Aerobic-Trainer B-Lizenz. Aerobic / Gymnastik


Hausarbeit, 2003

31 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

EINLEITUNG

Gymnastik -in welcher Form auch immer- ist aus dem heutigen Sport nicht mehr wegzudenken.

Gymnastik gehört in vielen Wettkampfsportarten zum Standardprogramm der Aufwärmens (allgemeines Warm-up und spezielles Warm-up) oder zur körpereigenen Regeneration, wie zum Beispiel beim Cool Down oder beim Stretching Gymnastik hat aber auch eine präventive Funktion. Da spezielle Übungen die motorischen Fähigkeiten erhöhen und Verletzungsrisiken mindern können, wird Gymnastik auch von der Sportmedizin zur Vorbeugung oder als Heilgymnastik empfohlen.

Vorbeugend betrieben kann Gymnastik gegen Herz-Kreislauf Erkrankungen oder gegen Rückenerkrankungen etc. wirken.

Wenn zum Beispiel sogar der Heilungsprozess von bestimmten Erkrankungen (z.B. Bandscheibenprolaps, Hyper-/Hypotonie, Verletzung des Kniegelenkes ) durch spezielle gymnastische Übungen beschleunigt werden kann bzw. das Wohlbefinden verbessert werden kann, spricht man von Heilgymnastik.

Gymnastik ist grundsätzlich unter 3 verschiedenen Gesichtspunkten zu sehen:

- als eigenständige Sportart (Jazz-Dance, Aerobic u.a.)
- als Möglichkeit zur Steigerung der allgemeinen Fitness ( Körpertraining )
- als Heilgymnastik
- als Warm-up oder Cool-down, als Lockerungs- und Entspannungsübungen

DEFINITION AEROBIC

Kurz zusammengefasst ist Aerobic ein effektives Ganzkörpertraining, bei dem das Ausdauertraining im Mittelpunkt steht und wesentliche Fitnesskomponenten, wie Kraft, Flexibilität und Koordination, in enger Verbindung mit Musik in einem logisch aufgebauten Trainingsprogramm zusammengeführt werden.

In den 7o-er Jahren wurde Aerobic im Auftrag der NASA von dem amerikanischen Sportmediziner Kenneth H. Cooper entwickelt. Damals noch bei der US- Luftwaffe, entwickelte er ein Ausdauertraining für die NASA-Astronauten zur Ökonomisierung der Herzarbeit. Das Programm, das er „Aerobics“ (griechisch: aer = Luft ) nannte, da es den Sauerstoffumsatz im Körper ankurbelt, bestand aus aeroben Ausdauersportarten, wie Laufen, Schwimmen, Radfahren. Es löste in den USA einen Fitnessboom aus und macht den Mediziner weltweit bekannt.

Jane Fonda war die Erste, die das „Astronautentraining“ allen Menschen zugänglich machte und vermarktete.

Doch mehrere Faktoren, wie mangelndes Wissen bei den Trainer/Innen, zu intensive Belastung, zu geringe Belastungsdifferenzierung und vor allen Dingen oft viel zu große Gruppen, führten dazu, dass Aerobic immer mehr, vor allem aus gesundheitlichen Überlegungen heraus, in Kritik geriet und schon Ende der 80-er Jahre zumindest in Deutschland schon fast kein Thema mehr war.

Die Entwicklung im Bereich Aerobic ist jedoch seit damals immer weiter voran geschritten. Die Qualifizierung der Ausbildung und das Wissen in dem Bereich der Trainingslehre wurde immer größer und besser und machte Aerobic zu dem, was es heute ist.

Heutzutage gibt es nicht nur Aerobic Kurse, sondern Begriffe wie:

- Dance-Aerobic (City Jam, Latino-Aerobic etc.) sind Beispiele für die tänzerische Variante.
- Work out (PBB, F.I.R.E., Power Weights etc.) sind Beispiel für ein Aerobic-Programm mit dem Schwerpunkt der Verbesserung der Kraft/ Kraftausdauer.
- Aerobic mit Kampfsportelementen ( WSD, Box-Aerobic, Tae Bo etc.)
- Entspannungskurse (Body and mind, Yoga, Tai chi etc.), um das innere Gleichgewicht zu fördern und die Harmonie zwischen Körper und Geist zu finden
- . und viele mehr All diese Kurse lassen sich wiederum in Hight-, Low- und Mixed Impact unterteilen.

LOW-IMPACT

Beim Low-Impact bleibt immer ein Fuß am Boden (kein Laufen, Hüpfen oder Springen), dadurch wird die Gelenkbelastung minimiert.

Durch Hinzunahme der Arme und Intensivierung der Bewegung kann jedoch die Intensität so gesteigert werden, dass man auch beim Low-Impact in den aeroben Bereich gelangt.

Low-Impact ist besonders für Anfänger, ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, wie Übergewicht oder Herz-Kreislauf Problemen geeignet, solange sie von einem Arzt kontrolliert werden..

Musiktempo: 120-140 Bpm

MIXED-IMPACT

Mixed-Impact ist eine Mischform zwischen Low- und High-Impact und verbindet Elemente aus beidem. Es wird ebenso gelaufen, gehüpft und gesprungen wie am Boden geblieben.

Mixed-Impact ist meist als erweiterte Leistungsstufe zum Low-Impact zu sehen und für jeden trainierten gesunden Menschen geeignet.

Musiktempo: 140-150 Bpm

HIGH-IMPACT

High-Impact ist die höchste Stufe und nur für wirklich trainierte und absolut gesunde Personen geeignet.

Bei dieser Form des Aerobics werden der aktive Bewegungsapparat (Muskeln, Bänder, Sehnen) und der passive Bewegungsapparat (Knochen und Gelenke) durch Bewegungsformen wie Laufen, Hüpfen, Springen und dem daraus entstehenden hohen Aufprall extrem belastet und gefordert.

Der Trainer sollte unbedingt darauf achten, dass die Trainierenden sich nicht überlasten.

Musiktempo: 150-160 Bpm

WORK OUT

Diese Art des Kurses dient zur Kräftigung des Körpers. Unter den Begriff Work out fallen Kurse wie PBB, F.I.R.E., Power Weights, Bodynatics u.s.w.

In diesen Kursen werden einzelne oder bestimmte Muskelgruppen trainiert und gekräftigt.

Soweit keine Krankheiten vorliegen, sind Work Out Stunden für jedermann geeignet.

STEP AEROBIC

Beim Step-Aerobic wird auf einem speziell dafür entwickelten, höhenverstellbaren

Step-Brett (ähnlich einer Treppenstufe) im Rhythmus der Musik auf- und abgestiegen.

Step Aerobic ist ebenfalls ein aerobes Training, wobei besonders die großen Muskelgruppen, wie Oberschenkel und Gesäß, trainiert und gekräftigt werden.

Durch Hinzunahme der Arme kann auch hierbei die Intensität individuell gesteigert werden.

Oft fließen durch eine schöne Choreographie tänzerische und anspruchsvolle Elemente ein.

Bei in der Höhe verstellten Steps ist darauf zu achten, dass der 90 Grad Winkel im Kniegelenk nicht überschritten wird.

Ebenso sind folgende Regeln zu beachten:

- immer vorwärts auf das Brett und rückwärts runter!!!!
- nie vorwärts runter und rückwärts rauf!!!

Step Aerobic ist ebenfalls für jeden gesunden trainierten Menschen geeignet und ist sogar in der Knierehabilitation bekannt.

Musiktempo: 118-123 Bpm

STUNDENAUFBAU:

Jede Aerobic/Gymnastik- Stunde besteht grundsätzlich aus 3 Teilen:

allgemeines Erhöhen der Pulsfrequenz u.

Körpertemperatur

Warm Up

spezielles Pre Stretch, um bestimmte Muskelgruppen

auf die bevorstehende Belastung vorzubereiten

Hauptteil verschiedene Schritt- u. Armkombinationen bzw. Kräftigungsübungen für best. Muskelgruppen beim BOP o.ä.

Cool Down um die durch das Training erhöhte Pulsfrequenz wieder in den Normalbereich zu bringen (siehe Pulsobergrenzen) Stretching um besonders beanspruchte Muskelgruppen zu lockern und den Muskeltonus herabzusetzen, zu entspannen und um Muskelverkürzungen vorzubeugen.

Um die Gewährleistung zu haben, dass alle Teilnehmer mit dem Trainer Schritt halten können, sollte man nach folgendem Prinzip vorgehen:

- vom Leichten zum Schweren
- vom Einfachen zum Komplexen

Als Trainer sollte man in jeglicher Hinsicht immer auf eine korrekte Technik achten und gegebenenfalls seine Teilnehmer auf gewisse Fehler hinweisen.

Dabei sind kurze, konkrete Hinweise, wie z.B. Knie hoch oder Ferse am Boden, besser als lange ausschweifende Erklärungen.

Des weiteren sollten diese Kurse von Abwechslung geprägt sein. Gewisse Spielformen können genauso die Motivation der Teilnehmer steigern wie gute Musik oder eine gute Motivationsfähigkeit des Trainers.

Aerobic/Gymnastik ist ein Gruppentraining und wird oft nicht nur unter dem pädagogischen sondern auch sehr oft unter dem sozialen Aspekt gesehen.

Für viele Menschen steht oft nicht allein der Sport im Vordergrund sondern manchmal auch Aspekte wie „unter andere Menschen zu kommen“, zur Gruppe zu gehören und evtl. Freundschaften zu schließen usw..

[...]

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Aerobic-Trainer B-Lizenz. Aerobic / Gymnastik
Note
1,0
Autor
Jahr
2003
Seiten
31
Katalognummer
V28179
ISBN (eBook)
9783638300339
ISBN (Buch)
9783640203109
Dateigröße
789 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Hausarbeit enthält neben dem theoretischen Teil auch eine ausgearbeitete (inkl. Aufbau,Warm up, Colldown...) Step Mittelstufen Choreographie, nach den Richtlinen der BSA-Akademie.
Schlagworte
Aerobic-Trainer, B-Lizenz, Hausarbeit, Aerobic, Gymnastik
Arbeit zitieren
Ruth Baumann (Autor), 2003, Aerobic-Trainer B-Lizenz. Aerobic / Gymnastik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28179

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