenntnissen anzuknüpfen. Sie haben daher auch enormen Einfluss auf die Motivation eines/r Schülers/in.

3) Die Veränderung der Lehrerrolle

Selbstständiges Lernen bedarf einer veränderten Lehrerrolle. Die Lehrerrolle ändert sich dahingehend, dass den Schüler/innen einzelne Entscheidungen, die bisher der/ die Lehrer/in getroffen hatte, übertragen werden und sie immer komplexere Arbeitsschritte selbstständig bewältigen müssen. Die Lehrkraft wird zu einem Berater im Lernprozess. Diese Beraterrolle stellt eine besondere Herausforderung für alle Lehrkräfte dar, weil sie zunehmend die Kontrolle über den eigentlichen Lernprozess ihrer Schüler abgeben müssen, um selbstständiges Lernen zu fördern.

4. Wochenplanarbeit zur Förderung selbstständigen Lernens

Die Wochenplanarbeit ist ein Unterrichtskonzept zur Förderung des selbstständigen Lernens in der Grundschule, da es die drei zuvor aufgelisteten Merkmale des selbstständigen Lernens vollständig berücksichtigt.

Die Schüler/innen erhalten zu Wochenbeginn einen Wochenplan, den sie selbstständig, zielorientiert und sachgerecht bearbeiten. Dabei müssen sie soziale Beziehungen aufbauen, Entscheidungen hinsichtlich des individuellen Lernprozesses treffen und lernen, ihre Arbeitsaufträge eigenständig zu organisieren und durchzuführen. Der Wochenplanunterricht bietet den Schüler/innen Entscheidungsfreiheiten hinsichtlich:

- der Reihenfolge , in der sie die Aufgaben bearbeiten. Sie müssen nicht zwangsläufig mit der ersten Aufgabe des Wochenplanes beginnen.
- des Lerntempos , der Zeit, in der sie an den einzelnen Aufgaben arbeiten wollen.
- des Lernortes, des Ortes, an dem sie ihre Aufgaben bearbeiten wollen (Sitzplatz, Vorraum etc.).
- der Sozialform , ob sie allein, mit einem Partner oder in einer Gruppen arbeiten wollen.
- und der Art und Weise , wie sie die Aufgaben bearbeiten wollen (z.B. einem Partner Rechenaufgaben stellen oder lieber mit einer Rechenkartei).

Genauigkeit, Zielstrebigkeit und systematisches Vorgehen werden ebenfalls während des Wochenplanunterrichtes gefördert. Diese Fähigkeiten sind ebenso Bestandteile der Selbstständigkeit. Selbstständiges Lernen im Wochenplan ist immer dann gegeben, wenn die Schüler/innen aus einem vielfältigen Übungsangebot auswählen, die Reihenfolge der zu bearbeitenden Aufgaben selbst bestimmen, sich ihre Zeit selbst einteilen, sich selbst einen Arbeitsplatz und einen Partner suchen können und selbst entscheiden, ob und wann sie Hilfe der Lehrperson oder von Mitschülern/innen in Anspruch nehmen möchten. Dadurch ist die frontale klassische Unterrichtssituation teilweise aufgehoben. Die Lehrkraft hat im Wochenplanunterricht zunehmend die Rolle einer Lernbegleitung eingenommen. Zu Beginn der Wochenplanarbeit führt sie in den Wochenplan ein, während der Bearbeitung beobachtet und berät sie die Schülerinnen und Schüler, gibt Hilfestellung und kontrolliert nach Bedarf Aufgaben und fertige Wochenpläne. Der/ Die Lehrer/in lässt den Schülern reichlich Raum zum Arbeiten und fördert so deren selbstständiges Verhalten.

5. Empirische Untersuchung im Hinblick auf Selbstständigkeit im Wochenplanunterricht

Die vorherigen Kapitel ermöglichten dem/r Leser/in, gestützt auf wissenschaftliche und fachdidaktische Literatur, einen theoretischen Einblick in das Konzept der Wochenplanarbeit und die Fähigkeit des selbstständigen Lernens.

Zuerst wurde das Konzept der Wochenplanarbeit vorgestellt. Die Wochenplanarbeit wurde theoretisch und praktisch begründet und Besonderheiten im Unterrichtsverlauf erläutert. Dazu gehörten insbesondere die veränderte Schüler- und Lehrerrolle, sowie die Umgestaltung der Lernumgebung. Im Hinblick auf den Schwerpunkt dieser Arbeit „Selbstständiges Lernen im Wochenplanunterricht“ wurde sodann der Begriff „selbstständiges Lernen“ erläutert. Auf die Begriffsdefinition folgte die Angabe von Gründen und Merkmalen selbstständigen Lernens. Zum Schluss wurde der Wochenplanunterricht als Methode zur Förderung selbstständigen Lernens im Grundschulunterricht vorgestellt und deren Erkenntnisse zusammengefasst.

Ausgehend von den theoretischen Kenntnissen über die Wochenplanarbeit und dem selbstständigen Lernen wird nachfolgend untersucht, wie selbstständiges Lernen im Wochenplanunterricht in einer Bremer Schulklasse konkret realisiert wird. Wochenplanarbeit ist bis heute noch eine weniger verbreitete Unterrichtsform, wenn man sie mit geschlossenen Unterrichtsformen, wie dem Frontalunterricht, der Stillarbeit oder dem Unterrichtsgespräch vergleicht.

[...]


[1] Abb. entnommen aus: http://www.ers-freisen.de/images/slogan.jpg

[2] Falko Peschel definierte und prägte den Begriff des „offenen Unterrichts“.

[3] Die Kerngedanken der Jena-Plan- Versuchsschule sind selbsttätiges Arbeiten, gemeinschaft- liches Zusammenarbeiten und -leben und Mitverantwortung der Schüler- und Elternschaft.

[4] extrinsische Motivation - Motivation, die von äußeren Faktoren (z.B. Lehrkraft) angeregt wird.

[5] intrinsische Motivation - Motivation, die von einer Person selbst ausgeht.

[6] rezeptiv - aufnehmend, empfangend

Ende der Leseprobe aus 103 Seiten

Details

Titel
Die Chancen und Probleme des selbstständigen Lernens im Wochenplanunterricht an der Grundschule
Hochschule
Universität Bremen
Note
1,3
Jahr
2014
Seiten
103
Katalognummer
V281731
ISBN (eBook)
9783656824961
ISBN (Buch)
9783668163348
Dateigröße
11119 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Selbstständiges Lernen, Eigenständiges Lernen, Autonomes Lernen, Wochenplan, Wochenplanunterricht, Wochenplanarbeit
Arbeit zitieren
Anonym, 2014, Die Chancen und Probleme des selbstständigen Lernens im Wochenplanunterricht an der Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281731

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