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Die sicherheits- und entwicklungspolitischen Herausforderungen des Klimawandels

Klimaflüchtlinge am Beispiel Afrika

Titel: Die sicherheits- und entwicklungspolitischen Herausforderungen des Klimawandels

Seminararbeit , 2012 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: M.A. Florian Hideg (Autor:in)

Politik - Thema: Entwicklungspolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Am 20. Juli 2011 kam es durch die deutsche Ratspräsidentschaft im UN-Sicherheitsrat zu einem außergewöhnlichen Vorstoß. Man hatte den globalen Klimawandel als Diskussions- und Tagesordnungspunkt auf die Agenda gesetzt und wollte den Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und der internationalen Sicherheit in einem Papier auf höchster internationaler Ebene festhalten. Dies gelang, indem man eine präsidentielle Erklärung unter Zustimmung aller Ratsmitglieder veröffentlichte, die einen vorsichtigen Bezug herstellte:
„Negative Folgen des Klimawandels könnten auf lange Sicht bereits bestehende Bedrohungen des Friedens und der Sicherheit in der Welt verschärfen“. Eine deutlichere Stellungnahme des Gremiums scheiterte an den starren Positionen Russlands und Chinas. Die deutsche Diplomatie feierte das Ergebnis dennoch als vollen Erfolg, da der UN-Sicherheitsrat damit erstmals einräumte, dass der Klimawandel eine Bedrohung des Weltfriedens darstellen kann.
Der Klimawandel kann sowohl direkte als auch indirekte Auswirkungen auf das Leben der Menschen haben. Während Extremwetterereignisse immer häufiger werden, Nahrungsmittel und Wasser in einigen Weltregionen immer knapper werden und der Anstieg des Meeresspiegels den Lebensraum vieler Menschen bedroht, kumulieren diese direkten Auswirkungen des Klimawandels in einem vermehrten Aufkommen von „Klimaflüchtlingen“. Als Klimaflüchtlinge werden prinzipiell die Menschen bezeichnet, die aufgrund von Umweltveränderungen, die durch die globale Erwärmung hervorgerufen werden, ihre Heimat verlassen müssen. Diese Definition ist die am weitesten verbreitete und basiert auf der Definition für „Umweltflüchtlinge“, die durch den Bericht des United Nations Environment Programme (UNEP) „Environmental Refugees“ im Jahre 1985
eingeführt wurde.
Ein Musterbeispiel für Klimaflüchtlinge sind die Bewohner der Carteret-Inseln...

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition, Rechtsstatus und Gründe für das Aufkommen von „Klimaflüchtlingen“

2.1 Definition und Rechtsstatus von „Klimaflüchtlingen“

2.2 Gründe für das Aufkommen von Klimaflüchtlingen

2.2.1 Die Zunahme von Extremwetterereignissen

2.2.2 Nahrungsmittel- und Wasserknappheit

2.2.3 Der Anstieg des Meeresspiegels

3. Klimaflüchtlinge

3.1 Nordafrika

3.2 Die Sahelzone

5. Fazit/Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die sicherheits- und entwicklungspolitischen Auswirkungen des globalen Klimawandels mit einem besonderen Fokus auf die Entstehung von Klimaflüchtlingen. Ziel ist es, die Herausforderungen zu beleuchten, die durch klimabedingte Umweltveränderungen entstehen, und dabei insbesondere die afrikanischen Regionen Nordafrika und die Sahelzone als Fallbeispiele heranzuziehen, um die kausalen Zusammenhänge zwischen ökologischem Wandel und Fluchtbewegungen zu verdeutlichen.

  • Analyse der Definition und des völkerrechtlichen Status von Klimaflüchtlingen
  • Untersuchung klimabedingter Fluchtursachen wie Extremwetter, Ressourcenknappheit und Meeresspiegelanstieg
  • Bewertung der Rolle des Klimawandels als „Threat Multiplier“ für politische Instabilität
  • Fallstudien zur Sicherheitslage in Nordafrika und der Sahelzone

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition und Rechtsstatus von „Klimaflüchtlingen“

Der Begriff „Klimaflüchtling“ ist relativ neu und findet erst seit wenigen Jahren Verwendung. Er wird im Zusammenhang mit der Sorge vor Flüchtlingsbewegungen verwendet, die durch die Auswirkungen des Klimawandels entstehen (Angenendt 2011: 178). Zudem werden in der wissenschaftlichen und in der politischen Debatte ähnliche Begriffe nebeneinander verwendet, was eine einheitliche Definition zusätzlich erschwert, wie zum Beispiel Umweltflüchtlinge, Umweltmigranten und Klimavertriebene (Angenendt 2011: 178). Alle diese Begriffe haben Berechtigung, doch sprechen sie jeweils unterschiedliche Wanderungs- und Flüchtlingsbewegungen an. Um in der Debatte um „Klimaflüchtlinge“ eine einheitliche Sprache zu sprechen, muss der Begriff weiter präzisiert werden.

Zuallererst spielt die Zeitdauer der Flucht eine Rolle. Sie kann entweder vorübergehend oder dauerhaft stattfinden. Einerseits können beispielsweise Sturmfluten innerhalb kürzester Zeit eine große Anzahl an Menschen zu einer Flucht zwingen, wobei diese aber möglicherweise schon nach relativ kurzer Zeit in ihre Heimat zurückkehren können. Andererseits kann, wie in der Einleitung am Beispiel der Carteret-Inseln beschrieben wurde, der Anstieg des Meeresspiegels in einigen Weltregionen die dauerhafte Überschwemmung von Gebieten zur Folge haben, die damit dauerhaft unbewohnbar werden, wenn sie nicht durch Anpassungsmaßnahmen geschützt werden.

Ein zweiter Faktor ist die Freiwilligkeit. An dieser Stelle findet auch die notwendige Abgrenzung zwischen Migranten und Flüchtlingen statt. Während Migranten in der Regel die Wahl zwischen Gehen oder Bleiben nachgesagt wird, geht man bei Flüchtlingen davon aus, dass ihre katastrophalen Lebensbedingungen ihnen keine Wahl lassen und sie flüchten müssen, um zu überleben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert den Klimawandel als sicherheitspolitische Herausforderung und führt den Begriff des Klimaflüchtlings anhand aktueller Beispiele ein.

2. Definition, Rechtsstatus und Gründe für das Aufkommen von „Klimaflüchtlingen“: Dieses Kapitel erläutert die terminologische Vielfalt, den problematischen Status im Völkerrecht sowie die ökologischen Treiber wie Extremwetter und Meeresspiegelanstieg.

3. Klimaflüchtlinge: Anhand der Regionen Nordafrika und Sahelzone wird verdeutlicht, wie Umweltveränderungen soziale Instabilität und Fluchtbewegungen verstärken.

5. Fazit/Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert eine stärkere völkerrechtliche Integration von Klimaflüchtlingen sowie eine kohärente politische Strategie.

Schlüsselwörter

Klimawandel, Klimaflüchtlinge, Sicherheitspolitik, Sahelzone, Nordafrika, Völkerrecht, Genfer Flüchtlingskonvention, Extremwetter, Ressourcenknappheit, Meeresspiegelanstieg, Migration, Umweltflüchtlinge, Threat Multiplier, politische Instabilität, Fluchtbewegungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Verbindung zwischen dem globalen Klimawandel und den resultierenden Sicherheitsrisiken, speziell der Fluchtmigration durch Umweltveränderungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Begriffsdefinition von Klimaflüchtlingen, die völkerrechtliche Schutzlücke, sowie die ökonomischen und sicherheitspolitischen Folgen für besonders betroffene Regionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Umweltdegradierung und Flucht aufzuzeigen sowie zu hinterfragen, wie die internationale Gemeinschaft auf die wachsende Zahl von Klimaflüchtlingen reagieren kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die auf der Auswertung aktueller Fachliteratur, Berichten von Forschungsinstitutionen und internationalen Abkommen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung und eine empirische Fallanalyse der Regionen Nordafrika und Sahelzone.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Klimawandel, Sicherheitspolitik, Klimaflüchtlinge und Migration geprägt.

Warum fällt es schwer, den Begriff "Klimaflüchtling" rechtlich einzuordnen?

Da Klimaflüchtlinge nicht unter die klassischen Fluchtgründe der Genfer Flüchtlingskonvention (wie etwa politische Verfolgung) fallen, besteht aktuell eine völkerrechtliche Schutzlücke.

Welche Rolle spielt die Sahelzone in dieser Argumentation?

Die Sahelzone dient als Beispielregion, in der die Verschärfung von Ressourcenknappheit und Dürren direkt zu gewaltsamen Konflikten und Fluchtbewegungen führt.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die sicherheits- und entwicklungspolitischen Herausforderungen des Klimawandels
Untertitel
Klimaflüchtlinge am Beispiel Afrika
Hochschule
Universität der Bundeswehr München, Neubiberg  (Institut für Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Ausgewählte Problemfelder der Entwicklungspolitik
Note
1,3
Autor
M.A. Florian Hideg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
20
Katalognummer
V281913
ISBN (eBook)
9783656758945
ISBN (Buch)
9783656758938
Sprache
Deutsch
Schlagworte
herausforderungen klimawandels klimaflüchtlinge beispiel afrika
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Florian Hideg (Autor:in), 2012, Die sicherheits- und entwicklungspolitischen Herausforderungen des Klimawandels, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281913
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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