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Das Bild der Peisistratiden bei Herodot

Title: Das Bild der Peisistratiden bei Herodot

Seminar Paper , 2009 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Markus Uehleke (Author)

World History - Antiquity
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Summary Excerpt Details

Peisistratos, seine beiden Söhne Hippias und Hipparchos, sowie deren Anhänger beherrschten fast ein halbes Jahrhundert das politische Leben vorrangig im antiken Athen und selbst nach der Vertreibung des Hippias im Jahre 510 v. Chr. klangen immer wieder Versuche an – unter der Mithilfe der Perserkönige Dareios I. und dessen Sohn Xerxes – die Peisistratidenherrschaft in Athen erneut zu etablieren. Es gab sogar einen Vorschlag seitens der Lakedaimonier, Hippias wieder nach Athen zurückzuführen, als diese merkten, dass Athen sich unter der politischen Freiheit zu einem Konkurrenten um die Vormachtstellung in Hellas entwickelt hatte.3 Dies allein schon kann den markanten Einfluss dieses Geschlechts auf die Entwicklung der hellenischen Geschichte bezeugen. Das Bild des Peisistratos und seiner Nachfolger wird nach wie vor in der Forschung kontrovers diskutiert; im Umfange der vorliegenden Arbeit wird es aber nur möglich sein, vordergründig das Bild des Peisistratos bei Herodot herauszuarbeiten, während die anderen umfangreichen Quellen wie Thukydides oder (Pseudo-)Aristoteles im Hintergrund bleiben müssen. Zunächst soll einleitend ein allgemeiner Überblick über die Methodik der Geschichtsschreibung des Herodot gegeben werden, um anschließend das Verständnis für seine Sicht der Geschehnisse aufzuzeigen. Neben den „Historien“ des Herodot, bediene ich mich dabei vordergründig der Arbeit Jochen Bleickens „Die athenische Demokratie“. Ziel der Arbeit wird es sein, einen allgemeinen Zusammenhang herzustellen zwischen Herodots Einstellung zur Herrschaftsform der Tyrannis und seinen konkreten historischen Ausführungen, woraus schließlich das Bild der Peisistratiden bei Herodot entstehen soll.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Methodik Herodots

2.1 Herodots politische Tendenzen

3. Das Bild des Peisistratos

4. Hippias und Hipparchos

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Bild der Peisistratiden in den "Historien" des Herodot, um einen Zusammenhang zwischen Herodots Einstellung zur Herrschaftsform der Tyrannis und seinen konkreten historischen Darstellungen herzustellen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Nuancen der Bewertung dieses Herrschergeschlechts durch den antiken Autor.

  • Methodik der Geschichtsschreibung bei Herodot
  • Herodots demokratische Tendenzen und die Verfassungsdebatte
  • Die Darstellung des Aufstiegs und der Herrschaft des Peisistratos
  • Die Rolle der Söhne Hippias und Hipparchos sowie die Ursachen ihrer Vertreibung

Auszug aus dem Buch

3. Das Bild des Peisistratos

Was erfahren wir also bei Herodot über Peisistratos, dem es gelang, sich dreimal (andere Forschungen gehen von zwei Versuchen aus) zum Tyrannen von Athen zu erheben, sich aber erst bei letztem Versuch, dauerhaft als Tyrann etablieren konnte, und – was ebenfalls ausschlaggebend ist – was erfahren wir nicht von ihm?

Herodot berichtet vorerst von den beiden zunächst gescheiterten Versuchen des Peisistratos, sich als unumschränkten Tyrann von Athen zu erheben. Peisistratos hatte sich während der Klassenkämpfe, die auf die solonischen Reformen folgten als Führer der Diakrioi, den Bewohnern des östlichen Gebirgslandes, die hauptsächlich die ärmere Schicht der Kleinbauern und Schafhirten repräsentierte, hervorgetan, nachdem er sich bereits als Polemarch des Jahres 565 v. Chr. in militärischen Aktionen im Krieg gegen Megara bewährt hatte. Diese Volksgruppe, deren er sich angenommen hatte, lag in einem stetigen Interessenkonflikt mit den beiden anderen Gruppen, den Grundbesitzern in der Ebene (die Pediaker) und den Küstenbewohnern (die Paralier), die zumeist Händler oder Handwerker waren. Dass sich Peisistratos gerade der politisch-unmündigsten Gruppe anschloss, mag ihm das Attribut eines „volksnahen“ Führers eingebracht haben, was Jochen Bleicken jedoch kritisch sieht und explizit als „Anachronismus“ bezeichnet, welcher „auch gar nicht zu belegen“ sei.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Peisistratidenherrschaft ein und umreißt das Ziel, das Bild des Peisistratos bei Herodot unter Berücksichtigung der herodotischen Methodik zu erarbeiten.

2. Zur Methodik Herodots: Das Kapitel erläutert die Besonderheiten der herodotischen Arbeitsweise, insbesondere den Unterschied zwischen mündlicher Überlieferung und analytischer Geschichtsschreibung.

2.1 Herodots politische Tendenzen: Hier wird die politische Gesinnung Herodots analysiert, wobei insbesondere die "Verfassungsdebatte" als Ausdruck seiner demokratischen Tendenz hervorgehoben wird.

3. Das Bild des Peisistratos: Dieses Kapitel untersucht die Darstellung des Peisistratos bei Herodot, von seinen gescheiterten Versuchen bis hin zur dauerhaften Etablierung seiner Herrschaft.

4. Hippias und Hipparchos: Der Fokus liegt hier auf den Söhnen des Peisistratos, ihrem kulturellen Wirken am Hof sowie den Ursachen und Folgen der Ermordung des Hipparchos.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass Herodot zwar der Tyrannis kritisch gegenübersteht, aber dennoch ein eher nüchternes Bild der Peisistratiden zeichnet.

Schlüsselwörter

Peisistratos, Herodot, Tyrannis, Athen, Historien, Hippias, Hipparchos, antike Geschichte, Demokratie, Verfassungsdebatte, Solon, Adelskämpfe, Machtlegitimation, griechische Geschichte, politische Tendenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie der antike Autor Herodot die Herrschaft der Peisistratiden in Athen darstellt und welche politischen Einstellungen sein Werk dabei widerspiegelt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Themen gehören die Methodik Herodots, seine politische Einstellung zur Tyrannis sowie die historische Darstellung der Herrschaftszeit des Peisistratos und seiner Söhne.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, einen Zusammenhang zwischen Herodots Haltung zur Staatsform der Tyrannis und seinen konkreten historischen Ausführungen über die Peisistratiden aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine quellenkritische Analyse der "Historien" des Herodot durch und zieht ergänzend moderne Forschungsliteratur, insbesondere von Jochen Bleicken, heran.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Grundlegung, die Untersuchung der politischen Tendenzen Herodots, das Bild des Peisistratos sowie die Darstellung der Söhne Hippias und Hipparchos.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Peisistratos, Herodot, Tyrannis, athenische Geschichte, Verfassungsdebatte und historische Quellenkritik.

Wie bewertet Herodot die Herrschaft des Peisistratos?

Herodot zeichnet ein eher nüchternes Bild, das Peisistratos als unumschränkten Herrscher beschreibt, während er kulturelle Leistungen, die später oft gelobt wurden, weitgehend unerwähnt lässt.

Welche Rolle spielt die "Verfassungsdebatte" für das Verständnis der Arbeit?

Die Verfassungsdebatte dient als zentrales Element, um die demokratische Tendenz Herodots zu belegen und zu verdeutlichen, warum er der Tyrannis kritisch gegenübersteht.

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Details

Title
Das Bild der Peisistratiden bei Herodot
College
University of Bamberg  (Lehrstuhl für Alte Geschichte)
Course
Das Perikleische Zeitalter
Grade
1,0
Author
Markus Uehleke (Author)
Publication Year
2009
Pages
15
Catalog Number
V281986
ISBN (eBook)
9783656759331
ISBN (Book)
9783656759348
Language
German
Tags
Peisistratos Hippias Hipparchos Peisistratiden Tyrannis Herodot Ältere Tyrannis Perikleisches Zeitalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Uehleke (Author), 2009, Das Bild der Peisistratiden bei Herodot, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281986
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