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New Pictures, Old Ideas - Die Entwicklungsgeschichte der Musikvideos und ihre Veränderung in Struktur, Inhalt und Bedeutung zwischen 1987 und 2003

Title: New Pictures, Old Ideas - Die Entwicklungsgeschichte der Musikvideos und ihre Veränderung in Struktur, Inhalt und Bedeutung zwischen 1987 und 2003

Thesis (M.A.) , 2003 , 103 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Anne Wäschle (Author)

Communications - Movies and Television
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Am Anfang war der Ton. Der macht die Musik und diese die Menschen glücklich – zeitweilig zumindest. Denn nicht in der Musik allein liegt die Begründung für die Faszination, die Musikvideos ausüben. Jeder, der beim Zapping zum ersten Mal über einen Musikvideokanal stolpert, bleibt unwillkürlich hängen. Schnell, bunt und laut kommen die mehrminütigen kleinen Beiträge, die einen Star und seinen Song preisen, daher. Oftmals für das ungeübte Auge kaum zu entschlüsseln. Was ist die Botschaft? Worum geht es? Was will mir der Künstler damit sagen? – „Kaufe meine Platte! Kaufe meine Platte!“ hört man sie zwischen den Bildern flüstern. Für Stars, Sternchen und ihre Macher ist Musik nicht nur Spaß, Erfüllung und Ruhm, sondern vor allem Broterwerb. Musikvideos sind ebenso essentiell wie Konzerttouren und Fernsehshowauftritte. Sie sichern die Verbreitung des Produktes, erhöhen im besten Fall (heavy rotation) die Beliebt- und Bekanntheit des Interpreten und seine Verkaufszahlen.

Jede Liedermacherin mit Gitarre, jede Boy- oder Girlgroup, jeder Gangster-Rapper und jeder Alternative-Rocker braucht heute ein passendes Video, das ihre oder seine Präsenz auf einem Musikkanal und in den Köpfen der Zielgruppe sichert. Möchte man im Musikbusiness Karriere machen, dann muss man sich an diese einfache Regel halten. Kein Clip, kein Erfolg. Also entstehen Jahr für Jahr tausende Videos für große und kleine Stars. Wen wundert es da, dass Kritiker eine Vereinheitlichung beklagen? Die meisten Musikvideos sind nur für wenige Wochen auf den Bildschirmen zu sehen, die allerwenigsten schaffen es zum Clipklassiker und werden auch nach Monaten oder Jahren noch ausgestrahlt. Den Beteiligten bleibt, auch in Anbetracht der Tatsache, dass Videos selten länger als vier Minuten dauern, wenig Zeit, das Image einer Musikerin, eines Musikers oder einer Band so zu vermitteln, dass die jungen Zuschauer sich dadurch angesprochen fühlen und bestenfalls einen Kaufwunsch entwickeln. Das schmale Zeitfenster beschränkt Art und Tiefe der Darstellung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist ein Musikvideo? Begriffsbestimmung

3. Die historische Entwicklung der Musikvideos

3.1. Von den historischen Vorläufern bis zur Herausbildung der Musikvideos

3.1.1. Frühe Formen der Verbindung von Ton und Bild und der Diskurs über die Beziehung beider Elemente zueinander

3.1.2. Die visuelle Musik

3.1.3. Einflüsse aus den Bereichen des kommerziellen Kinos und der Musik

3.1.4. Von den ersten Videoclips bis zu MTV

3.2. Die Musikkanalentwicklung

3.2.1. Der Werdegang von MTV

3.2.2. Musikvideos im deutschen Fernsehen

3.2.3. Musikvideos im Jahr 2003

3.2.4. Ausblick

4. Die Analyse der Musikvideos

4.1. Das Klassifizierungsmodell nach Michael Altrogge

4.1.1. Der Musik-Aspekt und die drei Musikstile

4.1.2. Die Darstellungsebenen

4.1.2.1. Die reine Performance

4.1.2.2. Die Konzeptperformance

4.1.2.3. Konzept mit Interpreten

4.1.2.4. Konzept ohne Interpret

4.1.2.5. Die Ausnahmen

4.1.3. Visuelle Binnenstruktur

4.1.4. Rahmenbedeutungen der externen Bilder

4.2. Zur Auswahl und ihrer Begründung

4.3. Die Beschreibung der Musikvideos

4.3.1. Die Videoauswahl 1987

4.3.1.1. Vanessa Paradis – Joe le Taxi

4.3.1.2. Boy George – Everything I Own

4.3.1.3. Black – Wonderful Life

4.3.1.4. George Harrison – I Got My Mind Set on You

4.3.1.5. Samantha Fox – Nothing’ s Gonna Stop Me Now

4.3.1.6. Kim Wilde – You Keep Me Hangin’ on

4.3.1.7. Peter Gabriel – Big Time

4.3.1.8. Hot Chocolate – You Sexy Thing

4.3.1.9. Iggy Pop – Real Wild Child

4.3.2. Die Videoauswahl 2003

4.3.2.1. Oasis – Songbird

4.3.2.2. 50 Cent – In da Club

4.3.2.3. B2K featuring P. Diddy – Bump, Bump, Bump

4.3.2.4. Missy Elliot – Gossip Folks

4.3.2.5. Curse – Hand hoch

4.3.2.6. Moloko – Familiar Feeling

4.3.2.7. Holly Valance – Naughty Girl

4.3.2.8. Placebo – Bitter End

4.3.2.9. Good Charlotte – Lifestyle of the Rich and Famous

4.4. Vergleich der ausgewählten Videos von 1987 und 2003

4.5. Die Überprüfung der Thesen

4.6. Es bleibt alles anders – Die Ergebnisdiskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Magisterarbeit untersucht die Entwicklungsgeschichte des Musikvideos und analysiert, inwieweit sich die strukturelle Form und das Erscheinungsbild von Musikvideos im Zeitraum von 1987 bis 2003 verändert haben. Ziel ist es, trotz technischer Innovationen und modischer Trends zu ergründen, ob die zugrundeliegende innere Struktur des Formats als Promotioninstrument für Interpreten stabil geblieben ist.

  • Historische Entwicklung und Wurzeln des Musikvideos
  • Die Rolle der Musikkanäle MTV und VIVA
  • Methodische Analyse mittels des Klassifizierungsmodells nach Michael Altrogge
  • Struktureller Vergleich ausgewählter Musikvideos von 1987 und 2003
  • Diskussion über den Einfluss von Musikindustrie, Ästhetik und wirtschaftlichem Kalkül

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Frühe Formen der Verbindung von Ton und Bild und der Diskurs über die Beziehung beider Elemente zueinander

Das Musikvideo ist die heute populäre Form der Verbindung von musikalischem Ton und bewegtem Bild. Es ist nicht der erste Versuch der Menschheit, sich ihren Wunsch nach Visualisierung von Musik zu erfüllen. Vielmehr markiert das Musikvideo den aktuellen Endpunkt dieser Bestrebungen, die schon sehr zeitig begannen.

Überlieferte Schöpfungsmythen verschiedener Kulturen zeigen, dass der Traum vom bebilderten Schall bis in die Frühgeschichte zurückreicht. So glaubten die Ägypter, dass die Welt durch den Lichtschrei einer singenden Sonne erschaffen wurde, die Inder sprachen in ihren brahmanischen Mythen von leuchtenden und klingenden Wesen als ersten Menschen. Im alten China wurde man bereits konkreter und fand für die Zusammenführung von Sehen und Hören einen eigenen Begriff: das Ohrenlicht.

Das Verbinden von Musik, Gesang und Darstellung – ob am Lagerfeuer nach der Jagd, beim Dorffest oder bei Familientreffen – ist eine alte Tradition. Es führte in unterschiedlichen Zivilisationen zur Herausbildung von spezifischen Volks- und Ritualtänzen. Dieser Umstand deutet darauf hin, dass Musik ursprünglich immer visuell war, „[…] die Gestik der Musikanten, die Bewegungen, der Tanz, all das gehört zum volkstümlichen Musizieren einfach dazu.“ Der Sinn liegt in der Illustrierung der auditiven Vorführung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Faszination des Musikvideos und ordnet es als zentrales Werbeinstrument der Musikindustrie ein, während sie die Forschungsfragen und methodischen Ansätze der Arbeit darlegt.

2. Was ist ein Musikvideo? Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel definiert den Begriff Musikvideo als Verbindung von Audio-Parts mit visuellen Elementen und diskutiert dessen Funktion als Marketingmedium und postmoderner Text.

3. Die historische Entwicklung der Musikvideos: Der Abschnitt zeichnet die evolutionäre Entwicklung vom Avantgardefilm und kommerziellen Kino bis hin zur Etablierung des Musikfernsehens (MTV, VIVA) nach.

4. Die Analyse der Musikvideos: Das Kernkapitel präsentiert das Klassifizierungsmodell nach Altrogge und wendet es auf ausgewählte Musikvideos der Jahre 1987 und 2003 an, um einen strukturellen Vergleich durchzuführen.

Schlüsselwörter

Musikvideo, Musikfernsehen, MTV, VIVA, Musikindustrie, Musikclips, Altrogge, Performance, Konzeptvideo, Musikgeschichte, Werbeinstrument, Musikstilistik, Popkultur, Visualisierung, Medienanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entwicklungsgeschichte und strukturellen Veränderungen von Musikvideos im Zeitraum von 1987 bis 2003.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der Bild-Ton-Kopplung, die Etablierung des Musikfernsehens und eine vergleichende Analyse der Ästhetik und Struktur von Musikclips.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu prüfen, ob sich die innere Struktur von Musikvideos als Marketinginstrument trotz technischer Neuerungen und modischer Wandlungen grundlegend verändert hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Zur Analyse wird ein klassifikatorisches Instrumentarium von Michael Altrogge verwendet, welches Musikvideos anhand von Darstellungsebenen, visueller Binnenstruktur und Inhalten vergleichbar macht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Teil zur Genese des Musikfernsehens und einen analytischen Teil, in dem neun Videos aus 1987 und neun Videos aus 2003 nach dem Modell von Altrogge untersucht werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Musikvideo, MTV/VIVA, Musikindustrie, Musikstilistik, Darstellungsebenen und Bild-Ton-Verbindung.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen 1987 und 2003 eine Rolle?

Die Jahre repräsentieren verschiedene Entwicklungsstadien: 1987 war eine Phase, in der sich MTV gefestigt hatte, während 2003 von Digitalisierung, globaler Expansion und veränderten wirtschaftlichen Bedingungen geprägt war.

Was ist die zentrale Schlussfolgerung in Bezug auf die Musikvideos?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass sich der "Genotyp" (die innere Struktur als Werbeinstrument) nicht gewandelt hat, während sich der "Phänotyp" (die visuelle Ausgestaltung, das Tempo und die Komplexität) stark an aktuelle Trends angepasst hat.

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Details

Title
New Pictures, Old Ideas - Die Entwicklungsgeschichte der Musikvideos und ihre Veränderung in Struktur, Inhalt und Bedeutung zwischen 1987 und 2003
College
Technical University of Braunschweig  (Medienwissenschaften)
Grade
1,5
Author
Anne Wäschle (Author)
Publication Year
2003
Pages
103
Catalog Number
V28199
ISBN (eBook)
9783638300506
Language
German
Tags
Pictures Ideas Entwicklungsgeschichte Musikvideos Veränderung Struktur Inhalt Bedeutung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne Wäschle (Author), 2003, New Pictures, Old Ideas - Die Entwicklungsgeschichte der Musikvideos und ihre Veränderung in Struktur, Inhalt und Bedeutung zwischen 1987 und 2003, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28199
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