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Das Bistum Halberstadt zur Karolingerzeit

Titel: Das Bistum Halberstadt zur Karolingerzeit

Seminararbeit , 2004 , 16 Seiten , Note: 2

Autor:in: Carsten Mogk (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Bistum Halberstadt spielte bisher in der modernen Bistumsgeschichtsschreibung nur eine untergeordnete Rolle. Trotz ausreichender Quellenlage wurden in den letzten Jahrzehnten nur wenige Untersuchungen zum Bistum betrieben, sodass bis heute keine moderne Bistumsgeschichte Halberstadts vorliegt. Erst im Zuge der letzten Jahre sind, nicht zuletzt im Hinblick auf die Feierlichkeiten zum 1200jährigen Jubiläum des Bistums Halberstadt in diesem Jahr, Untersuchungen zu ausgewählten Fragestellungen entstanden. Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit dem Bistum Halberstadt zur Karolingerzeit im Licht der neueren Forschung wobei die Schwerpunktsetzung auf den Umständen der Bistumsgründung liegt. Im Rahmen der neueren Forschung sollen Untersuchungen aus den zurückliegenden 3 Jahrzehnten die Diskussionsgrundlage dieser Arbeit bilden, wobei die Untersuchungen vom Anfang des Jahrhunderts als Basis der neueren Forschung am Rande ebenfalls Erwähnung finden.. Dabei ist es Aufgabe dieser Arbeit die neuere Forschung sowohl untereinander als auch mit den vorhandenen Quellen zu vergleichen und somit die Forschungsdebatte darzulegen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fragestellung

3. Die Gründung des Bistums Halberstadt

3.1. Die Rolle Hildegrims bei der Missionierung

3.2. Die Frage des Gründungsdatums

3.2.1. Die Halberstädter Quellen

3.2.2. Der Hoftag von Salz

3.2.3. Das Immunitätsprivileg Ludwigs des Frommen

3.2.4. Der Tod Hildegrims

4. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Das Hauptziel dieser Seminararbeit ist es, die Umstände der Gründung des Bistums Halberstadt während der Karolingerzeit kritisch im Licht der neueren Forschung zu untersuchen und die vorliegenden Forschungsdebatten in den Kontext der historischen Quellen zu stellen.

  • Die Rolle Hildegrims bei der Missionierung des Nordharzgebietes.
  • Die Problematik und Zuverlässigkeit der historischen Überlieferungen zur Bistumsgründung.
  • Der wissenschaftliche Diskurs um die Gründungsdaten 781, 804, 814 und 827.
  • Die Bedeutung von Privilegien und Immunitätsurkunden für die Darstellung der Bistumsgeschichte.

Auszug aus dem Buch

3.2. Die Frage des Gründungsdatums

Das Gründungsdatum des Bistums Halberstadt ist eines der meist diskutierten Punkte der Halberstädter Bistumsgeschichtsforschung. So unterschiedlich wie die historischen Quellen das Gründungsdatum darstellen, so weit gehen auch die Meinungen der historischen Forschung auseinander. Zu untersuchen galt es die Zuverlässigkeit der Quellen und die Frage welches Interesse die jeweilige Quellen an einer veränderten Angabe gehabt haben könnte. Die wichtigsten Forschungsansätze möchte ich im Folgenden vorstellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die wissenschaftliche Ausgangslage und das Ziel der Arbeit, die Forschungsdebatte um die Bistumsgründung anhand neuerer Untersuchungen darzulegen.

2. Fragestellung: Das Kapitel definiert den Fokus auf die Person Hildegrims sowie die Untersuchung der Rolle von Karl dem Großen versus Ludwig dem Frommen bei der Bistumsgründung.

3. Die Gründung des Bistums Halberstadt: Hier werden die zentralen historischen Ereignisse und die verschiedenen wissenschaftlichen Thesen zur Bistumsgründung detailliert analysiert.

3.1. Die Rolle Hildegrims bei der Missionierung: Untersuchung von Hildegrims Tätigkeit als Missionar und der Frage nach seinem tatsächlichen Bischofsamt unter Berücksichtigung widersprüchlicher Quellen.

3.2. Die Frage des Gründungsdatums: Dieses Kapitel bündelt die Diskussionen um die verschiedenen potenziellen Gründungsjahre und die Glaubwürdigkeit der zugrunde liegenden Dokumente.

3.2.1. Die Halberstädter Quellen: Analyse der Gesta episcoporum Halberstadensium und der Annales Quedlinburgenses bezüglich ihrer Darstellung der Bistumsgründung.

3.2.2. Der Hoftag von Salz: Betrachtung der Theorie einer Gründung im Jahr 804 basierend auf dem Immunitätsprivileg Karls des Großen.

3.2.3. Das Immunitätsprivileg Ludwigs des Frommen: Untersuchung der Urkunde von 814 als möglichem Gründungsnachweis und der Problematik der darin enthaltenen Interpolationen.

3.2.4. Der Tod Hildegrims: Diskussion der These von Dietrich Claude, dass die eigentliche Bistumsgründung erst 827 nach Hildegrims Tod erfolgte.

4. Zusammenfassung: Abschlussbetrachtung der Forschungsergebnisse, die verdeutlicht, dass trotz einer Tendenz zum Jahr 814 keine eindeutige Konsenslösung in der Wissenschaft besteht.

Schlüsselwörter

Bistum Halberstadt, Karolingerzeit, Hildegrim, Missionsgeschichte, Bistumsgründung, Karl der Große, Ludwig der Fromme, Immunitätsprivileg, Gesta episcoporum Halberstadensium, Quellenkritik, Ostsachsen, Christianisierung, Forschungsdebatte, Mittelalter, Bischofschronik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Gründungsgeschichte des Bistums Halberstadt in der Karolingerzeit und beleuchtet dabei die Widersprüche in der neueren historischen Forschung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Rolle des Missionars Hildegrim, die Zuverlässigkeit der frühmittelalterlichen Quellen und die konkurrierenden Datierungsansätze zur Bistumsgründung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die verschiedenen wissenschaftlichen Ansätze der letzten Jahrzehnte zu vergleichen und die Argumentationsstrukturen hinter den unterschiedlichen Datierungsthesen offenzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse, bei der historische Dokumente wie Chroniken und Immunitätsurkunden mit modernen Forschungsergebnissen korreliert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Missionstätigkeit Hildegrims und eine detaillierte Diskussion der verschiedenen Gründungsdaten (781, 804, 814, 827) unter Heranziehung spezialisierter Forschungsliteratur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bistumsgründung, Karolingerzeit, Quellenkritik und Forschungsdebatte geprägt.

Welche Rolle spielt das Immunitätsprivileg Ludwigs des Frommen?

Es wird als eine zentrale, wenn auch teilweise interpolierte Quelle betrachtet, deren Bedeutung für die Etablierung des Jahres 814 als Gründungsdatum untersucht wird.

Warum ist das Gründungsdatum so umstritten?

Die historische Überlieferung ist widersprüchlich; verschiedene Quellen haben unterschiedliche Interessen (z.B. Prestige durch Rückführung auf Karl den Großen), was zu unterschiedlichen Interpretationen der Chronisten führte.

Was besagt die These von Dietrich Claude?

Claude argumentiert, dass eine Bistumsgründung in der fragilen Region Ostsachsens erst nach der Festigung unter Hildegrims Nachfolger Thietgrim (827) plausibel ist.

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Details

Titel
Das Bistum Halberstadt zur Karolingerzeit
Hochschule
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg  (Geschichte)
Veranstaltung
Proseminar Mittelalter
Note
2
Autor
Carsten Mogk (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
16
Katalognummer
V28193
ISBN (eBook)
9783638300469
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bistum Halberstadt Karolingerzeit Proseminar Mittelalter
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Carsten Mogk (Autor:in), 2004, Das Bistum Halberstadt zur Karolingerzeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28193
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Leseprobe aus  16  Seiten
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