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Medien zur Langzeitspeicherung elektronischer Daten (Bitstream Preservation)

Titel: Medien zur Langzeitspeicherung elektronischer Daten (Bitstream Preservation)

Seminararbeit , 2014 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: David Spisla (Autor:in)

Informatik - Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der physikalischen Erhaltung von elektronischen Daten (”Bitstream Preservation”). Ein Bitstrom (engl. bitstream) ist eine Sequenz von Bits in unterschiedlicher Länge. Zu betrachten sind Speichermedien, die als physische Trägersubstanz dieses Bitstromes dienen. Im Vordergrund steht die Diskussion hinsichtlich der Eignung für die Langzeitspeicherung. Trotz Konkurrenz durch neuere Medien kann sich das Magnetband nach wie vor durch seine niedrigen Kosten und die hohe Haltbarkeit der Daten einer großen Beliebtheit erfreuen. Allerdings werden in letzter Zeit verstärkt optische Speichermedien (CD-ROM, DVD, Blu-ray Disc) und Festplatten bzw. Festplattensubsysteme als Erg ̈nzung oder Alternative herangezogen. Disketten konnten sich aufgrund ihrer niedrigen Speicherkapazität und geringen Haltbarkeit nicht als primäres Medium zur Langzeitspeicherung durchsetzen. Die praktische Anwendung eines Speichermediums in einem bestimmten Kontext erfordert strategische Uberlegungen. Dazu zählen das Anfertigen mehrerer Kopien, die Sicherung der Daten durch kryptografische Prüfsummen sowie eine regelmäßige Medienmigration. Als Beispiel für eine Umsetzung strategischer Uberlegungen wird die Langzeitspeicherung im Bundesarchiv sowie die Verwendung von Metadaten im Archiv-System DIMAG vorgestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Betrachtung einzelner Speichermedien

2.1 Magnetband, Magnetbandkassette und Digital Audio Tape (DAT)

2.2 Disketten

2.3 CD-ROM und DVD

2.4 Festplatte

3 Strategien zum physischen Erhalt

3.1 Redundante Datenerhaltung

3.2 Datensicherheit

3.3 Kontinuierliche Medienmigration

4 Anwendungsbeispiele

5 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die physikalischen Anforderungen an die langfristige Bewahrung elektronischer Daten, bekannt als Bitstream Preservation. Das primäre Ziel ist es, die Eignung verschiedener Speichermedien im Kontext von Forschungsdatenmanagement und Langzeitarchivierung zu analysieren und strategische Lösungsansätze für die Sicherung gegen Datenverlust zu evaluieren.

  • Physikalische Eignung und Haltbarkeit digitaler Speichermedien
  • Strategien zur redundanten Datensicherung
  • Kryptografische Verfahren zur Integritätssicherung
  • Methodiken der kontinuierlichen Medienmigration
  • Anwendungsbeispiele aus Archivsystemen

Auszug aus dem Buch

2.1 Magnetband, Magnetbandkassette und Digital Audio Tape (DAT)

Ein Magnetband besteht aus einer langen, schmalen Folie aus Kunststoff, die mit einem magnetisierbaren Material beschichtet ist. Ein solches Kunststoffband kann auf Wickelkernen oder Spulen aufgewickelt oder in Kassetten eingebaut sein. Ist Letzteres der Fall, spricht man von einer Magnetbandkassette. Das DAT (Digital Audio Tape) kann als eine Weiterentwicklung der Magnetbandkassette betrachtet werden.

Dieser Datenträger bietet eine Reihe von Vorteilen, sodass Magnetbänder lange Zeit das Standardmedium zur Datenspeicherung in der EDV waren und auch heute noch beliebt sind. Ein wesentlicher Vorteil ist die Haltbarkeit, die auf bis zu 30-50 Jahre geschätzt wird. In der realen Anwendung kann die Lebenszeit jedoch deutlich geringer ausfallen. Eine ungünstige Lagerung, häufige Lesezugriffe und fehlerhafte Laufwerke können als mögliche Ursachen infrage kommen. Eine hohe Haltbarkeit kann dann erreicht werden, wenn das Band sachgerecht gelagert (kühl, trocken, staubfrei und außerhalb der Reichweite von Magnetfeldern), wenig bis keine Lesezugriffe erfährt und passende Laufwerke vorhanden sind und diese einwandfrei funktionieren. Ein fehlerhaftes Laufwerk kann ein Band massiv beschädigen oder ganz zerstören, was zu empfindlichen Datenverlusten führen kann. Zudem sind sie in der Anschaffung und im Unterhalt günstiger als im Vergleich zu Festplatten, da sie z.B. nur Strom verbrauchen, wenn sie beschrieben oder gelesen werden. Dies zahlt sich dann aus, wenn Magnetbänder für Daten verwendet werden, die kaum oder gar nicht gelesen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der rasanten Zunahme elektronischer Daten ein und verdeutlicht anhand von Beispielen die Notwendigkeit digitaler Langzeitarchivierung.

2 Betrachtung einzelner Speichermedien: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Speichermedien wie Magnetbänder, Disketten, optische Datenträger und Festplatten hinsichtlich ihrer Eignung für die Langzeitspeicherung.

3 Strategien zum physischen Erhalt: Hier werden zentrale Strategien zur Sicherung von Daten behandelt, insbesondere die redundante Speicherung, kryptografische Integritätsprüfung und Medienmigration.

4 Anwendungsbeispiele: Dieses Kapitel veranschaulicht anhand konkreter Konzepte aus dem Bundesarchiv und dem Archivsystem DIMAG, wie die theoretischen Strategien in der Praxis implementiert werden.

5 Ausblick: Der Ausblick erörtert die zukünftigen Herausforderungen der Langzeitarchivierung angesichts wachsender Datenmengen und der Notwendigkeit kontinuierlicher strategischer Anpassungen.

Schlüsselwörter

Bitstream Preservation, Langzeitarchivierung, Magnetband, Datensicherheit, Medienmigration, Hash-Wert, Metadaten, Archivsystem, Datenerhaltung, Festplatte, Digitales Archiv, Integrität, Datenverlust, Speichertechnologie, Redundanz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der physikalischen Erhaltung digitaler Daten, auch bekannt als Bitstream Preservation, und der Frage, wie diese langfristig gesichert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Eignung verschiedener Speichermedien, Strategien der Datensicherheit und Methoden zur langfristigen Bewahrung der Datenintegrität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Strategien und Techniken zur effektiven Langzeitarchivierung zu identifizieren, um Daten vor Verlust durch Hardware-Obsoleszenz oder Medienzerfall zu schützen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es wird eine fundierte Literatur- und Technik-Analyse durchgeführt, die verschiedene Speichermedien vergleicht und Strategien wie Migration und redundante Speicherung bewertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Medientypen (Magnetband, Festplatten, optische Medien), erläutert Sicherheitsmaßnahmen wie Hashwerte und diskutiert Migrationskonzepte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Bitstream Preservation, Medienmigration, Langzeitarchivierung, Metadaten und Speichermedien.

Warum spielt die Migration von Daten eine so wichtige Rolle?

Da sich Hardware und Formate über die Zeit ändern, ist die Migration notwendig, um sicherzustellen, dass Daten auch in Zukunft mit neuen Systemen lesbar und interpretierbar bleiben.

Welche Rolle spielen Metadaten im System DIMAG?

Metadaten sind essenziell, um den Kontext, die Struktur und die Historie digitaler Objekte zu erfassen, was die Grundlage für eine strukturierte Verwaltung und spätere Auffindbarkeit bildet.

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Details

Titel
Medien zur Langzeitspeicherung elektronischer Daten (Bitstream Preservation)
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg  (Lehrstuhl für Kommunikationssysteme)
Veranstaltung
Einführung in Digitale Langzeitarchivierung und Forschungsdatenmanagement
Note
1,3
Autor
David Spisla (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
14
Katalognummer
V281771
ISBN (eBook)
9783656778349
ISBN (Buch)
9783656774754
Sprache
Deutsch
Schlagworte
medien langzeitspeicherung daten bitstream preservation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
David Spisla (Autor:in), 2014, Medien zur Langzeitspeicherung elektronischer Daten (Bitstream Preservation), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281771
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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